Noch was Kleines. Viel Vergnügen.
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Ort: USS Hephaistos, Quartier von Emily Wells
Zeit: MD 15.0715
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Mit diesen Worten öffnete sie die Tür zu ihrem Quartier und warf die Tasche auf ihr Bett, „So, da wären wir liebe Mitbewohnerin!“
Jenn war so erschrocken und perplex, dass sie für einen kurzen Moment vergaß das Handtuch festzuhalten. Gut das sich bereits die Tür hinter den Frauen geschlossen hatte.
„Ist das nicht kalt?“ Emily schüttelte nur gelangweilt mit dem Kopf.
Jenn besorgte sich nun erst mal ein paar knittrige Klamotten aus ihrer Tasche und zog sich an, dabei versuchte sie Emily zu erklären, dass das alles so nicht lief, „Also echt! Ich kann nicht einfach hier einziehen!“
Emily hatte sich derweil einen Keks geschnappt der auf dem Tisch noch von gestern herumlag und den der Kobold gerade sehr gefährlich angestarrt hatte, „Warum nicht?“
Jenn setzte zu einer Erklärung an, aber warum ging es nicht, „Es ist zu voll. Wir bekommen hier niemals noch ein Bett rein.“
„Dann schläfst du halt in meinem Bett! Ich weiß nicht warum du jetzt Probleme suchst wo gar keine sind!“
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Entsetzt blickte Jenn auf das Bett von Emily. Sie wollte doch einfach nur ihre Ruhe haben. Was war so schwer daran? Es war ein Fehler sich zu öffnen. Nicht nur dass es alte Gefühle und Erinnerungen nach oben beförderte. Es sorgte auch dafür, dass sie verletzt wurde. Immer und immer wieder. Wenn sie nun in dieses Quartier mit einzog, dann würde der Schmerz nur noch umso größer werden.
Entschieden schüttelte Jennifer den Kopf. Sie schnappte sich ihre Tasche und ging Richtung Tür. „Das ist echt lieb Emily, doch nein, nein danke!“
Die Tür öffnete sich vor ihr nicht. Jenn betätigte den Türöffner. Doch nichts tat sich. Erzürnt drehte sie sich zu Emily um. Diese stand allerdings seelenruhig in ihrem Quartier.
„Schau mich nicht so an. Ich halte Dich nicht auf!“
Lag da ein Grinsen auf Emilys Gesicht? „Verdammt, Du öffnest jetzt diese Tür…“
Viel weiter kam Jenn nicht. Ein Abbild von Emily steckte seinen Kopf durch eben diese Tür. Nur dass dieses Abbild immer noch farbige Haare hatte. „Neeee, vergiss es. Dies ist der nächste Schritt. Du weißt schon, die zwölf Schritte und so!“
„Arrrgh. Ich mache keine zwölf Schritte, ich mache nicht mal einen!“ wütete Jenn.
„Ne, Du hast bestimmt mehr Schritte gemacht um in dieses Quartier zu kommen!“ Sagte Emily.
Doch Jennifer wusste nicht, welche Emily das gesagt hatte. Sie schleuderte ihre Tasche in ein Eck des Quartiers. „Ihr macht mich fertig!“
„Gut, ich räum dann schon mal Deine Sachen ein. Die oberste Schublade gehört Dir!“ Emily, die echte Emily nahm Jenns Tasche und tat wie gesagt.
Währenddessen setzte sich Jenn auf das Sofa, neben ihr saß das Hologramm und hielt ihr eine Packung Zigaretten hin. Verwirrt blickte Jenn zum Hologramm. „Dein Ernst?“
„Ne, aber ich wollte sehen, wie Du guckst. Es war einfach herrlich.“
Entnervt schloss Jenn die Augen. Sie würde in diesem Quartier bleiben. Vorerst. Doch ihr war auch klar, dass sie heute Abend noch eine längere und ausgiebige Runde in der Sporthalle verbringen würde. „Merde!“
Ort: USS Hephaistos, Bereitschaftsraum CO
Zeit: MD 16.1007
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„Sie wollten mich sprechen, Sir?“ blieb Jenn in Hab-Acht Stellung vor dem Schreibtisch stehen. Das ihr ‚Vorgesetzter‘ auch hier war bedeutete sicher nichts Gutes und sie überlegte krampfhaft wem sie bitte jetzt wieder auf die Füße getreten war.
„Rühren Ensign. Sie wurden gerade befördert.“ begann Shay und quittierte das PADD von Billy während er aufstand um mit Jenn auf Augenhöhe zu sein.
„Mr. Connor wird uns auf der Station K7 verlassen. Ab diesem Zeitpunkt werden sie den Posten des OPS an Bord der Hephaistos übernehmen. Mr Connor wird sie in den Tagen bis er uns verlässt für eine ordnungsgemäße Übergabe sorgen und ansonsten seine restlichen Urlaubstage in Anspruch nehmen. Falls sie damit nicht einverstanden und den Posten nicht möchten sagen sie mir Bescheid bevor wir K7 erreichen. Oh und ja – wenn Mr. Conner von Bord gegangen ist haben sie auch Anspruch auf sein Quartier falls sie es möchten. Das überlasse ich ebenfalls ihnen.“ schob er noch nach.
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Schockiert blickte Jenn von Billy zu Shay und wieder von Shay zu Billy. Was lief hier gerade? „Ich habe nichts getan.“
Ein Schmunzeln erschien auf Shays Gesicht. „Na, Ens. Larson, bei dieser Ausrede würde jeder gute Cop eigentlich tiefer bohren!“
Entsetzt biss sich die Ens. auf die Lippen. Warum war sie so schockiert? Eigentlich hatte sie nur sich die Langeweile und die Zeit etwas vertreiben wollen. Vielleicht sich den einen oder anderen Spass erlauben und selbst etwas Spass haben. Stattdessen war sie mit einem Hologramm gesegnet worden, welches ihre Zigaretten ins All beamte, von einem klingonischen TAK in den Arrest befördert worden und nun vertraute man ihr einen Abteilungsleiterposten an?
„Äh Sir, Sie kennen meine Akte?“ Was machte sie hier eigentlich, wollte sie Shay die Idee wieder ausreden? Andererseits musste jemanden den CO ja warnen.
„Ja, doch ich verstehe die Frage nicht?“ Shay verstand sie schon. Doch er wollte es von Jenn hören.
„Nun, man empfiehlt mich nicht gerade für einen Abteilungsleiterposten. Eigentlich empfiehlt man mich zu gar nichts.“ Sie blickte entschuldigend zu Billy. Irgendwie tat es ihr Leid, dass er ging. Hatte sie damit zu tun? Lag es an der Allergie? „Hören Sie Ens. Connor, es tut mir sehr Leid, dass sie wegen mir auf der Krankens…“
Doch Billy unterbrach Jenn. „Machen Sie Witze? Es hätte mir nichts bessers passieren können. Endlich hatte ich wieder etwas Zeit zum nachdenken. Zeit mein Leben zu strukturieren.“
Nun rollte Jenn mit den Augen. Sie war kein Musteroffizier. Sie hatte einen Vorteil gesehen und diesen ergriffen. „Hören Sie Skipper, ich fühle mich geehrt, doch das FKOM wird ihre Entscheidung nicht gerade gut heißen. Wollen Sie sich diesen Ärger einbrocken?“
Shay lachte innerlich auf. Das FKOM hieß so manches nicht gut. Er hatte es überlebt mit seiner Schwester auf dem Schiff zu sein. Was konnte hier noch schlimmer werden. „Lassen Sie das mal meine Sorge sein. Doch wollen sie den Job überhaupt?“
„Skipper, ich muss Sie warnen. Ich werde Ihnen das Leben schwer machen. Sehr schwer.“
Nun kniff Shay sich die Augen zu. Diese Frau tat alles, dass er seine Wahl in Frage stellte. Doch andererseits, was hatte er zu verlieren? Die Berichte aus der OPS waren eher positiv. Nicht jeder mochte die „kreativen“ Lösungen doch offenbar verstand es Jennifer Larson die Crewmitglieder unter ihrem Kommando zu motivieren und mitzunehmen. „Ich werde es bereuen, oder?“
Ein Lächeln zauberte sich auf Jenns Lippen. „Aye Skipper, das werden Sie. Doch wissen Sie was, deshalb haben Sie erst mal einen Stein im Brett.“
„Dann soll es so sein. Ich heiße Sie hiermit offiziell willkommen als neue OPS der Hephaistos.“ Shay streckte Jenn die Hand hin. Diese warf einen prüfenden Blick auf die Hand ihres neuen COs und ergriff diese. Überrascht blickte Shay in Jenns Augen, als er merkte, wie fest diese Frau zudrücken konnte.
„Ich glaube, ich habe eine Menge zu tun…“ sagte Jenn und drehte sich um.
Sie war schon fast aus dem Raum verschwunden als Shay sie noch einmal kurz aufhielt. „Ens. Larson, ich werde Sie im Auge behalten!“
Ein herzhaftes, fast schon dreckiges Lachen erscholl. „Ich erwarte nichts anderes Skipper, nichts anderes.“ Damit war sie durch die Tür verschwunden.
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<SUM>
Ort: USS Hephaistos, Quartier von Emily Wells
Zeit: MD 15.0715
Jenn zieht in das Quartier von Emily ein. Nicht ganz freiwillig.
Ort: USS Hephaistos, Bereitschaftsraum CO
Zeit: MD 16.1007
Eine perplexe Ens. Larson nimmt die Stelle des OPS auf der Hephaistos an. Sie warnt Shay allerdings eindrücklich.
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submitted by
Friddi
aka
Ens. Jennifer Larson
OPS USS Hephaistos