Hallo ihr,
ich habe noch nen paar Bälle die ich abarbeiten muss bevor ich bei der neuen Mission angekommen bin.
LG Sunny
<RPG>
# Ort: Quartier della Scala/Loona
# Zeit: SpD 17.1915
<Quote>
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TO: Lt.jg Emily Wells
FROM: LtCmdr. della Scala
TOPIC: Huhn
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Sehr geehrte Miss Wells,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Keiran war außer sich vor Freude über Ihr außergewöhnlich freundliches
Angebot, das weiße Huhn zu adoptieren. Unsere Freude hielt sich etwas in
Grenzen, allerdings wollen wir uns der Begeisterung nicht in den Weg
stellen.
Bitte bringen Sie das Huhn in einer Transportbox mit geeigneter
Auslaufkäfigvorrichtung – mangels vorhandenen Equipments – morgen in
unsere Quartier.
Ergebendst Ihr
Ettore L. della Scala
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END OF MESSAGE
</QUOTE>
Emily hatte diese Nachricht dreimal gelesen. Natürlich war die Freude groß darüber dass der kleine Junge sich um das Huhn kümmern würde. Jeder Junge sollte dich einen Hund haben, oder ging das Sprichwort anders? Warum hatten Menschen eigentlich so viele unterschiedliche Sprichwörter.
Sie selbst hatte diese Nutztiere nie in ihrem Quartier gehalten. Die Hühner waren toll und ab und zu konnte mal eines mit in das Quartier zum kuscheln und streicheln, aber das Gehege in der Botanik war doch ne feine Sache. Die Vögle hatten seltsamen Puder im Gefieder der legte sich irgendwie über die Möbel und auch so stank der Käfig recht schnell.
Emily zuckte mit den Schultern. Es stand ihr nicht zu sich ein Urteil zu bilden. Die della Scalas waren Menschen und stammten damit vom selben Planeten wie die Hühner, sicher wussten sie es besser.
Es dauerte nicht lang und Emily hatte das Huhn eingefangen und es in eine Transportbox verfrachtet, diese Samt doch recht großem Gehege und Stall (zumindest als Bausatz) in das Quartier gebeamt. Sie selbst hatte sich zu Fuß auf den Weg gemacht. Neuerdings schwappten sehr oft seltsame Ideen in ihr Bewusstsein. Heute war es die Tatsache, dass man sich nicht einfach ohne Vorwarnung in das Quartier von Familien beamte.
Auch dass der Bausatz und das Huhn gleich eintreffen würden, hatte sie zuvor angekündigt.
Der Symbiont hatte wohl doch auch stellenweise einen guten Einfluss.
Es dauerte nicht lange und Emily stand mitten in dem Quartier und nahm von Melody Anweisungen entgegen, wo sie das Gehege aufbauen sollte. Diese Zeit nutzte der kleine Keiran um sich zumindest durch das Gitte schon mal mit dem Huhn bekannt zu machen. Alles natürlich unter den wachen Augen seiner Eltern.
„Möchten Sie etwas trinken“, fragte Melody höfflich.
Emily lächelte verhalten, „Eigentlich immer, aber ich bekomm das Hühnerhaus ohne Pause schneller fertig und wir wollen das Huhn doch schnell aus der Box lassen.“
Keiran blickte kurz zu der Trill als er das Wort Hühnerhaus höre und stellte sich in seiner kindlichen Phantasie ein ähnliches Zimmer wie das Seine als Innenleben für das Hühnerhaus vor.
„Kann es nicht in meinem Zimmer leben“, fragte er die Mama.
Emily blickte zwischen Beiden hin und her und beschloss auf Anraten ihrer imaginären Freunde doch lieber stumm und vor allem schnell zu arbeiten.
# Zeit: SpD 11.0800
# Ort: verschiedene Quartiere – Quartier Wells
In ihrer Pause hatte Emily kurz in ihrem Quartier vorbeigeschaut. Oder steckte sie in der zweiten Doppelschicht. Wer wusste das schon so genau? Natürlich hatten sie bei den letzten Reparaturen noch immer Unterstützung von K7, aber als CING musste sie alles überwachen. Zumindest fühlte es sich für Emily so an. Vielleicht wollte sie such auch nur von Mata und Annalise ablenken. Auch den Holodoc vermisste sie. Die Anderen hatten seinen Abschied ignoriert, totgeschwiegen. Wahrscheinlich waren sie froh darüber, dass es weg war und sie ein Problem weniger hatten. Ein Umstand, den auch Emily schweigend hinnahm, der ihr aber nicht gefiel. Früher hätte sie sich keine Gedanken darüber gemacht, aber heute hatte sie acht Berater, die irgendwie nicht immer auf die Leute um sie herum gut zu sprechen waren.
Etwas überrascht blickte sie auf ihr PADD welches vom Eintreffen einer Nachricht sprach. Die junge Frau überflog die Daten und musste sich erst einmal setzen.
*Ich habe doch gesagt wir müssen das melden und wir sind so gut, das wir die Hühner schon vor knapp einer Woche angemeldet haben.*
Emily schluckte, während sie den Ausführzungen des Botschafters in ihrem Kopf folgte.
Sie hatte es für einen Scherz gehalten das man Vögel anmelden musste, das hatte sie einfach nicht glauben können und doch hatte er Recht behalten.
Was wenn ihre Vorwirte viel öfter Recht hatten als sie es mutmaßen konnte.
Sie hatte so oft eine andere Meinung als die anderen Acht.
Mit einem Kopfschütteln löste sie sich von diesem Gedanken und erhob sich, dabei strich sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und verbannt diese hinter das Ohr. Das blaue Haar hatte Emily zu einem Zopf gebunden.
*Essen wir heute zusammen… also nur wir. Ohne die Andern.*
Emily zuckte zusammen. Ihre Freunde wollte immer häufiger Zeit mit ihr allein verbringen und zu oft gab sie nach. Nik hatte sie heute Morgen auf dem Korridor abgepasst und gefragt, ob er sie versehentlich beleidigt hatte.
Nein, hatte er nicht! Aber es war leichter mit den imaginären Freunden Zeit zu verbringen. Diese warfen einem nicht aus dem Quartier und meldeten sich dann nicht, weil sie auf einmal eine neue Freundin hatten, die ja so viel cooler war und mit der man alles machen wollte.
Außerdem verlangen die Acht auch nicht von Emily, das sie sich benahm, wie es irgendwem passte.
Sie warfen ihr nicht vor kindisch, oder anstrengend zu sein.
Vielleicht waren die acht einfach ihre echten Freunde. Mit denen gab es auch keine Liebesdramen…. Ohja, das gab es eh nicht weil es Emily reichte die Angebetet einfach aus der Entfernung zu beobachten.
HEIMLICH
STILL
UND LEISE
Kurz und knapp ihr Leben war gar nicht so scheiße – die Leute um sie herum machten es einfach nur kompliziert.
Okay, das mit dem Schwärmen oder verliebt sein, belastete Emily irgendwie doch und so war es doch nur logisch, dass sie sich wieder entlieben musste. Leider hatte atok keiner ihrer acht Freunde dafür das ultimative Rezept, aber sie versprachen darüber nach zu denken.
# Zeit: SpD 19.1200
# Ort: Bereitschaftsraum CO
Okay, sie hatte es übertrieben! Vielleicht hätte sie die letzten sieben Nachrichten der vulkanischen Admiralität nicht vollends ignorieren sollen. Nummer sieben und Nummer achte hatten sie mehrmals gewarnt!
Wieder hatten die Vorwirte Recht, wobei auch Beide die Vulkanierin flachlegt hatten, da kannte man sich wohl denken wie sie reagiern würde.
Wobei?
Kannte Emily sie dann auch?
Und warum wusste sie wie diese Frau roch, wo sie ihr doch noch nie persönlich begegnet war?
Ihre früheren Leben hatten viel zu viele Frauengeschichten und das rächte sich jetzt. Gut, dass und die Tatsache das Emily vielleicht da die eine oder andere Nachricht vergessen hatte – absichtlich.
Vorsichtig betrat die Trill den Raum, in dem Shay über Banalitäten mit der Admiralität fachsimpelte.
Er hielt sich nicht mal schlecht, aber dass es ihm unangenehm war, das hätte auch ein Blinder mit Krückstock gesehen.
Das erinnerte sie daran, dass sie das Frühstück mit Fabi auch vergessen hatte. Es war eh doof, dass er sie fragte ob sie frühstücken wollte, er hatte doch jetzt Jetsun, da sollte er doch seine Zeit mit ihr verbringen. Dann hatte sie auch kein schlechtes Gewissen, wenn sie lieber ihre Zeit mit ihren acht besten Freunden verbrachte.
Kopfschütteln betrat Emily den Raum, nickte Shay zu und dachte nicht mal im Entferntesten daran Haltung anzunehmen.
Wenn die eigene Zunge diverse Körperstellen der nicht mehr ganz so taufrischen Admiralin erkundet hatten, dann musste man das nicht! Stand sicher auch im Sternenflotten Handbuch und wenn nicht? Dann sollte es dringen darin vermerkt werden.
Da waren ihre Freund zwar auch anderer Meinung, aber Emily hatte hierauf keinen Bock.
Shay schien nicht so genau zu wissen, was er jetzt tun sollte, er schien verwirrt von Emilys verhalten. Es war das Eine wenn sie bei Ihm locker war, aber bei einem Admiral mit rein vulkanischen Wurzeln, das konnte in die Hose gehen.
[Sehr schön. Danke Miss Karx, das sie gekommen sind. Captain Ruthven Sie können dann wegtreten.]
Shays Augen weiteten sich, in seinem Geist manifestierte sich ein baldiges Kriegsgericht für die CING.
„Bei allem nötigen Respekt. Mss Wells – Karx steht unter meinem Kommando. Ich werde als ranghöchster Offizier dieses Schiffes diesem Gespräch beiwohnen.“ Um seinen Worten Ausdruck zu verleihen positionierte er sich hinter der zierlichen jungen Frau.
Emily verdrehte die Augen – sie brauchte NIEMANDEN im ganzen Universum der sie beschützte, das verstand nur irgendwie nie einer. Normaler Weise konnte sie das ja mit ein wenig Humor nehmen, aber heute nicht.
[Captain, ihre Gefühle in allen Ehren, aber diese sind nicht nur unlogisch, sondern zeugen von einem Nichtverstehen, dass ich nicht bereit bin zu korrigieren. Ich merke jedoch als Denkansatz an, das sie gerade ein 600 Jahre altes Wesen bem…]
Bei dem Wort Bemuttern, konnte die Vulkanierin noch an sich halten und auch wenn sie betont emotionslos wirkte, wusste Shay das sie es nicht war, dafür hatte er bereits mit genügend Vulkaniern Bekanntschaft gemacht.
Emily starrte auf den Monitor!
Persönlich gesprochen hätte Shay hier bleiben können, vor allem wenn sie dann hätte gehen können.
„Hallo“, rang Emily sich nun ab, auch weil sie ja irgendwann mal irgendetwas sagen musste.
Der Botschafter tauchte rechts neben ihr auf und Nummer sieben in schönster Sternenflottenuniform links. Beide gaben zu verstehen, dass sie nur nach vorn blicken sollte und sich nichts von ihnen anmerken lassen sollten. Dann belegten jedoch Beide das Bild, das sich als Hologramm manifestiert hatte mit sehnsüchtigen Blicken.
Immer noch stand Shay hinter Emily, was diese nun veranlasste einen Schritt nach vorn zu machen. Sie fühlte sich bedrängt.
„Wie geht es den Laufenten? Alle wohlauf und Legefreudig. Gab es Nachwuchs?“
Die Admiralin die in Menschen Jahren sicher die 60 überschritten hatte nickte stumm.
[Alfred kommt langsam in die Jahre… die Arthrose haben wir aber im Griff und wie immer gibt es erst im Frühjahr Nachwuchs, wir sind noch zu früh dran.]
Shay versuchte sich nichts anmerken zu lassen, das war so unwirklich, dass er eh nicht wusste wie er hätte reagieren können.
Emily seufzte leise.
Die Vulkanierin versuchte sich an einem ganz kurzen Lächeln.
Emily kam nicht umher, sie erinnerte sich an den ersten Kuss den sie tauschen. Damals war die Admiralin noch ein junger Ensign unter dem Kommando von Nummer sieben, der sich sehr schwer damit getan hatte sich auf eine Beziehung mit ihr einzulassen. Ebenso erinnerte sich Emily daran, wie sie sich in ihrem Büro geküsst hatte, kurz bevor der Botschafter von den Klingonen gefangen genommen wurde. Der letzte Kuss.
Karx hatte zu viele Beziehungen!
[Karx, ich würde vorschlagen das du zurück zur Erde kommst. Wir könnten einen netten Lehrstuhl an der Akademie für dich finden]
Emily stockte, sie war doch gerade erst von der Akademie runter, sie würde doch nicht freiwillig…
Em versuchte sich an einem Lächeln, das jedoch der Vulkanierin sehr bekannt war, also änderte diese ihre Taktik.
[Karx, ich muss dich nicht daran erinnern, das du einige geheime Informationen über den diplomatischen Sektor und die Sternenflotte innehast. Es wäre unklug dich an der Front zu stationieren.]
Aktuell kam Shay sich wie ein Statist in seinem eigenen Theaterstück vor, aber nicht einmal eine Sprechrolle war ihm vergönnt, denn er kam einfach nicht zu Wort.
Emily hatte nach links und rechts geblickt, „Warum sagt mir denn keiner, dass wir Geheiminformationen besitzen?“
Der Botschafter blickte auf den Boden, *Sind doch geheim, da könne wir dir das doch nicht sagen… noch nicht*
Emily stampfte auf, „Das ist jetzt nicht euer Ernst.“
Die Admiralin nickte, ihre Fragen hatten die ganze Zeit nur auf diese Information abgezielt.
[Karx, du weißt…..]
Offensichtlich wusste Emily nicht, das war ja gerade das Problem, aber sie wusste das diese geheimen Informationen kein Problem waren, als man den Botschafter als Lockvogel für die Klingonen aussetze.
Das war geplant? Emilys Augen weiteten sich.
Wunderbar! Das gab dem Ganzen nun noch die Zuckerglasur.
Immer wenn man dachte man hatte das aktuelle Drama verarbeitet, da purzelte einem auch schon das nächste vor die Füße.
Emily musste sich setzen, das war zu viel.
Der Botschafter und diese Frau hatten sich geliebt und doch hatte sie ihn ziehen lassen, in den sicheren Tod.
Die Trill schluckte trocken.
Ein Moment der Stille legte sich über die Drei.
Der Schotte räusperte sich und setzte erneut an, jedoch wurde dieser Versuch durch einen stechenden Blick der Vulkanierin zu Nichte gemacht.
„Es war nicht deine Schuld“, erklärte Emily mit erstickter Stimme.
Die Vulkanierin nickte stumm und hielt dabei den Blick gesenkt.
Shay hätte sich nun gern in Luft aufgelöst. Leider schien das Universum ihm diesen Gefallen nicht zu gestatten.
[Wir sollten privat weiter sprechen… morgen?]
Emily nickte, „Das wäre vermutlich besser.“
Die Verbindung wurde unterbrochen und ließ eine verstörte Trill und einen noch viel verstörteren Shay zurück.
„Emily“, setzte er an.
Aber diese schüttelte nur den Kopf, „Irgendwann anders mal.“
Davon mal ab, dass sie nun die Beziehung der letzten zwei Wirte aufarbeiten musste, gab es geheime Informationen, die ihr Symbiont ihr nicht sagen wollte. Das war irgendwie so als würde man sich selbst nicht trauen und das war eine Erkenntnis die so erschütternd war, dass nicht mal der Boss es würde verstehen können.
Mit hängenden Schultern verließ Emily den Raum. Shay hatte nicht vor sie aufzuhalten, auch er wusste, wann man zu Leuten durchdringen konnte und wann nicht.
</ RPG>
<SUM >
# Ort: Quartier della Scala/Loona
# Zeit: SpD 17.1915
Emily liefert das Huhn ab und baut den Käfig auf.
# Zeit: SpD 11.0800
# Ort: verschiedene Quartiere – Quartier Wells
Als Streber hat Emily natürlich ihre Hühner schon vor einer guten Woche angemeldet.
# Zeit: SpD 19.1200
# Ort: Bereitschaftsraum CO
Die Vergangenheit holt die Trill ein und schmerzlich muss sie feststellen, das ihr Symbiont zu viele Weibergeschichten hatte.
</ SUM>