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Nel blu dipinto in blu

Posted on 29. Januar 2021 By admin
Moin,

leider hat es etwas gedauert, bis ich die Massen an RPG aus den
Weihnachtsferien nachgelesen hatte…

@Ela+Jetsun: Ich habe die Bälle nicht übersehen, will aber die
CNS-Sachen getrennt zusammenfassen, sonst wäre das RPG nie fertig geworden.

<RPG>

# Zeit: SpD 6.1515
# Ort: Miniosum

<QUOTE>
„Ich …. habe ein Verhältnis mit Trish.“ platzte es aus ihm heraus.

Melody starrte ihn an und öffnete den Mund nur um ihn wieder zu schließen.

„Oh.“ brachte sie schließlich hervor und versuchte noch immer das
gesagte zu verarbeiten.

„Elli weiß davon und freut sich für mich. Ich habe im Moment nur keinen
Plan wie ich die zwei Frauen unter einen Hut bringen soll oder kann.“
erklärte er weiter während Melody ihn weiter ungläubig anstarrte.
</QUOTE>

„Und Du meinst, ich hätte Erfahrung mit Polygamie?“ Sie hatte sich
inzwischen etwas beruhigt und es immerhin geschafft, eine Frage zu
formulieren.

„Nun ja, bei der religiösen Einstellung und der Tradition…“ murmelte
Shay etwas verlegen vor sich hin.

Nun lachte Melody. „Nein, Shay, in diesem Leben ganz sicher nicht.
Vielleicht in einem anderen, auch wenn da gerade spontan keine
Erinnerung kommt. Jedenfalls lebe ich seit ich den hier trage“, sie
hielt ihre Hand so, dass Shay ihren Ehering sehen konnte, “von rituell
notwendigen Vereinigungen abgesehen völlig monogam. Die letzte Beziehung
davor hatte ich mit meinem Zwillingsbruder Chris.“

Die Selbstverständlichkeit, mit der sie von davon berichtete, zeigte
Shay, dass er grundsätzlich bei ihr an der richtigen Adresse angefragt
hatte. Und er zuckte auch nur kaum merklich, als sie von ihrer
inzeströsen Beziehung berichtete.

Jetzt war Mel ernst geworden. „Aber Du hast recht, Ettore, wäre sicher
keine gute Adresse für derlei Offenbarung. Andererseits wird der
Flurfunk das sicher schon überall verbreitet haben.“

Shay fürchtete das auch, andererseits war er auch irgendwie erleichtert,
dass es nun zumindest seiner Frau gegenüber offiziell war.

„Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll…“, begann Shay noch einmal.

„Na ja, Du wirst in Zukunft wohl Doppelschichten fahren müssen“, meinte
Mel leicht amüsiert.

„Wie meinst Du das?“, fragte er nach.

„Na ganz wortwörtlich. Um beiden Frauen Deine volle Aufmerksamkeit zu
schenken, wirst Du nun doppelt so viel Zeit benötigen, Deine Ausgaben
und Anstrengungen musst Du auch verdoppeln. Es wäre falsch anzunehmen,
dass Du sie teilen könntest“, zählte sie auf. Sie guckte Shay dabei
direkt in die Augen, um besser zu erkennen, wie es ihm ging und was ihm
durch den Kopf ging.

Shay fühlte sich ein wenig ertappt. Er hatte oft den bequemen Weg
gewählt und hatte wohl insgesamt gehofft, dass es auch diesmal irgendwie
möglich wäre.

„Das Problem ist, dass ich nicht mehr Zeit habe. Wir befinden uns im
Krieg.“ Er sah sich schon von einem roten Alarm zum nächsten Hetzen und
niemandem, am wenigstens sich selbst gerecht zu werden.

„Tja, das hättest Du Dir vorher überlegen müssen“, sagte Mel mit leicht
tadelndem Unterton.

Shay seufzte. Das war keine Neuigkeit.

„Aber wenn ihr schon so offen seid, vielleicht solltet Ihr das mal in
Ruhe zu dritt besprechen. Du hast nebenher immerhin noch ein Schiff zu
führen.“ Meinte sie.

„Du meinst Beziehung nach Schichtplan?“ fragte er nach.

„So ähnlich. Solltest Du eine neutrale Person brauchen, ich stehe immer
zur Verfügung.“ Bei dem Wort neutral hauchte sie ihm lachend einen Kuss zu.

„Ähm ja, danke.“ meinte Shay. Er erinnerte sich, dass auch sie sich mal
auf dem Holodeck sehr nahe gekommen waren, allerdings nicht näher, als
dass einer von ihnen irgend etwas zu bereuen hätte.

„Mich wundert es ehrlich gesagt, dass Elli es so gut aufnimmt. Aber
vielleicht ist das ja das Geheimnis Eurer Beziehung.“ sinnierte sie.

„Wie meinst Du das?“ fragte Shay überrascht nach.

„Na ja. Du weißt doch, dass Ettore und ich vor unserer Ehe viele Jahre
befreundet waren. Wir hatten ausreichend Zeit, unsere Stärken und
Schwächen kennen zu lernen. Wir haben beide sehr viele Schwächen, aber
wir sind darin überein gekommen, dass auch die Schwächen des anderen
Respekt verlangen. Auf diesem Respekt für die Schwächen basiert unsere
Beziehung. Dafür können wir die Stärken dann viel besser auskosten.“ Sie
wurde ganz leicht rot im Gesicht, als sie das berichtete.

Sie überlegte weiter: „Vielleicht basiert Eure Beziehung darauf, dass
sie dem anderen viel Raum lässt, um sich Dinge zu holen, die sie oder er
nicht beim Ehepartner bekommt. Dass Ihr Euch diesen Raum zugesteht,
damit der andere das finden kann, das ihn glücklich macht?“

<NRPG> Ball zu Mac </NRPG>

# Ort: Quartier della Scala/Loona
# Zeit: SpD 7.1825

Es war das blaueste Blau, das man sich vorstellen konnte.

„Und das soll wirklich darauf?“ Ettore guckte von seiner Lektüre hoch,
in die er sich vertieft hatte. Er lag ausgestreckt auf der Couch, Enya
halb auf dem Bauch halb an die Rücklehne gelehnt schlafend und darüber
ein Buch balancierend.

Melody und Keiran hatten sich mit dem Wichtelgeschenk beschäftigt und
beschlossen, dass es für alle in der Familie heute blaue Einhörner geben
sollte. Die Plätzchen waren bereits ausgestochen und gebacken.
Allerdings hatte sich Keiran die Finger so oft abgeleckt, dass gefühlt
mindestens die Hälfte des Teigs in ungebackener Form in sein Gesicht,
seinen Mund, und auf die Schürze geschafft hatte. Vielleicht sogar ein
Teil in den Bauch?

Nun lagen sie vor ihnen. Viele goldbraun gebackene Einhörner, die nun
aber ihrem Auftrag als Fabelwesen gemäß eine fantastischere Farbe
einnehmen würden. Eben das blaueste Blau, das man sich vorstellen konnte.

„Sieht doch umwerfend aus.“ Mel lachte, als sie vorsichtig einen die
Einhörner mit einem Pinsel mit blauem Zuckerguß bestrichen hatte.

„Toll blau!“ bestätigte Keiran. Nun war er an der Reihen. Es machte ihm
nichts aus, dass der Keks manchmal schon zu Ende war und die Tischplatte
nun auch blau wurde. Alles ganz Geheimnisvoll.

„Fertig.“ rief er begeistert nach einer Zeit.

„Dann müssen sie nur noch trocknen.“ Mel guckte Keiran an. „Ich glaube,
Du gehst besser mal unter die Schalldusche. Du bist ja auch schon fast
ein blaues Einhorn.“ Sie stippte den Finger in etwas überzähligen blauen
Zuckerguss und ihrem Sohn damit auf die Nase.

Der lachte. „Papa, guck mal, bin auch ein Einhorn.“ Er rannte zu Ettore.

„Welch ein Wunder“, bestätigte Ettore vergnügt. „Dann gallopier doch mal
in die Dusche, ich komme gleich.“

„Das mache ich“, sagte Mel, „ich muss ja eh auch den Zuckerguss loswerden.“

Kurz darauf kam ein sauberer Junge in einem ebenso sauberen Schlafanzug
wieder zurück zum Ort seiner großen Schlachten. Mel hatte eine Dose
geholt und nun hoben sie die blauen Einhörner vorsichtig eins nach dem
anderen in die Keksdose.

„Ich will noch eines probieren“, sagte Keiran, griff ohne eine Antwort
abzuwarten nach der Dose. Mel wollte sie jedoch zumachen und da
passierte es. Ein dumpfes Geräusch und kurz darauf schrie Keiran laut
auf und heulte los.

Ettore wäre vor Schreck fast das Buch aus der Hand und auf Enya
gefallen. Er besann sich aber gerade noch rechtzeitig und legte es
beiseite. Dann nahm er das nun durch den Schrei geweckte und ebenfalls
schreiende Kind vorsichtig auf den Arm.

Er schaute um die Ecke. „Was ist denn passiert?“ erkundigte er sich, mit
wippenden Bewegungen, um das Baby zu beruhigen.

„Keiran ist die Keksdose runter gefallen“, sagte Mel ruhig.

„Nein, das war Mama!“ schrie Keiran.

Ettore drückte Mel seine Tochter in den Arm. „Vielleicht versuchst Du es
mal mit Enya, sie hat einen Schreck bekommen. Und Keiran und ic werden
versuchen zusammen zu retten, was noch zu retten ist.“

„Retten!“ bestätigte Keiran.

Gemeinsam legten sie in eine andere Dose die Einhörner, die es irgendwie
geschafft hatten, heil, oder halbwegs heil zu bleiben. Dann in eine
andere die größeren Bruchstücke. Zurück blieben jede Menge Krümel.

Mel war zurückgekommen. Enya hatte sich halbwegs beruhigt, schrie
zumindest nicht mehr.

„Und mit den Krümeln darfst Du morgen die Hühner füttern. In Ordnung?“
fragte sie und hoffe, ihr Erstgeborener würde dieses Friedensangebot
annehmen.

„Hühner…“ Keiran rannte in in sein Zimmer.

# Ort: Botanik
# Zeit: SpD 8.1100

Sam machte gerade ihren dienstlichen Kontrollgang durch das Schiff.
Einerseits mochte sie diese Routineaufgabe nicht, die mit dem Posten des
XO zusammenhing. Andererseits war es eine willkommene Gelegenheit, doch
noch ab und an eine neue Ecke der Hephaistos zu entdecken oder sich
ihrer bewußt zu werden.

In der Botanik hörte sie Stimmen.

„Hier.“, sagte jemand und kurz darauf raste an Sam ein Huhn im Turbogang
vorbei.

Sie folgte dem Huhn und sah Mel und Keiran, mit einer Dose, aus der sie
blaue Dinge verstreuten, die die Hühner in Windeseile aufpickten.

„Oh, Hallo!“, sagte sie. „Was gibt das denn?“

Beide sahen zu ihr auf.

„Die Dose war runtergefallen und wir haben Keiran versprochen, dass er
alleine die Hühner füttern darf.“ antwortete Mel lachend.

Zur Bestätigung nickte Keiran, nahm eine neue handvoll Krümel und warf
sie den Hühnern hin. Er beobachtet einen Augenblick, wie sie pickten.

Dann drehte er sich zu Sam. „Wenn sie groß sind, werden es einmal blaue
Einhörner!“

<NRPG> Ein kleiner Ball für Dich, Ela </NRPG>

# Ort: Holodeck
# Zeit: SpD 16.2005

„Oh wie ich diese Eislandschaften hasse, da kommen keine guten
Erinnerungen hoch.“ Ettore versuchte die Idee des Schlittschuhlaufens
weit von sich zu schieben. Wenn es nach ihm ginge, wäre er erst gar
nicht zur sogenannten ‚Party‘ gegangen. Aber er hatte Em auch nicht
enttäuschen wollen.

Andererseits sah diese Eislandschaft verdächtig nach dem Eisplaneten
Ispania aus. Und an den hatte er keine guten Erinnerungen.

„Ich weiß. Ich finde es aber nett, dass Du der Wells einen Gefallen tun
wolltest, hier wärm Dich noch etwas auf.“ Mel drückte ihrem Mann einen
Becher Tee in die Hand. „Ich fürchte, es geht gleich los.“

<QUOTE>
„Hilft ja nichts“, erwiderte er und setzte sich in Bewegung. „Haben sie
zufällig irgendeine Ahnung vom Schlittschuhlaufen?“

„Nicht im Mindesten“, bedauerte die Bhutanesin.

„Ich auch nicht“, sagte Fabièn. „Das kann ja was werden.“
</QUOTE>

Ein Raunen ging durch die Menge.

„Lieutenant Pema, hier drüben, kommen Sie schnell!“ mehrere laute
Stimmen riefen die junge Frau zu einer anderen Stelle auf dem Holodeck.

Jetsun machte den Versuch vorsichtiger Schritte auf dem Eis. Aber weder
traute sie sich, noch wurden ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt.
Allerdings brauchte sie sich auch nicht länger Gedanken darüber zu
machen, da ein paar kräftige Personen sie einfach hochhoben und über das
Eis trugen.

„Hey, was ist denn los?“ wollte sie wissen. Instinktiv hätte sie mit den
Beinen gestrampelt, um los zu kommen, allerdings fiel ihr noch
rechtzeitig ein, dass sie damit jemanden hätte verletzten können.

„Der Counselor ist bei einem ersten Versuch eines Schrittes auf dem Eis
hingefallen und hat sich vermutlich den Kopf angeschlagen. Zumindest
liegt er dort ohnmächtig auf dem Eis“, sagte ihr jemand.

Da waren sie auch schon da. Der Italiener lag ausgestreckt mit
geschlossenen Augen auf dem Eis. Ein Fuß war bereits mit einem
Schlittschuh ausgerüstet, der andere noch nur mit den Winterstiefeln.
Neben seinem Kopf war das Eis an einer Stelle ganz leicht gerötet.

Neben ihm kniete Mel und tätschelte Ettores Hand. „Das musste ja so
kommen, er hat es nur der Wells zuliebe getan. Eigentlich wollte er gar
nicht erst kommen und Kälte ist eh nicht seins“, lamentierte Melody.

<NRPG> Ein kleiner Schneeball zu Jetsun, erstmal noch kein
Schlittschuhlaufen </NRPG>

</RPG>

<SUM>

# Zeit: SpD 6.1515
# Ort: Miniosum
Mel und Shay unterhalten sich über Shays neue Dreiecksbeziehung. Mel
stellt einige Überlegungen an.

# Ort: Quartier della Scala/Loona
# Zeit: SpD 7.1825
Mel und Keiran backen blaue Kekse. Alles ist gut, bis die Dose runterfällt.

# Ort: Botanik
# Zeit: SpD 8.1100
Keiran verfüttert die Kekskrümel an die Hühner.

# Ort: Holodeck
# Zeit: SpD 16.2005
Jetsun muss erstmal nicht Schlittschuhlaufen, sondern den Counselor
versorgen, der beim ersten Schritt hingefallen und ohnmächtig liegen
geblieben ist.

</SUM>

submitted by
Kim
aka
LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala
CNS – USS Hephaistos

SD 270129.8

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