hiermit haben Dominik und ich das Rätsel um die Einhörner aus der wissenschaftlichen Abteilung aufgelöst und verschwunden sind sie auch.
Ob Emily das überstehen wird?^^
Ich denke, ich spreche ebenso für Dominik, wenn ich sage das wir Beide viel Spaß hatten beim Schreiben.
Liebe Grüße
Dominik und Miri
<RPG>
Ort: USS Hephaistos, Messe
Zeit: SpD 7.1230
Emily saß an einem Zweiterisch am Fenster und blickte nach draußen auf die Raumbasis K-7. Sie dachte kurz über ein interessantes Problem nach, das sich ihr im Maschinenraum gestellt hatte. Sie runzelte die Stirn und blickte erst auf den Salat auf ihrem Tisch, Salat- und dann auf die kleine Blumenvase mit zwei Blumen vor ihr auf dem Tisch. „Darf man sich noch dazu setzen, Lieutenant?“ riss eine männliche Stimme die Trill aus ihren Gedanken.
„Was gibt es?“ fragte sie den Neuankömmling. Dieser lächelte und hielt sein Tablett hoch. „Heute Mittag nur Gemüsesuppe, ich glaube, ich habe mich doch neulich etwas überfressen.“ grinste der blauuniformierte CWI. „Na, dann setz Dich doch einfach her,“ sagte Emily und zeigte auf den anderen Platz der ihr gegenüber noch frei war.
„Wie schön, dass es in der Offiziersmesse nur Fensterplätze gibt,“ sagte Daniel zufrieden. „Irgendeinen Vorteil muss ja die Schinderei auf der Akademie gehabt haben und jetzt trage ich auch noch mehr Gewicht mit mir herum.“ Emily spielte mit ihrem neuen, schwarzen Pin mit ihren Fingern. „Ja, das ist klasse.“ lobte Daniel.. „Ich bin mit den zwei goldenen Pins eigentlich auch zufrieden, mehr brauche ich auch nicht.“ sagte er und beendete damit den ganzen Chit-Chat. „Du wirkst stark in Gedanken und Du isst ausnahmsweise auch etwas Gesundes…Was ist los?“ fragte er freundlich.
Emily blickte kurz auf ihren Teller und zuckte zusammen. Da passte man mal kurz nicht auf und die privaten symbiotischen Freunde nutzen es zu ihrem Vorteil und sorgten für gesunde Nahrung – pfui! X mal hatte sie ihnen gesagt, dass in ihren Körper kein Salat hinein durfte. Sie konnte den armen Hühnern doch nicht das gute Futter wegessen. Für den Augenblick wollte sie sich aber nichts anmerken lassen.
„Ich brüte hier über ein Problem. Einige EPS-Leitungen scheinen in der tertiären Sektion um Deck 11 herum an Energie zu verlieren. Es scheint so, als würde mehr Energie hineingeleitet werden als dann effektiv herauskommt. Es handelt sich hierbei nur um einen Energieabfall von 0,5%..“ „Eigentlich vernachlässigbar, oder?“ „Ja, schon, nur wenn das nur der kleine Anfang ist? In einer Notsituation könnten 0,5% ein Problem darstellen, oder wenn sich der Fehler durch die Leitungen fortpflanzt. Ich habe hier so viele verschiedene Daten von allen EPS-Relays auf dem Schiff, dass ich gar nicht weiß, wohin damit. Daten über Daten…“
Das war für Daniel die Gelegenheit. „Was Du brauchst, ist einen Datenanalysten. Jemand, der sich mit der Materie gut auskennt. Wir sind im Moment angedockt und ich kann Dir da gerne einen Spezialisten ausleihen, “ sagte Daniel fröhlich. „Wenn Du willst, kann ich CPO Isu temporär in den Hades versetzen lassen. Ich brauche im Moment keinen Datenanalysten, das ist alles hier drin.“ sagte er lächelnd und zeigte sich mit dem Zeigefinger an die Schläfen.
Emily dachte nach….konnte dem Namen aber für den ersten Moment wirklich nicht einem Gesicht zuordnen. Es dauerte einen Augenblick dann aber hatte Emily das Gesicht vor Augen und auch den direkt den ganzen Typen – klein untersetzt, aber eigentlich recht freundlich. Über seine Religion hatten sie mal gesprochen, „Das ist die Idee. Super!“ Emily hätte es nicht drauf ankommen lassen, aber wollte auch nicht zu Shay gehen und nur mit Problemen vorstellig werden. Es war ihr Job Lösungen zu finden und keine Probleme zu verbreiten.
„Meinst du denn er hat Lust dazu… ich weiß, das hier ist kein Wunschkonzert, aber Leute arbeiten zielführender und effektiver wenn sie sich mit ihrer Aufgabe identifizieren.“
Daniel stutze kurz, das war zwar richtig, aber klang nicht direkt nach Emily, die sich bis vor ein paar Wochen über solche psychologische Fakten keine Gedanken gemacht hätte.
„Lass das meine Sorge sein. Ich war Klassenbester im Kurs Personalführung“; gab Daniel vollkommen neutral zu. Es lag ihm fern zu prallen, er hatte nur Sicherheit vermitteln wollen. Auf die Lippen der Trill legte sich ein vorsichtiges Lächeln, „Du warst oft Klassenbester, oder?“
Daniel blickte auf sein Essen, „Ich habe halt gern gelernt… tue ich immer noch. Ich entdecke gern neue Dinge und mache mir Gedanken, darum bin ich auch in der Wissenschaft“, erklärte er aufrichtig und freundlich.
„Das ist lebenslanges Lernen und ich werde jetzt wohl auch noch ein bisschen länger lernen müssen.“ sagte Emily dann nachdenklich. „Du hast doch jetzt das Wissen von Deinen ganzen Symbionten im Kopf, das müsste doch zu einem super Zuwachs geführt haben.“ fragte Daniel die Trill.
„Na, mein Freund, das ist nicht so einfach.“ Sie hob leicht den Zeigefinger. „Ich habe zwar diese ganzen Erinnerungen, aber ich kann nicht immer auf sie zugreifen. Das geht noch nicht immer und manche dieser Erinnerungen sind eher..simultan…Stell Dir vor, Du hättest die Spezifikationen eines Warpkerns von 2260 im Kopf, einen von 2310 und einen von heute. Wenn Du Dich dann an die Schemata zu erinnern versuchst, vermischen sich die Erinnerungen und Du bist nicht mehr ganz sicher, was zu welchem Warpkern gehört hat…“
„Gut, da hast Du natürlich recht. Manche Sachen vergisst man einfach..“ Plötzlich sahen sich die Beiden mit großen Augen an. „Hast Du auch das Gefühl wir hätten irgendetwas vergessen?“ fragte Emily und Daniel hatte ebenfalls große Augen. Das kam normalerweise nicht so vor, dass er Sachen vergaß…gut, es kam nicht sooft vor, bevor er seinen Unfall gehabt hatte. „Emily, das ist echt unangenehm. Vor meinem Unfall habe ich echt nichts vergessen, aber jetzt…“ sagte er und dann kam es wieder. „Die Einhörner.“ sagte Emily. „Die Einhörner, die wir noch in Stasis hatten. ich dachte eigentlich, sie sind nur eine Wahnvorstellung.“
„Dann schauen wir doch einfach mal nach ob Sie noch da sind, sie müssten in Deinem Labor sein.“ Daniel nickte und die beiden aßen noch auf und machten sich auf den Weg nach unten in die Wissenschaftslabore, wo die kleinen Einhörner noch in der Stasis waren.
*** Wissenschaft ***
Sie waren noch immer da. Okay! Auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite – na ja!
Emily blickte zu dem Wissenschaftler. Der Wissenschaftler wiederum blickte zu der zierlichen Trill.
„Hmmm“, stimmten Beide im Duett an. Natürlich waren Beide keine Freunde von einfacher Arbeit, aber wenn die Vicherchen jetzt so einfach verschwunden wären, wie sie damals aufgetaucht waren, dann wären beide wohl nicht böse drum gewesen.
Em zuckte als erstes ihren Trikorder und dieses mal erkannte sie eine gewisse Negativstrahlung – okay ihre Freunde wollten unbedingt diese eine Phase prüfen. Es war nervig, wenn sie unbedingt etwas wollten. Noch nerviger war es, wenn sie dann auch noch etwas fanden.
Zwar besaßen die Tierchen samt der Landschaft die sich um sie herum entwickelt hatte immer noch keine Masse, aber vielleicht hatte das mit dieser seltsamen Strahlung zu tun. Em reichte den Trikorder an Daniel und blickte ihn fragend an, aber dieser schien noch immer gefesselt von der Schönheit der Einhörner. Er blickte immer noch hinein!
Und immer noch!
Okay, Geduld war offensichtlich nicht mal die Stärke von Emilys Freunde.
„Daniel?“
Nur sehr langsam gelang es dem Wissenschaftler den Kopf zu der Trill zu drehen, „Die Flora hat sich weiterentwickelt. Die Steppe hat sich in einen dichten Urwald weiterentwickelt und auch die Einhörner haben sich farblich an ihre Umgebung angepasst.“
Emily seufzte, „Also haben wir hier in dem verunreinigten Tiefkühler Evolution zum anfassen?“
„Ja“;
, Daniel konnte seine Faszination nicht verbergen, „Das heißt, das es sich weiter entwickelt und demzufolge ist es auf irgendeine Art und Weise wirklich am Leben. Ob es biologischer Natur oder photonischer ist müssen wir herausfinden.“
Emily blickte zur Decke, auch im wissenschaftlichen Bereich gab es Holoemitter, „Hmmmmm.“
Das Gefrierfach war damals mit Proben verunreinigt worden, was wenn sich dort ein fremdartiges Wesen entwickelt hatte und um Fressfeinde abzuhalten die Holoemitter anzapfte, das würde zumindest die Strahlung erklären. Vielleicht war es aber auch telepathisch, dieses fremde Wesen. Die Idee eines ihrer Freunde war der Trill voll peinlich und sie wollte nicht die Jenige sein die das sagen musste.
„Vielleicht haben wir einen kleinen Besucher“; erklärte Daniel und Emily atmete tief ein. Sie dankte den Göttern, dass sie das nicht hatte sagen müssen.
Emily lief zu einer Schublade und holte sich dort einen anderen Trikorder, stellte etwas an diesem um und scannte die Box, „Och ne!“ die Stimme der Trill war von Enttäuschung geprägt. Die schöne Landschaft war verschwunden, dafür saß dort ein kleine Tier das an eine fette grüne Raupe erinnerte und genüsslich das Eis von den Wänden fraß, „Guck, das ist nicht so hübsch wie die Einhörner.“
Eigentlich fand Emily das Ding sogar recht hässlich. Daniels Augen begannen aber zu leuchten als er das Bild auf dem Trikoder betrachte, „Emily! Weißt du was das ist?“
„Ja, hässlich“, erklärte sie knapp.
„Nein! Das ist dein X8723. Auf einer SB haben Wissenschaftler den Verdacht geäußert, dass es solche Wesen gibt. Sie sind mit Raupen von der Erde zu vergleichen, allerdings ernähren sie sich von Eis und leben oft im All selbst. Sie sind mikroskopisch groß. Das ist eine unglaublich Gelegenheit ihre Existenz zu beweisen.“
Emily nickte nur langsam, sie hätte ja lieber die Existenz der Einhörner bewiesen.
Noch einmal blickte sie auf den Trikorder, vielleicht gab es ja etwas Niedliches an dem Ding? NEIN! Leider nicht.
Und das klang hier jetzt auch nach Biologieunterricht – da war sie auf jeden Fall raus.
Der CWI zitterte leicht vor Aufregung. Ein X8723, ein Mythos und noch dazu war diese Raupe auch noch besonders groß…. „Daniel, was Du vielleicht nicht weißt, ich habe immer schon davon geträumt, Einhörner zu finden und diese kennenzulernen. Und plötzlich waren sie da. Du hast davon geträumt, diese Raupe X…irgendwas zu finden und da war sie plötzlich. Es ist fast so, als würden wir immer wieder das finden, was wir uns gewünscht haben.“
Daniel überlegte und man konnte sehen, wie der begeisterte Blick sich langsam in einen enttäuschten umwandelte. „Meinst Du echt? Dann sollten wir vielleicht noch jemanden kommen lassen.“ Daniel ging kurz nach draußen und hielt auf dem Gang das erstbeste Crewmitglied an, das dann auch hereingebeten wurde. Emily hatte die Box wieder verschlossen. „Würden Sie bitte diese Kiste öffnen?“ zeigte die Trill auf die kleine Kühlbox. „Wollen Sie mich irgendwie verarschen und erschrecken?“ fragte der Crewman vorsichtig und blickte Emily an.
Die Trill lächelte breit. Es wäre natürlich eine gute Idee gewesen, aber so wie es aussah, würde der Crewman noch etwas Motivation brauchen. „Da ist wirklich nichts böses drin, es passiert nichts. Machen Sie doch einfach auf, wir brauchen das für ein Experiment.“
„Okay, ich mache es jetzt auf.“ Man konnte den erwartungsvoll-verängstigten Gesichtsausdruck sehen, wie immer bei einem Menschen, der das Gefühl hatte, gleich erschreckt zu werden. Dann machte er die Kiste auf und in seinen Augen begann es zu strahlen. „Woher wussten Sie, dass ich kleine Kätzchen so sehr mag?“ Em war sofort dabei, blickte an dem Mann vorbei in die Kiste, das war zu niedlich. Statt der fetten Raupe- oder der Eichhörnchen- war darin eine kleine Pyramide aus siebe 10 Kisten, die auf allen 6 Seiten Löcher hatten und kleine Miniaturkätzchen krabbelten darin herum und spielten. „Das sind holographische Kätzchen, oder?“ fragte er lächelnd.
„Nicht wirklich, aber danke für Ihre Hilfe, es hat uns sehr geholfen,“ sagte Daniel und schon den perplexen Herren wieder aus dem Labor heraus. Em hatte wieder ihren Trikorder gezogen. „Die Strahlungswerte sind immer noch negativ, es hat sich also außer unserer optischen Wahrnehmung nichts weiter verändert. Da waren leider nie Einhörner oder auch Deine Wunderraupe.“
Daniel seufzte. „Was soll das dann? Hmm…anscheinend haben wir auf der Hephaistos nicht die nötige Ausstattung, ich werde einen Transfer der Einheit auf K7 vorbereiten lassen. Die können dann den Container weiter untersuchen oder an irgendwelche besseren Einrichtungen weiterleiten.“
„Das denke ich nicht,“ hörten die beiden plötzlich eine leicht kratzige Stimme, die anscheinend aus der Katzenkiste kam. „Die ganze Geschichte ist ja soweit ganz lustig gewesen, Leute, aber untersucht zu werden wie so ein Versuchskaninchen, nein, das ist überhaupt nicht das, was mir so vorschwebt.“
„Sprechen da gerade die Kätzchen zu uns oder habe ich einen Schlaganfall?“ fragte Em nun wieder. „Ich höre dasselbe, kann aber nicht sicher sein, ob es direkte verbale Kommunikation ist oder nur in unseren Gehirnen.“
„Natürlich ist es nur in Eurem Geist. Generell projiziere ich nur mein verändertes Erscheinungsbild in Eure Gehirne, so dass ihr in mir nur das seht, was ihr gerne hättet. Es war auch richtig nett hier auf der Hephaistos, aber jetzt wird es an der Zeit für mich weiterzuziehen. Gehabt Euch also wohl..“ Das Licht wurde in der Box immer heller und schließlich verschwanden die Kätzchen und es war nur noch der leere, weiße Kühlcontainer übrig. „Sieht so aus, als müsste ich für den Captain und die Sternenflotte jetzt einen Bericht aufsetzen.“ Em klopfte ihm tröstend auf die Schulter. „Dafür komme ich dann um 5 Uhr zum Tee vorbei, in Ordnung?“ „Emily, Du bist echt unmöglich, die ganze Zeit denkst Du nur ans Mampfen.“ „Ja, besser als gar keine Hobbies.“ grinste sie zurück und winkte, als sie die Wissenschaftssektion verließ.
</RPG>
<SUM>
Ort: USS Hephaistos, Messe
Zeit: SpD 7.1230
Emily und Daniel unterhalten sich in der Offiziersmesse erst über das Problem von verschwindender Energie aus den EPS-Leitungen. Dazu erhält Em die einmalige Gelegenheit, den leicht exzentrischen CPO Isu als Datenanalyst auszuleihen.
Da das Gespräch eh schon auf komische Sachen gekommen ist, gehen die beiden erneut zu der Kühlbox mit den Einhörnern, nur ist dort jetzt eine fette mythische Raupe drin. Nachdem der Container wieder verschlossen wurde, rekrutierte Emily ein Crewmitglied, um die These zu überprüfen, dass sich der Inhalt an den Öffner anpasst. Danach waren junge Katzen drin. Bevor sich die Kiste aber weiter untersuchen ließ, beschloss die Lebensform, immer noch unbekannt, sich zu verabschieden und zu verschwinden.
</SUM>
Submitted by
Lt. (jg) Emily Wells
CING USS Hephaistos
aka Sunny
und
Lt. Daniel Claton
CWI USS Hephaistos
aka Dominik