hier findet ihr ein kleines CPo von sunny und ela mit Neuigkeiten aus dem Dreierquartier. Viel Spaß beim Lesen!
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Zeit: # MD 19.1752
Ort: # USS Hephaistos – Quartier Sam/Em/Jenn
Sam stand in ihrem Quartier und hatte die letzten Minuten damit zugebracht die neue Pflanze von einer Ecke in die Andere zu schieben. Der Topf war groß, wuchtig und schwer, so dass die junge Frau sich nach dem dritten Wechsel mit vollem Gewicht gegen den Topf stemmen musste. Das Einhornkätzchen hing an der Decke und begutachtete das Spektakel von dort oben, ab und zu gab sie ein leises Zischen von sich oder kratzte nervös an der Deckenverkleidung. Sam bemerkte dies zwar aus den Augenwinkeln, jedoch hatte die diese Verhalten in den letzten Tagen immer wieder bemerkt, besonders, wenn das Tier unter Stress litt, kratzte es an der Decke. Als Sam es das erste mal bemerkt hatte, da hatte sie noch gedacht, sie lebt mit der CING zusammen, Emily würde das schon regeln.
Dann war da allerdings diese Ereignis in der Messe als ein neuer Koch den Herd geschrotet hatte und sie eine Not-Op an offener Energieversorgung durchführen musste. Der Wutanfall mit dem Emily den zugegeben leicht überforderten Mann entgegen gewirbelt hatte, war nicht von schlechten Eltern gewesen und man munkelte, dass Techniker nicht darauf standen Kratzer aus jeglichen Verkleidungen zu schleifen. Ihr selbst war das ja egal. Technik musste funktionieren, nicht hübsch aussehen.
Zum Glück war die Trill sehr klein und blickte nur selten nach oben.
Außerdem krabbelte Emily oft in ihr Bett, seit dem Jenn hier lebten, waren zwei Betten wohl doch zu wenig.
An und für sich machte Sam das ja nicht viel aus, das Leben in dem Quartier hatte etwas von Freizeit – Sommer – Camp und war erstaunlicher Weise trotz oder gerade wegen des ganzen Chaos erholsam- ABER Trill hatten schrecklich kalte Hände und Füße. Wenn sie nachts also einfror weil Emily noch weiter auskühlte, dann sollte die Decke eigentlich kein Problem sein – eigentlich!
Ganz in Gedanken versunken schob Sam wieder den großen Topf, wurde dabei jedoch von der Trill beobachtet, „Ist der Replikator kaputt, oder warum baust du jetzt Essen in unserem Quartier an.“
Die überraschenden Worte sorgten dafür dass Sam den Halt während des Schiebens verlor und auf den Boden krachte.
Der dumpfe Aufprall übertünchte weitere Geräusche, so dass Sam sich nicht ganz sicher war, ob sie ein Kichern von Em vernommen hatte. Als sie einen wütend-frustrierten Blick zur Seite warf, waren da jedenfalls keine verräterischen Spuren im Gesicht der CING zu sehen. Sam setzte sich im Schneidersitz auf den Boden. „Nun, Ms Ettore hat die Pflanzen hier gelassen mit einem Auftrag für mich…“ die t2O stutzte kurz, dann kam ihr ein Gedanke. „…also einem Auftrag für unser Quartier. Wir sollen täglich die Wurzeln abwischen und den Pflanzen vorlesen.“ Sie blickte die Trill nachdenklich an. „Ich glaube du bist heute dran. Du musst auch nicht unbedingt vorlesen, erzähl ihr einfach von deinem Tag oder so.“ Sie räusperte sich. „JENN?“ rief sie dann plötzlich so laut, dass Emily zusammenzuckte. Die OPS steckte ihren Kopf zur Badtür raus. „Ich bin ja gleich fertig, noch kurz Geduld, du kannst ja gleich ins Bad.“ Schon war der schwarze Haarschopf schon wieder verschwunden.
„Du hast morgen Pflanzendienst!“ rief ihr Sam hinterher. Es dauerte keine 2 Sekunden, da stand die OPS nur spärlich – oder eher gar nicht – bekleidete wieder in der Tür zur Waschzelle. „Was?!?“
„Lies ihnen was vor, dann abstauben und gießen. Ich zeig dir gleich was du machen musst, aber zieh dir vorher was an. Das ist sonst nicht jugendfrei!“ Die letzten Worte musste Sam brüllen, denn Jenn war ohne ein Wort wieder in den Hygienebereich verschwunden und hatte die Tür hinter sich zugleiten lassen.
Sam war äußerst zufrieden mit sich. Mit dieser Aufgabenteilung bestand die geringe Chance, dass diese Pflanzen tatsächlich länger als eine Woche überlebten. Sie fragte sich immer noch, was das eigentlich sollte und dachte darüber nach bei Shay nachzuschauen, ob er auch Pflanzen hatte. Gemeinsam mit Em, Jenn, Permin, EHK und den Pflanzen glich das eigentlich für eine Person ausgelegte Quartier eher einer Studenten-WG in einer Großstadt als einem Wohnbereich auf einem Raumschiff.
Sie stand wieder auf. „Hey,“ rief sie zu Emily hinüber „hilf mir mal Monstera 1 an die Wand zu schieben, oder willst du dich heute Nacht auf dem Weg zur Toilette in ihren Wurzeln verfangen?“ Sam war sich nicht sicher, ob die zierliche Trill wirklich viel helfen konnte, aber sie war immer noch besser, als das Ding allein schieben.
Emily war noch immer nicht begeistert vor der ganzen Sache und anhand des Geräusches mit dem Jenn abgedackelt war schien ihr das ebenfalls nicht zu gefallen. In Emilys Augen war es etwas barbarisch, das Gemüse erst mit Geschichten zu foltern bevor man es aß, aber Menschen hatten ja viele seltsame Sitten.
Kopfschüttelnd und für ihre Verhältnisse recht still stemmte Emily sich wenig später gegen den großen Topf, den die beiden Frauen auch tatsächlich zusammen bewegten – leider im falschen Moment, denn offensichtlich hatte Jenn Gesprächsbedarf als sie sich wenigstens in Unterwäsche geworfen hatte. Sie stürmte erneut aus dem Bad und lief direkt in die Pflanze heinein.
Der Kobold lag auf Sams Bett, natürlich thronte er auf dem Kopfkissen, bei jedem lauten Geräusch öffnete er langsam eines seiner Augen, nur um festzustellen, dass seine Weiber wieder Unfug trieben, aber wenn er versuchte die seltsame schwebende Beute zu fangen, dann wurde er angeschrien.
„Also, das müssen wir noch mal Besprechen…. Wenn du sagst helfe mir beim Wurzeln abstauben, dann bin ich nicht begeistert, aber okay…. Aber ich rede doch nicht mit einer Pflanze!“, um ihren Worten noch mehr Gewicht zu verleihen stampfte Jenn sogar mit dem Fuß auf.
Emily hingegen hatte sich vor eine der Pflanze gekniet und hatte leise angefangen zu reden und zu reden und zu reden, „Ach ja und dann habe ich letzte Woche noch geträumt das alle sich in Einhörner verwandeln… Shay war ein rosanes mit Glitzer auf dem Rücken…“ und redete und redete.
Während Jenn wettere, versuchte Sam sich nichts anmerken zu lassen, sie war immer noch darauf versteift ihren Plan zu verfolgen.
Die Einhornkatze hatte sich mittlerweile neben Emily gesetzt, sie schien interessiert an der Pflanze und es dauerte auch nicht lang, da hatte das Tier auch schon in ein Blatt gebissen, es abgerissen und fast unbemerkt genüsslich verspeist.
Emily Blick lag kurz auf dem Tier, bevor sie wieder zu der Pflanze blickte, „Ach so, du bist schon reif… wusste ich ja nicht.“
Zwei ihrer Freunde meldeten sich nun zu Wort, wenn auch nur im Kopf der Trill, *Lass es! Lass mich doch erst mal prüfen was das genau für eine Pflanze ist.*
Emily zupfte ein Blatt ab, *Ich bin mir extrem sicher, dass es keine Pflanze ist die man essen kann… aus meine jahrzehntelanger Erfahrung als Wissenschaftler….Ej kaust du schon?*
Kopfschütteln verschwanden die Illusionen der beiden vorherigen Wirte wieder vor Emilys Augen, als die Katze neben ihr auch schon seltsame würgende Geräusche von sich gab.
Im Hintergrund diskutierten Jenn und Sam über Sinnhaftigkeit der Pflanzenzucht in Schiffsquartieren sowie über Vorlesen für Pflanzen im Besonderen.
„Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass diese Pflanzen besser wachsen, nur weil du ihnen vorliest?“ Jenn musterte Sam misstrauisch. „Was liest du ihnen überhaupt vor?“ Sam griff zum Sofa und gab der OPS das da rumliegende Padd. „Ernsthaft? Unseren Schadensbericht von der Schlacht? Willst du, dass die Dinger verwelken?“ Doch Sam lachte nur. „Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Pflanzen den Inhalt dessen verstehen, was wir sagen.“
Währenddessen verspürte Em kurz ein beunruhigtes Grimmen im Bauch beim Blick auf die würgende Katze. Doch noch ehe sie genauer darüber nachdenken und ihren Freunden lauschen konnte, wurde aus dem leichten Bauchgrimmen eher ein ziehender Schmerz. Sie krümmte sich auf dem Boden zusammen. Im Hintergrund hörte sie die leisen Stimmen ihrer Zimmergenossinnen. „… nicht, aber wenn du schon vorliest, sollte es etwas schönes sein! Vielleicht ein Märchen?“ – „Glaubst du, wir sollten mal Dornröschen versuchen?“ Samantha lachte, doch dann fiel ihr Blick auf Einhornkatze und Emily und das Lachen verstummte sofort. Während die Katze immer noch rückwärts aß, lag Em eher apathisch am Boden. Hastig hockte sie sich neben die kleine Trill.
Jenn schüttelte nur den hübschen Köpfchen, „Jetzt sag nicht du hast das gegessen. Als würde man mit einem Kleinkind zusammenleben“; beklagte sich Jenn laut, konnte den leichten Anflug von Sorge jedoch nicht verstecken.
Sam strich über die Stirn ihrer Mitbewohnerin, ein wenig schwitzig. Wie bitte sollte sie das denn Shay erklären. „Hast echt von der Pflanze gegessen“, die Situation war so absurd, das Sam einfach nachfragen musste.
„Ich dachte es wäre Gemüse. Wer stellt sich denn bitte Pflanzen die man nicht essen kann ins Quartier“, keuchte die Trill und bereute es nicht auf ihre Freunde gehört zu haben.
Die Katze hingegen schien das Schlimmste hinter sich zu haben, sie schüttelte sich, balgte die drei Frauen mit einem verächtlichen Blick und stolzierte davon, nur um erst auf das Bett zu springen und von dort unter die Decke zu schweben.
Jenn blickte auf das Spektakel unglaublich das immer IHR so etwas passiert, normalerweise hatten Leute die so auf dem Boden kauerten, aber eher 3 Promille.
„Kannst du das mal wegwischen“, forderte Sam in Richtung Jenn.
„Auf gar keinen Fall! Dann muss ich mich auch übergeben!“
Emily rappelte sich auf und lief ins Bad, wieder ein würgendes Geräusch.
Sam seufzte, „Du kannst auch im Bad helfen!“
Noch bevor Jenn antworte lief Sam langsam auf das Geräusch zu, sie fragte sich wann sie einen mürrischen Teenager und ein Kleinkind als Ziehschwestern bekommen hatte und wie die Sternenflotte angesichts solcher Selbstvergiftungsversuche den Krieg gewinnen sollte.
Jenn hingegen überdachte blitzschnell ihre Optionen, „Ach gar kein Problem. Ich beseitige die Hinterlassenschaften der Katze, das ist ja nichts.“
Sam und Jenn zucken bei den Geräuschen die sich aus dem Bad zu ihnen durchbahnten zusammen.
Sam betrat das Bad und kniete sich neben Emily deren Haar sie mit der einen Hand zusammenhielt und mit der anderen beruhigend über den Rücken streichelte.
Sobald es der Trill besser ging, würde sie hier Regeln aufstellen, die Bewohner dieses Quartieres benötigten dringend Regeln – ein weiteres Würgen – viele Regeln!
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Zeit: # MD 19.1752
Ort: # USS Hephaistos – Quartier Sam/Em/Jenn
Sam versucht die Arbeit die sie mit den Pflanzen hat, mit ihren Mitbewohnerinnen zu teilen, leider scheinen sowohl die Einhornkatze, als auch die Trill das „Gemüse“ falsch einzuschätzen.
</SUM >
***submitted by
sunny & ela aka
Emily und Samantha