Austauschprogramm

Hi ihr Lieben,

 

ich bringe die Geschichte um Tabitha mal noch in neue Wege. Hoffe Euch gefällt meine Idee.

 

Liebe Grüße

Friddi

 

<RPG>

 

Ort:Thyene, Myzen

Zeit: MD 13.0832

 

Ein langer Abend lag hinter Tabitha und ihrer Familie. Sie waren immer noch begeistert von dem Ausflug auf die Hephaistos. Noch nie hatte Tabitha ihren Tomasi so strahlen sehen. Für ihn war ein Traum wahr geworden. Auch die Gespräche am Abend hatten sich lange hingezogen. Doch eines war deutlich geworden, wenn Tabitha und ihr Hausstand nicht auf Thyene bleiben wollten, dann mussten sie das auch nicht. Die Gespräch mit Botschafter Jared hatten aber auch deutlich gemacht, dass die Bitte um Asyl auf wackligen Füßen stand. Denn es gab keine Verfolgung seitens der Regierung.

 

Tabitha hatte nicht alle Paragraphen verstanden. So wie es für sie geklungen hatte, war die Verfolgung durch die eigene Familie durchaus ein Grund, warum man ihnen Asyl anbieten konnte. Zumindest hatte sich Shay Ruthven sehr stark dafür gemacht.

 

Oh ja und diese Gefahr bestand, denn Tabithas und Tomasis Familien besaßen viel Einfluss. Eine Kusine von Tabitha hatte sich gestern Abend noch gemeldet und ihr erklärt dass man alles versuchte um Tabithas Ehe zu annulieren. Die Kinder würden man dann mit Tomasi ins Hinterland bringen und Tabitha würde durch eine neue Ehe wieder neue Chancen bekommen.

 

Niemand fragte allerdings Tabitha hierbei um Rat. Keiner wollte wissen, ob Tabitha und Tomasi das so wollten. Das Wohl des Einzelnen zählte nicht beim ewigen Spiel welches sich darum drehte mehr Einfluss in erlauchten Kreisen zu erlangen.

 

Der Gong an der Tür erscholl und Ismara, die Dienerin von Tabitha und Tomasi öffnete die Tür. Tabitha konnte bis in den oberen Stock einen Laut des Schreckens hören. Schnell stand Tabitha auf und eilte in den Eingangsbereich ihres Hauses.

 

Dort stand Dagon Unatra Ricara Anjeta atto Myzen, ein abschätzender Blick taxierte Illara und dann Tabitha. Die Tante von Tabitha hatte es perfektioniert mit kleinen Gesten ihr ganzes Mißfallen und ihre Mißachtung auszudrücken. Sie empfand es auch schon als Zumutung, dass Illara immer noch die Tür in der Hand hielt und sich nicht längst darum bemüht hatte ihre Herrschaft zu holen.

 

„Tabitha, was muss ich hier erleben? Wird in naher Zukunft Dein Mann mich empfangen?“ Abfällig klang die Stimme der Tante.

 

„Was machst Du hier?“ lautete hingegen die fassunglose Frage Tabithas.

 

„Was ich hier mache?“ Die Stimme der Frau wurde schrill. Im Nachbarhaus wurde ein Fenster geöffnet. Offensichtlich wollte man nichts von dem Schauspiel verpassen. Auch Anjeta bemerkte es und öffnete die TÜr noch etwas mehr um eine möglichst gute Sicht zu schaffen.

 

Tabitha schloss die Augen. Genau aus diesem Grund hatte sie sich an die Sternenflotte gewandt. Sie wusste das ihre Familie einen Weg finden würde ihnen zu Schaden. Tomasi hatte durch seine freie Meinungsäußerung seine Leidenschaft und seine Hoffnung offenbart. Aber gleichzeitig hatte er die Zukunft der Familie auf Thyene verbaut.

 

„Ich sorge dafür, dass alles den Gang gehen wird, den es schon lange gehen sollte.“ Mit einem lauten Schlag viel die Tür nun ins Schloss und sperrte die Nachbarn aus.

 

„Du da,“ mit diesen Worten bedachte sie Ismara, „pack Deine Sachen Dagon Tyrana Morbidia Terminata atto Myzen erwartet Dich und Deinen Mann in einer Stunde. Du wirst ab jetzt dort Deinen Dienst versehen!“

 

Ismara wurde bleich. Terminata hatte wirklich keinen guten Ruf. Sie neigte dazu ihre Dienerschaft zu verschleißen. Hilflos blickte Ismara zu Tabitha.

 

Diese holte tief Luft, schloss kurz die Augen und fixierte dann ihre Tante. „Illara wird nichts in dieser Richtung tun!“

 

Zwei schnelle Schritte brachten Anjeta zu Tabitha. Schneller als diese damit gerechnet hatte, knallte die flache Hand Anjetas in ihr Gesicht. Die Ohrfeige war im ganzen Haus zu hören.

 

„Das wagst Du nicht…“

 

Und wieder knallte es laut. Anjeta hatte mit der anderen Hand zugeschlagen. „Du bist still. Ganz still!“

 

In diesem Moment klopfte es an der Tür. Illara blickte immer noch entsetzt zu Tabitha. Diese hatte Tränen in den Augen. Doch der Blick Tabithas war mörderisch. Sie ballte die Faust. Dann nickte sie Illara zu. „Öffne die Tür, wenn hast Du jetzt noch mitgebracht Tante?“

 

Doch Anjeta blickte ebenfalls fragend zur Tür. Als Ismara diese öffnete, wurde sie sprachlos. Vor ihr standen Prinkipaxillis Myzen Elektryon Arsinoe Xanthia Solange atto Myzen und eine der Fremden von der Föderation. Schnell verbeugte sich Anjeta. Auch Tabitha und Ismara taten es ihr gleich.

 

„Prinkipaxillis My…“

 

Doch Anjeta wurde von Arsinoe unterbrochen. „Ich bin nicht wegen Dir hier Dagon Unatra Ricara Anjeta atto Myzen. Auch wenn ich sehe, dass Deine Hand immer noch schneller ist als Dein Hirn.“ Bei diesen Worte blickte Arsinoe demonstrativ auf Tabithas Gesicht und die roten Wangen, auf welchen man deutlich einen Handabdruck sehen konnte.

 

„Ihr müsst verzeihen…“

 

„Ich verzeihe gar nichts!“ Arsinoe war ärgerlich. Genau das hatte ihre Mutter mit verbittert und versnobt gemeint. Unatra Anjeta gehörte zu einem Teil der Gesellschaft der es als gegebenes Recht ansah seine Stellung zu mißbrauchen. Alle Bestrebungen mit diesen Mißständen aufzuräumen wurden von dieser angeblichen „Elite“ immer wieder torpediert. Diese „Elite“ war auch mit dafür verantwortlich das es Rebellen gab, die das Gefühl hatten sich gegen die Ordnung auf Thyene zur Wehr setzen zu müssen.

 

Anjeta wurde ruhig und blickte zu Boden. Doch aus den Augenwinklen warf sie ihrer Nichte einen bitterbösen Blick zu. Den Schuld war diese an dieser ganzen Misere.

 

„Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen, es freut mich, dass ich Sie nun kennenlernen darf. Ich habe in den letzten Tagen viel von Ihnen und Ihrem Mann Tomasi gehört.“

 

Tabitha verneigte sich wieder. „Prinkipaxillis Myzen Elektryon Arsinoe Xanthia Solange atto Myzen es ist mir tatsächlich eine Ehre sie in meinem bescheidenen Haus begrüßen zu dürfen. Kann ich Eucht und eurer Begleitung etwas anbieten?“

 

Arsinoe blickte zu Jetsun. Diese hatte heute ihre Sternenflottenuniform an. Etwas bedauernd hatte Arsinoe das festgestellt. Doch andererseits war es besser so. Immerhin war Jetsun heute in ihre Position als Sternenflottenoffizierin dabei.

 

„Dies ist Ens. Jetsun Pema, sie ist an Bord der Hephaistos die Chefmedizinerin und in ihrer Funktion als diplomatische Beraterin mit mir hier. Wir haben Dir einen Vorschlag zu machen Allatrix Tabitha.“

 

Tabitha blickte zu Jetsun. Bisher hatte sie mit anderen Offizieren zu tun gehabt. Sie verneigte sich auch vor Jetsun höflich. Diese erwiderte die Verbeugung und lächelte Tabitha aufmunternd an. Nach den Gesprächen mit der kikonischen Delegation und den Gesprächen zwischen Botschafter Jared, Cdr. Ruthven und Cpt. Ruthven und der Familie von Tabitha. Hatte sich Jetsun noch einmal mit dem Botschafter getroffen. Danach hatte sie ihre Idee mit Arsinoe besprochen, welche den ganzen Vorschlag mit ihrer Mutter durchgeackert hatte. Gemeinsam war man zu dem Entschluss gekommen, das Jetsuns Idee eine gute neue Basis für ein Miteinander zwischen der Föderation und den Kikonen schaffen würde. Gesetzt den Fall Tabitha konnte sich mit der Idee anfreunden.

 

„Es gibt anscheinend ein Programm in der Föderation, wo Angehörige fremder Spezies Dienst auf Schiffen der Sternenflotte versehen können. Die Föderation nennt das Austauschoffizier. Wir möchten Dir Allatrix Tabitha und Deiner FAmilie hiermit offziell anbieten, der erste Austauschoffizier in der Föderation zu werden. Was hälst Du davon?“

 

„Das geht nicht…“

 

Dieses Mal hob Arsinoe nur eine Hand. Sie würdigte Anjeta keines Blickes. Dann forderte sie Tabitha stumm dazu auf, zu antworten.

 

„Es, …wie, ich bin sprachlos…“ Tabitha musste sich erst fangen. Sie konnte es gar nicht fassen. Es war eine wunderbare Idee. Sie konnten Thyene verlassen ohne ihre Heimat auf alle Zeit zu verlieren. Sie würden die Föderation sehen und könnten dabei einige Träume verwirklichen. Es klang zu gut um wahr zu sein.

 

„Ich würde dies sehr gerne tun, doch ich bin keine Militärangehörige.“ Tabitha schluckte hart. Sie war kein Teil der Streitkräfte.

 

„Nein, aber Du hast in unserer Verwaltung und Beschaffung gearbeitet. Ens. Pema hat mir versichert, dass es für jemanden mit Deinen Fähigkeiten auch an Bord eines Föderationsraumschiffes genug Arbeit zu tun gibt. Du wärest eins unserer Sprachrohre. Du würdest die kikonische Kultur vertreten. Wir haben hier hohe Ansprüche, es ist keine leichte Aufgabe!“ Arsinoe wurde bei diesen Worten sehr Ernst.

 

„Oh ich weiß. Doch was ist mit Tomasi?“

 

„Er kann Dich begleiten, auch Deine Kinder können Euch begleiten. Als kikonische Offizierin stehen Dir auch Diener zu. Doch wie Du Illara und Victor beschäftigst, dass überlassen wir Dir. Doch damit das klar ist. Wir wollen Dir eine Möglichkeit bieten Teil unseres Volkes und unserer Kultur zu bleiben. Damit trägst Du aber auch Verantwortung.“

 

Eine Stimme von der Galerie erklang. „Verzeiht Prinkipaxillis, ich weiß es steht mir eigentlich nicht zu mich einzumischen, doch meine Frau nimmt es gerne an. Mit ihr habt ihr eine treue und pflichtbewusste Person für diese Aufgabe ausgewählt. Ich danke Euch!“

 

Arsinoe blickte zu Tomasi. Er nahm sich tatsächlich für einen Mann einiges heraus. Andererseits würde er vielleicht wirklich glücklicher werden, wenn er die Föderation mit all ihren Ecken und Kanten erleben konnte. Sie lächelte und nickte dann leicht.

 

Jetsun trat nun vor. „Wir erwarten Sie und ihre Familie in spätestens zwei Tagen an Bord der Hephaistos. Bis dahin werden wir geregelt haben auf welchem Schiff der Sternenflotte sie ihren Dienst versehen können. Reicht Ihnen die Zeit um ihre Angelegenheiten hier auf Thyene zu regeln?“

 

„Ich danke Ihnen Ens. Pema. DAs ist überaus großzügig. Wir werden in zwei Tagen bereit sein.“

 

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Ort:Thyene, Myzen

Zeit: MD 13.0832

 

Tabithas Tante taucht auf. Sie hatte eine Lösung für alles vorbereitet. Vorher wird sie gegenüber Tabitha aber noch handgreiflich. Bevor Schlimmeres passiert wird sie aber von Arsinoe und Jetsun unterbrochen. Arsinoe bietet Tabitha an die erste Austauschoffizierin der Kikonen bei der Föderation zu werden. Diese willigt gerne ein.

 

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