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Wie zwei Königskinder

Posted on 21. Januar 2021 By admin
Hallo,

<NRPG>

dies ist ein CoPost, dass Miri und ich zusammen geschrieben haben.
Leider war ich ein wenig langsam dabei und so kam Nessys Post und ein wenig zuvor. Aber ich denke, es sollte dennoch noch gut so gehen.
Ich würde es dann gern mit Fabi zusammen fortsetzen wollen. Also als CoPost.
Ich verspreche auch, dann etwas schneller zu sein.

</NRPG>

<RPG>

<QUOTE>

# Zeit: Miss.6 / MD 19.1045

Fabi nickte der Ärztin zu und verließ dann die Krankenstation.
Draußen blieb er kurz stehen. Was zur Hölle war da eben geschehen? Welches für ihn doch noch unsichtbare Fettnäpfchen hatte er denn jetzt bloß voll erwischt? Irgendetwas hatte die Ärztin jedenfalls erschüttert und bei ihr einen 180° Kursänderung ihrer Stimmung verursacht. Aber wütend war sie nicht. Nur… irgendwie traurig. Wohl wegen Trish. Aber das konnte ja wohl kaum eine Eifersuchtssache sein! Jedenfalls hatte er nicht bemerkt, dass es da zu einem Gerangel um seine Person gekommen war.
Fabi beschloss, dazu jemanden zu fragen. Mal sehen, wer da in Frage käme.

</QUOTE>

# Ort: USS Hephaistos – Quartier Fabién / Trish
# Zeit: SpD 06.0500

Fabi lag im Bett. Er war etwas zu früh aufgewacht und grübelte herum.
Einige Tage war Fabi mit einer Idee schwanger gegangen. Immer wieder hatte er an diese Szene auf der Krankenstation denken müssen. Er mochte es nicht, wenn Leute vielleicht sauer auf ihn waren, oder wenn durch eine unüberlegte Frage, oder Geste seinen Gesprächspartner verletzt hatte.
Fabi hatte lange überlegt. Eigentlich hatte er gar nicht wirklich überlegt, sondern die ganze Angelegenheit immer nur weiter aufgeschoben. Und dann hatte er das ganze einfach komplett ausgeblendet. Bis diese Sache mit dem Tatoo passiert war (MSG 811 – SpD 03.1000).
Zunächst hatte Fabi versucht das Tatoo zu ignorieren. Trish, mit der er das Quartier teilte, wusste ja glücklicherweise von Beginn an davon. Daher musste Fabi sich da nicht schämen. Aber es graute ihm vor dem ersten Auftritt – egal wo – bei dem er seinen Oberkörper entblößen müsste. Alleine diese Vorstellung ließ Übelkeit in ihm aufkommen.
Er erinnerte sich, dass er gehört hatte, dass ein solches Tatoo auf medizinischem Wege wieder entfernt werden könnte. Und je länger er darüber nachdachte und sich damit herumquälte, wuchs in ihm der Entschluss, diese Möglichkeit wahrzunehmen. Das Dumme daran war allerdings, dass er dazu wohl nicht darum herumkam, deswegen die leitende medizinische Offizierin, Jetsun Pema anzusprechen. Und dazu sah er sich derzeit völlig außerstande. Also brauchte er Rat!
Er hatte beobachtet und sich doch nicht getraut mit irgendwem über die Ärztin zu sprechen. Erstens wollte er nicht über andere Leute sprechen und zweitens war ihm auch nicht klar, mit wem. Offensichtlich hatte die Ärztin nur eine Vertraute und ob diese ihm weiterhelfen konnte? Emily war… Eigen! Und sicher auch nicht unbedingt die Richtige, um Situationen vernünftig abzuschätzen, denn immerhin lebte sie oft in ihrer eigenen Welt.
Auf der anderen Seite war sie sehr dicke mit Jetsun und so war es nicht verwunderlich, das Fabi in den letzten Tagen oft versucht hatte das Gespräch auf die Krankenstation zu lenken.

# Ort: Offiziersmesse
# Zeit: SpD 6.0900

<QUOTE>

Als Emily am Morgen beim Frühstück saß, setzte sich Fabi zu ihr an den
Tisch. „Sag mal, suchst du zufällig eine interessante Herausforderung?“

„Nicht unbedingt…“ meinte Emily. Interessante Herausforderungen hatte
sie in letzter Zeit genug zu bewältigen gehabt. Doch die Frage war
natürlich rhetorischer Natur gewesen. Schon schubste ihr Fabi ein PADD
über den Tisch. „Ich habe gestern mal einen Blick auf unser
Romulanershuttle geworfen. Ist jetzt nicht direkt gut in Schuss. Kannst
du mal gucken, ob da noch was zu retten ist?“
</QUOTE>

„Hmm.“ Emily sah Fabi an, während er ein Ei und Brot mit Hühnerbrust aß. Sie dagegen verschlang das Futter für drei ausgewachsene Marines.
„Guck nicht so. Der Symbiont muss jetzt mit durchgefüttert werden“, scherzte Emily und schlürfte an ihrem Milchshake.

„Nicht das du am Ende noch auf der Krankenstation landet“, erklärte Fabi dieses Mal sogar ohne Hintergedanken.
Doch das war der eine Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Emily verdrehe die Augen, „Hast du mein Huhn gegessen? Eines fehlt! Du isst seit Wochen irgendwie nur noch Hühnerzeug, wenn wir uns sehen und dann willst du immer über die Krankenstation sprechen. Meinst du, die können dir helfen, wenn ich aus dir Franzose am Stiel mache!“

Fabi hob abwehrend die Hände, „Ich habe doch keines deiner Hühner gegessen.“

Emily nickte. Sie wusste, wann ihr Gegenüber log; zumindest bei Fabi wusste sie es. Gemeinsame Kriegsgefangenschaft schweißte zusammen.
„Ich habe ein anderes Problem“, seufzte er.

„Ich weiß. Das Romulanershuttle. Hattest Du eben erwähnt.“ meinte Emily kauend.

„Nein. Ja. Okay, das auch. Aber… ich meinte eigentlich noch was viel schwierigeres.“
Himmel, Fabién hatte es wirklich nicht leicht mit diesem Thema.
„Es geht… nunja… also… die Krankenstation…“

„Die Krankenstation?“

„Nicht die Krankenstation. Die Ärztin.“ Endlich war es heraus. Mehr oder weniger.

„Jetsun? Was ist mit ihr?“ fragte Emily und schielte auf das Brot von Fabi. Aber eigentlich wollte sie kein Hühnerfleisch essen.

„Ich weiß nicht.“ gab Fabi zu. „Ich glaube, sie ist furchtbar sauer auf mich. Oder enttäuscht. Ich weiß nur nicht, weshalb.“

„Oh.“ Jetzt fühlte auch Emily sich ein wenig verunsichert. Sie hatte da am Rande mitbekommen, dass es wohl Streit um Jenn gegeben hatte. Aber da Em und Jenn ebenfalls extrem dicke waren, hatte die Trill auf den Rat ihrer Freunde gehört und sich da nicht eingemischt. Gern hätte sie beide Frauen zusammengebracht und Schiedsrichter bei der Aussprache gespielt, aber auch davon waren ihre Freunde nicht begeistert. Aber von einem Streit mit Fabién hatte sie nichts mitbekommen. Auch wenn das etwas seltsam war, denn der Klatsch und Tratschclub trällerte sonst alles von den Dächern. So zum Beispiel auch den Streit mit Jetsun und Jenn. Eigentlich war der Club eine gute und vor allem zuverlässige Informationsquelle, aber zu Fabi und Jetsun gab es keine Infos.

Irgendwie schien es ihr kaum wahrscheinlich, dass es überhaupt Streit um den Franzosen geben kann. Der war ein solcher Rundumsympath. Außer, dass er Hühnerfleisch aß.
„Hast Du sie geärgert?“ fragte Em dennoch einmal nach.

„Moi? Auf keinen Fall. Ich… ich weiß nicht. Ich glaube es geht weniger um mich als mehr um Trish. Vielleicht, weil sie ja jetzt eine Kikonengöttin ist und Jetsun und die Kikonen… naja. Aber sicher bin ich nicht.
Jedenfalls war sie völlig… wie ausgewechselt, als ich erwähnte, dass Trish und ich ein Quartier teilen. Ich glaube, sie mag Trish nicht besonders. Verstehe ich zwar nicht, aber dafür kann ich doch nichts.“ Fabién seufzte. Frauen waren manchmal wirklich furchtbar kompliziert.

Emily dachte nach. LANGGGGGGGGGGGEEE. Fabi wollte bereits zweimal ansetzten etwas zu sagen, aber wurde mit einer lockeren Handbewegung abgewürgt.
Fragend blickte die Trill in die Runde. „Okay, also ich glaub sie mag Trish einfach nicht. Jetsun mag nicht besonders viele Leute, aber dafür kann sie nichts. Sie brauch etwas mehr Zeit, um mit irgendwem warm zu werden. Ich glaub, irgendwer hat sie mal schrecklich enttäuscht.“
Immer noch fixierte Emily einen leeren Stuhl direkt neben sich. „Was meinen deine Freunde?“ Der Franzose mutmaßte mal, dass es irgendwelche Unstimmigkeiten gab, sonst hätte Emily sich nichts so lang konzentriert.

„Sie haben eine andere Meinung“, erklärte Em leicht kleinlaut. Sie mochte es nicht, wenn allesamt eine andere Meinung vertaten als sie.

„Und was meinen die Anderen?“ Aktuell brauchte er jeden Rat den er kriegen konnte und immerhin hatte der Symbiont knapp 600 Jahre auf dem Buckel, also auch 600 Jahren an Erfahrungen. Vielleicht kannte sich ja einer mit Frauen oder Ärztinnen aus.
„Sie brauchen mehr Informationen. Was genau hast du gesagt und was genau sie. War sie wirklich erst seltsam, als du gesagt hast das du bei Trish wohnst? Genau dann?“

Fabi nickte!

Emily seufzte, „Hmmmmmm, meine Freunde meinen, sie sei eifersüchtig. Kann ich mir aber nicht vorstellen. ABER die sind gut in sowas – eigentlich.“

# Ort: Offiziersmesse
# Zeit: SpD 7.0900

Jetsun war spät dran. Sie hatte aber heute früh keine Termine, dafür aber eine Zillion Überstunden. Gut, andere – so ziemlich jeder andere an Bord – hatte das auch. Aber dafür hatte auch jeder an Bord eine andere Art damit umzugehen. Und da es aktuell eben keine akuten Fälle gab, konnte sich die amtierende Chefmedizinerin eben mal erlauben, auszuschlafen.

Im Zweifel hätte man sie auch einfach gerufen.

In ihre normale Dienstuniform gekleidet – die helle für medizinisches Personal. Und mit Röckchen – aber mit ihrem safranfarbenen Rachu um die Schultern gelegt, machte sie sich auf den Weg in die Offiziersmesse um sich ein Frühstück zu gönnen. Anders als der Weg von ihrem Quartier zur Hauptkrankenstation war es nicht weit. Einfach nur den Flur entlang.

Besonders gut hatte Jetsun nicht geschlafen. Ihr steckte der Zusammenstoß mit der OPS immer noch in den Knochen. Und natürlich hatte sie diese Nacht davon geträumt. Sie konnte nicht mehr genau sagen, was sie geträumt hatte. Jetsun konnte sich fast nie an ihre Träume erinnern. Aber dass es etwas Unschönes war und dass es mit bitteren Vorwürfen ihr gegenüber zusammenhing, das wusste sie noch.

Innerlich entsprechend unruhig ging sie dann den Gang hinunter in Richtung Kantine. Ein vernünftiges Frühstück würde bestimmt helfen.
In diesem Augenblick kam SIE ihr entgegen. Jedenfalls glaubte Jetsun das im ersten Augenblick. Die Frau war deutlich ungehalten und stürmte den Gang entlang wie ein Kampfstier, so dass Jetsun sich unwillkürlich gegen die Wand drückte. Zum Glück war es weder Ensign Larsen gewesen, noch hatte diese irgendetwas gegen sie im Sinn gehabt. Dennoch musste Jetsun kurz die Augen schließen und ihre Hände zur Faust ballen um das Zittern wieder loszuwerden.
„Alles in Ordnung, Miss?“ sprach sie ein sorgenvoll aussehender Crewman an.

„Ja, danke.“ erwiderte Jetsun und versuchte zuversichtlich zu lächeln.
„Ich habe mich nur erschreckt.“

In der Kantine sah Jetsun sich erst einmal um, konnte aber niemanden entdecken, der wie die OPS aussah. Stattdessen entdeckte sie Emily, die hinter einer großen Fruhstücksplatte saß und sich für den Tag, oder wie es eher aussah, für die Woche stärkte. Spontan beschloss Jetsun, sich zu ihr zu setzen. Vielleicht hatte ihre Freundin ja einen Rat für sie.

Cornflakes, Milch und ein Glas Orangensaft auf dem Tablett trat sie dann zu Emily hin.
„Hallo Em. Darf ich mich zu Dir setzen?“

Emily musterte als erstes das Tablett ihrer Freundin. Es war immer wichtig zu prüfen was die Anderen so aßen und mit der Wahl Jetsuns war Em mehr als zufrieden, denn sie selbst mochte das alles mehr als gern. Wenn Jetsun das also nicht schaffen würde, war sie als gute Freundin ja da und beseitigte die Reste. Dabei dachte die Ingenieurin jetzt jedoch nicht an den Replikator!
„Klar setzt dich!“ Emily zog aus Gewohnheit ihr Tablett etwas näher zu sich. Sie würde ihr Essen schaffen, notfalls hatte sie ihre Freunde, die sie anfeuern würden! Niemand würde ihr und dem Symbionten das Essen streitig machen. Sie selbst brauchte schon viel Nahrung und der Symbiont hatte auch seine Bedürfnisse und ja – sie waren ganz klar beide mehr als verfressen!
„Du siehst ja aus, als wäre die eine Laus über die Niere gelaufen“, stellte die Trill kauend fest.

Jetsun legte die Stirn kurz nachdenklich in Falten, „Leber?“

„Oh du hast zu viel getrunken und nun was an der Leber… dann solltest du zur Krankenstation“, erklärte Em mit vollem Mund.

Jetsun seufzte, „Als wäre dir eine Laus über die Leber gelaufen… so heißt das Sprichwort.“

Emily zuckte mit den Schultern und nickte, denn gerade hatte sie sich zwei Hühnereier in den Mund gestopft und hatte wirklich viel Ähnlichkeit mit einem Hamster.

Jetsun war sich nicht im Klaren darüber, ob Emily das absichtlich gemacht hatte, oder ob sie einfach nur eine Ader dafür hatte. Aber sowohl diese Sprüchlein als auch ihr Aussehen mit den ‚Hamsterbacken‘ sorgte dafür, dass Jetsuns Laune sich nahezu sprunghaft verbesserte. Es gelang der Medizinerin, nicht laut aufzulachen, doch ein wenig Grinsen musste sie doch schon.
„Nein,“ kicherte sie. „Ich bin gesund. Und…“ sie seufzte erleichtert „…danke. Dass Du mich immer so gut aufheitern kannst.
Ich… ich wollte Dich fragen, ob Du mir vielleicht einen Rat geben kannst. Es ist… ich habe das Gefühl, dass ich mit den Leuten irgendwie nicht mehr so richtig klar komme.“

„Waf meimft Du mit… Leuten?“ fragte Emily mit vollem Mund nach.

„Ensign Larson zum Beispiel. Ich habe sie untersucht und dabei festgestellt, dass sie eine ganze Menge Metall im Körper hat. Schienen. Und Schrauben. Alles von früheren Verletzungen. Ich meine, so etwas ist heutzutage leicht in Ordnung zu bringen, doch sie verweigert sich dessen. Ebenso wie das mit dem Rauchen. Jedes Kind weiß heutzutage, dass so etwas nicht nur ein Suchtstoff ist. Und schädlich für einen selbst ebenso wie für die Anderen ist. Aber ebenso Fehlanzeige. Und statt mit mir darüber zu reden, gibt sie nur Statements ab und macht mich dann total runter, dass ich vorurteilsbeladen sei und intolerant. Und eine schlechte Ärztin.“ Jetsun kniff die Lippen zusammen und brauchte einige Augenblicke lang, wieder innerlich einigermaßen zur Ruhe zu kommen. Zeit, die Emily nutzen konnte, um die zwei Eier herunterzuwürgen.

„Das ist Jennifer. Sie ist so. Ich denke, dass Du da bei weitem nicht die Einzige bist, die von ihr so angegangen wurde. Sie hatte aber auch ein schweres Leben. Lügen, Verrat und Gewalt. Das hat sie geprägt. Außerdem denke ich, dass sie das Metall vielleicht als ihr eigenes Mahnmal braucht. Vielleicht um sich selbst zu beweisen, dass sie es auch allein schafft. Niemand will wirklich gern alles allein schaffen müssen, aber gerade Wesen, die traumatisierende Erfahrungen überwunden haben, oder dabei sind sie zu überwinden, benötigen einen sicheren Hafen, etwas Kontinuierliches. Und dazu kann sie nun einmal mit Vorwürfen nicht gut umgehen.“

„Vorwürfe? Ich habe ihr doch gar keine Vorwürfe gemacht.“

„Sie hat das aber wohl so aufgefasst. Wie ich schon sagte, sie ist so etwas gewohnt, erwartet es einfach von jedem. Was Wunder, dass sie dann auch welche findet, wo vielleicht gar keine waren. Außerdem musst du auch verstehen, dass nicht jeder körperlich geheilt werden muss, nur weil es medizinisch möglich ist. Natürlich wäre es logisch, aber emotional fühlen die Betroffenen es als Bevormundung, oder als Entscheidungsabnahme, im aller schlimmsten Fall als Löschung ihrer Individualität“. Emily schüttelte den Kopf, „sagen meine Freunde… Klingt aber logisch“.

Wenn der CNS jedem, der bei ihm ins Büro einflatterte, direkt vor Augen führte, was genau mit ihm nicht stimmte und dass man zusammen daran arbeiten musste, dann war sein Büro sicher sehr schnell noch unbeliebter als eh schon. Ein entschuldigender Blick lag auf den Zügen der Trill. „Meinen Freunden war es wichtig, dir das zu sagen. Sie mögen dich nämlich sehr.“

Bevormundung. Okay. So ganz verstand Jetsun das noch nicht, aber Emilys Erklärungen – oder die ihrer ‚Freunde‘ – waren schon nicht so ganz dumm. Gar nicht.
Jetsun seufzte. „Gut. Ich verstehe ja, dass man Rücksicht auf sie und ihre spezielle Vergangenheit nehmen sollte. Aber Rücksichtnahme ist keine Einbahnstraße. Es ist bei weitem einfacher, das zu tun, wenn man von ihr nicht gleichzeitig verbale Ohrfeigen verabreicht bekommt. Naja.“

Spontan wollte Emily Jetsun raten, sich nicht immer so einfach abfertigen zu lassen. Ihre Freundin war einfach zu lieb – sie musste öfter mal sagen, dass ihr etwas nicht passte. Aber das war ein Thema für ein anderes Gespräch.
„Hast Du noch mehr Ohrfeigen bekommen?“ fragte sie nun doch etwas besorgt nach. Ihre Freundin schien solche Schwierigkeiten geradezu anzuziehen.

„Ohrfeigen? Oh. Nein. Es ist eher… ich weiß nicht einmal, ob ich damit überhaupt zu Dir kommen kann.“

„Wenn Du’s mir nicht erzählst, kann ich auch nichts dazu sagen. Dann musst Du damit zum Counsellor gehen.“ meinte Emily.

Wieder musste Jetsun lautlos auflachen. Ihre Freundin hatte eine ausgesprochen pragmatische Sichtweise. Aber sie hatte Recht. Schon wieder. Und Ettore wollte Jetsun mit dieser Sache nun wirklich nicht ansprechen.
„Es geht um… Fabièn.“

„Fabi? Fabi hat Dir auch eine verpasst? Dann gehe ich hin und hau ihm auch eine runter – unglaublich! Der frisst sicher doch auch Hühner! Unmensch!“

„Was? Nein! Er…“ Jetsun stockte und zuckte mit den Schultern.
„Er ist… ich meine… nicht, dass er mich meidet… aber wenn immer ich ihn sehe und er mich sieht, dann verändert sich sein… Habitus.“

„Sein was?“ Dass die Tante Doktor immer solche medizinischen Fachausdrücke in einer ganz normalen Unterhaltung verwenden musste.

„Sein Gehabe. Seine Art, mit Leuten umzugehen. Ich habe ihn so locker und fröhlich erlebt, wenn er mit anderen Leuten umgeht. Mir gegenüber dagegen ist er immer sehr reserviert. Fast schon förmlich. Dabei mag ich ihn eigentlich sehr gerne. Naja… eigentlich… ja. Doch.
Aber… naja, was ich gerne wissen wollte… wo er doch jetzt ein gemeinsames Quartier mit Trish hat. Und die ja doch wohl keinen Freund hat. Weiß Du zufällig, ob sie… und Fabièn… ob die beiden…“

Nach ’sein Geh…‘ hatte sich Emily Phantasie sofort selbständig gemacht und ihr gewiefter Geist hatte das Wort im ersten Moment anderes zu Ende gedacht. Innerlich musste sie kichern… riss sich aber zusammen, da Jetsun wirkliche Probleme zu haben schien – ‚Gehänge‘! Innerlich musste Emily noch mal kichern.
Dann aber dachte sie angestrengt nach. Sie wusste im ersten Moment nicht genau, worauf ihr Gegenüber hinauswollte. Außerdem, Trish und ihre Beziehungen, das war ein Thema, über das sie nicht sprechen durfte. Ihre Freunde mahnten sie zur Vorsicht, vielleicht war das eine verbale Falle.
„Also, die Beiden wohnen noch zusammen, ja.
Eigentlich steht Fabi ein eigenes Quartier zu, aber es gibt da noch Probleme mit dem Quartier des Piloten. Auf der Station haben wir zwar alles repariert, aber das Quartier von der Familie von unserem CNS wird vergrößert und irgendein neuer Offizier kommt wohl auch mit Familie. Da muss auch was umgebaut werden. Ich hatte auch nie gedacht, dass ich mal Karriere als Architektin mache… ich bin da wohl auch noch nicht so gut. Durch die Erweiterungen und die Verschiebungen der Wandelemente… joa… ist sein Quartier, was er geplant beziehen sollte… wegrationalisiert worden. Ich glaub Shay war semi-begeistert. Er sucht nach einer Lösung, aber die kann er sich nicht aus dem Hut schütteln. Also wohnen die beiden wohl erst mal weiter zusammen.“ Emily tat das alles auch echt leid, aber hatten die Leute mal nachgerechnet wie klein ihr Schiff eigentlich war?

Jetsun ließ die Schultern hängen.

Emily fühlte sich nun jedoch von ihren Freunden angestupst. Das wichtigste hatte sie wohl noch nicht gesagt. „Die Beiden sind aber wirklich nur Freunde. Ich weiß das, weil sind ja auch beide meine Freunde.“
Jetsun brauchte wirklich mehr Anschluss befanden die ganz persönlichen Trill Freunde und arbeiteten da schon Pläne aus.
„Echt? Och Kommt schon?“
Emily schnaubte genervt. „Meine Freunde wollen wissen… Ne das frag ich nicht! Das sieht man doch.“

Jetsun blickte Emily fragend an, als deren Kommunikator losging.

„Ich lass mir was einfallen. Wegen Fabi. Und danach wegen Jenn. Aber die brauch sicher noch etwas Zeit, um sich von dem ganzen Stress zu beruhigen. Aber dann gehen wir zu dritt mal zum Holodeck. Für Fabi habe ich schon eine Lösung.“ Mit diesen Worten wuselte Em davon.

Jetsun blickte ihr nach. Hoffentlich stellte ihre Freundin nichts Dummes an. Es tat jedoch gut, mit ihr darüber gesprochen zu haben. Es tat gut, überhaupt mal darüber gesprochen zu haben.

Mit zuversichtlicher Mine räumte Jetsun auch Emilys Tablett ab. Offensichtlich hatte sie eine beste Freundin! Eine hinter der man aufräumen musste, aber eine beste Freundin. Eine, die ihr auf jeden Fall wohl mit Fabi helfen würde. Vielleicht auch bei ihrem Problem mit Jenn. Aber so oder so, hatte es ihr wirklich geholfen, das ganze einmal ausgesprochen zu haben.

# Ort: Quartier CING
# Zeit: SpD 10.1900

Emily war mal wieder auf einer Mission und diese mal auf einer mehr als wichtigen. Es ging um den Fortbestand der Menschheit! Okay, das war vielleicht ein klein wenig weitgedacht, aber nach dem Babyhuhn würde Emily auch gern mal ein Menschenbaby sehen und dafür brauchte sie ein Paar. Also verband sie hier ihren ganz persönlichen Wunsch mit den von Jetsun und Fabi.
Gut, die Beiden wussten noch nicht, dass sie ein Baby haben wollten. Vielleicht wussten sie auch noch nicht, dass sie sich mehr mochten als nur mögen. Aber das würden sie schonherausfinden.

Für diesen Abend hatte Emily ein ganz persönliches Opfer gebracht, sie hatte ihr Quartier aufgeräumt und geputzt. Eine Aufgabe, die sie so schnell nicht wieder haben musste. Nun aber erstrahlte ihr Quartier in vollem Glanz. Der Esstisch trug eine weiße Tischdecke und Kerzen tauchten den Raum in ein warmes Licht. Langstielige rote Rosen rundeten den romantischen Eindruck ab.

Emily war zufrieden! Fabi war der Erste der das Quartier erreichte und nicht schlecht staunte als er Emily neben dem Tisch sah. Er räusperte sich. Tausend Gedanken huschten durch seinen Kopf. Er mochte die Trill, aber nicht auf diese Art und Weise. Er hatte sich auch schon gefragt, weshalb Emily gewollt hatte, dass er sich etwas schicker anziehen sollte. Jetzt musste er die richtigen Worte finden um ihr nicht das Herz zu brechen. „Emily… ich mag dich, aber… ahm.“

Die Trill blickte auf, nachdem sie eine Falte aus der Decke gestrichen hatte. „Bah… Mach keinen Scheiß!“
Innerlich schüttelte es Em. Sie stand so gar nicht auf den Bruchpiloten. Das war ja fast so, als würde man den eigenen Bruder süß finden. „Setzt dich einfach… und warte mal ab. Ich muss eh nun los. Ich habe zu tun… wichtige Sachen bei den Hühnern.“
Mit diesen Worten verschwand Em aus ihrem Quartier und ließ einen ratlosen Franzosen zurück.

# Ort: Quartier CING
# Zeit: SpD 10.1910

Sich etwas schicker anziehen. Jetsun war sich einfach nicht sicher, was sie darunter verstehen sollte. Es gab zwei Arten, sich ’schick‘ anzuziehen für sie. Einerseits hatte sie die kikonischen Gewänder. Die mochte sie sehr gern. Der Stoff war wundervoll fein und fühlte sich herrlich auf der Haut an. Aber sie waren eben auch hochtransparent. Jetsun wusste, dass Em keine Probleme damit hatte, nackte Haut an ihr zu sehen, aber sie fragte sich, ob es das war, was Em von ihr erwarten würde.
Andererseits hatte sie ihre schöne bhutanische Tracht. Die war das absolute Gegenteil davon. Ein knöchellanger Tuchrock, der in mehrfachen Lagen gewickelt wurde, so dass man nur langsam darin gehen konnte. Und eine Bluse, die von einem Jäckchen überdeckt wurde. Dazu der Schal. Wunderschön. Und Jetsun liebte ihre Tracht. Aber das wäre vielleicht wieder zu formell. SO stand sie von ihrem Schrank, überlegte hin und her… und entschied sich dann doch für die kikonische Tracht. Allerdings zog sie einen Tanga darunter. Und einen Seidenschal dazu. Nur für den Fall.

Dann machte sie sich auf den Weg zu Em. Unterwegs kam ihr ein Gedanke, den sie überhaupt nicht beachtet hatte. Was, wenn ihre Freundin nicht einfach nur einen Mädelsabend mit ihr verbringen wollte? Immerhin sollte sie sich ja schick machen. Was, wenn sie ihr vielleicht irgendjemanden vorstellen wollte. Sicher, die allzu formelle bhutanische Tracht hätte sicher jemanden abgeschreckt. Aber dieses kikonische Kleid würde vielleicht in die andere Richtung übertrieben sein.
Jetsun geriet in Stress und war kurz davor, Em abzusagen. Aber sie konnte ihre Freundin weder anlügen noch enttäuschen. Also flüchtete sie sich in Fatalismus. SIE durfte selber entscheiden, was sie anzog und was nicht. Sie musste NIEMANDEM gegenüber Rechenschaft ablegen, was sie trug. Sie musste nicht immer und ewig nur das tun was andere wollten, sondern durfte auch mal etwas tun, was sie selbst gern wollte. Und ja, verdammt, sie wollte dieses Kleid tragen. So!

Innerlich gestärkt betätigte sie den Türsummer von Emilys Quartier und trat, als die Tür sich öffnete, ein.

Und erstarrte!

</RPG>

<SUM>

# Ort: USS Hephaistos – Quartier Fabién / Trish
# Zeit: SpD 06.0500

Fabi grübelt immer noch darüber, weshalb sich Jetsun so plötzlich so dermaßen anders verhalten hatte. Und beschließt, Emily um Rat zu fragen.

# Ort: Offiziersmesse
# Zeit: SpD 6.0900

Fabi trifft Em in der Messe und spricht sie auf Jetsun an.

# Ort: Offiziersmesse
# Zeit: SpD 7.0900

Jetsun trifft Em in der Messe und spricht sie auf Fabi an.

# Ort: Quartier CING
# Zeit: SpD 10.1900

Emily beschließt den beiden ‚Königskindern‘ zu helfen und lädt sowohl Jetsun als auch Fabi zu sich in ihr Quartier ein.

# Ort: Quartier CING
# Zeit: SpD 10.1910

Weder Fabi noch Jetsun hatten eine Ahnung, wen sie anstelle von Em in deren Quartier antreffen würden.

</SUM>

Submitted by
Isabelle und Miri
a.k.a.
Lt(jg) Jetsun Pema, CM
und
Lt(jg) Emily Lesi Wells, CING

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