[USS-Hephaistos] In die Höhle der Atrexa

Ort: USS Hephaistos, Brücke Zeit: MD 8.2200
> „Du wirst nicht auf den Planeten gehen!“ zischte nun Jennifer in das Ohr von Samantha. > „Wir brauchen dich hier oben, sonst sind ja nur noch Kinder an Bord!“
Samantha runzelte kurz die Stirn, doch dann glättete sich ihr Gesicht schnell wieder. Sie legte ihre Hand auf Jennifers Arm, ihre Stimme wurde leise.
„Jenn,“ bewusst entschied sie sich, nicht auf Ränge oder anderes abzuzielen. Ihr war klar, dass aus den harsch ausgesprochenen Worten mehr Sorge sprach, als die junge Frau eventuell selber wusste. „ich fürchte, ich muss gehen, wenn wir diese Mission _und_ unsere Leute in irgendeiner Form retten wollen. Auch Commodore Ruthven ist da unten.“
Die derzeit amtierende Chefin der USS Hephaistos seufzte innerlich. Sie hatte das Gefühl, alles wuchs ihr über den Kopf. Sie schlief schlecht, einmal weil sie in den letzten Tagen trotz der Medikation wieder mehr Gefühle und immer öfter Bilder von Permin empfing, welche sie verwirrten und zum Anderen, weil sie auf der Krankenstation katastrophal schlief. Sie hatte es sich für diese Nacht in Shays Bereitschaftstraum versucht einzurichten, aber ihr kurzer Schlummer dort war durch die Nachricht der Prinkipax unterbrochen worden. Nun war an Schlaf erstmal nicht zu denken. Jedoch beunruhigte sie der Gedanke, am kommenden Morgen unausgeschlafen als Erste des Ainama-Hephaistos-Gespanns bei der Atrexa aufzuschlagen. Sie versuchte daher ihre Gedanken zu sortieren.
„Hör mir zu, die Crew der Hephaistos ist fähig, auch wenn nicht mehr viele Offiziere an Bord sind und sie werden auf das Schiff aufpassen. Sie brauchen mich dazu nicht.“ //denn ich bin hier der Fremdkörper – während die Mitglieder an Bord hervorragend zusammenarbeiten.// Diese gefühlte Wahrheit lies Sam lieber unausgesprochen.
Der Druck ihrer Hand auf Jennifers Arm verstärkte sich, als sie spürte, wie diese auffahren und widersprechen wollte. „Bitte vertrau mir. Diese Mission ist wichtig. Und ich werde mein bestes geben, damit alle wieder wohlbehalten an Bord kommen und wir unsere Aufgabe erfolgreich abschließen.“
„Aber wenn du mir helfen willst, dann finde einen Schlafplatz für mich, der nicht auf der Krankenstation ist und wo ich Ruhe habe.“
Jennifer musterte aufmerksam das Gesicht der amtierenden Chefin der Hephaistos und kam nicht umhin festzustellen, dass dieser etwas mehr und vor allem erholsamer Schlaf gut tun würde.“

Zeit: MD 9.0850 Ort: königlicher Palast, Thassos IV
Samantha wurde eskortiert. Eine Dienerin lief voran um ihr den Weg zur Atrexa, der Herrscherin des Planeten Thassos IV, zu weisen, wohingegen 2 Kriegerinnen ihr folgten. Es fühlte sich nicht ausschließlich nach einem Ehrengeleit an, vielmehr beschlich Samantha das Gefühl, 2 Bewacher erhalten zu haben.
Botschafter Jared und sie hatten in der vergangenen Nacht lange diskutiert, ob er sie zu dieser wichtigen Lagebesprechung begleiten sollte. Wenn es nach Sam gegangen wäre, hätte sie darauf bestanden. Nachdem er sich jedoch bei den kikonischen Männern umgehört hatte, war die einhellige Meinung, dass er ihre Position schwächen würde, wenn er an diesem Termin teilnehmen und sich auch noch beteiligen würde. Es hatte ihm in den Fingern gejuckt, sie zu begleiten, schlussendlich war er es jedoch gewesen, der es abgelehnt hatte. Er befürchtete, vermutlich auch zu Recht, dass sie sich mit seiner Anwesenheit zu sehr auf ihn verlassen und somit den Kinkonen gegenüber Schwäche zeigen würde. Was sie sich in der derzeitigen Lage jedoch keinesfalls erlauben durften, war offensichtlich gezeigte Schwäche. Also blieb der Botschafter weiterhin am Katzentisch bei den Männern, während sich Samantha auf dem großen Parkett amüsieren durfte.
„Bedenken Sie,“ hatte er ihr mit auf den Weg gegeben „Sie sind die erste Vertreterin der Föderation, welche dem Oberhaupt der Kikonen gegenüber steht.“ Und Samantha konnte an nichts anderes denken. Mit Blick auf die Dienerin und die sie begleitenden Kriegerinnen hätte sie am liebsten auf dem Absatz kehrt gemacht. Ihr war schlecht! Diplomatie war nicht ihr Feld. Und wenn sie noch weiter darüber nachdachte, steigerte sie sich in eine Panikattacke hinein, welche sich gewaschen hatte.
Als Sie eine große, zweiflügliche Tür erreichten, stoppte die Dienerin und Sam gelang es gerade noch sich aus ihren Gedanken zu reißen und nicht gegen die Frau vor ihr zu prallen. Einen tiefen Atemzug nehmend, riss sie sich zusammen. Jared hatte ihr am Abend noch die traditionellen Grußformeln mitgeteilt. Seine Männerrunde schien diesbezüglich sehr aufschluss- und vor allen hilfreich zu sein. Kurz stand noch die Frage im Raum, ob Samantha sich der sich gehörenden Ehrenbezeugungen unterwerfen sollte. Auch wenn die Kikonen vehement darauf bestanden, dass es nicht anders gehen konnte, hatte hier der Botschafter schlussendlich für Sie dagegen entschieden. „Vergessen Sie nicht, Sie sind Vertreter der Föderation. Behandeln Sie sie mit Respekt, jedoch nicht unterwürfig. Wir wollen auf Augenhöhe verhandeln. Und ansonsten, verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl. Vergessen Sie, was Sie auf der Akademie gelernt haben. Auf diese Situation kann Sie kein Grundkurs vorbereiten.“ Zum Glück hatte er nicht erwähnt, was alles auf dem Spiel stand. Das wusste Samantha auch so.
Die großen Tore öffneten sich und ließen den Blick auf einen großen ovalen Tisch, welcher noch leer war. Kurz fragte sich Sam, was los war, denn sie hatte unwillkürlich mehr Teilnehmer zur Krisenbesprechung erwartet. Sie trat ein, gefolgt von ihren beiden stummen Begleiterinnen.
Auf einem Stuhl erblickte sie die Atrexa. Diese war, obowohl nicht mehr jung, recht leicht bekleidet. So wie es bei den Kikoninnen üblich war. Auch das hatte ihr Jared vorher erklären können, was unter anderem die Frage aufwarf, ob Sam nicht eher im kurzen Schwarzen aufkreuzen sollte, um die Kleidung den örtlichen Gepflogenheiten anzupassen. Jedoch hatte sich hier Samantha erfolgreich durchgesetzt mit dem gleichen Argument, mit dem unterwürfige Respektbekundungen abgelehnt worden waren. Sie vertrat die Föderation und die Sternenflotte. Zudem handelte es sich hierbei um eine Arbeitsbesprechung, daher trug Samantha ihre normale schwarz mit rot abgesetzte Uniform. Die Männer hatten die Hände über den Kopf zusammengeschlagen und ihr viel Glück gewünscht. Erst nach Beenden des Gesprächs hatten sie den Botschafter über diesen Farbcode aufgeklärt. jedoch befand Jared, dass schwarz in diesem Fall eine klare Botschaft mitteilen würde.
Atrexa Attrades Alledies Diomeda Ismara atto Thyene erhob sich. Auch sie hatte sich Gedanken darüber gemacht, wie das erste Zusammentreffen mit der Föderation sich gestalten würde. Die bei ihr zusammengelaufenen Informationen vom Empfang, den Questen und auch von ihrem Mann ergaben ein für eine Kikonin an manchen Stellen schwierig zu fassendem Bild. Sie musterte Samantha DeCoster mit ihrer hochaufgeschlossenen Uniform. Einzig, wie sie inzwischen wusste, dieser kleine Schmuck am Halskragen zeigte ihr, dass ihr Gegenüber nicht den niedrigsten Rängen entsprechen konnte. Ansonsten schien sie das Schwarz ihr gegenüber quasi anzuschreien. Doch sie verschloss ihre Ohren und Augen diesbezüglich. Wichtigere Themen mussten besprochen werden, ehe ihre Beraterinnen eintreffen würden.
„Möge Ihr Weg Ihnen freundlich entgegenkommen.“ beendete Samantha da mit dem korrekten rituellem Gruß das gegenseitige Taxieren.
„Möge Ihr Geist in Weisheit wachsen.“ antworte die Atrexa.
Auf ihr Nicken hin verließen Dienerin und Wachen den Raum und nachdem sich die Türen schlossen, waren Samantha und Diomeda Ismara allein.
Ort: USS Hephaistos, Brücke Zeit: MD 8.2200
Jennifers Wunsch kann von Samantha nicht entsprochen werden. Trotzdem bittet Sam sie um Hilfe. Sie benötigt dringend eine Möglichkeit ungestört schlafen zu können
Zeit: MD 9.0850 Ort: königlicher Palast, Thassos IV
Samantha betritt gefühlt allein den Palast der Atrexa. Nach langem hin und her hat sich Botschafter Jared entschieden sie nicht zu begleiten und so fürchtet sie sich tatsächlich vor der Besprechung mit der Atrexa

*** submitted by ela aka Samantha DeCoster – auf dem Weg in die Höhle des Löwens

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