Hi!
Ich muss einfach mal Ileytis wieder ins Spiel bringen
Hat wer Lust, sie zu treffen?
<RPG>
# Ort: USS Hephaistos, Quartier von Jetsun und Ileytis
# Zeit: MD 12:1900 Uhr
Geduld ist eine Tugend.
Und Geduld sollte man eigentlich bei einem Lebewesen erwarten, welches nach eigener Rechnung bereits mehr als 50.000 Erdenjahre am Leben ist. Doch aus unerklärlichen und für sie nicht nachvollziehbaren Gründen schien es mit der Geduld bei Ileytis nicht so immens weit mit ihrer Geduld zu gehen.
Sie hatte zum Glück ihren Dienst in der Astrographie. Das hatte ihr schon sehr geholfen. Dabei hatte sie die gesamten bekannten Quadranten dieser Galaxie durchforscht. Erst einmal nur auf rudimentäre Merkmale wie Sonnentyp und Planetenzahl und Typen. Leider hatte sie ihr Heimatsystem Sulvy nicht gefunden. Ebenso wenig andere ihr bekannte Systeme. Und das waren viele hundert. Nicht eines der ihr bekannten Systeme hatte sie hier in der Milchstraße wiedergefunden. Und das hatte sie zutiefst verstört.
Bis sie auf eine ganz andere Idee gekommen war. Sie hatte das Spiralbild der Milchstraße mit der ihr vertrauten Heimatinsel verglichen und dabei schon signifikante Unterschiede festgestellt. Und dann hatte sie sich Andromeda zugewandt.
Diese Insel, die sogenannte Milchstraße war eine Spiralgalaxie des Typs Sb mit einem Scheibendurchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren. Das Zentrum bildet ein annähernd kugelförmiger Bereich mit etwa 20.000 Lichtjahren Durchmesser. Dabei teilen sich die beiden Hauptarme außen in jeweils zwei Bereiche, so dass es innen zwei und außen insgesamt vier Hauptarme gibt.
Andromeda lag rund 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Und sie hatte eine andere Form, wenn auch nicht so sehr anders. Auch sie hatte zwei Hauptarme, die sich jedoch auf fast einer Seite der Galaxie endeten. Ileytis hatte sich so sehr auf die Sternensysteme dieser Galaxis konzentriert, dass sie diese Unterschiede einfach nicht bemerkt hatte. Die Menschen nennen so etwas ‚den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen‘. Sie lächelte säuerlich.
Einerlei. Leider fehlte ihr ein adäquates Teleskop. Die rein optischen oder magnetfeldbasierenden Möglichkeiten der Hephaistos waren ungenügend um einzelne Sternensysteme aus Andromeda sauber zu erfassen und die Aufzeichnungen an Bord nur sehr mangelhaft. Hätte sie nur eines ihrer Spartac-Teleskope. Dieses auf Energiefelder basierende System hatte einen Durchmesser von fast 6000 Kilometern und hätte ausgereicht. Aber dazu hätte man die Hephaistos hinaus in den Leerraum navigieren müssen. Nur außerhalb der Galaxie konnte man vernünftige Bilder erfassen.
Was sie aber tun konnte war, ihr bekannte Systeme der ersten Insel, der Milchstraße zu überprüfen. Das waren nicht viele. Im Grunde kannte sie nur eines wirklich und das war ihr Ursprungsystem. Tiamur. Dort, wo ihr ganzes Volk ursprünglich herkam.
Das hatte sie dann tatsächlich gefunden. Gar nicht einmal so sehr weit fort. Innerhalb des Machtgebietes der Föderation gelegen, jedoch relativ weit weg von dem Planeten Erde.
Die Sonne stimmte. Ebenso wie die Struktur etlicher der Planeten. Nur der Planet Tiamur selber war nicht da. Anstelle dessen fand sich ein Asteroidengürtel. So als ob der Planet selber zerstört war. Wie auch immer. Da sie seit Ewigkeiten nicht dort war, wollte sie keine Emotionen aufbauen. Dazu hatte sie auch schon viel zu viel anderen Kummer erlebt. Bis hin zu der Niederwerfung ihrer Herrschaft, die Verurteilung durch die Rebellen und dann ihr Exil.
Aber es hatte Installationen auf allen Planeten des Systems gegeben. Irgendetwas musste da doch noch übrig sein. Zumindest Reste.
Ilkeytis seufzte. Sie würde diese gerne untersuchen. Aber seit sie dem CSO von ihrer Entdeckung – zumindest in Teilen – berichtet hatte und dieser sie nur ausgelacht hatte, hatte sie die Lust verloren, sich auch nur ansatzweise der Schiffsführung anzuvertrauen.
Abgesehen natürlich Jetsun. Ihre Geliebte hatte sie nicht ausgelacht. Sie hatte allerdings irritiert gewirkt, als sie erfuhr, dass sie, Ileytis, aus Andromeda stammte. Für sie war die andere Seite der Galaxis schon unerreichbar weit fort. Ileytis hatte den Eindruck, dass auch Jetsun ihr nicht glaubte oder zumindest annahm, dass sie einem Irrtum oder einem Trauma unterlag. Das war auch nicht sehr ermutigend.
Überhaupt hatte sie den Eindruck, dass ihre Beziehung zu der CM einem gewissen Stress unterlag. Sie wusste ja selber nicht einmal, wie es kam, dass sie sich überhaupt so unnatürlich schnell in die junge Frau verliebt hatte. Und umgekehrt. So, als ob ihre Vilga-Drüse komplett verrückt gespielt hatte und sie und die CM nachhaltig beeinflusst hatte. Ileytis hatte ernsthaft über solch eine Möglichkeit nachgedacht, hatte so etwas aber in ihrem langen Leben noch nicht erlebt. Andererseits hatte sie auch noch nicht erlebt, dass diese Drüse so extrem wirkungslos blieb. Konnte es sein, dass sich durch den ewig langen Tiefschlaf irgendetwas mit ihr verändert hatte?
Oder mit ihrem VERM. Das Gerät war es, was sie am Leben erhielt. Es war hoch empfindlich aber auch äußerst stabil. Und es war selbstreparierend. Sozusagen die Krönung liduurischer Ingenieurskunst, etwas, was auch sie nicht wirklich durchschaute. Leider.
Ileytis‘ Gedanken wanderten wieder zurück zu Jetsun. Sie war wieder auf dem Planeten gewesen. Bei den Kikonen. Wie gern wäre Ileytis auch dort einmal hinunter gegangen. Aber sie hatte es ja nicht einmal geschafft, eine der Vertreterinnen dieser faszinierenden Rasse auf dem Schiff anzutreffen. Die Delegation wurde irgendwie abgeschottet. Ob es sich lohnen würde, notfalls gewaltsam auf den Planeten herunter zu gelangen? Dort würde sie möglicherweise einfacher in eine Machtposition gelangen. Andererseits… Geduld! Geduld! Dazu war immer noch Zeit. Erst einmal musste sie sehen, wie dieser Krieg hier ausging. Wohlmöglich musste sie sich mit diesen Klingonen auseinander setzen, etwas, was ihr weniger gut gefiel.
Ileytis schaute auf die Uhr und rappelte sich dann auf. Jetsun hatte sich nicht gemeldet obwohl die Zeit schon lange danach war. Sie hatte wohl wieder viel zu tun. Möglicherweise mit dieser Arsinoe. Ileytis seufzte. Sie war wirklich nicht eifersüchtig. Aber sie war gelangweilt. Also schlüpfte sie in die Sternenflottenuniform, heftete sich ihren Kommunikator an die Brust, prüfte ihre Abzeichen an den Kragen und machte sich dann auf, in die Messe zu gehen um zu sehen, ob sie vielleicht irgendeinen interessanten Gesprächspartner fand. Jemanden, mit dem sie etwas Zeit verbringen konnte.
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Zeiten, Daten etc. sind alles Ileytis‘ Informationen über sich und müssen nicht der Realität entsprechen.
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# Ort: USS Hephaistos, Quartier von Jetsun und Ileytis
# Zeit: MD 12:1900 Uhr
Ileytis von Las’Tor sinniert aus Langeweile und beschließt dann, etwas in die Öffentlichkeit zu gehen.
Sie hofft in der Messe (oder auf dem Weg dorthin) jemanden zu treffen, mit dem sie etwas Zeit verbingen kann.
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Submitted by
Isabelle
a.k.a.
Ileytis von Las’Tor