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Im Bälleberg die zu schreiben sind, hat sich dieses CoPo mit Sunny vorgedrängelt.
Vielen lieben Dank für das kurzweilige Schreiben – und euch allen viel Spaß beim Lesen.
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Im Bälleberg die zu schreiben sind, hat sich dieses CoPo mit Sunny vorgedrängelt.
Vielen lieben Dank für das kurzweilige Schreiben – und euch allen viel Spaß beim Lesen.
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# Zeit: MD 16.1800
# Ort: USS Hephaistos, Quartier Ajur
Emily war ihrem besten Freund in den letzten Tagen, ja schon fast Wochen, erfolgreich aus dem Weg gegangen. Eigentlich hatte sie sich für die leichtfertig durchdachte Idee, ihm ihre Tribble anzuvertrauen, entschuldigen wollen, aber dafür hätte die CING das aus dem Weg gegen unterbrechen müssen und das wiederum hatte Emily die letzten Tage mehr als gut durchdacht.
So konnte es allerdings auch nicht weiter gehen, sie mussten es klären.
Nervös hatte Emily nun schon knappe 5 Minuten vor dem Quartier des Klingonen zugebracht, bevor sie in ihrem Kopf die richtigen Worte zurecht gelegt hatte und schlussendlich den Mut für diese Gespräch aufbringen konnte.
Es gab da nur ein ganz großes Problem! Das die Tür sich öffnete und den Blick auf den großen Klingonen frei legte, hatte sie vollkommen vergessen was sie sagen wollte.
„Ja, ich weiß! Jaaaaa! Mannno… ich zieh das schon durch!“
Das nicht mit den persönlichen Freunden laut sprechen hatten nach der erneuten Vereinigung immer gut geklappt, allerdings wenn sie extrem nervös war, oder aufgeregt dann verfiel Em in alte Verhaltensmuster und sie war aufgeregt. Die Tür schloss sich hinter der Trill und stumm wie ein Fisch stand sie nun mitten im Quartier und blickte Löcher in die Luft.
„Was möchtest du durchziehen?“ fragte Ajur und bot ihr einen Platz an, während er ihr – aus alter Gewohnheit – eine Schokolade mit Sahne, Schokostreuseln und bunten Schokolinsen replizierte.
„Wenn es eine Duellforderung ist, weil ich die Tribbles in fürsorgliche Hände abgegeben habe obwohl du sie mir anvertraut hast, stehe ich natürlich zur Verfügung, würde dich aber – je nach Schwere der Duellforderung – bitten, noch ein paar Tage zu warten, bis ich verschiedene Angelegenheiten geregelt habe.“
Ihm war durchaus aufgefallen, dass sie ihm aus dem Weg gegangen war und hatte sich seinerseits Gedanken über die Gründe gemacht.
Das Quartier war noch immer sehr schlicht eingerichtet, mit wenigen Möbeln und einem federnden Boden.
Zwar war die Lichtintensität gegenüber dem Standard gedimmt und Luftfeuchtigkeit wie auch Temperatur etwas erhöht, sonst entsprach das Quartier aber vermutlich eher weniger den Erwartungen an ein typisches klingonisches Quartier: Es gab weder Banner noch Waffen an den Wänden, auch Totenschädel und Blutwein suchte man vergeblich. Blickfang waren die klingonische Geige, ein Go-Brett und ein paar Bücher – letztere hatten sich hauptsächlich im Laufe der Dienstzeit hier auf dem Schiff als Geschenke an ihn angesammelt und wurden, auch nach der Lektüre, sorgfältig aufbewahrt.
Und dann war da natürlich noch der technologisch weit ausgereifte Käfig für Elvis und Priscilla, die hier ihre Ausbruchskünste verfeinerten und immer wieder zurückgeholt wurden.
Der Klingone – der weiße Kombination trug, die an irdische Tai-Chi Kleidung erinnerte, aber aus einem klingonischen Kloster stammte (und dazu barfuß war, aber immerhin zeigte der klingonische Dolch an seiner Seite, dass er ein Krieger war und das ernst nahm) – stellte Emily das Getränk hin. „Ich hoffe, du trinkst das immer noch gerne.“ Das war vermutlich der einzige Hinweis darauf, dass er erkannte, dass sich in ihrem Leben etwas verändert hatte, die sie bekommen würde, sofern sie nicht selbst etwas zur Sprache bringen würde.
Das Getränk nahm Emily dankend an und kippte es zur Hälfte direkt herunter – quasi auf Ex.
Auf Ajur war Verlass, das erste mal hatte sie sich die Zunge verbrannt, weil sie so gierig gewesen war, danach war es nie wieder so heiß serviert worden.
Emily blickte zu dem Klingonen und beschloss erste mal die zweite Hälfte ihrer warmen Schokolade zu exen.
Dann stellte sie den Becher auf den kleinen Tisch ab und blickte Ajur nachdenklich an, „Nein, das war eine gute Lösung für Lumina und Schneeball. Und duellieren will ich mich auch nicht. Du würdest verlieren, oder wenn ich einen guten Tag habe, dann würde ich dir nur deine Augen ausquetschen und in den Mund stopfen“, ein paar klingonische Flüche folgten, jedoch nicht mit sonderlich viel Leidenschaft aufgesagt.
„Nach der Operation…. Also…. Ich erinnere mich jetzt an alles. Also, so wie es sein sollte, an 800 Jahre und 8,5 Leben. Ich nehme mal meines als halbes, weil das ist im er Vergleich noch nicht so lang“, schlussfolgerte Emily mal recht logisch, „Ich habe es bis jetzt nur Sam gesagt und eigentlich hätte ich als nächste mit dem Boss sprechen müssen, aber das kann ich nicht, bevor ich was mit dir geklärt habe.“
Ajur blicke Emily erwartungsvoll an, aber die Antwort die er bekam, hatte er nicht erwartet.
„Vorher brauch ich noch nen Becher davon“, sie deutete auf den geleerten Becher.
„Ich würde dich an den Ohren aufhängen und dich langsam mit deinen eigenen Eingeweiden erdrosseln, damit du röchelnd in die Unterwelt eingehen kannst“ erwiderte Ajur ihre Behauptung freundschaftlich – doch merkte er, dass ihr die übliche Leidenschaft fehlte und beließ es daher bei diesem Satz und führte nicht weiter aus, was er im Falle der Fälle noch tun würde, damit sie ein gutes Leben nach dem Tod haben konnte.
Stattdessen kümmerte er sich erst einmal um ein schokoladiges Leben vor dem Tod – indem er ihr erneut eine Schokolade hinstellte. Sich selbst machte er einen Raktajino nach Familienrezept – es klang so, als gäbe es etwas Ernsthaftes zu besprechen.
„Es kommt nicht auf die Dauer an, sondern mit wieviel Ehrfurcht der eigene Name ausgesprochen wird“ antwortete er schlicht. „Und ich glaube, da hast du bereits mehr erreicht als viele andere, die an Jahren reicher sind.“ Dann sah er sie ernst an. „Also – woran erinnerst du dich und was hast du bereits mit der EO besprochen?“
Emily schüttelte den Kopf so wild das ihre Haare wild durch die Luft wirbelten, „Also, das mit dem Namen, das ist erstaunlich anders bei den Klingonen und den Trill.“ Ein vorsichtiges Lächeln legte sich auf Emilys Lippen, das war jetzt nicht der Moment um zu erklären, das der Nachname nun Karx war.
„Ach, ne. Ich habe Sam nur berichtet dass ich mich an alles erinnere. Mehr auch noch nicht“, und ja, nun fühlte sie sich noch mieser, der Tag konnte weg.
Emily exte ihre Schokolade, „Also es war einmal ein Botschafter der Sternenflotte… ein Trill“, das klang ja mal gar nicht so mystisch wie bei Mata. Ein wenig enttäuscht versuchte Emily es anders.
Kurz ging ihr Blick zum Replikator, aber das wäre nur Zeit schinden.
„Der Botschafter. Bei den Klingonen. Karx Wirt vor mir….“
Ajur blickte interessiert auf die kleine Trill, die sich hier wahrlich einen abbrach. Sie hätte nun erklären können, das es anders gelaufen war als geplant, aber das es alles kein Zufall war, das er gefangen genommen wurde. Sie hätte erklären können, dass man ihn geschickt hatte, weil es eine wichtige Mission war.
Und warum noch mal saß sie nun hier und musste das klären. Das war sowas von unfair.
Emily räusperte sich, „Wäre er nicht gegangen, wäre es vielleicht dein Auftrag geworden. Er hatte das PADD in der Hand und hat sich die Akten der anderen Kandidaten angesehen. Ich weiß was da bei dir stand.“
Das schlussendlich er ging, weil die Mission nicht so viel Aussicht auf Erfolgt hatte, das musste sie Ajur ja nun auch nicht aufs Butterbrot schmieren. Jetzt wo die Katze aus dem Sack war, ging es Emily viel besser, ob das der Moment war, zusammen Pizza zu essen? Sie blickte auf das nichtssagende Gesicht ihres Gegenübers.
Eigentlich wäre es ihr ganz lieb gewesen, wenn das nun nicht weiter ihr Problem wäre, aber so leicht kamen sie da nun alle wohl nicht raus.
Vielleicht sollte sie dann lieber Pommes replizieren um Strichlisten anzufertigen.
„Und?“ fragte Ajur dann. „Ich bezweifle, dass es mein Auftrag gewesen wäre – immerhin war ich zu dem Zeitpunkt schon im ATAK-Projekt und der Hephaistos zugeteilt. Aber es erklärt mir nun einige Lücken im Bericht und ich kann ein paar ungeklärte Standby-Nachrichten einordnen“ sagte er trocken, trank dann einen Schluck seines klingonischen Kaffees.
„Dann streitest du es gar nicht ab?“ fragte Emily – sie hatte irgendwie mit mehr Stress gerechnet.
„Warum sollte ich abstreiten, was du schon weißt? Zumal ich gerade nur wiederholte, was du schon sagtest oder ohnehin bekannt ist.“ Er hob eine Augenbraue. „Aber worüber genau willst du jetzt mit dem Captain reden? Darüber, dass dein Vorgängerwirt eine geheime Mission hatte, über die zu reden dir vermutlich nicht erlaubt ist und er auch keine Freigabe hat?“
„Naja… er muss doch Wissen, dass du für.. “ Emily blinzelte.
„Dass ich Teil von TASK bin, wie jeder an meiner Uniform ablesen kann, der sich die Mühe macht, genauer hinzusehen? Dass keiner Fragen stellt ist nun eher nicht mein Problem.“ brummte der Klingone.
„Willst du ihm das nicht sagen? Ihr seid doch befreundet, der Boss und du.“ war Emily erstaunt.
„Ich sage ihm, was ich sagen darf. Alles andere ist nicht meine Entscheidung. Ich nehme an, dass sich jemand bei ihm melden wird, wenn es notwendig ist. Bis dahin mache ich meinen Job, wie er mir aufgetragen wurde.“
Emily legte den Kopf schief.
„Du hast das Steuerprogramm der Sensoren modifiziert, oder?“
„Das kann ich weder verneinen noch bestätigen“ antwortete der Klingone. „Aber es wäre weniger anstrengend, Softwareupdates nicht zu entfernen.“
„mmhmhh“ machte Emily, wackelte mit dem Kopf.
„Und jetzt?“
„Ich weiß nicht – hast du Hunger?“
Emily hatte immer Hunger! Aber im Grunde half ihr das hier nicht weiter.
Sie wusste nun Dinge die sie nicht wissen wollte und sie war mit Sicherheit ein wenig toleranter, als einige andere Leute auf dem Schiff.
Am Ende waren alle böse auf Ajur, oder der Boss war böse auf sie weil sie nichts gesagt hatte.
*“Also nur mal so am Rande“*, machte sich der Botschafter in Emilys Kopf bemerkbar, *“Es wäre ja ganz nett gewesen, wenn du nicht zu viel erzählst.“*
„DEIN ERNST“, quitschte Emily auf. Ajur hatte jedoch schnell verstanden das er nicht gemeint war.
„Ich brauch Pommes für ne Liste….. und wir müssen klären, was ich nach dem Essen mache. Und sei nicht so pragmatisch! Und hilf mir aus der Situation raus!“
„Computer, repliziere Pommes Frites…“
Ajur überlegte und ging dann auf Nummer sicher.
„Je eine Portion Sternenflottenstandard, Belgische Pommes, Süßkartoffel-Fritten, antarische Wasserkartoffelfritten, betazodische Mondfritten und klingonische Kriegskartoffel-Schnitze, extra brutal.“
[„Natürlich, Lieutenant“] bestätigte der Bordcomputer und das Summe des Replikators deutete an, dass die Bestellung bearbeitet wurden. Die klingonische Variante war tatsächlich ein Zusatz aus seiner persönlichen Datenbank.
„Ich glaube, ich sehe das Problem nicht ganz – bisher war es ja auch keines.“ bemerkte der TAK.
„Aber… wenn es herauskommt, sind alle sauer auf dich… sogar der Boss?“
„Weil ich die Befehle des FKOMs befolgt habe? Ich glaube, der Captain versteht das… nach einer Weile.
Und der Rest …“ Er zuckte mit den Schultern. „Ich bin es gewohnt, schief angeschaut zu werden.“
„Aber.. ich will das nicht!“ Emily setzte einen Schmollmund auf – und ging dann die Pommes holen. Alle.
„Erst kommt es zufällig raus…“ Sie legte eine Pommes auf den Tisch. „… dann ist der Boss sauer…“ Sie legte eine belgische Pommes darunter „… dann streitet er sich mit Elisa…“ als nächste folgte eine Süßkartoffelpommes „… dann schaltet sich Trish ein und kommt wegen Migräne nicht zur Arbeit…“ Die antarische Wasserkartoffel-Fritte sah schon deutlich seltsam aus, im Vergleich zu ihren Geschwistern. „…Fabi hat kein Frühstück und fliegt mit Cassy Baguette holen…“ Es folgte die Mondfritte “ … Sam ist sauer weil Fabi weg ist, ich muss den Warpkern reparieren, Nazira singt traurige Lieder und Jetsun schließt sich im Holodeck ein! Und dann…“ sie schniefte leise „… bist du am Ende weg. ich will das nicht, du alter, stinkender Lederstreifen von einer gornischen Felsziege mit purpurnen Glitzer – Furunkeln am Hintern!“
„Wow!“ Ajur blinzelte. Das eskalierte … schnell. Und auch wenn er nicht ganz nachvollziehen konnte, warum manche Dinge so ablaufen sollten (er hatte den FLG zum Beispiel nie für einen Baguette-Typen gehalten), so konnte er doch verstehen, dass es in Emilys Kopf genauso ablaufen würde.
Er sah sieh an.
Emily sah zurück.
Ajur kratzte sich am Kinn.
Emily aß eine Pommes.
Ajur seufzte. „Ok, ich rede mit meinem Vorgesetzten. _Aber_ ich kann nichts versprechen…“
<NRPG> Und bevor es zu Verwirrungen führt: Ajur arbeitet tatsächlich nicht für die SFI, also den regulären Sternenflotten-Geheimdienst, sondern für die militärische Aufklärung / taktische Eingreiftruppe (von der TASK ein Teil ist) die dem FKOM unterstellt ist.</NRPG>
</ RPG>
<SUM>
# Zeit: MD 16.1800
# Ort: USS Hephaistos, Quartier Ajur
Emily sucht Ajur in dessen Quartier auf, um endlich etwas anzusprechen, an das sie sich nun erinnert. Wieder führt eine Pommes-Strichliste zu einem Lösungsansatz.
</SUM>
übermittelt von
Sunny & Effi