[USS-Hephaistos] Ohne Moos nix los (Teil 1 & 2 doch zusammen, weil deshalb)

<NRPG>
Hallo zusammen,

hier dann mal ein RPG, das erklären soll, was eigentlich so bei Team Moos geschehen ist. Irgendwie war das leider zäher, als ich ursprünglich dachte. Eigentlich wollte ich zwei RPGs daraus machen (hatte sogar schon Titel dafür) und mehr schreiben – aber irgendwie bin ich mit manchen Charakteren noch nicht so wirklich warm. Seht es mir also bitte nach, wenn nicht alle Leute gleich viel Screentime bekommen.

Zur Erinnerung: Erst gegen 8.2120 weiß was Team von dem Brand, während Sam erfährt, dass sich das Team auf einer Feier befindet.

Viel Spaß,
Effi

</NRPG>

<RPG>

# Ort: Irdis, in einem Wäldchen nahe des Palasts der  Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: MD 9.0713
# Team: Moos: Tine, Cat, Ajur, Daniel  sowie Ypolochatrix Gen Edris Opheria atto Lyrdis (Kriegerin), Gen Lhada Athena atto Lyrdis (Verwaltungsbeamtin), Moesi Lhada Apollides atto Kyrill (Bildhauer), Urdis Minos Xanthos atto Itira

Catarina lag ruhig da und kontrollierte ihren Atem. Ihr Zeigefinger lag locker auf dem Abzug der kikonischen Waffe, mit der sie gerade ihr Ziel anvisierte. Es handelte sich dabei um eine Art Magnetfeldbeschleuniger, der kleine ferromagnetische Geschosse über fast zwei Kilometer hinweg ins Ziel schleudern konnte. Sie hatte nur wenige Schüsse gebraucht, um sich auf diese Waffe einzustellen, die praktisch rückstoßfrei war. Auch der Zielmechanismus war schick und effizient: auf ihrer Stirn ruhte ein schmaler Reif  aus dem gleichen goldbronze-farbenen Material aus dem auch die kikonischen Armreife gemacht waren – und projizierte ein transparentes Displayfeld vor ihre Augen. Die Mündung der Waffe war dabei als Zielkreis dargestellt, während Daten wie Windrichtung und -geschwindigkeit, Luftfeuchte und -druck aber auch Ortszeit und Geoposition eingeblendet wurden. Eben alles, was sich eine Scharfschützin wünschen konnte.
Wenn es nach Cat ging, würden die Kikonen bezahlen. Dafür bezahlen, dass sie so früh aufstehen und ohne Kaffee auf der Lauer liegen musste. Bezahlen für die Beleidigung am gestrigen Abend und den Zweifeln, dass Frauen der Sternenflotte im Kampf begabt waren. Bezahlen für diese schwüle Klima, die doofen Libellen und überhaupt. Die Portugiesin blinzelte und beruhigte ihren Atem erneut. Irgendetwas… Tatsächlich fühlte sie sich gut, wie nach einer langen Partynacht mit Alkohol und Sex. Wobei es diesen in letzter Zeit eindeutig zu wenig gegeben hatte.

Da, das Ziel!
Cat krümmte ohne wirklich noch darüber nachzudenken, den Finger.. und sah wie der metallene Dorn aus der Waffe einen Kopf zerplatzen ließ…

***

# Ort: Irdis, Palast der Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: Einige Stunden zuvor – MD 8.1908
# Team: Moos: Tine, Cat, Ajur, Daniel  sowie Ypolochatrix Gen Edris Opheria atto Lyrdis (Kriegerin), Gen Lhada Athena atto Lyrdis (Verwaltungsbeamtin), Moesi Lhada Apollides atto Kyrill (Bildhauer), Urdis Minos Xanthos atto Itira

Die Feier, die man für die Gäste nach deren Bad ausgerichtet hatte, war in vollem Gange. Überall standen Schalen mit Früchten und kleinen Spezereien, es gab Saft (frischen wie vergorenen) und andere Getränke – darunter etwas, was man wohl als 'Ale' klassifizieren würden, wenn gleich es eher fruchtig-süß denn herb schmeckte. Fröhliche Kikonen in reich bestickter Kleidung lauschten den Klängen der Musiker und unterhielten sich. Catarina und Tine saßen mit Opheria und Athena in der Nähe der Kyvernítix und wurden dort unterhalten. Das war jedenfalls der Eindruck, den Ajur von seiner Position aus hatte. Während Tine und Athena durchaus begeistert am Gespräch teilnahmen, wirkten die FLG wie auch die Kriegerin ein wenig außen vor, als könnten sie mit den Höflichkeiten wenig anfangen. Vermutlich ahnten sie, dass noch mehr in der Luft lag… für Ajur war das offensichtlich. Die Feier war zu gut vorbereitet, die Gästeschar zu ausgesucht. Und auf den Tischen fanden sich nur einige der aufgezählten lokalen Spezialitäten. Vermutlich nicht nur zufällig.

Der Klingone saß in einer Ecke des Raumes und trank Wasser. Gerne hätte er sich noch etwas näher umgesehen, aber ihm waren die Wachen, die ihn im Auge behielten vollauf bewusst. Immerhin war das Licht nun, am Abend, nicht mehr so grell wie den Tag über und die Kopfschmerzen hatten deutlich nachgelassen. Er suchte die anderen Männer der Delegation und konnte Apollides bei anderen Künstlern sehen, während Xanthos nirgendwo zu sehen war. Bevor sich Ajur allerdings um diesen Umstand kümmern konnte, setzte sich Daniel neben ihn.

"Es scheint, als würde noch etwas von uns erwartet" offenbarte er dem TAK, bot ihm eine Frucht aus einer Schale an, was der Klingone aber ablehnte.
"Ich habe mich ein wenig mit den gesungenen Liedern beschäftigt. Es scheint, als hätte die ursprüngliche Questgruppe um Erlaubnis gebeten, das Moos suchen zu dürfen – und mussten sich dafür erst als 'würdig' erweisen."

"Das war das Lied, dass die Kyvernítix unterbrechen ließ?" wollte der TAK vom CWI wissen.

Dieser wirkte überrascht. "Sie hat es unterbrechen lassen? Ich meine… ja, da war diese ungeschickte Frau, die gegen den Tisch stieß, worauf die Platten klappernd zu Boden fielen und deswegen das Lied unterbrachen, aber…"

Der Klingone nickte. "Genau. Die Kyvernítix hat dieser Frau ein Zeichen gegeben. Genau wie vorher ihr Gemahl dem Musiker ein Zeichen gegeben hat."

"Das ist… seltsam." Dann zuckte er mit den Achseln, als wäre es nicht wichtig. "Aber es ist eine schöne Feier."

"Politik, würde ich vermuten" analysierte Ajur trocken – und verengte die Augen. Auch ihm war mittlereile aufgefallen, dass sich die Menschen nicht so verhielten, wie sonst. Wobei die Auswirkungen bei Daniel weniger schlimm schienen. Vielleicht weil er genetisch ein Hybrid war.

"Und nun?"

"Können Sie diese Beobachtung Lt. Cmdr. de Almeida Rocha mitteilen, Lieutenant?" fragte der TAK den Wissenschaftsoffizier.

"Klar könnte ich das" sagte dieser, lächelte dann aber breit. "Allerdings bin ich der höherrangigere Offizier – sollten nicht Sie gehen?" fragte er, und es war schwer auszumachen, ob er es ernst oder scherzhaft meinte. Zumindest für den Klingonen.

"Allerdings, werde ich deutlich genauer beobachtet, Sir" knurrte Ajur leicht. "Wenn ich gehe, könnte ich auch gleich Fähnchen schwenkend durch den Raum tanzen."

"Das würde ich gerne sehen!" strahlte der vom Sauerstoff berauschte Daniel da.

"Ich habe es befürchtet…" murmelte Ajur. Das würde noch ein langer Abend werden…

***

# Ort: Irdis, Palast der Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: Nach schlechten Nachrichten – MD 8.2140
# Team: Moos: Tine, Cat, Ajur, Daniel  sowie Ypolochatrix Gen Edris Opheria atto Lyrdis (Kriegerin), Gen Lhada Athena atto Lyrdis (Verwaltungsbeamtin), Moesi Lhada Apollides atto Kyrill (Bildhauer), Urdis Minos Xanthos atto Itira

"Was wohl den Brand ausgelöst hat?" fragte Tine, besorgt.
Die Questenden hatten sich zusammen gefunden. Tatsächlich wäre es manche wohl lieber gewesen, wenn es eine Besprechung nur innerhalb der Runde der Sternenflotten-Offiziere gewesen wäre, doch hatte man die Kikonen schlecht ausschließen können.

"Wenn es wirklich Brandstiftung gewesen sein sollte, ist es ein Frevel sondergleichen" bemerkte Athena kühl und musterte erst Tine, dann Catharina und schließlich den Klingonen. Der war zwar nur ein Mann, gehörter aber zu 'denen'.
"So oder so ist es eine Tragödie!"

"Vielleicht sollten wir bei der Suche helfen? Mit einigen Daten…" warf Daniel ein.

Catarina unterbrach ihn kopfschüttelnd. "Nein. Ich mache mir ebenfalls Sorgen, aber die Hephaistos tut was getan werden kann… und ich bin sicher, die Kikonen ebenfalls" bemerkte sie dann mit einem Seitenblick auf die Verwaltungsbeamtin.
Diese nickte, legte den gestrengen Blick nicht ab.

"Unter den gegebenen Umständen müssen wir davon ausgehen, dass es sich entweder um ein Unglück oder den gezielten Versuch, die Queste zu sabotieren, handelt. Also sollten wir auf jeden Fall fortfahren und unseren Teil dazu beitragen, dass zumindest diese Teilqueste Erfolg hat" bemerkte Ajur ruhig, was ihn einen überraschten Blick von Opheria einbrachte.

Die FLG überlegte kurz, war hin und hergerissen… stimmte dann aber zu. Sie hatten keine anderslautenden Befehle bekommen und befanden sich in einer diplomatischen Situation. Jetzt alles abzubrechen könnte noch größeren Schaden verursachen, der dann nicht mehr zu reparieren war.
"Sie sind der taktische Offizier der Hephaistos – wie ist ihre Lageeinschätzung, Lieutenant?" fragte sie dann, auf das Protokoll pfeifend. Die Kikonen der Gruppe wussten ohnehin bereits, dass hier der Hase anders lief, während die restlichen Kikonen im Palast gerade zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt waren, um auf sie zu achten. So überging sie auch die hochgezogene Augenbraue der Verwaltungsbeamtin.

"Nach meinen Beobachtungen befinden wir uns hier nicht mehr in einem Landstrich, dass der – ehrenwerten – Prinkipax Myzen Elektryon untersteht, sondern in der Domäne einer anderen hochstehenden Persönlichkeit. Ist dies korrekt?" fragte er, was von Athena bestätigt wurde. "Unsere Gastgeberin ist eine Vasallin der Prinkipax Crobyzes Parathma Itira Reza atto Crobyzes" erklärte sie.
Ajur fuhr daraufhin ungerührt fort. "Es scheint mir, als wäre es nicht unbedingt im Interesse unserer Gastgeberin, dass wir mit der Queste fortfahren, die vermeidet es aber auch, uns aktiv zu behindern. Ich vermute, hier treffen religiöse Bräuche auf politische Interessen – aber natürlich bin ich nur ein Außenstehender." Er lächelte nicht einmal. "Wie auch Lieutenant Claton bemerkte, scheint es so, dass wir uns als Questgruppe wüdig erweisen müssen. Ich gehe davon aus, dass hierbei kleinere Wettkämpfe oder Demonstrationen von Fähigkeiten gemeint sind, die dann mit einer kleinen Ehrung verbunden sind. Ich gehe davon aus, dass die Kyvernítx uns einerseits hinhalten möchte, sich andererseits aber auch an die Regeln halten wird. Und dass bei der Ehrung jene Lebensmittel gereicht werden, die notwendig sind, damit die Libellen uns nicht angreifen."

"Die Anschuldigungen gegenüber der Kyvernítix  aus dem Mund eines Mannes und Klingonen(!) sind unerhört. Ich…." ereiferte sich die Verwaltungsbeamte, wurde aber von ihrer Cousine unterbrochen:
"Lass es, Athena – du weißt genauso gut wie ich, dass Prinkipax Crobyzes Parathma gegen die Queste eingestellt ist und dass dieses Fest bisher nur so dahinplätscherte um ja jeden Bezug zu dieser zu meiden. Die Kyvernitix hat es vorhin im Gespräch ja sogar selbst angedeutet, dass sie erwartet, dass wir erst mit ihrer Erlaubnis aufbrechen, um in ihrer Domäne das Moos zu sammeln. Wenn selbst unsere Gäste… noch dazu ein Mann… dies erkennen, war sie wohl nicht sehr gut darin, ihre Absichten zu verbergen. Es bestehlt also keinen Grund, ihr Gesicht zu wahren."

"Wir sind noch immer Kikonen" reagierte die Verwaltungsbeamte verschnupft.

"Und unsere Prinkipax setzt große Hoffnung in diese Quest und möchte, dass wir die Gesandten der Sternenflotte unterstützen" entgegnete die Kriegerin.

"Gut, dann wäre das geklärt" griff Catarina ein. "Wie gehen wir vor?"

Ajur sah zu dem Bildhauer. "Soweit ich gesehen habe, haben Sie bereits mit einem künstlerischen Werk begonnen. Ich nehme an, dass es sich bei der Bildhauerei um eine klassische Kunst in der kikonischen Kultur handelt und dieses Werk somit als Zeugnis der Befähigung gelten dürfte?"
"Dem ist so" antwortete Athena an seiner Statt, während der Angesprochene nur nickte.

"Gut" sagte Ajur. "Darf ich weiterhin annehmen, dass Sie, Gen Lhada Athena atto Lyrdis, durchaus Lieutenant Claton den richtigen Leuten vorstellen könnten, damit er die Gelehrsamkeit dieser Gruppe vertritt? Mir schien es, als wäre Bildung ebenfalls ein hohes Gut in ihrer Kultur" Für einen Klingonen, der es gewohnt war, sich lange Abstammungslinien zu merken, waren die kikonischen Namen nur von mäßiger Schwierigkeit.

"Gewiss" bestätigte die Angesprochene. "Wenn denn diese Bildung vorhanden ist…"

"Das wird kein Problem sein" antwortete Daniel selbstsicher.

"Außerdem besitzt Lieutenant…" – die Aussprache des Ranges wies eine seltsame Betonung auf, aber man bemühte sich – "…Claton Daniel eine Begabung für das Zeichnen" merkte Urdis Minos Xanthos atto Itira an, was mit einem zur Kenntnis nehmenden Nicken quittiert wurde.

"Ensign Jenkins, kommen wir zu ihnen…" fuhr Ajur fort.

"Ich könnte etwas bauen. Oder reparieren." schlug sie, ein wenig hilflos, vor.

"Ich weiß nicht, ob das dass richtige wäre…" runzelte Cat die Stirn. "Sieht nicht so aus, als wäre eine Werkstatt Teil des Festes."

"Und in Wettkampf in Ingenieurswissenschaften dürfte zu lange dauern" führte der TAK die Überlegung fort.

"Ähm…" Tine wirkte enttäuscht. "Dann… ich weiß nicht…"

"Ypolochatrix …" wandte sich Ajur an die Kriegeirn. "Ich gehe davon aus, dass körperliche Ertüchtigung unter den Frauen dieses Planeten einen hohen Stellenwert genießt?"

"Dem ist so" bestätigte sie. "Sie vervollständigt die Kriegskünste und sorgt für einen gestählten Leib"

"Wunderbar – mir war so, als hätte ich sie ein Bord ein paar Mal beim Trainieren gesehen, Ensign Jenkins, richtig?"
Tine war ein wenig überrascht von dieser Beobachtung Ajurs. Immerhin war sie erst seit Kurzem an Bord und der Flug hatte nicht zu lange gedauert. Es schien, als wäre der Klingone besser informiert, als man denken wollte.
"Ja… Jogging, Sir."

"Nun, trauen Sie sich einen kleinen Waldlauf oder so etwas zu?"

"Ich habe während meiner Akademiezeit häufig den Trimm-dich-Pfad aufgesucht. Wird schon gehen."

Ajur sah von Tine zu Catarina und dann zu Opheria.
"Meinen Sie, Sie könnten Ensign Jenkins bei einem kleinen Langstrecken- oder Waldlauf unterbringen, Ypolochatrix? Vielleicht zeigen Sie dabei auch ihre Fähigkeiten im Nahkampf…"

Cat hakte ein. "Eine gute Idee. Ich werde mich dort auch anschließen."
Sehr zu ihrer Zufriedenheit wirkte Ajur nun etwas überrascht. Der Klingone wusste also doch nicht alles.

"Es wäre mir eine Freude" bestätigte Opheria und lächelte.

"Damit stellen nur Sie ein Hindernis da" bemerkte Athena spitz und blickte Ajur direkt an. Sicherlich – auch für Urdis Minos Xanthos atto Itira hatte man noch nichts gefunden, aber die Verwaltungsbeamte war sich fast sicher, dass man einen Mann solch niedrigen Ranges vernachlässigen konnte. Der Klingone wiederum… "Sie wären ein willkommener Anlass, die Würdigkeit dieser Gruppe anzuzweifeln.. gleich, ob sie sich nicht beweisen oder sich nicht an die Sitten halten."
Ihr Tonfall ließ erahnen, dass sie das Vorhaben jetzt schon als gescheitert ansah.

"Ich denke, es wird sich etwas ergeben" sagte der Klingone und hielt seine Karten so eng vor der Brust. "Sorgen wir doch erst einmal dafür, dass die anderen Vorhaben gelingen."

***

# Ort: Irdis, in einem Wäldchen nahe des Palasts der  Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: MD 9.0800
# Team: Moos: Tine, Cat, Ajur, Daniel  sowie Ypolochatrix Gen Edris Opheria atto Lyrdis (Kriegerin), Gen Lhada Athena atto Lyrdis (Verwaltungsbeamtin), Moesi Lhada Apollides atto Kyrill (Bildhauer), Urdis Minos Xanthos atto Itira

"Sehr gut. Ich bin beeindruckt, Lieutenant-Commander de Almeida Rocha Catarina atto USS Davenport." Tatsächlich verneigte sich Ypolochatrix Gen Edris Opheria atto Lyrdis leicht vor der Portugiesin, um dieser ihren Repekt zu zeigen.
"Ich bezweifle, dass damit jemand gerechnet hätte."

"Ich weiß" grinste Catarina und gab die Waffe an die wartenden Kikonen im 'Jagdlager' zurück. Sie war zufrieden mit sich – so ziemlich jeder Schuss war ein Treffer gewesen. Dabei hatte dies am gestrigen Abend gar nicht derart eskalieren sollen. Sie hatte gedacht, sie könnte auch mit etwas Sport oder vielleicht einem Flugwettbewerb punkten. Doch als eine der kikonischen Wachen der Kyvernítix quasi angezweifelt hatte, dass die Frauen der Sternenflotte kämpfen konnte, hatte bald darauf ein Wort das andere ergeben. Und so hatte sie sich alsbald in einer Herausforderung zum Kampf wiedergefunden, den sie – als Geforderte – zu einem Scharfschützenduell erklärt hatte. Zwar hatte sie dabei an Scheiben und nicht an sich bewegende, holographische Ziele gedacht gehabt.. aber wenn die Kikoninnen gedacht hätte, sie würde deswegen zögern, hatten sie sich auch geschnitten. Sie war bei so etwas nicht zimperlich.

Tatsächlich näherte sich Tagmatarix Attrades Imidas Thalea atto Itira fast schon zähneknirschend Catarina. Sie sah Schmuck aus, in ihrer Uniform mit dem 'Kettenbikini', kurzen Lagenrock und ihren Arm- und Beinschienen. Honigblondes Haar wand sich geflochten um ihr Haupt und fiel dann als Zopf noch immer bis fast zur Hüfte. Das Gesicht war eher länglich, aber sinnlich – und unter anderen Umständen hätte Catarina ihr vielleicht sogar Komplimente gemacht – doch jetzt genoss sie den Ausdruck der anderen.
"Ich… gratuliere" sagte sie und grüßte, mit der Faust am Herzen. "Eure Schießkünste sind meisterhaft und ich habe verloren. Daher entschuldige ich mich bei Euch für meine gestrig geäußerte Annahme." Es fiel ihr sichtlich schwer dies zu tun – aber was sollte sie machen.

Catarina lächelte breit. "Akzeptiert".  

***

# Ort: Irdis, Thronsaal im Palast der Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: MD 9.1106
# Team: Moos: Tine, Cat, Ajur, Daniel  sowie Ypolochatrix Gen Edris Opheria atto Lyrdis (Kriegerin), Gen Lhada Athena atto Lyrdis (Verwaltungsbeamtin), Moesi Lhada Apollides atto Kyrill (Bildhauer), Urdis Minos Xanthos atto Itira

"Ich bedaure sehr, aber ich kann eine Weiterreise um das Moos zu sammeln nicht gestatten" erklärte die Gouverneurin. Ihrem Tonfall und ihrer Stimme nach konnte man ihr sogar glauben, dass sie es bedauerte, auch wenn das wohl eher gutes Schauspiel war.

"Aber wieso,  Kyvernítix?" fragte Gen Lhada Athena atto Lyrdis kühl. Die Verwaltungsbeamte stand einige Schritte entfernt, am Fuße des nicht sehr hohen Podests, auf dem die Thronliege der Kyvernítix stand. Sie hatte an diesem Vormittag um die Audienz gebeten und auch erhalten. Ihre Cousine stand links von ihr, während Catarina zu ihrer Rechten weilte. Tine stand schräg an der Seite, während die Männer sich etwas weiter zurück gezogen hatten – nicht weil sie es wollten, sondern weil man ihnen bedeutet hatte, dass es so Brauch war.
"Haben wir nicht als deine Gäste mit dir gespeist und gesungen? Haben wir nicht eine Nacht unter deinem Haus verbracht und unsere Fähigkeiten bewiesen?" Sie machte eine ausschweifende Geste. "Im Kampf und der körperlichen Befähigung ebenso wie in Kunst und Gelehrsamkeit…"

"Das ist richtig." erwiderte die Kyvernítix, nun mit strengerem Gesichtsausdruck. "Und ihr habt auch um Erlaubnis gefragt, wie es Brauch ist." Sie schüttelte den Kopf.
"Wenn es nur um Euch ginge, wäre es kein Problem. Lasst den Klingonen hier und ihr könnt aufbrechen…" spielte sie ihre Karte aus.

"Ihr wisst sehr gut, dass dies nicht möglich ist" entgegnete die Beamte ihr. "Ob wir wollen oder nicht – wir sind eine Questgruppe und können nur gemeinsam weiterreisen."

"Das ist sehr bedauerlich. Denn euer… Gefährte macht die gesamte Gruppe unwürdig. Er hat sich nicht bewiesen. Ein jeder weiß ja auch, dass Klingonen keinen Sinn für Anstand haben. Ihre Männer maßen sich Frauenwerk an, sind laut und ungehobelt und ohne Sinn für Kunst…" äzte sie.

"Kunst… so wie Euer Musiker?" erklang Ajurs Stimme. Dies sorgte dafür, dass es für einen Moment still im Raum wurde und sich alle Blicke auf den TAK richteten. Tine versuchte noch, ebenso wie Apollides, ihn mit Gesten zum Schweigen zu bitten, doch vergebens.

"Das wäre ja wohl nun das Exempel." sagte die Gouverneurin indigniert. "Keinen Sinn für Etikette und Anstand…"

"Weil ich nicht dulde, dass mich Worte beleidigen?" knurte Ajur und warf den Kopf in den Nacken. Die Körpersprache, die er zeigte war ganz die eines kriegerischen Klingonen – ungewohnt für den sonst eher so beherrschten TAK.
"Unhöflichkeit wird mir vorgeworfen und doch entgegen gebracht" Er machte einen Schritt nach vorne, was die Wachen dazu veranlasste, nervös näher zu kommen. "Genauso wie mich schon seit gestern Abend dieses Gejaule beleidigt, was man Musik nennt – aber mir wird der Sinn für Kunst abgesprochen?" fragte er, mit flammendem Blick.

Dies veranlasste den obersten Musiker der Kyvernítix empört aufzuspringen. "Verzeiht bitte, dass ich spreche, Herrin" entschuldigte er sich bei der Gouverneurin. "Ich bin nur ein Mann und Politik ist nicht mein Belang. Wenn jedoch die Kunst dieses Hauses, ja meine eigene Musik von einem solchen Barbaren beleidigt wird, dann kann ich nicht länger schweigen!" Er bebte am ganzen Leib.

Die Gouverneurin lächelte und gestattete dem Musiker mit einer Geste fortzufahren, während Athena seufzte und alles verloren gab. Auch Opheria wirkte unsicher, doch Catarina gebot ihr, abzuwarten. Die FLG beobachtete gespannt das Schauspiel. Was hatte der Klingone nur vor?

"Ach, ich höre immer nur, dass von 'Musik' geredet wird. Meint ihr das altersschwache Jaulen von einem halben Dutzend an den Schwänzen zusammengebundener räudiger Katzen, die ihr mit einem Stock quält? So wirkten eure Bemühungen gestern Abend auf mich" setzte Ajur nach.

"Als würdet Ihr etwas von Musik verstehen!" Der Kikone hob einen Arm und schüttelte die Faust. "Besoffenes Gröhlen vor einer Rauferei zeugt von schlechter Kinderstube aber nicht von Musik! Musik ist Kunst. Aber das kann ein Klingone weder verstehen, geschweige denn ausüben!"

"Ich kann alles, was ich muss" brüstete sich Ajur und schlug sich auf die Brust. "Ich schlage jeden Mann!" Seine Stimme füllte den ganzen Raum. Opheria zuckte zusammen, während Athena das Gesicht in Händen barg. Tine blickte unsicher zu Daniel, der nur mit den Schultern zuckte. Eigentlich wäre es wohl an ihm gewesen, Ajur aufzuhalten – immerhin hatte Daniel den höheren Rang – aber gerade erschien es ihm nicht klug, sich einem wütenden Klingonen in den Weg zu stellen. Es war ohnehin zu spät.

"Hah, soll das eine Herausforderung sein?" Der Musiker gab sich selbstbewusst. "Dann wollen wir sehen, ob den Worten auch Taten folgen. Ich, Attrades Imigli Patated atto Irdisba, Erster Musiker der hochgeachteten Kyvernítix Attrades Gerades Axia atto Itira, fordere dich zu einem Wettkampf auf. Doch nicht mit plumpen Fäusten, die uns nicht geziemen – sondern zu einem Kampf der Musik. Ha!"
Das 'Ha' am Ende hatte eindeutig etwas von einem 'Nimm das, Schurke!', wie Tine fand. Ein Raunen ging durch den Saal und alle blickten den Klingonen an. Doch das siegessichere Lächeln im Gesicht des Musikers gefror, als Ajur nicht etwa zerknirscht wirkte oder seine Haut zu retten suchte, sondern ebenfalls lächelte. Ein eher grusliger Anblick.

"Ich akzeptiere. Als Gefordertem obliegt mir die Wahl der Waffen. Ich wähle die Violine."

Wieder ein Raunen. "Was soll das?" fragte die Gouverneurin. "Ich dulde keine fremdländische Barberei in meinem Palast. Eine Violine kennen wir nicht."

"Nun…" schaltete sich Caterina nun ein. "Die Violine ist ein angesehenes Musikinstrument im Raum der Föderation…."
Daniel sprang ihr hilfreich zur Seite. "Es ist in sehr ähnlicher Form unter anderen auf der Erde, Betazed, Risa und sogar Vulkan verbreitet."

Gemurmel machte sich breit. Es schien sich doch um ein legitimes Instrument zu handeln. Wenn sogar die Vulkanier das kannten…

Ajur trat zur Seite und holte seinen Kommunikator hervor, betätigte diesen.
"Ensign Connor, wären sie bitte so freundlich? Wie besprochen…"

Ein Transporterstrahl beamte eine schlanke, weiße Box vor den Klingonen, der diese öffnete und eine ebenso weiße Geige hervor holte. Streng genommen war es ein klingonisches Instrument, aber Klangkörper, Steg und Seiten waren deutlich zu erkennen. Wie auch der Bogen, den er hervor holte. Allgemein schien man zu verblüfft, um ihn aufzuhalten.

Ajur sah in die Runde und begann das Instrument zu stimmen. "Ich bin Teil der Föderation" sagte er. "Und als solcher hier. Damit es keinen Zweifel gibt, werde ich ein Stück von einem großen Künstler der Erde spielen, wo sich das Hauptquartier der Sternenflotte befindet" kündigte er an.
"Was kommt jetzt?" fragte Daniel Catarina. "Bach? Vivaldi?"
Die Portugiesin zuckte mit den Schultern. "Ich habe keine Ahnung… Sicherlich etwas… gewaltiges"

"… Elvis Presley" kündigte Ajur an – und begann zu spielen.
Tatsächlich war das Stück ruhiger und sanfter, als alle geglaubt hatte. Einnehmend, eine zärtliche Ballade.
https://www.youtube.com/watch?v=dbVR391HzT8

 "Ist das… Can't help falling in Love?" flüsterte Daniel verwirrt und erhielt von Tine ein Nicken als Bestätigung.

Als Ajur geendet hatte breitete sich Stille im Raum aus. Manche lauschten noch der Melodie nach andere waren verwirrt, wie ein Klingone nur solche Klänge spielen konnte. Natürlich war dies nicht das beste Violinkonzert aller Zeiten gewesen – doch Ajur spielte nicht nur ganz passabel, sondern auch mit Inbrunst.

Und legte nach einem kurzen Rundblick noch einmal nach, diesmal deutlich … fetziger:
https://youtu.be/HqSunOiCgsk?t=96 [Vanessa Mae – Red Hot]

Als er dann schließlich die Geige absetzte, erntete er Beifall. Der Musiker hingegen saß in sich zusammen gesunken und blickte ungläubig zu Boden. Egal, was er jetzt spielen würde – diese Überraschung konnte er nicht überbieten.
Das schien auch die Kyvernítix zu spüren, die sich tonlos an Gen Lhada Athena atto Lyrdis wandte: "Ihr seid würdig. Ihr dürft mit der Queste fortfahren…"

Während sich die Beamtin noch bedankte, wurde Ajur von seinen Sternenflottenkamerade umringt. Doch prallte diese zurück, als sie den harten Blick Ajurs bemerkten. "Wir sprechen nicht darüber. Niemals. Mit niemandem" grollte er.

</RPG>

<NRPG>
So – aus meiner Sicht können wir jetzt gerne davon ausgehen, dass Team Moos das Gesuchte unbehelligt einsammelt und wieder zurückkehrt. Aber falls jemand doch noch etwas schreiben will…
</NRPG>

<SUM>

# Ort: Irdis, in einem Wäldchen nahe des Palasts der  Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: MD 9.0713

Catarina trifft ihr Ziel.

***

# Ort: Irdis, Palast der Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: MD 8.1908

Daniel und Ajur gleichen ihre Beobachtungen zur Party ab.

***

# Ort: Irdis, Palast der Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: MD 8.2140

Nachdem man die Nachricht vom Feuer erhalten hat, sitzt die Questgruppe 'Moos' zusammen und bespricht das weitere Vorgehen. Man beschließt, mit der Queste fortzufahren.

***

# Ort: Irdis, in einem Wäldchen nahe des Palasts der  Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: MD 9.0800

Catarina akzeptiert die Entschuldigung ihrer Gegnerin und hat so bewiesen, dass die Frauen der Föderation kämpfen können.

***

# Ort: Irdis, Thronsaal im Palast der Kyvernítix, Thassos IV
# Zeit: MD 9.1106

Die Gouverneurin möchte trotz der Anstrengungen des Teams keine Erlaubnis zum Sammeln des Moos erteilen.
Doch eine überraschende Wendung sorgt dafür, dass die Quest doch weiter gehen kann.

</SUM>

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Effi

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