Hallo Zusammen,
ich bin zwar Teilabwesend, aber ich hatte schon einen Post angefangen. Ich schick nun einfach die erste Szene und vielleicht bekomme ich den Rest die Tage noch fertig.
Liebe Isi (Jetsun), Ana ist einfach nur sehr nüchtern wie ein Vulkanier und ein emotionaler Analphabet. Sie hat das alles nur nüchtern analysiert, so als ob sie ausrechnet wie viele Kalorien am Tag noch gehen. Ich hoffe, du bist mir nicht böse.
Liebe Grüße an Alle
Sunny
< RPG>
# Zeit: 10.1840
# Ort: Maschinenraum Baltimore
Ana starrte kurz auf ihre XO, diese Frau machte sie müde. Unendlich müde, sie war so schrecklich langweilig, dass Ana schon fast schläfrig wurde.
Kurz schreckte die Betazoidin auf als das gute Werkzeug nach ihr flog und sie nur knapp verfehlte. XOs warfen nicht mit Werkzeugen, das war ein ungeschriebenes Gesetz, denn auch wenn die XOs der Sternenflotte ihre alles entdeckenden Wissenschaftler hüteten wie einen Topf voll Gold, so waren ihnen allen eines Inne: Sie wussten genau das allein die Technik sie hier her in die unendlichen Weiten des Alls gebracht hatten.
Außerdem sollten Führungsoffiziere nicht mit Gegenständen nach ihren Untergebenen werfen, zumindest nicht wenn sie so fähig und loyal waren wie es in Anas Fall nun mal war.
„Mir ist übel und mein Blutzucker ist am Boden!“ Stellte die Telepathin fest und lies ihre unsichtbaren geistigen Fühler über das Schiff huschen. Etwas stimmte hier ganz offensichtlich nicht!!!
„Was tun Sie“, zickte Sam immer noch im Einfluss des Wesens, „Sie sollen das Schiff reparieren nicht essen.“
Ana nickte, „Das wäre unter normalen Umständen mein Bestreben und ihr Job wäre es mir zu sagen, dass ich es nicht übertreiben soll und auf meinen Blutzucker achten muss.“
Sam hielt kurz inne. Ihr Gegenüber war so kalt wie ein Vulkanier aber dennoch sprach sie die Wahrheit. Sie hatte sich nicht so um das Außenteam gekümmert, wie sie es unter normalen Umständen getan hätte. Hatte sie sich überhaupt regelmäßig auf der Hephaistos gemeldet? Gerade noch hätte sie steif und fest behauptet, dass sie alles richtig gemacht hatte. Es kam ihr alles so richtig vor und nun wo sie in Ruhe darüber nachdachte, nicht gehetzt von der Arbeit, da war Sam sich gar nicht mehr so sicher.
Instinktiv versuchte sie das restliche Außenteam zu kontaktieren, aber irgendetwas störte ihre Signale, fast als wollte etwas nicht, dass sie sich meldete. Das Gefühl als wolle etwas das sie unaufhörlich das Schiff wieder in Standsetzen, jagte Sam einen kalten Schauer über den Rücken.
„Können wir die Hephaistos erreichen?“ Bei ihren Worten lief die XO auf eines der Terminals zu, sie war nicht gewillt eine Antwort ihres Gegenübers abzuwarten.
Ana folgte der Frau zumindest kurz mit ihren Blicken, jedoch mehr als emotionslos. Sie stellte sich ebenfalls neben eines der Terminals und überprüfte die Anzeigen, „Die Lebenserhaltung arbeitet zuverlässig. Die Biofilter auch! Außerdem gibt es keine Meldungen über bewusstseinsverändernde Stoffe in der Schiffsatmosphäre.“
Sam nickte. Sie konnte kein weiteres Signal zu irgendwem aufbauen. Sie waren hier allein. Erst jetzt fiel der menschlichen Frau auf, wie kühl es hier war. In der Luft lag ein modriger Geruch. Auch wiederum eine Tatsache die keinerlei Sinn ergab.
„Haben wir Zugriff auf die Sensoren?“ Ana nickte.
„Schiffsweite Überprüfung einleiten“; befahl Sam leicht nachdenklich.
„Was suchen sie Ma´am?“
Sam zuckte mit den Schultern, „Nach allen auffälligen Werten.“
Ana nickte.
Keine Diskussion, keine Kommentare?!
Es machte Spaß mit dieser Frau zu arbeiten, sie war fachlich auf der Höhe und nicht schwierig und dennoch war es seltsam nicht einen witzigen Spruch der Trill zu kassieren.
„Der Vorgang benötigt exakt 8 Minuten 56 Sekunden.“
Sam nickte, bemerkte jedoch sofort, dass das Ana kurz inne hielt.
„Haben wir schon Ergebnisse?“
Ana blickte auf und wirkte für einen Moment wahrlich verblüfft, „Eine Rettungskapsel hat sich vom Schiff gelöst und nach dem was ich erkennen kann befindet sich unsere CM darin. Offensichtlich gibt es eine Fehlfunktion, sie steuert ins All. Weg von der Hephaistos.“
Sam hielt einen Moment inne. „Sind die Werte gesichert.“
Ana seufzte, wenn nicht, hätte ich es als unsichere Sachlage betitelt.“
Nun war es Sam die seufzte, „Wann haben wir wieder eine Kontaktmöglichkeit mit der Hephaistos.“
„Wenn die Werte stimmen in knapp zwei Stunden.“
Sam blickte auf den Boden.
Und prompt wurde ihre unausgesprochene Frage beantworte, „Die Überlebenssysteme der Kapsel haben genügend Energie für diesen Zeitraum und eine Pufferzone von 12 Minuten.“
Sam blickte erschrocken auf, „Was Sie in meinem Kopf?“
„Nein, aber anhand ihre emotionalen Mimik, schloss ich darauf, dass das Überlieben ihrer fahnenflüchtigen CM ihnen wichtig ist.“
Sam stemmte die Arme in die Seite, „Benutzen Sie nicht dieses Wort.“
Ana zuckte mit den Schultern, „Okay, ihre CM hat sich unerlaubt von der Truppe entfernt.“
Sam seufzte „Wir handhaben das nicht so und uns ist die Sachlage noch nicht bekannt. es gibt bestimmt eine vernünftige Erklärung.“
Während Sam bestimmter sprach, war Ana noch immer so kühl wie ein Fisch.
„Paragraph 23 b deklariert solch ein Verhalten genau! Die Definition lässt wenig Spielraum für Interpretationen.“
„Das klären wir später auf der Hephaistos mit dem Captain.“
Ana zuckte erneut mit den Schultern, sie wusste zwar nicht warum die XO sich das von Shay vorlesen lassen wollte, aber vielleicht war lesen nicht ihre Stärke.
Ana war es gleich – wobei – nur so lange bis hier irgendwer einen medizinischen Notfall hatte und man auf sie zukam für Erste Hilfe oder ähnliches, dank ihrer Vorbildung.
Sie würde hier keine verschmutzte Wunden anfassen, nur weil die Ärztin mehr Furch als Vaterlandsliebe hatte.
„Wir sind ein kleines Schiff und zum Teil sind die Offiziere befreundet… wie eine kleine Familie. Wir handhaben einige Dinge anders.“ Erklärte Sam während sie auf die verbleibende Zeit des Scans starrte.
Ana nickte, „Ich verstehe…… nicht!“
Nein, tat sie nicht! Die Hephaistos gehörte zur Sternenflotte, zumindest noch als sie heute von dort aufgebrochen waren. Außerdem galten die Regeln der Sternenflotten und die Föderation doch für alle, oder befand gerade diese Besatzung sich in einer abgewandelten Form des Spielgeluniversums?
Warum hatte sie denn dann kein Memo bekommen?
Ana blickte wie ein ertrinkender Fisch ihr Gegenüber an.
„Meine Definition von Freundschaft ist gesellschaftlich nicht als normal angesehen, aber jede Person die ich in mein Rudel aufgenommen habe, hätte niemals irgendwen zurückgelassen, besonders dann nicht, wenn die eigenen Fähigkeiten für das Überleben der anderen Rudelmitglieder von existenziellem Wert sein könnten. Oder ein ungeplanter Vorfall sie zu solchen machen könnte.“
Ana blickte noch immer neutral auf ihre Anzeigen, musste dabei aber kurz an ihre Freunde denke. Dieses seltsame Gefühl in ihrem Magen war auf einmal wieder da – sicher wieder dieses aufdringliche Vermissen.
Sam hatte kurz nach den passenden Worten gesucht, jedoch keine gefunden und sich lieber mit den Scans befasst.
Kurz dachte Ana an Ortrichk, kein Ort der Welt und möge er noch so grausam und feindlich sein, würde sie davon abhalten die Katze zu beschützen.
Na ja, jede Spezies hatte so ihren ganz eigenen moralischen Kompass.
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<SUM >
# Zeit: 10.1840
# Ort: Maschinenraum Baltimore
Sam und Ana befreien sich aus dem Einfluss des Monsters.
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