Huhu,
ein kleines Co-Post von Sunny und mir. Viel Freude beim Lesen. Es nimmt Euch in Aspekte von Jenn mit, die vielleicht noch nicht so jeder auf dem Schirm hatte.
<RPG>
# Ort: USS Hephaistos – Quartier Larson
# Zeit: SpD 5.2100
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„Wir sind noch verheiratet“, erklärt Em auf dem Weg zum Replikator.
„Okay, das ist krass, seltsam und etwas“, Jenn fehlten die Worte.
„Das ist der Grund warum sie dich umsonst vertritt und du ihr gar nichts zahlen musst – außer dem was ihr noch abgemacht habt.“, ein neues Eis, ein neuer Versuch.
„Davon weiß sie“, fragte Jenn nun nachdenklich.
„Nein, aber ich sag ihr das noch.“
Jenn nickte und stocherte in ihrem Eis. Währens Emily ebenfalls erneut ein Zuckerkunstwerk erschuf, blickte sie zu Jenn, „Wie geht es dir? Und komm mir jetzt nicht mit gut!“
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Lange herrschte Stille, eine Stille die nur von Em unterbrochen wurde, die immer wieder genüßlich an ihrem Eisbecher arbeitete. Und Arbeit war es wirklich. Jenn verfolgte fasziniert wie die Trill das ganze Eis in sich hineinschaufelte. Als Emily es ihr angeboten hatte, hatte die OPS nur mit dem Kopf geschüttelt. Daraufhin hatte Emily mit den Schultern gezuckt und sich wieder über das Eis hergemacht. Es konnte ja keiner sagen, sie hätte Jennifer nicht eingeladen. Doch wenn diese nicht wollte, umso besser.
Jennifer fand noch keine Worte. Sie beobachtete Emily und rätselte über die letzten Tage. Irgendwie war es so surreal. Erst heute Morgen hatte der CO sie darüber informiert, dass sie nicht mehr unter Mordverdacht stand. Doch nun war dieser Verdacht weg. Auch die Körperverletzung und den tätlichen Angriff hatte man fallen gelassen. Trotzde würde man Jennifer sehr genau im Blick behalten. Sie hatte eine Art, mit der die Sternenflotte schlecht konnte. Und es war nicht in Ordnung wenn man Vorschriften aushebelte oder umging. Leider war Jennifer darin viel zu gut.
Schließlich wurde Emily die Stille zu bunt. So bunt durft nur ihr Eis sein. „Hey, Erde an Jenn, wie geht es Dir?“ Nach der Frage nahm sie einen großen Löffel mit Eis. Damit wollte sich noch einmal unterstreichen, dass nun Jenn dran war.
„Gut. Mir geht es gut.“ Antwortete Jennifer knapp.
Emily schüttelte den Kopf. „Dasch giltsch nisch.“ nuschelte sie, es war dumm, wenn man zu viel Eis im Mund hatte und dann sprechen sollte.
Ein Seufzer entrang sich Jenns Brust. „Was soll ich sagen, Em? Mir geht viel durch den Kopf, okay?“ Es klang gereizt, fast schon etwas genervt. Jenn spürte es, doch sie konnte nicht anders. Sie wusste das eine Freundin vor ihr saß. Es war nicht die einzigste Freundin hier an Bord der Hephaistos. Nein, die Crew der Hephaistos hatte sich tatsächlich ins Zeug gelegt um ihr zu helfen. Das war die junge Frau nicht gewohnt. Und doch irritierte es sie auch.
„Wassch, gehtsch Dir dursch den Kopfsch!“ Emily arbeitete daran ihren Mund vom Eis zu befreien. Doch wenn sie diesen Brocken jetzt schlucken würde, dann würde ihre Kehle sich bestimmt zu einem Ort des ewigen Eises verändern. Und das war nicht lustig. Hier musste man mit gezielte Klimaerwärmung im Mundraum entgegen wirken.
Jenn blickte zu den Sternen. Ja, was ging ihr durch den Kopf? So viel, und das alles hatte nicht nur mit den letzten vier Tagen zu tun. Sie mochte Em, sie mochte die Trill wirklich. Doch der Weg in den innersten Kreis der OPS war schwer, steinig und auch blutig. Und ganz ehrlich, Jenn wusste nicht ob sie diese Schwärze ihrer neuen Freundin zumuten wollte. Für einen Moment stand Wasser in Jenns Augen. Doch sie holte tief Luft. Nein, sie hatte ihre Emotion im Griff. „Ich würde diesen Talav gerne in die Finger bekommen. Doch der Skipper hat es mir verboten.“ Eine gewisse Kälte lag in Jenns Worten. Auch ihre Augen hatten sich nun verändert.
Emily saß an dem Tisch und futterte weiter vor sich hin. Es dauerte nicht lang dann saßen ihre achte Freunde ebenfalls mit am Tisch. Alle hatten ein imaginäres Eis vor sich stehen. Kein gutes Zeichen, wenn alle hier waren dann bedeutete das sie alle und der Symbiont unzufrieden waren.
Noch stocherten sie in ihren Eisbechern, selbst Audrid schien nicht begeistert zu sein, aber für den Moment blickte sie auffällig zu Jenn.
Emilys Blick folge der imaginären Freundin und traf schlussendlich auf Jenn.
„Na ja, nicht nur der Skipper hat es dir verboten, wohl auch dein Rechtsgefühl hoffe ich.“
Emily war selbst erschrocken darüber wie neutral ihre Stimme gerade geklungen hatte, aber auch sie hatte diese Entscheidung treffen müssen und war davon abgekommen diesen bösartigen Direktor zu vergiften, dabei hätte ihr das wohl niemand so wirklich nachgetragen, oder besser gesagt die Trillregierung hätte ihr tun vertuscht.
*Das ist jetzt nicht deren Ernst*, empörte sich eine von Emilys Freundin in einer Tonlage in der sie froh war, das Jenn sie nicht hören konnte und weiter abwesend aus dem Fenster blickte.
*Das ist doch keine Freundin. Hat sie gefragt wie es die geht. Nach allem was wir durchgemacht haben?*
Emily versuchte die Kommentare mit Eis zu übertönen, wenn man nur laut genug schmatzte.
*Ich bin mir auch nicht sicher ob sie uns gut tut*, klinkte sich nun die imaginäre Audrid sich ein. Die aller liebste aus der Runde. Em schluckte trocken – darum waren sie alle hier. Sie hatten Angst das Jenn sie mit in den Abgrund reißen würde, dass sie keine echte Freundin war.
*Wir stimmen ab. Wer ist dafür das wir und verkrümeln und diese schreckliche selbstsüchtige Person in Zukunft meiden?*
„Wagt es euch“; entfuhr es Emily und spürte einen Druck im Bauch, „Ne, nicht du auch!“
Jenn fuhr herum, „Hörst du mir überhaupt zu? Wenn du dich lieber mit anderen Dingen beschäftigen willst, dann geh doch einfach.“
Jahaaaa! So machte das Leben doch Spaß, „Ich habe noch Eis, auf keinen Fall gehe ich.“
Wo noch mal ging es hier bitte zur Abstimmung. Emily zwang sich diesen Gedanken zu vertreiben.
Jenn war ihre Freundin und sie war nett. Vielleicht aufgrund ihrer schrecklichen Erlebnisse etwas auf sich selbst fixiert, aber das würde sich in ein paar Tagen auch wieder werden.
Jenn drehte sich wieder herum und starrte aus dem Fenster, „Mir ist auch gar nicht nach reden.“
„Mir auch nicht“, gab Emily zu als sie in die Runde blickte und alle acht ihre Hand gehoben hatten, auch wenn Audrid nur halb abgestimmt hatte und dabei weinte.
„Ich überstimme euch alle“, flüsterte Emily.
„Was? „Beschwerte Jenn sich von den billigen Plätzen aus.
„Ich rede nicht mit dir“, erklärte Emily und atmete tief durch.
Immer noch saß die Trill auf ihrem Platz und aß genüsslich ihr Eis. Sie hatte nicht vor zu gehen, sie musste nicht zwangsläufig reden, aber gehen würde sie auch nicht. Jenn brauchte sie jetzt und egal was ihre Freund oder Jenn selbst davon hielten, sie blieb hier und stand ihr bei.
Schmerzlich wurde Jenn bewusst, dass nicht nur sie Schlimmes durchgemacht hatte. Die letzten Tage waren wieder einmal eine Ausnahmesituation im Leben der frischgebackenen OPS gewesen. Doch auch Emily hatte viel erlebt. Während die Trill genüßlich das Eis sich einverleibte blickte Jennifer nachdenklich zu ihrer neuen Freundin. Es war dieses Wort, welches ihr Angst machte. Es bedeutete dass sie etwas für Emily empfand. Es gab eine Verbindung zwischen ihnen beiden. Emily hatte ihr auch nicht viel Wahl gelassen. Doch die Unverfrorenheit und auch immer wieder diese Unbekümmertheit, welche die CING an den Tag legte, waren einfach überwältigend. Trotzdem war es eine Situation die bei Jennifer immer dafür sorgte dass sie Bauchschmerzen bekam. Es war nicht gut, wenn zu viele Personen auf diesem Schiff ihr etwas bedeuteten. Denn dies hieß im Umkehrschluss, dass sie sich persönlich involvierte. Das machte alle Personen in Jenns Umfeld anfällig für schlimme Dinge. Manchmal für Dinge, die von Jennifer selber ausgingen und manchmal für Situationen die Jenn anzuziehen schien wie ein Magnet.
Langsam ging Jennifer zum Replikator und replizierte noch einmal einen Eisbecher. Dann trug sie diesen vorsichtig zum Tisch und setzte sich neben Emily. Diese beäugte den Eisbecher kritisch und dann Jennifer. Als diese den Becher zu Emily schob, nickte diese befriedigt. So war das richtig. Alles andere wäre falsch gewesen. Jenn hatte ihre Chance gehabt, alles Eis, welches jetzte den Weg auf diesen Tisch fand, sollte ihre gehören. Ihr allein und niemand anders. „Habt ihr das gehört!“ sagte Emily laut zu ihren Freunden.
Jenn lachte. „Ja, ich glaube es hat jeder gehört, hier im Raum.“
„Wie meinst Du das?“ besorgt zog Emily die Stirn kraus. Sah auch Jennifer andere Personen hier. Oder sah diese womöglich die neuen Freunde?
„Du bist offenbar nicht alleine hier. Immerhin unterhälst Du Dich nicht nur mit mir.“ sagte Jennifer ernst. Dann blickte sie zu dem Symbionten. Oder besser gesagt in die Region wo der Symbiont sein Zuhause in Emily gefunden hatte.
„Wenn Du Perschonen schiehst, wo keine schind, scholltesscht Du mit dem CSCHNSCH schprechen!“ nuschelte Emily von dem vielen Eis, welches sie in sich hineinschaufelte.
„Zum Glück kenne ich keinen CSCHNSCH, denn die Gespräche mit dem CNS reichen mir schon.“ Jenn dachte an die letzte Sitzung. Sie hatte sehr viel von sich preisgegeben. So mancher Psychologe hätte sich gewünscht, Jenn hätte ihr so viel erzählt. Doch irgendwie schaffte Ettore es immer wieder sie zu überraschen. Dabei fiel ihr ein, dass sie ihn Doc hatte nennen wollen, nicht einmal dass hatte geklappt. Sie musste wirklich an sich arbeiten.
Emily zuckte mit den Schultern und nahm einen weiteren Löffel. Dann bemerkte sie den Arm von Jennifer auf ihrem Arm. Sie hob eine Augenbraue und blickte skeptisch zu ihrer Freundin, wollte diese nun doch noch etwas von dem Eis ab haben? Das konnte sie sich aber mal in die Haare schmieren.
„Ich habe gehört, was passiert ist. Leider erst heute. Sonst hätte ich Dich da rausgeholt. Niemand hätte mich davon abhalten können.“ Dann nahm Jennifer ein kleines Armband heraus. Sie drückte es Emily in die Hand. Es war silbern und hatte ein Einhorn eingraviert. Behutsam nahm Emily es in ihre Hände. Das Einhorn war filigran und frei von Kitsch. Es wirkte eher wie eine mythische Kreatur, wie ein stolzes Tier.
„Was ist das?“
„Wenn Du wieder in so eine Situation kommst. Dann streichst Du dreimal über das Einhorn. Danach werde ich Dich retten. Hast Du das verstanden?“ Jenn wirkte feierlich aber auch ernst. Der Blick der OPS hätte wahrscheinlich einen Klingonen zum Zittern gebracht.
Einen Moment lang saß Emily da, dann warf sie den Löffel in den Eisbecher.
Es gab Geschhhhhhhhhenkeeeeeeeeee!!!!!!
„Bohr…. Ich mag Einhörner. Cool das dir das aufgefallen ist.“
Jenn sacke kurz zusammen, es gab wahrscheinlich niemanden auf dem Schiff, dem das nicht aufgefallen war.
Vielleicht niemanden in der gesamten Milchstraße.
Das mit dem Retten begann allerdings gerade in das Gehirn der Trill zu sickern und damit auch in das Bewusstsein des Symbionten, der Jenn wirklich gern hatte.
Der Rat aus ehemaligen Wirten war nun jedoch wieder sehr präsent und zwiegespalten, in seiner Meinung.
Währende Emily das Geschenk anhimmelte, berieten die Acht sich und das sehr aufgeregt.
Emily war sich immer noch nicht sicher was sie sagen sollte. Man musste sie nicht retten! Sie war erwachsen. Sie war ein Sternenflottenoffizier und selbst ohne diese wirklich gute Ausbildung hatte sie sich immer recht gut durchgeschlagen. SIe wirkte zwar oft hilflos, aber zurück nach Haue hatte sie noch immer gefunden. Außerdem hatte sie schlimmeres als diese Trillcenter überstanden.
Das war allerdings keine Antwort – die Jenn nicht verstimmen würde.
„Du hattest doch gar nicht die Möglichkeit. Ich bin mir sicher, dass du mich gerettet hättest, wenn du davon erfahren hättest, aber damit hättest du auch deine Situation verschl…“
„Das wäre es mir wert gewesen“, unterbrach Jenn aufgewühlt.
„Ich weiß das du mich gerettet hättest, aber wir wissen auch Beide, das ich ganz gut auf mich aufpassen kann“, in dem Punkt waren Jenn und Emily sich sehr ähnlich, „Aber wir wissen auch Beide, das JEDER ab und zu gerettet werden MÖCHTE“, setzte die Trill nach.
Jenn schluckte, das traf den Nagel auf den Kopf und doch würde sie es niemals zugeben, oder sich selbst eingestehen, so schob sie diesen Gedanken zu Seite und lenkte ab, „Soll ich es dranmachen?“ Sie deutete auf das Armband.
*Nein, soll sich nicht! Die hat uns nen Peilsender geschenkt*, beschwerte sich der ältere Herr und vorletzte Wirt.
Emily blickte fragend in die Rund.
*Also wenn du draufdrücken sollst und sie kommt, dann muss da ein Peilsender drinnen sein*, erklärte Audrid nachdenklich.
*Du bist sicher, dass wir das wollen?* schaltete sich Nummer vier in das Gespräch ein.
Emily hatte noch keine Meinung, sie mochte das Geschenk und den Gedanken von Jenn dahinter und sie mochte Einhörner. Aber gerade überwog die Geste der Freundschaft und der angebotene Schutz, der zwar unnötig war, aber dennoch niedlich.
Die vornehme Lady die immerzu an ihrer Zigarette zog, und selbst dabei eine vornehme Figur machte meldete sich zu Wort, indem sie allen über den Mund fuhr. Die ehemaligen Schauspielern war oft auf dem klingonsichen Schiff bei Emily gewesen, aber hier tauchte sie nur selten auf. *Wir freuen uns über das Geschenk. Die Kleine hat Eier, sie verschenkt einen Peilsender so, dass unsere Emily sich drüber freut. Das nenn ich mal gekonnt das Revier markiert – ich mag die Larson. *
Ein Raunen ging durch die Gruppe, *Gerade hast du noch gesagt, sie zieht uns mit in den Abgrund. Erinnerst du dich?*
Die kokette Frau zuckte mit den Schulter, *Was interessiert mich mein Geschwätze von gerade. Und ich kann mir vorstellen, mit der hat man auch im Abgrund Spaß. Nicht so wie mit euch Spaßbremsen.*
Emily räuspere sich, „Das reicht. Ich mag es nicht wenn ihr zankt, verkrümelt euch….. bitte!“
Die Runde löste sich durch Verpuffung auf, allein Audrid bleib zurück in den letzten Tagen, war sie stets an Emilys Seite gewesen.
Jenn guckte etwas verwirrt, lächelte aber tapfer als Em den Eisbecher rüber schob und das Handgelenk präsentierte, „Also, was war das Schlimmste im Knast? Das Essen?“ Die Trill wusste dass es Jenn besser ging wenn sie erzählen würde und sie würde sich hier nicht einfach in Luft auflösen. Und wenn sie direkt das Schlimmste weg hatten, dann konnte es nur besser werden.
„Nein, das eingsperrrt sein. Das nicht Herr seiner Lage sein zu können. Keine Freiheit zu haben selber zu entscheiden.“ Jenn nahm einen Löffel von dem Eis. Nachdenklich schob sie diesen in ihren Mund und fühlte dem Geschmack des Eises in ihrem Mund nach. Es war zu süß. Sie nahm einen Schluck Wasser um den Geschmack herunterzuspülen. Dann zog sie eine Zigarette heraus. Sie blickte zu Emily, doch diese schüttelte den Kopf. Sie wollte nicht das Jenn jetzt rauchte.
Mit einem Schulterzucken steckte sich Jenn die Kippe in den Mund, zündete diese aber nicht an. „Weißt Du, man kann in einer Zelle, in einem Quariter oder auch auf einem Planeten eingesperrt sein. Aber wem sage ich dass.“ Dabei blickte sie wieder zu Emily.
Diese beäugte Jennifer hingegen sehr genau. Ihr fiel auf dass Jenns Hand etwas zitterte und dass die Zigarette in ihrer Hand zerbrochen war. Achtlos warf Jennifer diese beiseite, sie holte sich aber keine Neue.
Beruhigend legte Em ihre Hand auf die der Freundin. Sie hätte nun etwas sagen können um Jenn abzulenken, um sie auf andere Gedenken zu bringen, aber dann und wann wusste man einfach nur traurig sein und dies war wohl auch einer dieser Momente. Still blickte die Trill zu den Überresten der Zigarette und dachte an das beruhigende Gefühl, wenn sich der Qualm in ihren Lungen ausbreitete. Jenn hatte es nicht leicht, sie hatte noch nicht erkannt, dass man an jedem Ort der Galaxis frei sein konnte, wenn man nicht in sich selbst gefangen war. Leider half der Trill allein die Erkenntnis auch nicht viel weiter, denn wirklich frei waren Beide nicht. Wohl auch ein Grund warum sie sich trotz ihrer charakterlichen Unterschiede so gut verstanden.
Noch eine ganze Weile saßen Jennifer und Emily nebeneinander auf dem Sofa. Jennifer war ruhig geworden. Emily spürte, dass ihre neue Freundin nicht mehr unbedingt viel zu erzählen hatte oder eher gesagt, im Moment nicht mehr viel erzählen wollte. Irgendwie war es einfach schön, die Gemeinschaft des jeweils anderen zu genießen.
Schließlich brach Jenn noch einmal die Stille. „Em, ich bin in ein eigenes Quartier, weil ich manchmal einfach Ruhe brauche. Weil es manchmal wichtig für mich ist, ganz für mich zu sein. Es ist nicht, dass ich Dich dann weniger mag. Es ist viel mehr ein Rückzugsort, etwas ohne dass ich nicht Leben kann.“
Emily nickte zögerlich, „Ja, das verstehe ich.“ Tat sie ja auch, aber auch wurde ihr bewusst, das sie wohl aktuell noch anstrengender war als ohnehin schon. Unter normalen Umständen war Emily Gesellschaft schon anstrengend, aber mit ihren Freunden? Emily leerte den dritten Eisbecher, es kam ja mal gar nicht in die Tüte das etwas verkommen würde.
Jenn beobachtete Emily lange, dann sagte sie freundschaftlich, ja fast schon verletzlich. „Deswegen würde ich Dich jetzt auch rauswerfen. Ich brauch nach dem allen einfach noch etwas Ruhe.“
Und prompt waren wieder alle acht da! Und umkreiste die Trill. Während Nummer drei immer noch begeistert war von so viel Direktheit, waren die Anderen voller Empörung. Em zog ihr Gegenüber noch mal in die Arme bevor sie sich von ihr löste und zum Replikator marschierte.
Jenn seufzte, „Hast du mir zugehört? Du kannst nicht hier bleiben und auch nicht über Nacht und so.“
„Ja, ja“, erklärte Em quirlig und gut gelaunt, als sie an den Replikator trat, „Der Weg ist weit, ich brauch nen Brot.“
Jenn verdrehte die Augen und war froh als Emily samt ihrer guten Laune das Quartier verlassen hatte. Wenigstens musste sie sich so den Schuh nicht auch noch anziehen, die Trill mit ihrer schlechten Laune angesteckt zu haben.
Als sich das Schott schloss dimmte Jenny das Licht und blickte wieder in die unendlichen Weiten des Alls. Leise schlurzend knabberte Em an ihrem Brot und verzog sich in ihr Quartier. Wenigstens war sie unterwegs Niemandem begegnet und hatte erklären müssen, warum sie nun heulte. Es war schrecklich Audrid weinte so schnell und das sprang so oft zu ihr über, aber verletzt waren nun 7 von acht Vorwirte und das war nicht gut. Die Tür schloss sich hinter Emily und das Gezählter ging los. Warum konnte sie denn nicht auch mal wieder allein sein?
Und warum mussten nun alle sieben mit Nummer drei streiten? Warum musste diese alles gut finden was Jenn tat? Und warum war sie selbst nun traurig und Enttäuscht?
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# Ort: USS Hephaistos – Quartier Larson
# Zeit: SpD 5.2100
Der Besuch von Emily bei Jenn wird begleitet von viel Eis. Und auch von allerlei Freunden, die ebenfalls im Raum weilen. Wenn auch eher unsichtbar. Jenn schenkt Emily ein Armband, das diese aktivieren soll, wenn sie wieder mal verloren geht. Der Abend endet damit, dass Jenn, welche etwas Ruhe braucht, bittet Emily zu gehen.
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