# Ort: Krankenstation
# Zeit: MD 12.1800
Samantha atmete tief durch. Dann schüttelte sie den Kopf. „Dennoch.
Ich möchte,
dass Wir bitte jetzt einmal die Dosierung meiner gegenwärtigen
Medikamentierung
durchgehen. Ich glaube, dass die einer Anpassung bedarf.“
„Wie Sie wünschen, Commander.“ meinte Jetsun. Das würde noch ein
langer Abend
werden…
Während sich Samantha durch das Durcheinander der Krankenstation bahnte um sich auf eine Liege zu setzen, musterte sie die Medizinerin vor ihr, deren Energie gerade einem deutlich sichtbaren Müdigkeitslevel wich.
„Ich… es tut mir leid, Ens. Pema.“ seufzte Sam. „Ich würde normalerweise auf einen späteren Zeitpunkt warten, jedoch …“ sie zögerte. Was sie jetzt zu sagen hatte, konnte und würde sie ihre Dienstfähigkeit kosten. Und das völlig zurecht. Es tat ihr leid, Shay direkt wieder im Stich zu lassen. Noch am Vortag hatte sie das Thema Halluzinationen nur beunruhigt. Doch mit ihrer interimsweisen Ernennung zur zweiten Offizierin konnte ihre Beeinträchtigung Schaden für das Schiff bedeuten.
„Ich vertraue meinem eigenen Urteil nicht und habe Halluzinationen.“
Man musste Jetsun zugute halten, dass sie trotz eines langen und ermüdenden Arbeitstages ernsthaft zuhörte.
„Sehen Sie, ich war bei ihrem arrestierten Holodoc und dieser gab mir den Hinweis, dass die Halluzinationen mit einer zu hohen Dosis meines Neuroleptikums zu tun haben könnten. Gerade als ich die Krankenstation betrat, bot sich mir ein Bild wüsten Chaoses. Sie, Ensign, saßen weinend am Boden, quasi nackt. Ein Huhn flatterte herum. Lt. Fabién LaGroille, ein sehr guter Freund meines früheren Verlobten wurde von Ihrem taktischen Offizier im Schwitzkasten gehalten. Ich weiß nicht, was mein Unterbewusstsein da von sich gibt, aber ich möchte, dass es aufhört!“
Ein Kichern entwich der immer noch übermüdeten Chefmedizinerin. Dies mochte zwar nicht angemessen sein, entsprach aber ihrer aktuellen Stimmung.
„Commander DeCoster, so leid es mir tut, nichts davon war eine Halluzination. Ich _habe_ halbnackt auf dem Boden gesessen, nachdem der blinde Lt.LaGroille aufgescheucht durch ein nichtblindes Huhn mein kikonisches Kleid zerrissen hat. Ich würde mir gerade fast wünschen, dass es sich nur um eine gemeinschaftliche Halluzination handeln würde, jedoch fürchte ich, mein Kleid ist wirklich wirklich hinüber.“ Der Blick, den die Commander der CM zuwarf sprach Bände. Diese glaubte ihr kein Wort. Also seufzte Jetsun.
„Ich schlage Ihnen folgendes vor. Heute verbringen Sie die Nacht auf der Krankenstation. Morgen klären wir als erstes, inwiefern wir das Neureleptikum ausschleichen können. Wie ich hörte, ist ihr Tier wieder in Ihrer Nähe. Eventuell können wir darauf zukünftig verzichten. Jedoch möchte ich dies erst nach einer gründlichen Untersuchung festlegen.“
„Nehmen Sie es mir nicht übel, Ensign, aber die Krankenstation ist nicht sehr gemütlich. Ich bin einverstanden, aber ich schlafe lieber in meinem Quartier und komme morgen wieder.“
<NRPG: @Jetsun, dann haben wir ein Date für MD 13 🙂 >
MD 13.1230
Ort: Quartier Sam/Em/Permin/1HK/Huhn
Sam genoss die Einsamkeit ihres Quartiers, soweit dies möglich war. Ihre Mitbewohnerin war abwesend und nur die Tiere leisteten ihr Gesellschaft. Und irgendwie fand die für heute krankgeschriebene Interims-2O, dass diese Gesellschaft momentan völlig ausreichend war. Dazu kam, dass die anwesenden Tiere ein hervorragendes Animationsprogramm ablieferten.
Das Huhn, Samantha fragte sich nach wie vor, ob es sich bei dem Huhn um _das_ Therapiehuhn handelte, hatte es sich auf dem Bett ihrer Mitbewohnerin gemütlich gemacht und schien zu schlafen. Dabei machte es jedoch gelegentlich leise gackernde Geräusche, so dass sich Sam über dessen Schlaf-Wachzustand nicht ganz sicher war.
Die anderen anwesenden Tiere waren auch nicht offensichtlich agiler. Permin lag seit mindestens einer halben Stunde auf dem Boden, die Ohren aufgerichtet, die Augen fixierten etwas an der Decke. Außer dem Schwanz bewegte sich an dem Kobold nichts. Dennoch sah man ihm an, dass Permin angespannt war. Jeder Muskel seines Körpers schien zum zerreißen gespannt. Das Fell lag nicht glatt an sondern sträubte sich und zitterte sacht. Ab und an zuckte eine Pfote, aber sonst…. nichts, absolut nichts.
Auch an der Decke war keine Bewegung im eigentlichen Sinne. Einhornkatze hing regungslos unter der Decke. Ihr Fell schimmerte und wechselte etwa alle 5 Sekunden die Farbe. Rot – orange – gelb – grün …. Mal waren es sanfte Farbübergänge mit faszinierenden Schattierungen, doch zwischendurch sprang die Fellfarbe auch mal von lila auf gelb, rot auf grün, blau auf gelb. Das Fell schien dabei aufzuleuchten. Es war schwer für Sam sich zu entscheiden, wo sie hinschauen wollte. Die Farbwechsel ihrer neuen Katze waren ein Schauspiel für sich, aber der nervös, lauernde Permin war ebenfalls amüsant zu beobachten.
Zwischendrin war ein leises *Gack* seitens des Huhnes zu hören, doch nichtmal dieses Geräusch veranlasste Permin, den Kopf zu drehen. Sein skeptischer Blick hing an der Katze und diese spielte mit dem Kobold. Auch ihr Eintreten ins Quartier nach Dienstschluss hatte die drei Tiere nicht stören können. Samantha gewann den Eindruck, dass dieses Spiel schon seit Stunden lief und wohl auch noch Stunden so weitergehen würde. Besser als Fernsehen…. müde schloss sie ihre Augen.
</RPG>
<SUM>
# Ort: Krankenstation
# Zeit: MD 12.1800
Das Chaos in der Krankenstation lichtet sich und die Behandlung von Samantha wird auf den kommenden Tag verschoben
MD 13.1230
Ort: Quartier Sam/Em/Permin/1HK/Huhn
Einhornkatze und Permin sind nicht sicher, was sie voneinander halten sollen und beschnuppern sich auf ihre Art
<S/M>
*submitted by
ela aka Samantha DeCoster
USS Hephaistos