Anwälte und Mandanten

Hallo Zusammen, 
Jenn und ich haben mal Gas gegeben, damit wir Mac oder Andere nicht aufhalten. 
Hier also ein Co – Post von uns Beiden, wobei der zweite Teil dann doch etwas mehr auf meinen Mist gewachsen ist. 

 

<RPG>

 

Ort: Station K7 – Arrestbereich

Zeit: SpD 2.1530

 

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Der Blick des Mannes sprach die Sprache die Ynx schon so oft in ihrer beruflichen Laufbahn gesehen hatte, aber auch wenn er sie gern mit Blicken getötet hätte, war ihr das gleich. Sie hatte einen Fall und allein diese vererbte Schuld zu begleichen war den Aufwand wert, allerdings…. Beim Durchsehen der Vorwürfe…? Es war ein echter Fall und das hatte sie schon lange nicht mehr. Vielleicht versprach das hier wirklich mal interessant zu werden.

 

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“Bringen Sie mir Ens. Larson nun oder nicht? Das dauert hier ja alles ewig!” Mata klang genervt. Sie hatte es oft genug mit Sicherheitspersonal zu tun gehabt. Gerade die, welche in Arrestbereichen tätig waren, hatten nicht mehr viel Hoffnung auf eine aufstrebende Karriere.

 

“Die Gefangene ist bereits unterwegs Ma’am!” Der Lt. reagierte sichtlich nervös. Schon lange hatte er es nicht mehr mit einer Anwältin zu tun gehabt welche nicht zum JAG gehörte. Die JAG-Anwälte der Station kannte er gut. Oft ging er abends einen mit ihnen trinken. Da herrschte nicht dieser Stress. Da gab es keine Sorge, dass man wegen irgendeiner Kleinigkeit verklagt wurde. Bei der Trill die vor ihm stand, war er sich hier allerdings nicht so sicher.

 

Eine Tür öffnete sich und ein Crewman führte Jennifer Larson herein. Sie trug einen orangenen Overall und ihre Haare wirkten etwas unordentlich. Mata zog eine Augenbraue nach Oben. Ihre Klientin hatte Fußfesseln und Handfesseln. Die Hände hatte man ihr auf den Rücken gebunden.

 

“Was ist das hier?” fragte Mata Ynx mit erhobener Stimme. Sie sprach dabei laut und deutlich. Doch ihre Stimme überschlug sich nicht.

 

“Es besteht Fluchtgefahr!” erwiderte der Lt., der nun wieder ins schwimmen geriet. “Nehmen Sie der Delinquentin die Fesseln ab Crwm. Martens!”

 

“Das ist doch lächerlich. Wo soll Ens. Larson hier bitte fliehen? Und dazu ist Ens. Larson keine Verbrecherin. Ich verbiete mir jegliche Vorverurteilung von Ihrer Seite Lt….?”

 

“Petersen, Jacob Petersen, Ma’am. Und verzeihen Sie. Ich meine hier ist Ensign Larson. Ihre Klientin!”

 

“Wo ist die Uniform von Ensign Larson?” Allein der Umstand das Jennifer schon in einem Overall steckte, dazu noch orange, machte deutlich, dass  man hier bereits eine Vorverurteilung betrieb.

 

“Wir mussten sichergehen, dass Ensign Larson keine Werkzeuge oder ähnliches einschmuggelt, welche eine Flucht erleichtern würden. Daher befindet sich ihre Uniform noch in der Überprüfung!” Lt. Petersen gewann wieder an Sicherheit. Schließlich war das sein Job.

 

Ein Schnauben erklang von Jennifer. “Alter…”

 

Doch Mata warf ihr einen warnenden Blick zu. “Lt. Petersen, sie besorgen Ens. Larson eine Uniform. Ich werde mich jetzt mit meiner Mandantin unterhalten, dabei werden sie den Raum verlassen und jegliches Aufzeichnungsgerät abschalten. Bis wir fertig sind, hat Ens. Larson eine neue, tadellose Uniform!”

 

Petersen nickte, er wollte hier nur noch raus. Mitsamt dem Crewman verließ er den Raum.

 

Für einen Moment herrschte Ruhe in dem kleinen Verhörraum. Jennifer blickte skeptisch auf Mata Ynx. Dann setzte sich Jennifer langsam. Sehr langsam. “Und Sie sind?”

Mata hatte ihre Aktentasche auf den Boden angestellt und gegen ein Tischbein gelehnt. Sie blickte sich um, der Raum wirkte trostlos, aber alles andere hätte die Trill auch verwundert.

Geschmeidig zog die Anwältin eine Akte aus ihrer Tasche und ein kleines Gerät, welches sie auch sofort einschaltete, „Nur falls irgendwer doch auf die Idee kommt uns abzuhören, hat er nun keine Chance mehr.“

Noch einmal huschte der Blick über die Wände es Raumes, „Ich bin Mata Ynx. Ihre Anwältin meine Süße.“ Jenns Blick fixierte ihr Gegenüber, „Das würde ich ja wohl wissen.“

Ynx zuckte mit den Schultern, „Sie können sich glücklich schätzen. Ich spiel das Spiel schon ein paar Generationen lang und wenn wir das hier geschickt einfädeln, dann kommt es erst gar nicht zur Anklage. Ich hätte jetzt gern gesagt das ihre Akte dann rein bleibt“, sie deutet auf die Papiere vor sich, „Aber von rein kann man dabei nicht sprechen.“

Jenn schnaubte vor Wut, „Wer schreibt denn noch auf Papier – Heutzutage.“

„Ich und Schätzchen, Ich bin aktuell die beste Hoffnung die sie haben.“

„Wo kommen sie überhaupt her“, meckerte Jenn, sie konnte sich nicht vorstellen das Mss. Staranwalt, von der selbst sie schon mal was gehört hatte, einfach hier aufschlug weil sie Bock drauf hatte, eine junge Frau zu retten.

„Karx, er hatte etwas gut bei mir. Wenn ich sie verteidige sind wir quitt“, erklärte die Anwältin mit einem breiten Grinsen.

„Wer verdammt!“

Mata zuckte mit den Schulter, „Trill, klein und niedlich aktuell. Früher nicht!“

„Emily“, das war ein Umstand der Jenn zum ersten mal etwas milde stimmte, da hatte ihre kleine Freundin wohl alles in die Wege geleitet um ihr zu helfen. Womit Jenn das verdient hatte, war ihr allerdings nicht klar.

„Ja… Wells, aber irgendwer sollte ihr mal erklären, dass sie den Nachnamen ändern muss!“

„Sie muss gar nix“; fuhr Jenn ihr Gegenüber an.

„Sie muss meine Rechnung bezahlen und da ich in Stunden abreche sollten wir anfangen. Was ist genau passiert?“

 

Jenn überlegte gründlich. Sie hatte von Mata Ynx schon gehört. Doch wie wahrscheinlich war es, dass diese Anwältin ihren Fall übernehmen würde? Shays Rat war sehr eindeutig gewesen. Andererseits kannte Jenn Emily. Die kleine Trill würde alles unternehmen um ihr zu helfen. Für Jenn war dies eines der nächsten Wunder. Die CING der Hephaistos hatte sich relativ ungefragt einen Weg zu Jenns Herz gebahnt.

 

“Nein, so läuft das hier nicht!” Jenn hatte eine Anweisung und an die würde sie sich halten.

 

Irritiert blickte Mata zu Jenn. “Wie bitte?”

 

“Sie haben schon richtig gehört, so läuft das hier nicht!” Jenn wollte bereits aufstehen. Doch Mata hielt sie am Arm fest.

 

“Stopp Süße, ich bin ihre Fahrkarte nach draußen!”

 

“Larson, Jennifer, Ensign. Dienstnummer 24985-47.”  lautete nun Jennifers Antwort.

 

Mata seufzte innerlich, das war ja wunderbar. Wusste diese Frau überhaupt was sie für die Stunde nahm? Wohl eher nicht, denn dann würde sie sicherlich nicht, wie ein kleines Kind zicken.

Erneut versuchte die Trill es, „Wenn sie mich nicht mit Informationen versorgen, dann kann ich nicht helfen, aber ich stell ihrer Freundin eine Rechnung und wenn dabei nix raus kommt, dann ist sie bestimmt nicht mehr ihre Freundin.“

Die Papiere schon Mata zusammen.

“Larson, Jennifer, Ensign. Dienstnummer 24985-47.”

„Sind sie sicher?“

“Larson, Jennifer, Ensign. Dienstnummer 24985-47.”

Mata zuckte mit den Schultern, ihr Problem war das hier ja eigentlich nicht.

Langsam erhob sich die Trill, „Sind Sie sicher?“

“Larson, Jennifer, Ensign. Dienstnummer 24985-47.”

Noch einmal belegte Mata Jenn mit einem ehrlichen Lächeln. War sie sich mal so jung und ungestüm gewesen?

„letzte Chance!“

“Larson, Jennifer, Ensign. Dienstnummer 24985-47.”

Mit einem Nicken verließ die Anwältin den Raum, sie war noch nicht ganz bei der Tür, als Jenn sie für einen Moment noch aufhielt.

 

“Mrs. Ynx. wenn Sie das nächste Mal kommen und meine Anwältin sein wollen. Dann möchte ich das Cpt. Ruthven dabei ist und ich  möchte Wissen was für einen Gefallen sie Emily schulden! Sonst wird das nichts mit uns.”

 

Mata nickte noch einmal kurz, verließ den Raum lief jedoch zielstrebig zu ihrer Lieblingswachen, für sie waren alle Sicherheitsoffiziere nur bessere Wachmänner und Frauen.

„Ich wünsche nicht, dass mit meiner Mandantin ohne meine Anwesenheit gesprochen wird. Ich werde umgehend darüber informiert wenn sich irgendwer nach ihr erkundigt, oder sie besucht.“

„Oh, Sie hat mit ihnen gesprochen“, war die schnippe Antwort der Wache.

„Natürlich, mit ihnen nicht?“, erwiderte die Anwältin kokett und verabschiedete sich.

Kurz beriet sie sich mit ihren Leuten, bevor diese wie kleine eifrige Bienen ausschwärmten und sie eine Nachricht an diesen kommandieren Offizier Ruthven schickte, das sie sich treffen mussten. Bei diesem Namen beschlich sie unweigerlich das Gefühl als hätte da irgendwer vergessen einen Vokal einzubauen. Diese Larson ging ihr gewaltig auf die Nerven, aber schuldfrei zu sein, was so verlocken, das man sich vielleicht ein klein wenig bemühen konnte. Und wenn am Ende Niemand die Rechnung bezahlen konnte, dann stand diese Larson in ihrer Schuld und das versprach spannend zu werden – bei der Vorgeschichte. 

 

 

 

Ort: Hephaistos – Quartier Sam, Jenn und Em

Zeit: SpD 2.1530

Seit gefühlten Stunden war die holographische Miniausgabe schon in diesem schrecklich unaufgeräumten Quartier. Diese seltsame hässlich bunte Katze unter der Decke machte noch seltsamere Geräusche und der freche Kobold versuchte alle 30 Minuten sie anzufallen. Nur gut das man als Hologramm nicht genügend Masse besaß um gefressen zu werden.

Auch wenn man von den hinterhältigen Angriffen der Raubtiere die sich hier in diesem Raum tummelten sicher war, änderte das nichts an dem Umstand das Jenn weg war! Ihr Mensch hatte sich aus dem Staub gemacht. Eine Frechheit sonders gleichen, das hatte sie zumindest die letzten Stunden über angenommen, aber nun nachdem das gewiefte Hologramm den Funkverkehr und die Nachrichten zwischen dem Schiff und der Station angehört hatte, da hatte sich herausgestellt, das man ihren Menschen verhaftet hatte und schlicht und einfach mal wieder vergessen hatte sie zu informieren. Wochen hatte sie nun damit zugebracht auf Jenn zu achten, sich um ihre Gesundheit zu kümmern und sie im Dienst wann immer es ging zu unterstützen und dann begann diese Person einen Mord, ohne sie? Was stimmte mit der Frau nicht. Beleidigt war das Hologramm nun aufs Bett gehüpft, das grüne Haar zu einem Pferdeschwand mit Einhornkopf-Gummiband zusammen gebunden.

Jenn konnte niemanden töten. Verletzen vielleicht, sie war sehr aufbrausend, wenn es nicht nach ihrem Kopf ging oder sie sich in die Eck getrieben fühlte, aber ne einen Mord traute das Hologramm ihrem Menschen nicht zu, denn mit bösen Menschen wollte sie auch nichts zu tun haben, dann hätte sie sich schon vor Wochen wen Anderes gesucht und nicht so viel Arbeit in Jenn gesteckt. 687-mal hatte sie den Transporter aktivieren müssen um die Zigaretten ins All zu beamen, das tat man sich nur an wenn man auf Ionenbasis gesicherte Gefühle für einander hatte und dann hing man nun mal an seinem Menschen.

Ein Fauchen und die bunte Katze hatte ihre Farbe geändert und sich auf das 30 Zentimeter große Hologramm gestürzt, welches nur kurz verschwunden war und sofort auf dem Schrank wieder auftauchte, die Beine locker über den Rand baumelnd, „Lass das. Ich muss nachdenken. Mir hat man meinen Menschen geklaut.“

Genervt verschwand das Hologramm erneut als die Katze auf den Schrank sprang und tauchte hüpfend auf dem Tisch wieder auf.

Nun hatte der Kobold einen großen Satz gemacht und stand vor dem Hologramm auf dem Tisch und fixierte es mit seinem Blick, „Lass mich in Ruhe! Ich bin genervt.“

Wieder verschwand das Hologramm und Floppte um Bad auf, bevor das wilde Getier ihm folgen konnte, verschloss es die Tür und stellte eine Verbindung zum Holodeck und damit zum Holodoc her, „Großer! Es ist was Schreckliches passiert! Ich habe meinen Menschen verloren!“

 

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Ort: Station K7 – Arrestbereich

Zeit: SpD 2.1530

Jenn trifft ihre Anwältin, allerdings ist sie nicht sonderlich gesprächig.

Ort: Hephaistos – Quartier Sam, Jenn und Em

Zeit: SpD 2.1530

Jenn hat noch eine Freundin, die das Verschwinden der OPS nur schwer verkraften kann.

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