#Ort: Brücke USS Hephaistos
#Zeit: MD 10.2035
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„Commander della Scala, als Couselor haben Sie sich etwas mehr Ahnung davon, wie man Ängste stimuliert als ich. Ich bräuchte sie um einen verlockenden Angstköder zu erzeugen und eines der Wesen zu fangen, die hier an Bord sind.“ Daniel sah dann nochmal zum CO. „Wenn ich eines untersuchen kann, dann könnte ich auch herausfinden, wie die hier an Bord gekommen sind. Sollten Sie nämlich gegen das Vakuum immun sein, könnten die Parasiten auch so durch den Weltraum fliegen.“
</quote>
<NRPG: Ich klinke mich mal hier mit ein>
„Sir, i-ich, hätte einen Vor-, einen Vorschlag“, stotterte es von der Seite. Shay schaute zu der Wissenschaftsstation. Sie war mit Ensign.. verdammt wie hieß der Kerl.. schnell!
„Ja bitte, Ensign … … Richards??“
Gerade im letzten Augenblick war es ihm noch eingefallen. Shay hoffte, dass die Pause noch nicht so lang gewesen war, dass es auffiel. Da fast die gesamte Führungsmannschaft gerade auf der Krankenstation lag, war die Brücke mit etlichen Ersatzleuten bestückt. Natürlich kannte er sie alle vom Sehen her, aber es konnte schon mal vorkommen, dass einem ein Name entfiel.
Shay hätte sich aber keine Sorgen machen brauchen. Richards war hochrot und sichtlich nervös, nachdem er eigenmächtig den ranghöchsten Offizier an Bord angesprochen hatte. Es war sehr unwahrscheinlich, dass er irgendwelche sozialen Patzer bemerkte, es sei denn Shay zöge sich einen Kilt an und finge an Dudelsack zu spielen.
„Sie – sie sa-sagten doch gerade..“, er stockte und sah hilfesuchend Ettore und Daniel an. Ettore machte eine beruhigende Geste und bedeutete ihm, fortzufahren.
Richards zwinkerte nervös und atmete einmal tief durch. Das machte es etwas besser.
„SiesagtendieWesenerzeugenerhöhteStresshormonlevel“, sprudelte es aus ihm heraus. Nachdem er seine Blockade durchbrochen hatte, wollte er es jetzt anscheinend schnellstmöglich hinter sich bringen. „WirkönntendieBiowertederCrewscannenundnachlokalerhöhtemStresspegelscannen“
Geräuschvoll holte er Luft, nachdem er seine Lunge mit dem letzten Satz komplett leergepumpt hatte. Währenddessen waren Ettore, Daniel und Shay damit beschäftigt, den Bandwurm im Geiste in einzelne Worte zu zerteilen.
„WennwirdiebetroffenenSektionenabriegeln, wirdesleichtereinszufangen“ schob Richards noch einen nach. Shay hatte leichte Sorge, dass der Ensign gleich vor Anspannung zerplatzen würde. Was das für eine Sauerei auf der Brücke geben würde.
„Sie meinen, wir könnten das oder die Wesen finden, indem wir nach örtlich erhöhten Adrenalinwerten suchen?“, wiederholte er. Der Ensign nickte hastig.
„Hm“, überlegte Daniel. „Klingt eigentlich nach einer guten Idee. Ich fürchte nur, die Bioscanner reichen nicht aus, um das ganze Schiff detailliert genug abzubilden. Wieviel Sensorarrays haben wir, zwanzig? Nein, sechzehn richtige glaube ich…“
„Sir“, mischte sich ein anderer Ensign von der Sicherheitsstation aus ein. Bei ihm fiel Shay beim besten Willen nicht mehr ein, wie sein Name war. „Wir könnten die internen Mikrofone benutzen, um die Pulsfrequenzen der Crewmitglieder auszuwerten. Die Empfindlichkeit müsste gerade so ausreichen, um Herzschläge zu hören. Wir müssten nur alle anderen Geräusche filtern.“
Ob das funktionieren konnte? Das war vermutlich leichter gesagt als getan. Daniel schaute skeptisch drein und zögerte mit der Antwort.
„Versuchen Sie es“, befahl Shay darum kurzentschlossen. Er hatte auch etwas Zweifel, was dabei herauskommen mochte, aber es würde nichts schaden. Und eine kleine Aufgabe mochte auch gegen die Ängste helfen. Wer konzentriert arbeitete, hatte keine Zeit für Wahnvorstellungen.
„Ach, aber beschränken sie sich doch bitte vorerst auf die öffentlichen Schiffsbereiche“, schob er noch hinterher. Das fehlte noch, dass sie Besatzungsmitglieder bei abendlichen .. Aktivitäten in ihrem Quartier störten.
Richards starrte ihn immer noch an wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Shay verdrehte innerlich die Augen – der Vorschlag war ja gut gewesen, aber gegen diese Nervosität sollte der Junge was tun. In Ettores Augen konnte er schon sehen, wie er Richards für einen Termin vormerkte.
„Na los, worauf warten Sie“, befahl Shay etwas unwirsch. Dann wandte er sich Ettore zu.
„Die Idee mit dem Köder fand ich trotzdem gut. Ich habe keine Lust zu warten, bis wir weitere Opfer beklagen müssen. Was schlägst du vor?“
<NRPG: Ball an Kim werf>
„Captain“, meldete Elisa sich von der TAK. Eine gewisse Dringlichkeit lag in ihrer Stimme. „Die Baltimore fährt die Manövriertriebwerke hoch.“
# Zeit: MD 10.2050
# Ort: Krankenstation
„Mister Paul Dumont? Wir würden Ihnen gerne ein paar Fragen stellen. Bitte kommen Sie mit.“
Der Moment, den er seit Jahren gefürchtet hatte! Starr vor Schreck drehte Fabi sich um. Die Agenten waren anonyme Gestalten im Anzug – Allerweltsgesicht, Allerweltsfrisur, Allerwelts-Armbandkom. Geschmackvoll aber nicht auffällig. Man sah über sie hinweg und vergaß sie nach fünf Minuten. Doch sie hatten *ihn* nicht vergessen. Abwartend sahen sie ihn an, gingen schon ein wenig auf Abstand voneinander, falls sie ihn in die Zange nehmen mussten.
Fabièn spürte, wie sein Herzschlag sich beschleunigte. Nicht so rapide wie man denken sollte, fast wie als ob er sehr erschöpft wäre. Warum? So anstrengend war doch der Tag nicht gewesen, hier auf.. wo war er hier eigentlich? Was hatte er hier noch mal gemacht?
Etwas war hier eigenartig. Die Umgebung fühlte sich unwirklich an. Die Agenten fühlten sich unwirklich an. Dann, von einem Augenblick auf den anderen, platzte der Traum wie eine Seifenblase.
Fabièn schlug die Augen auf. Er war auf der Krankenstation. Sein Herz raste immer noch. Es war nur ein Traum gewesen.
Undeutlich erinnerte er sich nun auch an Träume vor diesem. Träume in denen er wieder blind gewesen war… von allen Freunden verlassen… im klingonischen Gefängnis alt geworden.. Über allem die Ahnung von finsteren Augen, die gierig zusahen, sich an seinem Elend weideten…
Nun, da er dem verderblichen Einfluss des Wesens entronnen war, zersetzten sich die Erinnerungen so schnell wie Schaumbläschen auf dem Wasser. Schnell klärte sich sein Geist.
LaGroille setzte sich auf. Er war nicht allein hier. Vertraute Gestalten lagen auf den anderen Biobetten und regten sich langsam. Ajur. Larson. Sam. Sie mussten sie zurückgebeamt haben, das war die einzige Erklärung. Keiner von ihnen hätte aus eigener Kraft dem Bann entkommen können, da war Fabièn sich sicher.
Auch Skye war schon wach und sogar schon auf den Beinen. Schlagartig erinnerte sich Fabièn an alles. Alarmiert sprang er auf.
„Jetsun, äh Ensign Pema! Ist sie hier?“
Hektisch sah er sich um, doch konnte er die CM nirgends erblicken. Es fuhr ihm wie ein Stich ins Herz. Das war kein neuer Alptraum, das war real! Oder? Er konnte sie nirgends finden.
„Sie müssen den Captain kontaktieren! Sie ist noch irgendwo da draußen! Wir müssen sie retten!“ insistierte der Franzose. Warum tat keiner was!? Skye und Nathaly kamen ruhigen Schrittes auf ihn zu. Begriffen sie nicht!?
„Ganz ruhig“, sagte Nathaly. „Jetsun ist schon zurück.“
„Zurück!? Aber…“, stotterte Fabi. Er brauchte einen Moment, um es zu begreifen. Sie war zurück. Erleichtert ließ er sich wieder auf das Biobett sinken.
„Aber wo ist sie dann?“
„Der Captain hat sie freigestellt“, erklärte die Ärztin mit ruhigem Ton. „Sie ist in ihrem Quartier und ruht sich aus.“
„Puh. Danke. Entschuldigen Sie vielmals.“
Mitleidig nickte Skye ihm zu. „War auch meine erste Frage, als ich wieder klar im Kopf war. Es scheint, wir sind alle gerade noch so davongekommen. Hoffe ich zumindest.“
Sie nickte in Richtung der anderen Außenteam-Mitglieder, die noch dabei waren, in die Wirklichkeit zurückzufinden.
„Bei Ihnen wieder alles in Ordnung?“
„Wird schon gehen“, murmelte Fabièn. Die Albträume hingen ihm nach wie abziehende Gewitterwolken, doch ihre zerstörerische Gewalt schien aufgebraucht. „Geisterschiffe im All… ist doch jedesmal wieder ein Griff ins Klo. Egal. Wie ist jetzt die Lage?“, fragte er die CSO.
<NRPG: Ball an Kathi>
</RPG>
<SUM>
#Ort: Brücke USS Hephaistos
#Zeit: MD 10.2035
#Ball: Kim, ela, MacKenzie
– Man beschließt, im Schiff nach Anzeichen von Stress zu suchen, um so evtl. das Wesen zu lokalisieren.
#Ort: Brücke USS Hephaistos
#Zeit: MD 10.2045
– Der Start der Baltimore wird bemerkt.
#Ort: Krankenstation
#Zeit: MD 10.2050
#Ball: Kathi
– Fabien erwacht. Er erkundigt sich nach Jetsun und der sonstigen Lage.
</SUM>
**submitted by
Johannes aka Lt. Fabièn LaGroille