Guten Morgen in die Runde,
Kim und ich schreiben aktuell noch an unserem Co – Post, da dieser aber sehr lang wird, haben wir uns dazu entschlossen ihn aufzuteilen und gestückelt zu schicken, dann gehen die Themen auch nicht so durch einander.
Im ersten Teil geht es um die Haustiere der Besatzung und wie es aussieht sind die alle so anstrengend, das das Monster gar keine Lust dazu hat, sie zu fressen.
Wir wünschen einen schönen Start in den Freitag.
Liebe Grüße
Sunny und Kim
<RPG >
#Zeit: MD 10.1800
#Ort: USS Hephaistos – Hier und da
Die Tentakel des Monsters hatten mittlerweile ihre Gestalt geändert. Sie wirkten nicht länger wie ein abgetrenntes Stück ihres Muttertieres, sondern eher wie eine Miniausgabe ihrer Erzeugerin. Die kleinen Ableger hatten ähnliche Tintenfischmäuler mit Reißzähnen und stämmige Tentakel die aus einem spinnenartigen Körper heraus pulsierten. Ein klein wenig unterscheiden sie sich in Farbe und Form, aber sie waren schließlich nur Ableger und reiften noch zu ihrer vollen Größe heran. Durch ihre aktuelle Größe von ca. 20 Zentimeter, wirkten die Beiden fast ein wenig niedlich. Kaum Jemand hätte den kleinen Gestallten ihre gefährlichen Eigenschaften angesehen. Oder ihnen zugetraut in der Kategorie Raubtier beheimatet zu sein.
Für den Moment erkundeten die Geschwister das neue Spieleparadies, in dem sich so viele wundervolle Wesen tummelten. Hier würde es so schnell nicht langweilig werden und auch genügend Nahrung gab es um zu wachsen und zu gedeihen. Wenn ihre Erschafferin mit den Besuchern auf ihrem alten Schiff fertig war, vielleicht würde sie übersetzen, oder ihre Wege würden sich schon hier trennen. So oder so, die Wesen waren neugierig und hungrig.
***Botanik***
Vor den menschlichen Augen versteckt krabbelten die Beiden aus einer Wand und ließen sich an selbiger heruntergleiten. Eine schleimige Spur zeugte von ihrem Weg. Der grüne Glibber säumte den Weg von der Wand direkt auf den Hühnerstall zu. Diese Tiere waren leicht zu erschrecken und mehr als köstlich ebbte ihre Angst zu dein Beiden hinüber. Blitzschnell sprangen sie auf eines der Hühner, diese schrie auf und rannte zusammen mit den Anderen in den Stall. Dabei wirbelten die weiße Federn wild durch die Luft.
Die Angst war köstlich und doch recht einfach, die Beute war leicht zu erlegen, aber wenig befriedigend. Sie mussten wachsen und gedeihen, da konnte man nicht wählerisch sein.
Ihr schleimiger Weg in das Hühnerhaus wurde je unterbrochen, als ein Mensch sich ihnen nährte. Forbes hatte die Aufgabe bekommen eine Delle im Zaun auszubessern. Man wettet nicht mit Emily, das hätte er in den letzten Monaten lernen müssen, denn sie änderte immerzu die Regeln so ab, das sie gar nicht verlieren konnte.
Forbes zuckte beim Blick in den Käfig der Hühner zusammen, sie allen waren tot und Blut klebte an den Wänden und Böden. Er konnte ja nicht wissen, das es sich nur um eine Illusion handelte, das dies Monster mit seiner Angst spielten.
Ein lautes Knurren sorgte dafür, das Forbes herumfuhr und in das aufgerissene Maul einen riesigen Eisbären starrte. Er hasste Eisbären, seit dem Tag an dem er als Kind in der Schule einen Bericht über diese Tiere gesehen hatte.
Erschrocken stand er mit weit aufgerissen Augen da.
***Quartier Ajur***
Das Spiel in der Botanik war lustig gewesen, aber immer wenn sie etwas fressen wollten, etwas was mehr Konsistenz als Angst hatte, wurden sie vertrieben. Diese Hühner würden sie sich später noch einverleiben und auch der Mann stand noch immer unter ihrem Einfluss. Als sie gegangen waren, hatte er den Besuchern der Botanik Angst eingejagt und auch diese Angst hatten die Geschwister gefressen. Langsam aber sicher wuchsen die Beiden heran.
Nun aber betrachteten die beiden Monster den großen Käfig mit den beiden Kampfratten im Inneren. Diese dummen Wesen schienen keine Angst zu haben. Im Gegenteil, sie stellten sich auf die Hinterbeine und fauchten frech. Ein Grollen löste sich aus dem Mäulern der Monster, als sie sich auf den Käfig stürzten.
Zu spät!
Die Ratten waren gerade noch rechtzeitig ausgebrochen und hatten sich sicher versteckt.
Die Monster blickten sich suchend um. Die Ratten jedoch schienen noch immer keine Angst zu spüren, sie waren die Mühe nicht wert, so zogen die Monster weiter.
***Quartier Sam***
Friedlich schlief der Kobold auf dem Bett. Sam war nicht auf dem Schiff, das hatte er gespürt und zugegeben, hatte ihn das leicht nervös werden lassen, aber Emily war vorhin vorbei gekommen und hatte einen ganzen Teller voll Kuchen für ihn repliziert und auf dem Tisch gestellt, dementsprechend sah dieser nun auch aus. Ein Schlachtfeld voller Krümel und Glasur breitete sich über den Esstisch und den Boden darunter aus.
Später gab es wieder Kuchen und das so lange bis Sam zurück war würde es immer wieder frischen Kuchen geben, das war ein Deal den der Kobold verstand und auch annehmen konnte. Emily war zwar nicht ganz so super wie Sam, aber sie kam nah dran.
Müde öffnete das Tier ein Auge, nachdem es von seinem Fresskoma durch das eigenen Rülpsen geweckt worden war.
Die Einhornkatze saß fauchend und knurrend auf dem Schrank. Immer musste diese Diva solch ein Theater veranstalten um Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Unbeeindruckt hatte das Koboldchen gerade die Augen wieder schließen wollen, da hatte es bemerkt, dass seine bunte Mitbewohnerin gerade das Fell aufgestellt hatte. Eine neue Drohgebärde.
Langsam öffnete der Kobold die Augen und fixierte eine Bewegung in einer Ecke.
Es war etwas hier, das konnte er förmlich riechen.
Im Bruchteil einer Sekunde stand der Kobold auf den Hinterbeinen und setzte auch schon zum Sprung an. Hier gab es nur EINEN der die Katze ärgerte und das war er!
Das Monster war verwirrt, dieser Gegner setzte zum Angriff an? Es wollte ihn sicher fressen. Eigentlich hatte die Beute immer verstanden, dass es ihr Schicksal war gefressen zu werden und nur mehr als selten hatte eines zur Gegenwehr angesetzt. NEIN! Das war zu anstrengend, da suchte das kleine Monster sich lieber einfachere Beute.
In einem dunklen Blopp verschwand das Monster, nur um wenig später wie hypnotisiert auf die Hörnchen von Pema zu starren. Allein seine Anwesenheit jagte dem aktiven felligen Fressen eine schreckliche Angst ein. Endlich mal Beute, die auch verstand wie man sich als Beute zu verhalten hatte.
Einen Augenblick lang genoss das Monster das panische Verhalten der Hörnchen, denen dank ihres Käfigs auch nicht die Flucht gelang.
Schön war es wenn Essen sicher aufbewahrt wurde und man den Mahlzeiten nicht hinterherrennen musste.
***Quartier Jetsun***
Kiba und Dema waren aufgeregt.
Sie spürten das ein Fressfeind in ihrer Nähe war. Ihr orangenes Fell stellten die Tiere auf. Sie suchten Schutz und waren doch schnell der Panik verfallen. Ein Schatten legte sich über den Käfig. Jedoch nicht für lang, ruhelos huschten Tentakel durch das Zimmer und hinterließen hier und da schleimige Abdrücke.
Leise quietschte eine eines der Tier auf, um das Andere vor der drohenden Gefahr zu waren.
Gerade als die Tentakel in den Käfig geschoben wurden hielt das Wesen inne. Es blickte zur Tür. Es gab ein Wesen, das interessanter war, viel nahrhafter als diese kleinen Tierchen.
Vorsichtig schon sich das Monster zur Tür und streckte seine imaginären Fühler in den Korridor aus. Es gab ein Wesen auf diesem Schiff, das war viele und damit sicher eine mehr als nahrhafte Beute.
Emily die gerade über den Korridor huschte, ahnte nicht, dass sie die Hörnchen durch ihre Anwesenheit gerettet hatte, noch dass dieses Monster sie für den perfekten Nachtisch hielt.
Ort: Quartier della Scala/Loona
„Guck mal, Mama. eine große Schlange.“ Keiran deutete auf etwas, das über den Teppich krabbelte und sich dem Stall mit dem Junghuhn näherte.
Melody guckte erst wenig interessiert in die Richtung, die Keiran anzeigte, dafür reagiere sie kurz darauf umso heftiger. Mit geballter Energie trat sie auf den Boden, um mit dieser Drohgeste das und Wesen zu vertreiben. Dies interessierte sich aber nur für das kleine Wesen im Federkleid, von dem es ja schon mehrfach kosten wollte.
Mel griff nach dem erst besten Gegenstand und schlug vehement auf das Wesen ein. Sie stellte fest, dass sie eine längliche Vase ergriffen hatte, die kurz darauf zersplitterte. Aber das Wesen hatte sie getroffen. Es teilte sich in der Mitte und wackelte mit beiden Teilen noch etwas vor sich hin.
Diesen Augenblick nutzte sie, um Keiran auf den Arm zu heben, und auf die andere Seite des Raums zu gehen. Mit Entsetzen sah sie, wie das Wesen sich wieder zu einem Wesen zusammenfügte. Allerdings war ihm durch die Attacke wohl erstmal der Appetit verdorben. Denn so plötzlich wie es aufgetaucht war, so schnell hatte es sich wieder dem Blick entzogen.
Mel betätigte den Kommunikator. „Ettore, hier war seltsamer Besuch im Quartier.“
[Wie seltsam?]
„Mehr kann ich nicht sagen, gibt es mehr solcher Meldungen?“, fragte sie.
[Derzeit ist nur klar, dass nichts klar ist. Melde Dich mal bei der Sicherheit.]
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< SUM>
#Zeit: MD 10.1800
#Ort: USS Hephaistos – Hier und da
Die Babymonster erkunden das neue Revier und suchen nach Angst und fester Nahrung, dabei versuchen sie ihr Glück als erstes bei der wehrlosesten Beute – den Haustieren der Crew.
Zum Glück für das statistische und Steueramt der Sternenflotte muss kein Antrag auf Verlust bearbeitet und abgerechnet werden.
Die kleinen flauschigen Lieblinge sind mit viel Glück und Verstand ihrem sicheren Tod entkommen.
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