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Veränderungen

Posted on 8. November 2020 By admin
<RPG>
# Zeit: MD 15.0800
# Ort: Quartier Trish und Fabi

<quote>
Wie aus dem Nichts stand nun auf einmal Trish vor ihm, sie balancierte
ein Tablett, mit adrett angerichteten Köstlichkeiten, „Ich freue mich
sehr über einen neuen Mitbewohner“, ihre Worte wurden von einem Strahlen
begleitet, das den Raum zu erhellen schien. Erst nach einem kurzen
Augenblick konnte der Franzose seinen Blick von dem Tablett nehmen und
seinem Gegenüber in die Augen blicken. Ein kurzer Streifzug seiner Augen
über den Körper hatten ihm nämlich im Sekundenbruchteil verboten
woanders hinzublicken, sein Gehirn suchte krampfhaft nach ethischen
Informationen, wie es nun reagieren sollte, denn außer Unterwäsche und
eine Kochschürze trug die junge Frau nichts am Leib.

Fabi konnte ja nicht ahnen, dass der Replikator gerade die gesamte
Garderobe der jungen Frau zerlegt hatte. Trish hatte beschlossen, auch
dank ihrer offenen Erziehung, sich von dieser Fehlfunktion nicht den
Erstkontakt mit ihrem neuen Mitbewohner versauen zu lassen.
</quote>

„Sacre Bleu! Erm…“ Fabièn schluckte schwer. Seine Augen zuckten hin
und her bei dem verzweifelten Versuch, nicht… nicht! *dahin* zu
schauen. Was war mit der Tür, durchfuhr es ihn. Ein nervöser Blick nach
hinten zeigte, dass diese sich zumindest ordnungsgemäß hinter ihm
geschlossen hatte.

Puh. Er fühlte sich ein klein wenig erleichtert, dass niemand ihn in
dieser Situation erwischen würde. Das wäre ein Albtraum, gerade nach der
Sache mit der CM konnte er sich noch so ein Ding keinesfalls leisten.

Andererseits wurde ihm nun bewusst, dass er mit dieser scharf…, dieser
halbn…, ahem!, dieser rothaarigen Dame ganz allein hier drin war.
Warum um alles in der Welt war sie so bekleidet – also, so wenig
bekleidet..!?

„Alles OK mit Ihnen?“ fragte Trish vorsichtig. Es war nicht zu
übersehen, dass LaGroille sich unwohl fühlte. Sein Gesicht hatte in etwa
die Farbe einer Tomate angenommen.

„äh ja, alles in Ordnung Ma’am“, erwiderte er. // Laufen sie öfter ohne
Kleidung rum?//, wollte er fortfahren. Aber auf dem Weg vom
Sprachzentrum zum Mund verwandelte sich der Satz seltsamerweise in die
Worte: „äh… die Mini-Quiches riechen wirklich super…“

„Geheimrezept von meiner Großmutter“, lächelte Trish. Die lebenslustige
Frau hatte längst erraten, mit welchem Problem ihr Gegenüber kämpfte,
und hatte Mühe, nicht zu breit zu grinsen. Einen kecken Hüftschwung
konnte sie sich aber nicht verkneifen, als sie das Tablett zu dem
kleinen Esstisch trug, der vor der Kochnische in den Raum hineinragte.

Fabièn beschloss beim Thema Essen zu bleiben. Das war sicheres Gelände.
Er schnupperte ein wenig. „Thymian und Knoblauch, richtig? und hm..
haben Sie da Pecorino drin?“

„Gute Nase, aber leicht daneben“, sagte Trish. „Feta wäre richtig
gewesen. Aber bitte, ich bin Trish. Duzen wir uns doch.“ Sie streckte
ihm die Hand hin, was er aber übersah, weil er immer noch mit aller
Konzentration die er aufbrachte woanders hin schaute.

„Trish? Trish Greene?“ fragte er statt dessen.

„Ja wieso?“

„Sie sind die Kikonengöttin!“ // Kein Wunder bei der Figur //, gerade
noch konnte er verhindern dass er das laut sagte. Er hatte sie schon
wieder angeschaut! auweia!

„Ja… das auch“, wiegelte Trish ab. „Für Sie…, für Dich einfach
Trish, okay? Fabièn, richtig?“

„Ja genau Fabièn LaGroille. Aus Lyon. Hmmm!!!“, Fabi hatte sich eine der
Mini-Quiches genommen und abgebissen. „Très splendide! Ich glaube wir
werden uns prächtig verstehen.“

Trish nahm erleichtert und nach wie vor belustigt zur Kenntnis, dass
Fabièns Gesichtsfarbe allmählich wieder heller wurde. „Die links sind
mit Champignons. Rechts nur mit Tomate, dafür mehr Käse. Ich war nicht
sicher ob Sie Pilze mögen.“

„Oh keine Sorge, mir können Sie alles vorsetzen. Erm, zumindest solange
es in Frankreich üblich ist“, schränkte er ein. „Zu schade, dass mein
Weinkeller auf der Humboldt zurückgeblieben ist. Ein leichter Roter
würde perfekt passen.“

Trish ließ sich auf dem Hocker gegenüber nieder und nahm sich auch eins
der Quiches. „Tut mir leid, mit Wein kann ich leider nicht dienen.“

Sie biss genüßlich in das Backwerk. Dabei bemerkte sie, dass der
Franzose sich immer noch genierte und überall hin schaute, nur nicht zu ihr.

„Guck halt“, meinte sie unverblümt (die Worte kamen mit vollem Mund
etwas undeutlich heraus). „Es wird bestimmt nichts abfallen davon.“

„Ma’am, äh, Trish, äh.., also warum bist du, äh… “ stotterte Fabi
unbeholfen.

„Der Replikator hat meine Garderobe gefressen“, erklärte sie. „Das ist
so bei uns Technikern. Wir basteln an unseren Geräten herum, bis nichts
mehr richtig funktioniert. Ich bring das nachher in Ordnung, aber das
Essen war fertig.“

„Ahso“, nickte Fabi.

„Guck einfach, macht mir nichts aus“, forderte sie ihn noch einmal auf.

„Wenn Sie – wenn Du meinst…“

Vorsichtig lenkte er seinen Blick in Richtung seiner neuen
Quartiergenossin. Tatsächlich, es war möglich ihr ins Gesicht zu
blicken. Auch wenn eine geheimnisvolle Gravitation den Fokus nach unten
in Richtung des spitzenbesetzten BHs zog. Vorsichtig ließ er zu, dass
die Augen da hin wanderten, und siehe da – nichts Schlimmes passierte.
Er sah Trish wieder ins Gesicht. Sie lächelte freundlich und war schön
wie die Sommersonne; wenn man den leichten Schatten unter ihren Augen
übersah.

Trish grinste innerlich, der Kerl war ja noch total unschuldig, das war
mal klar. Das versprach lustig zu werden.

# Zeit: Spd 1.1030
# Ort: Station K-7

Wieder ins Bett zu gehen, war natürlich trotz aller Müdigkeit keine
Option gewesen. So fanden sich die Kameraden nach Abschluss des
Frühstücks und einer kurzen Pause gemeinsam auf der Station wieder. Die
Hephaistos war an einem der Pylone angedockt, da die Situation nach wie
vor das Beamen verbot, insbesondere größerer Ersatzteile. Tatsächlich
war es gar nicht so einfach gewesen, durch die Schleuse zu kommen. Der
Frachtverkehr hatte klaren Vorrang vor den Touristen, denn die ganze
Technikabteilung wartete ungeduldig auf Ersatzteile. Erst ein scharfes
Wort von Jenn hatte ihnen längere Wartezeiten erspart.

Der Gang, der den Pylon mit dem Zentralbereich verband, atmete den Mief
der Jahrhunderte. Dieser Bereich diente, so wie der größte Teil der
Station, als Lagerhalle und Funktionsbereich. Schönheit war zweitrangig.
Vielleicht gab es sogar irgendwo hier an der Wand noch Fingerabdrücke
des legendären Captain Kirk.

Sam, Charley und Emily gingen vornan. Sam und Charley hatten die Trill
in die Mitte genommen und hatten jeweils eine Hand unauffällig in ihrer
Nähe. Sie würden sie in das Trillcenter eskortieren, ob sie das wollte
oder nicht. Emily schien von den sinistren Absichten ihrer Freunde
nichts bemerkt zu haben und plapperte unbekümmert drein.

Fabièn und Jenn trotteten in zweiter Reihe hinterher. Der Franzose hatte
keine Lust auf Konversation mit Larson, und so brachten sie den Weg
überwiegend schweigend hinter sich.

Der Übergang ins Zentralmodul war deutlich erkennbar, daran dass die
Umgebung plötzlich deutlich moderner wirkte. Es war nach wie vor eine
technische Umgebung ohne viel Schmuck. Aber da gab es Abdeckungen hinter
denen nachgerüstete Gelpackknoten ihren Dienst verrichteten;
Touchscreens statt altmodischer Schalter; auch der Bodenbelag war
weniger abgewetzt. Wenige Schritte weiter endete der Gang in einem
breiten Ringkorridor, der quer dazu verlief. An diesem Ringkorridor
lagen alle irgendwie interessanten Einrichtungen.

Fabi tippte Sam von hinten an.

„Ich empfehle mich mal für einen Moment. Hab eine private Besorgung zu
machen. Wollen wir uns nachher in der Bar treffen?“ (Die Station war
nicht so groß, dass Namen gelohnt hätten. Es gab ‚die‘ Bar, ‚den‘
Fitnessraum, und so weiter.)

„Äh, okay“, meinte Samantha ein wenig überrascht. „Können wir machen.
Dann bis nachher.“ Auch die anderen gönnten ihm einen kurzen Abschiedsgruß.

Zu viert gingen sie davon, während Fabi sich nach rechts wandte. Dort
hatte er einen kleinen Gesellschaftsraum erspäht. Um diese Zeit war dort
wahrscheinlich niemand. Aber darum ging es gar nicht, sondern…

Bingo. Am Fenster gab es ein kleines Terminal mit einem bequemen Sessel
davor. LaGroille ließ sich nieder und tippte in das Suchfeld: „USS
HUMBOLDT“…

— später, in der Bar —

Fabièn war schon da, als die anderen die Bar betraten. Auch sonst war
schon gut Betrieb hier. Der ruhige Vormittag ging langsam aber sicher in
die Mittagspause über, und sowohl Besucher als auch Crew der Station
kamen ihren Hunger stillen.

Dennoch hatte LaGroille es bis jetzt geschafft, einen Tisch mit sechs
Sitzplätzen zu verteidigen. Einladend winkte er seinen Kameraden zu. Vor
ihm stand bereits ein Glas Wein. Aus einer Tragetasche zu seinen Füßen
lugten vier Flaschenhälse hervor.

„Schön dass ihr da seid!“ begrüßte er sie.

<NRPG: ich lass mal offen wer alles dabei ist..>

„Gibts was zu feiern?“ fragte Sam mit dem Blick auf das Weinglas.

„Wie man’s nimmt.“ Er warf einen Blick auf den Wein, dann zurück zu Sam.
„Scheint so als ob ihr mich als Piloten behalten dürft.“

Sie schaute fragend, doch Fabi nippte erst kurz am Wein. „Mein altes
Schiff hat es gerade so zurück nach Hause geschafft, bevor sie sozusagen
auseinandergefallen ist. Totalschaden. Bin also wieder frei und ungebunden.“

Fabi verschwieg lieber das eigenartige Gefühl, das einen überkam, wenn
man sein eigenes Foto auf dem Bildschirm sah und daneben die Worte
„Missing in Action“. Ein Lebenszeichen an seine Eltern in Lyon war schon
auf dem Weg durch den Subraum.

„Oh äh, dann ..“ Sam überlegte kurz, „mein Beileid und herzlichen
Glückwunsch?“

„Oui. Setzt euch doch.“

</RPG>
<SUM>
# Zeit: MD 15.0800
# Ort: Quartier Trish und Fabi
– Die neuen Zimmergenossen machen sich bekann

# Zeit: Spd 1.1030
# Ort: Station K-7
– Sam, Charley, Emily, Jenn und Fabi besuchen die Station. Fabi findet
heraus, dass sein altes Schiff außer Dienst gestellt wurde, und er somit
auf der Hephaistos bleiben sollte.
</SUM>

**submitted by
Johannes
a.k.a Lt. Fabièn LaGroille

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