Beschnüffeln
| Betreff: Beschnüffeln |
| Von: „Debora Jarosch“ <malinali@xiduria-follow.de> |
| Datum: 13.09.2019, 16:38 |
| An: |
Hallo zusammen, Nun nach viel zu langer Zeit (sorry nochmal dafür) endlich auch wieder wasvon mir. Ich hoffe, der Wiedereinstieg gelingt mir gut. RPG Ort: Thyene (Thassos IV), Region Myzen, Palast MyziaZeit: MD 6.2030
Die Wirtschaftsministerin Kalokairi Kataigida atto Glastria war eine
lockere, umgängliche Frau, der nichtsdestotrotz anzumerken war,
dass sie ein knallharter Verhandlungspartner sein konnte. Ettore gab sich
alle Mühe diese Frau einzuschätzen, da sie voraussichtlich
über kurz oder lang mit ihr zu tun bekommen würden. Sie hatte sich eine
gebratene Keule und eine reisähnliche Substanz vom Buffet
geholt und hatte gerade von den Berufen ihrer Kinder berichtet. Ihre
älteste Tochter arbeitete als Philosophin,
wobei damit anscheinend eher etwas wie ein Rechtsanwaltsjob gemeint war,
wenn Ettore die Puzzlestücke korrekt
zusammengesetzt hatte. Die zweiteTochter war wohl etwas missraten und
träumte von einer Karriere als Sängerin oder Musikerin,
sofern Kataigida es nicht verhindern konnte. Eine dritte Tochter war noch
auf der Schule. Ihr Ehemann hatte zu alldem nicht mehr als
ein oder zwei Worte gesagt. „Nun“, fragte sie schließlich an Sureya
gewandt, „jetzt haben Sie mein Haus etwas kennen gelernt.
Erzählen Sie mir doch etwas über Ihre Sippe. Sureya klingt nach einer
alten und angesehenen Familie? Während der Erzählung der Wirtschaftsministerin hatte Sureya aufmerksamzugehört und in passenden Pausen interessierte Rückfragen gestellt oderbestätigende Laute von sich gegeben. Ihre Familien schienen den Kikonen sehrwichtig zu sein und sie verstand, dass es nicht nur ein Zeichen vonHöflichkeit war, dass Kataigida von der ihren erzählte, sondern auch desguten Willens. Sie saß aufrecht aber in entspannter Haltung auf demungewohnten Diwan und nahm gelegentlich ein kleines Stück der auf dem Tischaufgebauten Leckereien und nippte ein wenig an diesem interessanten goldenenGetränk genug, um um das Angebot zu würdigen aber auch wenig genug, umMäßigung zu demonstrieren. Nun galt es jedoch, auf höfliche Weise einMissverständnis aufzuklären. Beherrschung war jetzt gefragt, wo sie es docheigentlich hasste, über ihre Familie zu sprechen. Ihre Erzählungen über Ihr Haus war ausgesprochen faszinierend und dankeIhnen, dass Sie uns mit soviel Vertrauen ehren, sagte sie langsam undruhig, dabei mit dem Kopf eine leichte Verbeugung andeutend. Bei dem Wortuns schloss ihre Geste den CNS mit ein, ohne ihn direkt anzusehen. Gerneerzähle ich Ihnen von meiner Familie. Sie nahm einen kleinen Schluck dieseswirklich sehr schmackhaften Getränkes, um sich ein paar Sekunden zuerkaufen. Die kleine, drahtige Ägypterin die hier, unter den Kikonen, gar nicht soklein war, wie sie angenehm bemerkte überlegte rasch. Ihr erster Kontaktund der Verlauf der Unterhaltung mit der Generalin, die sie im Systembegrüßt hatte, legte die Vermutung sehr nahe, dass es den Kikonen wichtigwar, ihr Gesicht zu wahren. Also durfte sie nicht mit der Tür ins Hausfallen. Von diesen angespannten Überlegungen sah man ihr freilich nichts an. Sieänderte die entspannt wirkende Sitzhaltung zwar etwas, um besser und freiersprechen zu können, wirkte jedoch immer noch ganz locker und entspannt.Ettore konnte nicht anders, als ihre Selbstbeherrschung zu bewundern. Sureya beschloss, das Namens-Missverständnis der Kikonin nicht direktanzusprechen. Immerhin entsprach ihre Familie, wie sie nach dem, was siegehört hatte vermutete, recht gut dem Rollenverständnis der Kikonen,zumindest oberflächlich betrachtet. Das Haus Bateh, dem ich entstamme, istalt und sehr traditionell geprägt. Wir können auf eine langeFamiliengeschichte zurückblicken, die sich bis zu den Häusern der Pharaonenzurückverfolgen lässt die Pharaonen waren in der Antike der Erde dieHerrscher des Landes Ägypten auf der Erde, was jedoch einige tausend Jahreher ist. Sie wollte nicht angeben, aber es stimmte wobei sie dieseAussage so allgemein getroffen hatte, dass es hier immer noch viel Spielraumgab. Kataigida nickte hierzu lächelnd, ohne zu zeigen, was sie über die Aussagedachte. Meine Mutter, Leleya Bateh, ist Architektin und baut Wohnhäuser undHotelanlagen. Mein Vater, Ahmed Bateh, arbeitet in einem Museum. Er kümmertsich dort um neue Exponate. Sie hielt kurz inne, wie um zu überlegen.Niemand sah ihr an, wie schmerzlich es für sie war, über ihre Familie zusprechen, doch war sie schon immer bereit gewesen, jedes Opfer für dieSternenflotte zu bringen, das nötig war. Ich habe noch zwei Geschwister: meine ältere Schwester Rakhisha Bateh hatArchäologie studiert und ist seit dem selten zu Hause, da sie meistAusgrabungsstellen überwacht. Mein jüngerer Bruder, Nehman Bateh, hat einekünstlerische Ader und stellt wunderschöne Gefäße aus Ton her, die eraufwendig verziert. Als einzige meiner Familie habe ich unsere irdischeHeimat verlassen und ging zur Sternenflotte, daher sehe ich meine Familienicht sehr häufig. Das war eine bodenlose Untertreibung. Ihre Eltern hattenkein Wort mehr mit ihr gewechselt, seit sie mit 16 Jahren auf die Akademiegegangen war. Mit ihrer Schwester hatte sie sich ohnehin nie gut vertragen.Nur mit ihrem jüngeren Bruder führte sie seltene Subraum-Gespräche. Dennochlächelte sie, als sie dies erzählte und ließ sich den alten dumpfen Schmerznicht anmerken. Ich selbst habe keine Kinder, schloss sie ihre Erzählungund nahm danach wieder einen Schluck aus ihrem Kelch. Ettore lauschte interessiert. Die EO hatte noch nie von ihrer Familiegesprochen und wurde zumindest an Bord der Hepheistos stets unwirsch undblockte hart ab, wenn man sie darauf anzusprechen versuchte. Also hörte aucher dies zum ersten Mal, wenn es auch zumindest was die Namen anging rudimentär in ihrer Akte zu finden war. Die Kikonin strich sich eine Haarsträhne zurück, die ihr über die Schultergefallen war und wechselte einen sehr kurzen Blick mit ihrem Mann, den siein der Bewegung verbarg, bevor sie sich wieder ihrer Gesprächspartnerinzuwandte. Sie hatte das deutliche Gefühl, dass da noch mehr war, doch wärees sehr unhöflich gewesen, hier weitere Fragen zu stellen. Obwohl dieSternenflottenoffizierin sich meisterlich im Griff hatte etwas, das ihrerErfahrung nach nur durch lebenslanges Training und eiserne Disziplin zuerreichen war spürte Kataigida, dass es da noch etwas anderes gab, dasjedoch wohl zu persönlich war. Sie beschloss, das Thema zu wechseln. Sie nickte Sureya leicht zu und sagte: Auch ich danke Ihnen für IhreErzählung. Ich muss gestehen, dass ich mir kaum vorstellen kann wie es wäre,Jahre und vielleicht sogar Jahrzehnte nur auf einem Raumschiff zu verbringenund meine Familie nicht mehr zu sehen. Mit was beschäftigen Sie sich inIhrer Freizeit, werte Commander Sureya Bateh atto Föderation? Mir ist sehrdaran gelegen, Ihr Volk besser zu verstehen. Sureya blinzelte kurz bei dieser formalen Ansprache und antwortete flüssigerals eben: Nun, da sich die Föderation und somit auch dieSternenflottenmitglieder aus vielen verschiedenen Spezies zusammensetzen,gibt es ein sehr weites Spektrum an Freizeitaktivitäten an Bord unsererSchiffe. Man könnte sagen, dass jeder etwas dazu beiträgt und häufig tauschtman sich hier auch aus und lernt somit neue Dinge kennen. Sie hielt kurzinne um zu lächeln, doch dieses Lächeln war nicht sanft, sondern eherkätzisch. Ich persönlich liebe die Kampfkunst. Ich trainiere täglich,sowohl im Trainingssaal dort gebe ich auch einen Kurs als auch alleineauf dem Holodeck. Es entspannt mich enorm und ist sehr gut für meinenKörper. Kataigida sprang ein. Sie kämpfen gerne? Dann sind Sie eine Kriegerin? Ichdachte, dieser Posten, den Sie bekleiden Erster Offizier? hätte anderePrioritäten? Sureya nickte bestätigend. Nun, Sie haben Recht, in erster Linie bin ichdie Stellvertreterin unseres Captains und außerdem fürPersonalentscheidungen zuständig. Dennoch gehört es auch zu meinen Aufgaben,zusammen mit dem Chef der Sicherheit und dem taktischen Offizier für denSchutz und die Sicherheit des Schiffes und vor allem des Captains zusorgen. Ihr kätzisches Lächeln kam wieder und sie sah der Kikonin offen indie Augen. Das war etwas riskant, aber sie wollte mit offenen Kartenspielen. Und da Sie mich so fragen ja, ich habe wohl die Seele einerKriegerin, daher würde ich das Leben und die Ehre meiner Crew jederzeitschützen und verteidigen.Die Wirtschaftsministerin hielt ihren Blick kurz, wie um etwas zu prüfen.Dann lenkte sie jedoch eine Bewegung aus den Augenwinkeln ab. Sie erhob sichleicht und winkte mit anmutiger Geste die beeindruckende Generalin zu sich,die Sureya bereits beim Eintritt in das System kennenlernen durfte. Diesehatte offenbar zur Zeit keinen Gesprächspartner und war gemessenen Schrittesdurch die Ansammlung von Kikonen und Sternenflottenoffizieren gegangen.Yevirax Sikaar? Auf ein Wort, sagte die Wirtschafsministerin etwas lauter.Auch Sureya und Ettore erhoben sich, ebenso wie der Gatte der Ministerin.Als die Angesprochene näher gekommen war, sagte Kataigida: Yevirax SikaarNumaris Adaia atto Tyre, ich denke, Sie haben bereits die Bekanntschaft vonCommander Sureya Bateh atto Föderation gemacht, nicht wahr? Die angesprochene nickte knapp und wandte sich dann Sureya zu. Noch einmalwillkommen auf Thyiene, Commander Sureya Bateh atto Föderation. Die Ministerin mischte sich noch einmal ein: Unser Gast hat mir geradeerzählt, dass sie die Kampfkunst liebt. Wie wäre es, wenn Sie zusammenschauen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen der Kampfkunst der Föderationund der unseren gibt? Adaia musterte die kleinere Frau von der Sternenflotte kurz, wie um sieeinzuschätzen. Immer noch fühlte sie sich etwas unwohl, gesellschaftlicheEmpfänge waren einfach nicht das Richtige für sie. Dennoch musste siezugeben, dass sie das Thema der aufgenötigten Unterhaltung durchausinteressant fand. Und so fand sich Sureya in einem längeren intensivenAustausch über verschiedene Formen der Kampfkunst wieder. Da sie hier aufsichererem Terrain war, konnte sie diese Unterhaltung sogar genießen. Nachetlichen Minuten sagte die Kikonin: Ich sehe, dass wir nur mit Worten dieFeinheiten unserer jeweiligen Technik nicht werden ergründen können. Ichmöchte Sie daher einladen, mir morgen früh bei meinem morgendlichen TrainingGesellschaft zu leisten, um mir Ihre Technik zu demonstrieren. Passt Ihnen 7Uhr nach Ihrer Föderationszeit? Sureya, der zwar durchaus bewusst war, dass ein solches Treffen ein großesRisiko für Missverständnisse und Fettnäpfchen barg, die aber nichts destotrotz diese Idee sehr verlockend fand und auch eine Ablehnung als nichtratsam erachtete, sagte gerne zu und die beiden vereinbarten einenTreffpunkt. Währenddessen hatte Iklaka, der Mann der Wirtschafsministerin, versucht, denbisher so schweigsamen Ettore in ein Gespräch zu ziehen jetzt, wo die Frauenanderweitig abgelenkt waren. Das ist alles hochinteressant, finden Sienicht? Ettore bestätigte dies lächelnd, das war es in der Tat. Aber vonIhnen habe ich noch gar nichts gehört, Counselor Ettore Ludovico della Scalaatto Föderation. Was unternehmen Sie denn in Ihrer Freizeit so? Und was,wenn ich fragen darf, macht ein Counselor? Ettore schmunzelte in sich hinein. Dieser Kikone war offenbar sehrumgänglich und gut gelaunt und schien mehr, als die anderen, die er bishergetroffen hatte, aus dem Bauch heraus zu reden. (NRPG: Ball für Kim 🙂 ) (/RPG) Sum: Ort: Thyene (Thassos IV), Region Myzen, Palast MyziaZeit: MD 6.2030 Sureya und die Wirtschafsministerin unterhalten sich über ihre Familien undHobbies. Durch die Erwähnung von Kampfsport stellt die Minsterin die EO dannformal der Generalin Sikaar Numaris Adaia atto Tyre vor, die sich mit ihrüber verschiedene Kampfformen unterhält und sie dann für den nächsten Morgenzum gemeinsamen Training einlädt. Der Gatte der Ministerin versuchtunterdessen, mit Ettore eine Unterhaltung in Gang zu bekommen. (NRPG) So, sorry, dass ich kaum jemand anders mit rein genommen hab in das Post,aber ich muss erstmal wieder warm werden. Ich bin schon gespannt auf dieEreignisse im silbernen Salon 🙂 Ich würde sofern angedacht hier auchgerne bei einem Copo mitwirken. Vielen GrüßeDebora If theres nothing wrong with methere must be something wrong with the universe.(Beverly Crusher Remember me) —Diese E-Mail wurde von Avast Antivirus-Software auf Viren geprüft.https://www.avast.com/antivirus[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]