Hey,
wieder ein Lebenszeichen von mir. Erst mal klein und zu zwei Bällen von Mac. Bald soll noch mehr kommen.
Liebe Grüße
<RPG>
# Zeit: SpD 04.1321
# Ort: Holodeck
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„Ich habe die Erfahrung gemacht das diese Art von Hilfe selten ohne Gegenleistung kommt oder einem am Ende sogar in den Rücken fällt.“ erklärte sie dann „Sie haben keine Ahnung was sie da verlangen, Captain.“
Shay musterte sie lange. War es das wirklich wert? Was sah Sam in Jenn? Was hatte Dasani damals in ihm gesehen?
Schließlich lächelte er knapp und stand auf.
„Ich weiß das ich verlange das sie mir – einem Fremden – vertrauen und ich weiß das sie das nur tun weil sie wissen das ich ein Freund von Sam bin. Mehr noch ich verlange das sie über ihren Schatten springen und uns helfen ihnen zu helfen. Also keine Wutausbrüche mehr auf der Krankenstation und sie werden mit der neuen CSO zusammen arbeiten um ihre Unschuld zu beweisen und herauszufinden wer dahinter steckt.“ meinte er und begann damit die Reißverschlüsse an seinem Kletteranzug zu öffnen.
„Das verspreche ich nicht.“ brummte Jenn. „Aber ich verspreche das ich es versuchen werde. Sie soll das nächste Mal klingeln.“
Shay grinste kurz und nickte. „Ich werde es ihr ausrichten und jetzt öffnen sie die Reißverschlüsse ihres Anzugs es wartet noch eine Überraschung auf sie.“ meinte er dann und wartet bis sie Jenn soweit war und ihn unschlüssig ansah.
„Und was soll das jetzt?“ fragte sie doch statt einer Antwort grinste Shay nur und rannte zum Rand des Plateaus, breitete die Arme aus damit sich sein Wingsuit entfalten konnte und stürzte sich mit einem freudigen Aufschrei in die Tiefe.
„Der Typ ist völlig verrückt.“ grollte Jenn machte es ihm dann aber kurz darauf nach.
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Die Luft rauschte an ihr vorbei und sie fühlte sich frei, so unglaublich frei. Ein Aufschrei entrang sich ihrer Kehle. Eigentlich bemerkte sie ihn gar nicht, er stahl sich seinen Weg in die Freiheit. Doch es tat gut, so unglaublich gut. Es war fast so, als würde die ganze Anspannung und die ganze Sorge von ihr abfallen. Sie testete den Wingsuit und versuchte kleine Manöver nach links und rechts um ein Gefühl für die Luft, den Widerstand und die Aerodynamik zu bekommen. Als sie bemerkte, dass der Wingsuit das tat, was er sollte stahl sich ein diebisches Lächeln auf ihr Gesicht. Sie legte die Arme an und ging in eine Art Sturzflug.
Wenige Augenblicke später schoß sie an Shay vorbei, nur um dann unter ihm abrupt abzubremsen, indem sie die Arme wieder ausbreitete. Shay fluchte leise, er hatte so eine Ahnung gehabt, dass es Jennifer gefallen konnte. Doch nun verblüffte sie ihn mit waghalsigen Manövern.
Die Landschaft war atemberaubend und Shay vermisste Darkover. Vielleicht wurde es Zeit mal wieder einen Urlaub einzuplanen. Zeit an einem anderen Ort zu verbringen, fern von allen Querelen, Schwestern und diplomatischen Stolperfallen. Zeit die ihnen leider nicht vergönnt war. Die Sternenflotte befand sich im Krieg. Sobald die Hephaistos wieder einsatzfähig war, würde sie sich zurück an die Front begeben müssen. Oder auf eine andere waghalsige Mission. Das war schon fast so sicher wie das Amen in der Kirche.
Ein schwarzer Schatten befand sich plötzlich neben ihm. Jennifer nahm Geschwindigkeit heraus, so gut das eben mit einem Wingsuit ging. Offenbar hatte sie einen Aufwind genutzt um wieder etwas an Höhe zu gewinnen. Doch der Weg war klar, sie beide würden auf kurz oder lang unten ankommen. Das war ein Gesetz, welches man mit einem Wingsuit nicht brechen konnte. Außer man war auf dem Holodeck oder man trug noch andere technische Gadgets.
Jennifer schwelgte in Erinnerungen. So manchen waghalsigen Sprung hatte sie schon hinter sich gebracht. Von vielen wusste die Sternenflotte nichts. Es gab nur eine Person die alles von ihr wusste. Wirklich alles. Warum Jennifer ausgerechnet einem Cardassianer so vertraute konnte sie nicht sagen. Kimon hatte eine Verbindung zu ihr hergestellt, die viele nicht hatten herstellen können. Auch hatte er ihr Vertrauen in der kurzen Zeit seitdem sie ihn kannte noch nie enttäuscht. Nicht ein einziges Mal. Nun war Jenn in einer Situaion wo sie erlebte, dass ein Vorgesetzter sich so ganz anders verhielt als sie damit rechnete. Shay war kein klassischer Betonkopf. Oh, er war bestimmt ein sturer Mensch. Eine gewisse Sturheit sagte man ja allen Schotten nach. Doch er handelte anders. Anstatt ihr einen Einlauf zu verpassen, hatte er sie auf diesen Berg geschleppt. Hatte sie verausgabt und hatte ihre harte Hülle, ihren Panzer angekratzt. Noch war sich Jennifer unsicher ob sie wollte, das Shay das konnte. Unweigerlich schlichen sich Bilder in ihren Kopf. Bilder von einem Hausdach. Einer Frau mit grünen Haaren, einem verschmitzten und sturen Lächeln. Dann wurden die Bilder allerdings hektisch, düster und gefährlich. Eine waghalsige Seilrutsche, enge Treppenhäuser, Schüsse, viele Tote und zuletzt blutige Hände. Die Hände zitterten.
Jenn blickte auf ihre Hände, da war all dieses Blut. Sie verlor die Kontrolle über ihre Flugbahn, sie verlor die Kontrolle über den Gleitflug. Mit einem Aufschrei stürzte Jennifer ab. Doch sie konnte sich nicht konzentrieren. Sie wollte dieses Blut von ihren Händen haben. Wie wild scheuerte sie über ihre Handflächen.
Shay sah zu wie Jenn die Kontrolle verlor. Instinktiv ging er in einen Sturzflug über. Versuchte die OPS zu erreichen. Doch diese trudelte ohne Kontrolle dem Erdboden entgegen. Der CO der Hephaistos konnte Panik in den Augen der OPS erkennen. Doch es war nicht die Panik vor einem Absturz.
Alles geschah unglaublich schnell. Während Jenn und Shay dem Erdboden immer näher kamen, reagierte das Holodeck. Die eingebauten Schutzmaßnahmen übernahmen die Kontrolle. Jenns Flug wurde abgebremst. Dies geschah mit einer verblüffenden Wirkung. Anstatt die OPS von einem Moment auf den anderen zum Stillstand zu bringen, verdichtete sich stattdessen die Luft und eine Art Traktorstrahl erfasste die hilflose Frau. Langsam wurde so die Geschwindigkeit verringert. Shay bemerkte, dass das Holodeck reagierte und ging nun selber wieder in einen Gleitflug über. Aber auch bei ihm halfen die Sicherheitsmaßnahmen bereits nach.
So dauerte es nicht mehr lange, bis Jenn und Shay sicher und langsam auf dem Boden von Darkover aufsetzten. Mit schnellen Schritten eilte Shay auf seine OPS zu. Er sah die Tränen ihn ihren Augen. Ihm fiel auch auf, wie sehr die Hände der Frau zitterten.
Auch Jenn fiel es offenbar auf, denn sie nahm ihre zitternden Händen und legte diese mit überkreuzten Armen an ihre Oberarme. Diese konnte zwar das Zittern nicht beruhigen, aber diese Haltung gab ihr Sicherheit und Halt. Sie blickte zu Boden. Innerlich schimpfte sie sich. Warum hatte sie zugelassen, dass diese Bilder hochkamen. Warum hatte sie nicht aufgepasst? Warum hatte sie zugelassen das ihr Panzer einen Riss bekam?
„Larson, wie geht es Ihnen?“ Er wusste nicht wie er reagieren sollte.
„Gut Skipper, mir geht es Prima.“ Sagte Jennifer. Dann zog sie den Wingsuit aus und stand wieder in ihrer Uniform vor dem CO der Hephaistos. „Kein Grund zur Sorge.“
Sie nickte kurz und verließ dann das Holodeck. Noch immer konnte er sehen, dass die Hände von Jennifer zitterten. Auch fiel Shay auf, dass beide Hände über die Oberarme strichen. Es war eine unbewusste Geste. Doch Shay erkannte sie, Jennifer versuchte sich zu beruhigen. Dann ärgerte er sich. Für einen kurzen Moment hatte er gedacht eine Verbindung zu ihr zu haben. Einen Punkt bei ihr gelandet zu haben. Doch dann war dieser Beinah-Absturz gekommen. Als wären die letzten zwei Stunden wie ausgelöscht worden. Denn als sich Jenn von ihm verabschiedet hatte, war wieder die distanzierte Frau vor ihm gestanden. Die Frau, welche niemand vertrauen konnte. Offenbar hatten sie noch einen weiten Weg vor sich. Frustrierte fuhr sich Shay durchs Haar. Es kostete so unglaublich viel Kraft und doch hatte er für einen Moment einen kleinen Funken gesehen. Einen Funken welcher ihm Hoffnung machte.
# Zeit: SpD 5. 0800
# Ort: Brücke – Bereitschaftsraum
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Inari Sato war pünktlich. Auf die Sekunde pünktlich.
Shay hatte gerade noch Zeit gehabt die Akte zu lesen ehe es bereits an der Tür geklingelt hatte.
„Leftenant Sato.“ nickte er ihr zu und sie erwiderte das nicken leicht.
„Wie ich hörte haben sie eine entscheidende Rolle im Fall Larson gespielt und nun lese ich hier das sie sich auf die Hephaistos ersetzen lassen wollen in die OPS Abteilung. Darf ich fragen wieso?“ kam Shay direkt zum Punkt.
Normalerweise kümmerte er sich nicht um jeden Offizier der an Bord kam doch hier lag der Fall anders. Zum einen hatte sich Inari in die Ermittlungen um Jenn eingemischt, dann war da noch diese ominöse Nachricht die man ihm wegen der Geldüberweisung geschickt hatte und von der er immer noch nicht wusste von wem sie war und dann war die Frau Lt. und wollte aber explizit unterhalb von Jenn in der OPS Abteilung arbeiten. Das waren zu viele Dinge die in seinen Augen eine Erklärung benötigten.
Inari lächelte kurz und sah Shay dann in die Augen.
„Das hat persönliche Gründe Captain und ich versichere ihnen das diese Gründe keinen Einfluss auf meinen Dienst an Bord haben werden.“ erklärte sie dann höflich.
Shay hielt dem Blick stand auch wenn es ihm schwer fiel.
„Diese persönlichen Gründe haben nicht zufällig etwas mit Jennifer Larson zu tun?“ fragte er dann.
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„Doch, Cpt. Ruthven, das haben Sie.“ Erwiderte Inari freundlich. Allerdings führte sie diese Gründe nicht weiter aus.
Shay seufzte. Er war sich nicht sicher, ob ihm dies gefiel. „Lt. Sato, ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie dies etwas ausführen würden. Sehen Sie, noch ist Ens. Larson nicht lange Mitglied dieser Crew. Da überrascht es mich schon etwas, dass Sie bereits hier sind und unter genau dieser Ens. Larson dienen möchten.“
Ein scheues Lächeln legte sich auf Inaris Gesicht. „Ja, ich denke mir, dass dies Sie verwirrt. Doch ich kenne Jennifer bereits seit der Akademie. Wir sind so etwas wie Freundinnen.“ Dies war eine Untertreibung. In Wahrheit war Inari eine der ganz wenigen Freundinnen,, welche Jennifer überhaupt hatte. Doch die Japanerin gab nicht gerne an. Sie mochte es auch nicht, wenn man Wirbel um sie machte. Vielleicht war dies ein Grund gewesen, warum sie so gut mit Jennifer auskam. Auch diese mochte diese Form von Aufmerksamkeit nicht unbedingt. Leider hatte Inaris Freundin aber die Angewohnheit alle Arten von Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nun gut, es lag auch zum Teil daran, dass Jennifer mit Regeln auf einer Art immerwährenden Krieg zu stehen schien.
„Freundinnen, so, so.“ Sagte Shay und aktivierte auf seinem Terminal die Akte von Inari. Diese hatte herausragende Noten und mehrere Empfehlungsschreiben. Sie wirkte wie eine Musterschülerin, dazu war sie höflich und freundlich. „Aber warum möchten Sie nun unter Ens. Larson dienen? Eigentlich würde es andersherum mehr Sinn ergeben?“
Inari neigte kurz ihren Kopf. „Zu freundlich Cpt. Ruthven, doch wie Sie wissen, liegt ihm dienen oder im Dienst eine große Kraft. Man kann mit einem Dienst das Leben eines anderen total verändern. Indem man sich nicht so wichtig nimmt, kann man positiven Einfluss auf jemand anders haben. Ich will dienen und ich möchte Ens. Larson dienen.“ Denn schon einmal hatten beide Frauen das Leben der anderen verändert. Schon einmal hatten sie ein Gespann gebildet.
„Dienen?“ fragte Shay kurz.
„Ja, Sir. Ich habe mehrere Anträge gestellt, dass man nach Jennifer auf Zitar sucht. Man hat diese alle abgelehnt. Sehen Sie, Sir, ich werde nicht zulassen dass Ens. Larson wieder verschwindet und doch hätte dieser verdammte Krieg sie schon fast wieder verschluckt.“ Damit spielte Inari offensichtlich auf die Zerstörung der Ainama an. „Wieder war ich nicht für meine Freundin da. Dies darf und wird nicht noch einmal passieren.“
„Lt. Sato, dies alles ehrt Sie. Es sagt viel über sie aus. Doch ihnen sollte auch bewusst sein, dass dieses Schiff aus mehr Personen besteht. Sie werden Teil einer Crew, einer Mannschaft. Es könnte Momente geben, wo sie zwischen ihrer Freundschaft und dem Überleben ihrer Crew entscheiden müssen, was würden sie dann tun?“ Shay stellte absichtlich diese Frage. Der musste sichergehen, dass die Loyalitäten richtig verteilt waren. Er konnte niemanden an Bord gebrauchen, der ein einzelnes Leben über das Leben aller Anderen stellte.
„Sir, ich kenne Ens. Larson, Sie würde nie zulassen, dass ich etwas Dummes tue um ihr Leben zu retten. Schon gar nicht, dass ich das Schiff opfere um ihrer Willen opfere. Ich habe mich der Sternenflotte verschrieben und einen Eid geleistet. So etwas mache ich nicht leichtfertig. Doch es bietet sich mir die Möglichkeit hier beides zu tun. Der Sternenflotte und meiner Freundin zu dienen.“
<NRPG: Ball an Mac, falls Du noch löchern magst, oder noch eine Ansprache halten magst </nrpg>
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# Zeit: SpD 04.1321
# Ort: Holodeck
Der Flug vom Berg wird eher zu einem Absturz. Shay stellt fest, dass Jennifer einen Panzer trägt und er nur ganz kurz dahinter Blicken durfte.
# Zeit: SpD 5. 0800
# Ort: Brücke – Bereitschaftsraum
Inari erklärt Shay dass sie Jennifer dienen möchte. Dabei würde sie aber nie Jennifer über die Hephaistos stellen.
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submitted by
Friddi
aka
Ens. Jennifer Larson
Friddi
aka
Ens. Jennifer Larson