Hi,
so ein kleines Post von mir. Wenig zum Mordfall, weil da wohl andere gerade am Schreiben sind. Von daher eine sehr wütende Jennifer. Bin gespannt wie ihr darauf reagiert. 🙂
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Ort: USS Hephaistos, Krankenstation
Zeit: SpD 3.1140
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Nachdem PO Jackson und die Anwältin verschwunden waren, machte Jetsun sich daran, die gewünschte Check-Up-Untersuchung für Ensign Larson zu machen. Jennifer merkte natürlich, dass die CM nicht ganz bei der Sache war.
„Doktor,“ sagte sie vorsichtig, „ich hoffe, Sie haben sich jetzt nicht irgendwie… also…“
„In etwas reingeredet? Nein. Ich denke nicht.“ Jetsun seufzte.
„Warum macht diese Frau das?“
„Geltungstrieb. Sie ist geil darauf, in die Schlagzeilen zu kommen.“ erwiderte Jennifer.
Jetsun schüttelte den Kopf. Solche Leute waren ihr ein absolutes Rätsel.
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Die Buthanerin studierte die Krankenakte von Jennifer und bedeutete dieser dann sich auf die Liege zu legen. Da Jennifer erst seit kurzem ein offizielles Mitglied der Hephaistos war hatte man keine Eingangsuntersuchung vorgenommen. Es lag aber auch daran, dass man viele Überlebende an Bord gehabt hatte. Von daher war Jetsun ganz dankbar, dass die OPS nun bei ihr in der Krankenstation vorbeigeschaut hatte. So konnte sie eine weitere Aufgabe von ihrer ToDo Liste streichen. Vor allem da es manche Personen gab, die sich gerne um diese Untersuchungen drückten. Sie wusste gar nicht warum. An sich war es nur ein Scan und wenn dabei nichts schwerwiegendes auffiel, dann konnte man auch schon wieder gehen. Aber irgendwie teilte sie sich hier das Schicksal mit dem Counselor. Zu dem wollte auch keiner Freiwillig. Bei diesem Gedanken biss sie sich kurz auf die Lippe. Immerhin hatte sie sich hier auch nicht mit Ruhm bekleckert.
„Sie haben laut ihrer Akte auffallend viel Metall im Körper. Wir könnten…“ begann Jetsun, drückte dann Jenn auf die Liege und aktivierte den Scanner.
„Nein.“ Das war alles an Antwort.
Verwirrt runzelte Jetsun die Stirn. „Aber warum sollten Sie…“
„Hören Sie, ist nett, dass sie fragen. Doch ich bin das schon oft gefragt worden. Ich meine ich habe sogar einmal vermerken lassen, dass ich das Metall behalten möchte.“ Jenn wollte sich wieder erheben. Sie merkte wie Wut in ihr aufstieg, das war nicht gut.
Tatsächlich stellte die CM fest dass es einen Eintrag in der Akte gab. Fassungslos schüttelte sie den Kopf. Warum machten so viele Sternenflottenoffiziere immer auf „Held“? Was hatten sie davon?
Jennifer bemerkte das Kopfschütteln und auch den Gesichtsausdruck der schwarzhaarigen Frau vor ihr. Bisher hatte sie nicht viel zu tun gehabt mit der CM. Sie hatte nur bemerkt, dass diese viel mit dem Botschafter und den Kikonen zu tun gehabt hatte. Deshalb hatte sie sich noch keine größere Meinung über die Ärztin gebildet. Allerdings tat dieses gerade alles dafür, dass sich dieser Umstand schnell änderte. „Hören Sie auf damit!“ Wieder wollte sich Jenn erheben, doch Jetsun drückte sie erneut auf die Liege.
„Nicht bewegen, wir sind gleich fertig!“ sagte sie bestimmt.
Dann piepte es und der Scanner signalisierte das er fertig war. Kritisch betrachtete sie sich das Ergebnis. Wie zu erwarten deutete das viele Metall in Jennifer daraufhin, dass sie mehrere Knochenbrüche gehabt hatte. Diese waren auf äußerst altertümliche Art und Weise behandelt worden. Sie waren zwar gut verheilt, doch Reste davon waren noch diverse Schrauben und Platten. Zudem erhielt Jetsun alarmierende Werte bei der Lunge.
„Ens. Larson, ihre Lunge, dass ist alarmierend. Rauchen Sie etwa?“
Jennifer richtete sich nun endgültig auf. Da der Scanner fertig war, wurde sie von Jetsun auch nicht wieder zurück auf die Liege gedrückt. Noch immer brodelte es in der OPS. „Ja, ich rauche, na und?“
„Das ist pures Gift, warum tun sie das?“
„Bin ich einsatzfähig?“ Jenn wurde ruhig, sehr ruhig. Ihre Augen blitzten allerdings voller Wut.
„Ja, das sind Sie…“ Jetsun wollte noch etwas sagen, doch Jennifer drehte ich bereits den Rücken zu und steuerte auf den Ausgang der Krankenstation zu. „Tsk.“ Erscholl es von Jetsun, die wirklich genug hatte von den Helden an Bord.
Wütend drehte sich Jennifer herum. Dieses „Tsk“ brachte ihr Fass nun wirklich zum Überlaufen. „Was,“ sagte sie etwas lauter, ohne dabei zu brüllen aber mit viel Bestimmtheit in der Stimme, „kennen Sie mich? Interessiert Sie, warum ich mir meine Hämatome nicht weg regenerieren lassen möchte? Wissen Sie, warum ich rauche? Warum ich Metall in meinem Körper trage?“
„Nein, doch das geht mich auch nichts an. Allerdings geht mich ihr gesundheitlicher…“
„Nein, sie treffen ein Urteil!“ Noch konnte Jennifer sich beherrschen. Doch sie spürte diese Wut in sich, diese Wut, die am liebsten jemanden verletzen würde. Sie kannte diese Impulse und sie hatte sie mittlerweile unter Kontrolle, auch weil sie gelernt hatte, dass sie mit dieser Wut ganz andere Dinge tun konnte. „Sie sehen mich an und treffen sich ein Urteil. Schön, ja, ich bin ein verkorkster Mensch. Ich erfülle alle Klischees. Aber ein guter Arzt hätte versucht mit mir zu reden, mich zu verstehen. Doch diese Kunst ist in der Sternenflotte nicht mehr en Vogue. Angeblich wollen immer alle so tolerant sein, so aufgeklärt, so Gutmensch. Doch in Wahrheit sind sie intolerant. Vor allem wenn sie auf einen Lebensstil treffen, der so anders ist als der eigene. Ersticken Sie an ihrer Toleranz. Ersticken Sie an ihrem Wissen. Ich brauche ihre Hilfe nicht.“
Dann schloss sich hinter Jenn die Tür der Krankenstation. Sie eilte den Gang entlang. Eigentlich wollte sie nur noch eines, runter von diesem Schiff. Weg von der Sternenflotte und weg von allen die immer so viel besser wussten wie sie, was richtig war und was nicht. Doch sie hatte dem Captain ein Versprechen gegeben. Wer Jennifer näher kannte, der wusste, dass sie so etwas nie leichtfertig tat. Also ging sie zu ihrem Quartier. Verblüfft stellte sie dabei fest, dass weder Mata noch PO Jackson auf sie gewartet hatten. Sie zog eine Schachtel mit Zigaretten heraus und steckte sich eine an. Überraschenderweise tauchte das Emily Hologramm nicht auf. Dann schüttelte Jennifer den Kopf. Auf die nächste Sitzung mit dem CNS freute sie sich jetzt schon nicht. Bestimmt würde er von diesem Vorfall erfahren.
Ort: USS Hephaistos, Quartier der OPS
Zeit: SpD 3.1630
Skye betrat das Quartier von Jennifer Larson. Sie würde nun mit der Beschuldigten den Ablauf des genauen Tages noch einmal durchgehen. Allerdings freute sie sich nicht unbedingt auf diese Befragung. Es war ihr erster Tag an Bord der Hephaistos und eigentlich hatte sie einfach ankommen wollen. Nicht gleich mit einem Mordfall betraut werden wollen. Zudem noch mit einem Fall, in dem so vieles gegen die Verdächtige sprach.
„Ens. Larson, ich bin…“
Jennifer erhob sich von ihrem Stuhl. Noch immer war ihr Quartier äußerst spartanisch. Sie hatte keine Lust es zu dekorieren. Auch wenn sie genügend Zeit dafür gehabt hätte. Noch immer schwelte in ihr dieses gewisse Niveau an Wut. Der Umstand, dass die neue CSO nicht erst einmal höflich an der Tür „geklopft“ hatte, sondern einfach das Quartier betrat machte es nicht besser.
„Ich weiß wer Sie sind!“ Jennifers Augen blitzten schon wieder. Sie nahm ein PADD vom Tisch und warf es Skye zu. „Dies ist ihr neues Quartier. Entschuldigen Sie den Fehler.“ Eigentlich war es kein Fehler gewesen. Viel mehr hatte die Crew beschlossen der Neuen einen Streich zu spielen. Warum man sich ausgerechnet Jetsun Pema dafür ausgesucht hatte war Jenn nicht ganz klar. Doch sie kannte den Brauch einen Neuankömmling von der Akademie erst einmal liebevoll zu schikanieren.
Skye fing das PADD geschickt auf, warf einen schnellen Blick auf die Zuteilung und nickte dann. Sie nahm sich einen Stuhl, setzte sich und blickte dann Jennifer abwartend an. „Nun, wir sollten beginnen.“
Jenn zog die Augen zusammen. Irgendwie roch diese junge Frau nach Cop. Sie mochte keine Cops. Und sie mochte nicht, wie diese Frau sich aufführte. Ganz langsam beugte sich Jennifer als über den Tisch und kam Skye dabei sehr nahe. „Sollten Sie es noch einmal wagen, ein Mitglied meiner Crew zurechtzuweisen oder auch nur dumm anzuschauen, dann werde ich sie ungespitzt in den Boden rammen!“
„Was?“ Skye runzelte die Stirn. Sie war hier um Ens. Larson zu vernehmen. Nicht um sich hier eine Ansprache anzuhören. „Vielleicht setzen Sie sich Ens. Larson!“
„Raus aus meinem Quartier!“ Jenn hatte nun wirklich die Faxen gestrichen voll.
Skye stand auf. „Ens. Larson ich bin hier in meiner Aufgabe…“
„Und wenn Sie der Kaiser von China wären, dann wäre es mir auch egal. Raus aus meinem Quartier!“ Alle Zurückhaltung fiel von Jennifer ab. Aller Ärger entlud sich in ihr. Sie wollte keine weiteren Fragen mehr, keine Vorverurteilungen, keine dummen Blicke. Sie wollte etwas tun und nicht zu diesem Nichtstun verdammt sein. „RAUS!“
Die Tür öffnete sich und PO Jackson betrat den Raum. Irritiert blickte er von Skye zu Jenn. Da stand seine neue Chefin und blickte wütend auf die OPS der Hephaistos. Doch irgendetwas sagte ihm, dass es besser war, wenn die CSO den Raum verließ. „Ma’am, ich glaube Sie sollten gehen.“
Sprachlos blickte Skye von Jenn zu dem Petty Officer. „Was sagen Sie Petty Officer?“
„Ich glaube, Sie sollten gehen.“ Er mochte Jennifer, sie war nett und freundlich zu ihm gewesen. Und sie vertraute ihm. Jetzt konnte er sich dafür revanchieren.
<NRPG> Ball an Kathi, kein guter Start, ich weiß, aber der musste sein. ? </NRPG>
</RPG>
<SUM>
Ort: USS Hephaistos, Krankenstation
Zeit: SpD 3.1140
Die Eingangsuntersuchung von Jenn läuft nicht gut. Die OPS ist wütend und lässt das an Jetsun aus.
Ort: USS Hephaistos, Quartier der OPS
Zeit: SpD 3.1630
Das erste Aufeinandertreffen von Skye und Jenn läuft nicht gut. Die OPS ist angesäuert weil Skye jemand von ihrem Team rund gemacht hat. Es endet damit, dass Jenn die CSO aus dem Quartier wirft.
</SUM>
submitted by
Friddi
aka
Ens. Jennifer Larson
OPS USS Hephaistos