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Der Lehnseid

Posted on 13. Februar 2021 By admin
Hi,
so, nun endlich mal ein paar Szenen, die ich schon länger im Kopf hatte. Von daher raus damit. Sind zwei Bälle dabei. Falls jemand Lust auf Vikings hat, darf er sich gerne in der zweiten Szene noch einmischen. 🙂

<RPG>
 
Ort: USS Hephaistos, Büro der OPS
Zeit: SpD 05.0905
 
Jenn betrat das Büro, welches ihr nun als neues Arbeitszuhause dienen würde, sofern ihr Dienst nicht die Anwesenheit auf der Brücke erforderte. Noch immer gingen ihr die Worte des COs durch den Kopf.
 
<quote>
 
„Gut, damit haben sie auch ihren Job wieder. Das heißt gehen sie duschen und melden sie sich in ihrer Abteilung. Da wartet jemand neues auf sie den die einlernen müssen. Oh – und ich schlage vor das sie sich bei der CSO entschuldigen und zwar bald.
Sie hat Talav dazu gebracht zu gestehen.“ erklärte Shay noch bevor er das Quartier wieder verließ und Jenn allein ließ.
 
Er hatte Jenn nicht verraten wer da in der OPS auf die wartete und er wäre ja zu gern dabei wenn die zwei Frauen aufeinander trafen – aber das würde sich kaum machen lassen.
 
</quote>
 
Sie hatte keine große Lust sich zu entschuldigen. Warum auch? Sie hatte eine Grenze gezogen. Mehrere Grenzen. Doch immer wieder warf man ihr vor, dass sie dabei über Ziel hinausschoss. Dass sie gereizt und undiplomatisch reagierte. Doch Jenn musste nicht mit jedem ein gutes Verhältnis haben. Es gabe Personen, die mochte sie nicht und wiederum gab es Personen, die mochten sie nicht. Der Pilot war da das beste Beispiel. Aus jeder seiner Pore verströmte er die Ablehnung und Abscheu ihr gegenüber. Er meinte sicher, dass er dies gut kaschierte hinter einer Förmlichkeit. Doch Jenn spürte die Vorurteile und die Ablehnung, die er für sie übrighatte. Sollte er doch. Sie konnte gut ohne ihn leben.
 
„Nehmen Sie gefälligst Haltung an!“ erscholl es plötzlich vor ihr.
 
Verwirrt hob Jenn den Kopf. Sie kannte die Stimme, doch der Tonfall passte nicht zu dieser Stimme. Etwas sprachlos blickte sie auf die junge Frau, welche vor ihr stand. Dann sah sie die Pins am Kragen. „Verdammt, Du bist Lt.?“
 
„Ja, Du etwa nicht?“ frotzelte die Stimme.
 
Mit schnellen Schritten war Jennifer bei Inari und schloss diese in ihre Arme. „Was machst Du hier?“
 
„Ich bin gekommen um Dich zu retten. Und das in mehrerlei Hinsicht.“
 
Eine ganze Weile standen die beiden Frauen so da. Keine wollte die Umarmung lösen. Viel zu lange war es her. Viel zu viel war passiert. Schließlich trat Jenn einen Schritt zurück. Zwei Tränen liefen über ihre Wange. Inari sah diese und wischte sie vorsichtig mit ihrem Daumen fort. Auch ihr lief eine Träne über die Wange. Sie hatte es nicht für möglich gehalten, dass sie beide mal wieder auf demselben Schiff sein würden. Doch es war Wirklichkeit geworden.
 
„Wie, seit wann?“ fragte Jenn noch völlig perplex. Es war ihr egal, dass Inari ihre Tränen sah. Denn Inari durfte das. Inari durfte noch viel mehr.
 
„Kimon hat es in die Wege geleitet. Er hat ein paar Register gezogen und die Versetzung arrangiert. Nun bin ich hier.“
 
Wieder nahm Jennifer ihre Freundin in die Arme. Kimon, dieser Cardassianer war wirklich ein Mysterium. Doch er hatte viel für sie getan. Allerdings war sie sich nicht sicher, ob er wusste, was er hier für sie getan hatte. Lange standen beide Frauen so da, ohne sich zu bewegen. Keine wollte den Moment zerstören oder beenden. Es war einfach gut so. Einfach gut.
 
Ort: USS Hephaistos, Holodeck
Zeit: SpD 6.1700
 
Verwirrt betrat Sam das Holodeck. Sie hatte eine Einladung bekommen. Die Einladung hatte von Jennifer gestammt. Das alleine war eigentlich schon seltsam. Auf der Ainama hatte Jennifer sie nie auf das Holodeck eingeladen. In den letzten Tagen hatte Sam immer wieder mal nach Jennifer sehen wollen. Vor allem während des ganzen Zwischenfalls mit Talav und dem Mord an Lt. Sigmarsson. Doch Shay hatte immer wieder klar gemacht, dass sie sich um Emily kümmerte, während er sich der Sache um Jenn annahm. Nun war Jenn ihr mit einer Einladung zuvorgekommen. Trotzdem fühlte sich Sam im Moment etwas unsicher.
 
Ein eisiger Wind schlug ihr entgegen. Das Schneetreiben nahm ihr fast die Sicht. Sie fühlte wie der Wind versuchte zwischen jede Ritze ihrer Kleidung zu kommen. Nun war sie glücklich über den schweren Mantel aus Fell, welcher über ihrer Kleidung lag. Sie hatte mit der Einladung aufs Holodeck auch diese „Kleiderordnung“ erhalten. Ihr Haar war kunstvoll geflochten und an ihrer Seite trug sie ein langes Wikingerschwert.
 
Das Holodeck schloss sich wieder und sie stand auf einem Steg. Neben ihr war ein Langboot vertäut und die Männer und Frauen blickten sie abwartend an. „Königin Samantha, wir decken Euren Rücken. Doch der Jarl wartet auf Euch. Vielleicht beugt er heute sein Knie vor Euch. Die Götter sind mit uns, Odin hat sein Auge auf Euch gerichtet!“
 
Mehrere Jubelschreie kamen von ihren Unterstützern. So, so, sie war also eine Königin? Dann war sie gespannt, welcher Jarl auf sie wartete. Sie schritt den Steg entlang. Hinter ihr, ihr Gefolge, vor ihr zwei Schildmaiden, die ihr den Weg frei machten. Es gab insgesamt drei Landungsstege. Diese führten zu einer kleinen Ansiedlung. In vielen der Hütten brannte Licht. Doch das Schneetreiben ließ es nicht zu, dass man Einzelheiten erkannte. Langsam zog sich Sam die Kapuze ihres Fellmantels über den Kopf. Das nahm dem kalten Wind und dem Schnee etwas die Wucht. Immer wieder rieb sich Sam ihre Hände. Warum hatte sie eigentlich keine Handschuhe, bei so einem Wetter?
 
Der Weg durch die Siedlung wurde von lautem Gemurmel und so manchem spöttischen Ruf begleitet. „Die Königin ist hier, seht nur, der Königin ist kalt!“ Es klang so, als wäre sie verweichlicht. Wenn Sie auf die Bewohner blickte, dann war sie es vielleicht auch. Diesen schien weder der Wind noch der Schnee etwas zu machen. Blöde Holographien, die waren ja schließlich auch nur Programme. Manchmal mussten ihre zwei Begleiterinnen, welche voran gingen, ihre Schilde einsetzen. Dabei ging der eine oder andere Mann in die Knie. Sam vermutete, dass die beiden Frauen nicht nur ihre Schilde eingesetzt hatten um für Platz zu sorgen.
 
Grimmige Gesichter blickten sie an. Was war das für ein Szenario? Sie war doch die Königin? Warum wurde sie nicht respektvoller begrüßt? „Verdammt Jenn, was soll das alles hier?“ murmelte Sam vor sich hin.
 
Endlich ragte das Versammlungshaus vor Ihnen auf. Der Sitz des Jarl. Die beiden Frauen öffneten die Türen des Hauses mit viel Kraft, so das diese donnernd aufflogen. Dann betrat sie zusammen mit den Schildmaiden den Raum. Es war schlagartig ruhig geworden. Viele Wikinger blickten sie an. Der Raum war warm. Allein schon diese Wärme war wohltuend. Langsam ließ Sam die Kapuze ihres Mantels sinken. Einige Zischlaute erklangen. Das eine oder andere Schwert wurde fester umgriffen. So manche Hand suchte auch den Weg zum Stiel einer Axt. Ein schmaler Gang lichtete sich vor Sam. Sie machte sich auf den Weg zum Platz des Jarls. Dieser war allerdings noch unbesetzt. Eine schnelle Bewegung zeigte ihr zwei Personen, welche im hinteren Bereich des Raumes verschwanden. Eine der Personen war eine Frau gewesen mit grünen Haaren. Diese passten irgendwie nicht zu der ganzen Situation und Stimmung. Doch Sam ließ sich davon nicht irritieren.
 
Vor dem Stuhl des Jarls stand eine hochaufgerichtete junge Frau. Sie trug ihr Haar ebenfalls in einer kunstvollen Flechtfrisur, allerdings war es recht kurz. Über dem Rücken der Frau ragte ein Schwert hervor. Es wirkte nicht wie ein Wikingerschwert. Eher wie ein fernöstliches Samurai Schwert. Auch hatte die Frau eindeutig japanische Wurzeln. Sie hielt sich an den Händen, welche locker über ihrer Taille lagen. Die Augen der Frau verfolgten Sam bei jedem Schritt. Das Gesicht kam Sam dabei sehr bekannt vor. Doch das schlechte Licht, der Lärm der Umstehenden machte es ihr schwer, sich zu konzentrieren.
 
Sie blieb vor dem leeren Jarlssitz stehen und blickte zu der jungen Frau. Dann fiel der Groschen. Es handelte sich dabei um Inari Sato. Sie hatte die junge Lt. Noch nicht persönlich getroffen. Doch deren Akte gelesen und erfahren, dass diese seit neuestem Jenns Team unterstützte.
 
„Königin Samantha, die Große, ist erschienen, um Jarl Falkasdottirs Lehnseid zu empfangen!“ rief eine SChildmaid laut und machte einen herausfordernden Schritt auf Inari zu. „Fremde Schlange, wo ist Dein Jarl!“
 
Inari würdigte die Maid mit keinem Blick. Sie hielt ihren Blick starr auf Sam gerichtet. „Königin Samantha, die Jarl ist bald soweit. Lasst Euch die Zeit nicht zu lang werden!“
 
Für einen Moment war Sam versucht dem ganzen Spuck ein Ende zu setzen. Was sollte das alles hier? Doch sie machte gute Miene zum Spiel. Jennifer hatte viel durchgemacht. Vielleicht diente das alles der Verarbeitung?
 
Die Stimmung in der Halle war allerdings alles andere als entspannt. Ihre Begleitung wurde immer wieder angerempelt und angepöbelt. Doch plötzlich legte sich Stille über das Durcheinander. Gerade noch hatte Sam besorgt auf ihre Begleiter geschaut und dafür gesorgt, dass die Situation nicht eskalierte. Nun blickten alle wie gebannt auf einen Punkt im Raum. Auch die EO der Hephaistos folgte dem Blick. Aus dem hinteren Bereich des Hauses war Jenn herausgetreten. Sie trug komplett schwarze Kleidung. Es handelte sich dabei um eine Art Rüstung. Diese schien komplett aus Leder zu sein. An ihrer Seite hatte Jenn ein Schwert gegürtet und ihr Rücken war von einem kunstvollen Umhang aus Fell eingerahmt. Auf ihrem Kopf trug sie eine silberne Krone. So eine Krone hatte Samantha noch nie gesehen. Es schien, als würden Flammen das Haar von Jennifer umrahmen. Die Flammen wirkten silbern und glommen im Widerschein des Feuers. Fast so als hätten sie ein eigenes Leben. Die braunen Augen fixierten Sam lange. Dann setzte sich Jenn auf den Stuhl, welcher ihr als Jarl zustand. Sie lehnte sich in dem Stuhl zurück und legte ihre Hände auf ihre Oberschenkel. Noch immer herrschte atemlose Stille in dem Saal.
 
„Königin Samantha, ihr seid gekommen!“ sagte sie dann schließlich. Ihr Blick verhieß dabei nichts Gutes.
 
„Wie es gewünscht war,“ erwiderte Sam und war sich unsicher was sie sonst noch sagen sollte. Das ganze hier schien einer Geschichte zu folgen. Doch sie war nicht eingeweiht in diese Geschichte.
 
„Jarl Falkasdottir, ihr nehmt Euch viel heraus. Ihr schuldet der Königin Gefolgschaft, nicht sie Euch!“ rief nun einer ihrer Begleiter aus. Sam drehte sich zu dem Mann um. Er trug eine Kette um seinen Hals. Auch wirkte er weniger wie ein Krieger und viel mehr wie ein Würdenträger. War er ihr Berater?
 
„Schweigt!“ rief nun Jenn in die Haale. „Oder wollt ihr, dass die Waffen sprechen! Königin Samantha ist hier, um meine Gefolgschaft einzuholen. Doch ich frage Euch, ist sie meiner Gefolgschaft auch würdig!“
 
Zornige Rufe erschollen in der Halle. Die Stimmung brodelte und Sam sah in Jennifers Augen. War das ganze noch ein Spiel? Oder war das Ernst? Jeden Moment würden hier die Waffen sprechen, was sollte sie tun?
 
<NRPG: Kleiner, gemeiner Ball für Ela 😊>
 
Ort: USS Hephaistos, Bereitschaftsraum des CO
Zeit: SpD 15.1400
 
Shay lehnte sich in seinem Sessel zurück. Ein weiterer langer Tag lag hinter ihm. Eigentlich war seine Schicht schon zu Ende. Doch als CO hatte man in Wirklichkeit nie so richtig Feierabend. Es war eher so, als würde man ein kleines Land, ein eigenes Reich regieren. Immer wieder gab es etwas zu entscheiden und so war man für seine Mannschaft eigentlich dauernd in Bereitschaft. Bereit die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Zum Glück waren es nicht immer Kohlen. Manchmal reichte es auch, dass man eine Entscheidung traf oder eine kritische Rückfrage stellte. Zudem war die Crew der Hephaistos trotz aller Umstände ein eingespieltes Team. Auch wenn es immer wieder Wechsel auf den Führungspositionen gab, so gab es eine Konstante, die das Schiff schon lange begleitete, die Mannschaft.
 
So eine dieser Konstanten saß nun vor Shay und zupfte etwas nervös an der Uniform. Ein übler Kaffeefleck verunstaltete diese Uniform. Shay runzelte die Stirn. Er hatte über diesen Mann bisher nur positives gelesen. Er kam pünktlich zum Dienst. Verrichtete seinen Dienst gewissenhaft. Es gab selten eine Klage über ihn. Wenn man sich beklagt, dann dass er sich gerne an Regeln hielt und diese Regeln auch mochte. Trotzdem war er mit seiner Ruhe und seiner Ausgeglichenheit ein Fels in der Brandung seiner Abteilung.
 
„Petty Officer Sean McNamara, erscheint immer pünktlich zum Dienst, versieht dieser mit Verantwortung, Zuverlässigkeit und Weitsicht. Er tritt Vorgesetzten gegenüber respektvoll auf, weiß aber eigene Meinungen zu verteidigen. Hierbei ist er immer höflich. Er ist eine Stütze der Crew, seiner Abteilung und dieses Schiffes. Wir brauchen mehr Männer und Frauen in diesen Zeiten…“
 
Sean fühlte sich überaus unwohl auf seinem Stuhl. Er rutschte hin und her. Es war ich gar nicht recht nun hier vor dem CO der Hephaistos zu sitzen. Es war ihm auch gar nicht recht, dass er nun so viel Aufmerksamkeit bekam. „Hören Sie auf Captain…“
 
„Was um alles in der Welt hat sie geritten, sich mit einem Ferengi anzulegen?“ fragte Shay nun entgeistert. Im Stillen fragte er sich auch, ob es der Einfluss von Jennifer Larson war. Die aus einem Bild der Rechtschaffenheit einen lauten und unangenehmen Menschen gemacht hatte. Zumindest wenn man dem Bericht der Stationssicherheit glauben schenken wollte.
 
„Nun, Sir.“ McNamara schluckte trocken, bürstete wieder über den Kaffeefleck und gab dann resigniert auf, „Ich wollte etwas kreativer an die ganze Sache herangehen, Sir.“
 
„Kreativer?“ fragte Shay leise und machte sich innerlich eine Checkliste auf. Warum wollte jemand der Regeln mochte kreativer werden?
 
„Nun, wir brauchen Nahrungsmittel. Ens. Larson bereitet die Hephaistos auf diverse Szenarien vor. In einem dieser Szenarien funktionieren die Replikatoren nicht mehr. Dafür brauchen wir Nahrungsmittel die sich auch länger lagern lassen. Ohne dass wir sie kühlen müssen. Ich habe ihr erklärt, dass dies nicht mit den Sternenflottenvorschriften konform geht. Notrationen erhalten wir über das Oberkommando zugeteilt. Wir brauchen keine zusätzlichen…“
 
Sean erklärte noch eine ganze Weile. Es ging ihm um den Vorteil von Notrationen, die so gut wie niemand mochte und Konsveren, Tütensuppen, Instant-Bratkartoffeln, Spaghettischläuche, Rindseintopf in einer Termodruckkonserve, Kraut-Schupfnudeln mit Speck in einer umweltfreundlichen Druckverpackung und vieles mehr. Unter anderem auch um echten Kaffee.
 
„Sie haben Ens. Larson erklärt, dass wir diese Vorräte so nicht brauchen?“
 
Sean blickte entgeistert zu Shay. „Nein, Sir. Sie ist meine Vorgesetzte?“
 
„Und wenn ihre Vorgesetzte von Ihnen fordert einen Klingonen, mit einem Zahnstocher anzugreifen, dann tun sie das?“ Noch wusste Shay nicht ganz, wo die Reise hinging. Aber er spürte das Sean verwirrt und irritiert war.
 
„Nein, Sir. Das würde ich niemals tun. Ich bin doch nicht lebensmüde!“ rief der Einkäufer entsetzt.
 
„Was war dann die kreativere Herangehensweise, Mr. McNamara?“ Shay hoffte wirklich dass sie zu einem Punkt kommen würden.
 
„Nun, Ens. Larson hat mir verboten den geforderten Preis des Ferengis ohne Verhandlung zu bezahlen. Sie hat mir klare Richtlinien gegeben, was ich ausgeben darf. Als ich meinte, darauf wird sich der Ferengi nicht einlassen, hat sie von mir gefordert dann eben nach einer kreativen Lösung zu suchen.“ Sean sackte auf seinem Sessel zusammen. Nun war es heraus. Kreativ, hatte die Larson eigentlich eine Ahnung was sie da von ihm verlangte? Er liebte seine Struktur. Diese Struktur gab eine von der Sternenflotte verabschiedete Preisliste vor, welche ihm sagte, ob er in diesem Rahmen einkaufen durfte oder nicht. Als allerdings seine neue Chefin diese Liste gesehen hatte, hatte sich nur geseufzt, etwas von bürokratischen Idioten gemurmelt und dann dafür gesorgt, dass niemand mehr auf der Hephaistos auf diese Preisliste zugreifen konnte. Wirklich niemand mehr, auch nicht der CO.
 
„Und ihre kreative Lösung war es den Kaffee des Ferengi als,“ Shay hob ein PADD auf, „ich zitiere: Wurmverseuchte Brühe, die einem Breen die konservierten Eier zum einfrieren bringen würde, zu bezeichnen?“
 
„Nun, der Kaffee schmeckte wirklich scheußlich, Sir.“ Antwortete Sean gewissenhaft. Danach war alles eskaliert. Der Ferengi hatte ihm mit dem Gebräu übergossen, mehrere Kunden hatten daraufhin empört das Geschäft des Ferengis verlassen und zum Schluss hatte dieser sich zerknirscht bereit erklärt, die Lieferung der Waren zu dem geforderten Preis zu übernehmen. Tatsächlich hatten sie dabei bis zu dreißig Prozent gegenüber dem Listenpreis der Flotte gespart. Allerdings hatte die Stationssicherheit McNamara dann von der Station verwiesen. Mit dem Hinweis, dass es nicht gut wäre, die den OPS der Station immer wieder wie einen Idioten aussehen zu lassen. Auch dieser hielt sich immer noch an die offizielle Preisliste und hatte schon nach den letzten Verhandlungen rot gesehen, als er erfahren hatte, wie die Hephaistos mit weniger Ressourcen größere Ergebnisse erzielt hatte.
 
„Aber warum haben Sie ihn auf diese Weise beschimpft PO McNamara, das sieht ihnen nicht ähnlich?“ Shay hatte leichte Magenschmerzen. Er fürchtete er kannte die Antwort bereits.
 
„Ens. Larson hat mir versichert, dass ein guter Deal mit einem Ferengi nur lautstark und bestimmt zu führen sei. Sie hat mich auch darauf hingewiesen, dass überzogene Beleidigungen dabei so etwas wie der gute Ton wären. Vor allem bei einem Ferengi.“
 
Ein Seufzer entrang sich Shays Mund. „Sonst noch etwas, PO McNamara?“
 
Sean nickte. „Ja, Sir. Der Ferengi war nicht begeistert über den verminderten Profit, doch er hat mir seine Route gegeben. Anscheinend würde er gerne wieder mit uns ins Geschäft kommen, falls es sich ergibt.“
 
Auch das war Sean unbegreiflich. Der Ferengi hatte ein schlechteres Geschäft gemacht. Doch es wirkte auf den PO so, als wäre diesem das egal gewesen. Anscheinend hatte er Sean als gleichwertigen Handelspartner akzeptiert.
 
„Ist das jetzt der neue PO McNamara?“ fragte Shay, bevor er aufstand.
 
„Nein, Sir. Ich habe mich nicht verändert. Doch irgendwie hat mich Ens. Larson beeindruckt, Sir. Sie will nur das Beste für die Hephaistos. Auch wenn ihre Methoden nicht wirklich im Handbuch stehen.“
 
„Gut, gehen Sie sich säubern und lassen sie sich auf K-7 nicht mehr blicken.“ Shay deutete zur Tür. Er war sich noch unsicher was er tun sollte. Er wurde nur das Gefühl nicht los, dass sie sich bald auf K-7 nicht mehr blicken lassen durften, wenn das so weiterging. Sean stand auf, verließ den Raum und nickte dem CO noch einmal unsicher zu.
 
Dieser sank auf seinen Sessel und stierte auf sein Terminal. Eine Nachricht blinkte. Eigentlich hatte Shay keine Lust mehr, doch irgendwie interessierte ihn die Nachricht. Sie kam von der Erde. Er aktivierte die Videobotschaft. Sie war eine Aufzeichnung. Ein Bild baute sich auf. Es war ein älterer Mann, allerdings noch gut in Form und mit leicht ergrauten Haaren. Seine Uniform war tadellos und sein Haarschnitt gepflegt. Auch der Vollbart, welchen der Mann trug, war perfekt getrimmt. Die Augen des Mannes fixierten Shay. Und für einen Moment fragte sich der CO der Hephaistos ob es doch keine Aufzeichnung war. Doch dann begann der Mann zu reden.
 
„Sie kennen mich nicht. Ich Sie auch nicht. Doch bisher habe ich nur positives von Ihnen gehört. Na, sagen wir fast nur positives. Doch heute muss ich mich bei Ihnen melden. Ich habe keine andere Wahl. Kennen Sie die Vorgehensweise des Kuckucks? Er legt sein Ei in das Nest von anderen Vögeln. Wenn der Kuckuck geschlüpft ist, dann verdrängt er die anderen Vogelkinder. So lange, bis nur noch er im Nest ist. So einen Kuckuck haben Sie auch sich ins Nest geholt, Cpt. Ruthven. Ich kann Sie nur ausdrücklich warnen. Sie sollten Jennifer Larson nicht vertrauen, sie sollten eher dafür Sorge tragen, dass sie so schnell wie möglich wieder ihr Schiff verlässt. Bevor diese Frau sie alle in den Abgrund reißen wird. Ich weiß, Sie kennen mich nicht. Mein Name tut auch nichts zur Sache. Doch meine Warnung schon. Cpt. Ruthven, Sie haben nur wenig Zeit das Richtige zu tun. Also handeln Sie schnell. Ich meine es gut mit Ihnen.“
 
Die Botschaft endete. Der Bildschirm war wieder schwarz. Entgeistert blickte Shay auf das Terminal. Als er die Nachricht noch einmal abspielen wollte, war sie nicht mehr vorhanden.
 
<NRPG: Ball an Mac, den hatte ich schon lange vor 😉>
 
</RPG>
 
<SUM>
 
Ort: USS Hephaistos, Büro der OPS
Zeit: SpD 05.0905
 
Das Wiedersehen zwischen Inari und Jenn ist emotional und intensiv.
 
Ort: USS Hephaistos, Holodeck
Zeit: SpD 6.1700
 
Sam hat eine Einladung aufs Holodeck erhalten, von Jenn. Sie landet in einem Wikingerdorf als Königin Samantha. Gekommen um den Lehnseid von Jarl Falkasdottir einzuholen. Doch die Stimmung ist sehr angeheizt und aufgestaut.
 
Ort: USS Hephaistos, Bereitschaftsraum des CO
Zeit: SpD 15.1400
 
Shay spricht mit PO McNamara, der Mitarbeiter der OPS kam in eine unangenehme Situation, welche er kreativ lösen sollte. Allerdings leidet der Ruf der Hephaistos auf der K-7 extrem.
Nach dem Gespräch bekommt Shay eine seltsame Videobotschaft, welche sich nach dem Ansehen von selber löscht.
 
</SUM>
 
Submitted by
Friddi
aka
Ens. Jennifer Larson
Jarl Falkasdottir
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