anbei findet ihr ein Co-Post von Kim und mir mit ein wenig Entwicklung für Sam.
VG
ela + Kim
</RPG>
# Ort: CNS-Abteilung
# Zeit: SpD 9.1000
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Sam zuckte mit den Schultern. „Alles fing damit an, dass ich Emily Wells
zum TrillCenter begleiten wollte. Ich dachte wirklich, es wäre gut für
sie und würde ihr helfen. Aber es hat alles nur schlimmer gemacht. Wenn
Cpr. Ruthven nur etwas später gekommen wäre, dann wären wir beide tot.“
Sam musste schlucken. Es war nicht so, als hätte sie das nicht die ganze
Zeit gewusst, aber jetzt wo sie es aussprach, wurde ihr erst bewusst,
wie knapp es gewesen war.
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Renal hatte sich entspannt zurück gelehnt. Sie freute sich, dass Sam von sich aus auf sie zu gekommen war und anscheinend auch bereit war, über ihre Sorge und Ängste zu sprechen. Daher wollte Sie sie ermutigen, in diese Richtung weiter zu gehen. Sie wollte keinen Druck aufbauen und holte deshalb erstmal kein Padd für Notizen hervor, sondern ermutigte Sam mit einem freundlichen Kopfnicken.
„Was genau ist denn passiert?“, erkundigte sie sich. Der Flurfunk hatte ihr natürlich schon so allerhand zu Ohren getragen. Aber hier ging es ja um Sam und ihre Sichtweise auf die Dinge. Denn nur dahinter konnte sie vermuten, was wohl in der Frau vor sich ging.
Sam dachte kurz nach, wie sie die Ereignisse knapp umreißen konnte, das war aber gar nicht so einfach. Darum holte sie etwas weiter aus.
„Sie wissen ja, dass Lt. Wells während ihrer Gefangenschaft mit einem Symbionten vereinigt wurde. Dabei gab es aber medizinische… Ungereimtheiten. Wir hatten also gehofft, dass sich die Trill im Center dem annehmen könnten und ihr helfen. Leider stellte sich dann aber heraus, dass der Direktor des Centers und einer von Lt. Wells früheren Wirte sich kennen. Dies veranlasste den Direktor zu dem Plan, uns nicht nur gefangen zu nehmen, sondern auch schlussendlich ermorden zu lassen. Wären der Captain mit Permin nicht rechtzeitig eingetroffen, ….“ Sie lies die Konsequenz ungesagt. Man musste das ja nicht immer wieder betonen, das machte es nicht besser. Es tat ihr tatsächlich leid, dass sie Emily gezwungen hatte, das Center aufzusuchen, denn sie war überzeugt davon gewesen, dass die Trill ihr hätten helfen können.
Renal stöhnte innerlich auf. Das hatte ja gerade noch gefehlt, dass die EO in ihrem ohnehin schon etwas labilen und psychologischen Gerüst nun auch noch mit Morddrohungen zu tun hatte, die knapp nicht in die Tat umgesetzt wurden. Das bracht das Fass wirklich zum Überlaufen. Sie würde die EO in der nächsten Zeit, sehr genau beobachten. Eigentlich am besten auf Schritt und Tritt, um sich zu vergewissern, dass sie auch wirklich ihren Dienst ungehindert ausüben kann.
„Ein echter Schock. Das verstehe ich. Sie sagten, das hätte es nur schlimmer gemacht. Was hat was schlimmer gemacht, Miss? Woran hat es Sie erinnert?“, erkundigte sich Renal in ruhigem Tonfall.
„Sehen Sie,“ begann Sam, „ich kenne Lt. Wells noch nicht sehr lang, aber ich bin ihr einerseits….“ sie suchte nach den richtigen Worten, „ja, ich denke dankbar, drückt es richtig aus. Ich bin ihr dankbar, denn sie hat dafür gesorgt, dass Permin wieder bei mir ist. Auch haben wir die letzte Zeit gezwungenermaßen gemeinsam gelebt und uns das Quartier geteilt, das verbindet. Ich mag sie, sie ist etwas… quirlig und irgendwie weckt sie das Bedürfnis in mir, sie zu beschützen. Sie hat erst bei den Klingonen schlimmes durchgemacht und dann habe ich sie überredet, bei ihrem eigenen Volk Hilfe zu suchen. Aber das ist gründlich schief gegangen.“ Sie zuckte ratlos mit den Schultern. „Ich war überzeugt, dass es eine gute Idee ist, aber wenn ich gewusst hätte, was passiert…. ich hätte sie abgehalten, auch nur einen Schritt dort reinzusetzen!“
„Sie meinen, Sie haben für Lt. Wells die Situation schlimmer gemacht?“ hakte Renal nach.
„Ja, das meine ich wohl“, überlegte Sam laut.
„Und Sie geben sich dafür die Schuld?“ fragte die Romulanerin.
„Wie könnte ich das nicht!“ protestierte Sam.
Renal hatte einen neutralen Gesichtsausdruck. Sie antwortete nicht auf die Frage.
„Ich möchte noch einmal auf den Punkt zurückkommen, dass Sie sagten, die Situation hätte Sie an etwas erinnert. An was hat es Sie erinnert.“ Renal signaliserte mit ihrer Haltung, dass sie ein erneutes Ausweichen auf diese Frage nicht akzeptieren würde. Es ist immer leichter, sich hinter einer selbstzugewiesenen Schuld zu verstecken. Aber was war des Pudels Kern?
Samantha blinzelte kurz irritiert. „Das habe ich?“ Sie dachte kurz nach. Dann seufzte sie. „Nun vielleicht hat es mich erinnert.“ Sam musterte die Psychologin und war kurz irritiert, dass Renal kein Padd in der Hand hatte. „Ich vermute mal, Sie haben meine psychologische Akte angefordert und gelesen?“ Sie war ja recht überraschend an Bord der Hephaistos gekommen, es hatte keine Versetzungsorder zugrunde gelegen. Demnach war ihre Akte auch nicht automatisch mitgeliefert.
Natürlich hatte Renal das gemacht und zwar ab dem Moment, als die Hephaistos nicht mehr unter Funkstille stand. Genauso hatte sie sich auch die Akten der anderen Crewmitglieder der USS Ainama schicken lassen. Nur, dass die Akte von Samantha weit oben auf dem Stapel gelegen hatte, da sie im aktiven Dienst an Bord eingesetzt wurde, auf einer anspruchsvollen Position mit hohem Verantwortungsgrad. Entsprechend nickte sie auf die Frage von Samantha, was diese veranlasste, fortzufahren.
„Wissen Sie, nicht immer geht alles glatt, wenn man in einem Raumschiff unterwegs ist.“ Sam ließ Renal nicht die Möglichkeit darauf zu antworten.
„Sie haben sicher gelesen, dass mich eine Begebenheit völlig aus dem Gleichgewicht gebracht hat?“ Sam war sich sicher, dass sowas aus den Akte nicht gelöscht wurde.
„Ja, das habe ich gelesen, Miss DeCoster.“ Renals Stimme war freundlich. „Und daran hat es Sie erinnert?“
Sam zuckte die Schultern. „Vielleicht.“ Sie seufzte. „Dr. Renal, wir alle tragen unser Päckchen. Ich hätte mir gewünscht, Lt. Wells vor diesem beschützen zu können.“
Renal seufzte: „Das wünschen wir uns doch alle.“ Sie sagte es ohne einen Hauch von Vorwurf, fast als wäre es das normalste von der Welt. Sie amüsierte sich, dass die viel jüngere Frau, die noch dazu keine psychologische Spezialistin war, versuchte, ihr etwas auf ihrem Fachgebiet zu erklären. Aber schnell erkannte sie auch, dass es eigentlich ein Ablenkungsmannöver war. Allerdings hatte sie auch noch einen ganz anderen Verdacht und vermutete, dass dies im Zusammenhang mit Sams Krankheitsbild war. Vermutlich hatte sie sich nur allzu gerne in die Aktion um das Trillcenter geworfen, um nicht in der eigenen Untätigkeit festzuhängen. Was ihr in Bezug auf sie selber nicht möglich war, wollte sie bei anderen versuchen. Endlich etwas tun können.
„Ich kann Ihnen gerne anbieten, dass Sie sich darüber einmal mit Miss Wells darüber ‚aussprechen'“, bot Renal an. Manchmal war eine neutrale Person bei so etwa hilfreich, selbst wenn beide Frauen eine freundschaftliche Verbindung hatten. Um die Ingenieurin würde sich sicher der Counselor kümmern, da sie ja bereits länger miteinander im Gespräch waren.
Samantha dachte kurz über das Angebot nach. „Danke, das ist nett.“ Sie überlegte, ob es helfen würde, kam aber nach kurzem Zögern zum Schluss, dass sie ersteinmal allein mit Em reden würde. Es würde sich komisch anfühlen, dieses Gespräch moderiert zu führen. Vermutlich wäre das beste, mindestens eine Schachtel Kekse und Kuchen dazu zu nehmen. „Ich würde gern erstmal mit ihr allein sprechen. Seit wir uns nicht mehr ein Quartier teilen, sehen wir uns seltener und hatten nie Zeit, darüber zureden. “ Sie griff nach ihrem Wasser und trank einen Schluck. „Falls es wirklich nicht klappt, würde ich aber gern darauf zurückkommen.“
Sie hatte in ihrem bisherigen Leben schon viel mit Psychologen zu tun gehabt, aber fast immer waren es Einzelsitzungen gewesen, denn es hat ja auch immer nur sie selbst betroffen. Aber sie konnte sich nicht wirklich vorstellen, dass Em sehr begeistert darüber wäre.
„Sie wissen ja, wo Sie mich finden.“ Sie lächelte verbindlich. „Haben Sie keine Scheu, Ihre Bedürfnisse und Gefühle klar zu äußern. Das mag vielleicht schockierend für die andere sein, hilft aber auf die lange Sicht, dass Klarheit gewonnen wird. Viel Erfolg, Miss.“
Sam bestätigte dies mit einem kurzen Nicken.
Renal holte nun doch ein Padd hervor. Wie Sam überrascht feststellte, war dies aber nicht leer, sondern es waren schon einige Eintragungen drauf. Die Romulanerin studierte diese einen Moment. Dann legte sie das Padd auf den Tisch.
„So, kommen wir nun zu einigen ganz praktischen Dingen in ihrer Therapie. Zunächst einmal, würde ich gerne wissen, wer Ihnen nahe genug steht, als dass er Sie bei ihren nächsten Schritten unterstützen kann? Haben Sie ehemalige Kollegen von der USS Ainama oder jemand anderen? Es wäre wichtig für Sie, eine Vertrauensperson zu haben.“
Das war eine schwierige Frage. Die meisten ehemaligen Crewmitglieder der USS Ainama hatten auf K7 die Hephaistos verlassen, so wie auch Claudia, welche sie als Freundin betrachtete. Jenn war eine Freundin, aber Sam war gleichzeitig auch ihre Vorgesetzte. Fabièn kannte sie recht gut, er war früher schließlich mal ihr 2O gewesen, andererseits waren sie weit entfernt davon, Freunde zu sein. Shay kam hier an Bord am ehesten einem wirklichen Freund nahe. Sie kannten sich nun schon einige Jahre und waren in ihrer Zeit als OPS auf der Akademie Freunde geworden. Damals waren sie einander gleichgestellt, doch nun war er ihr CO. Sie runzelte die Stirn.
„Sehen Sie, das ist schwierig. Meist bin ich ja zugleich Vorgesetzter. Am ehesten ein Freund ist Cpt. Ruthven, aber ich gestehe, ich habe Hemmungen, mit ihm über meine persönlichen Probleme zu sprechen.“
Renal nickte verstehend. Ein Problem in militärischen Organisationen war definitiv die Befehlsstrukturen. Und das Leben auf einem Raumschiff, immer unterwegs, war für den soziale Rückhalt, den jeder eigentlich haben sollte, hinderlich.
„Und nehmen Sie derzeit stimulierende oder beruhigende Medikamente?“ erkundigte sich die Psychologin.
Sam dachte kurz nach. Kaffee war ja kein Medikament und das letzte Medikament, welches sie erhalten hatte, war seit 2 Wochen ausgeschlichen. Aber sie war sich nicht sicher, ob das trotzdem zählte. „Ich habe ein Neuroleptikum erhalten, nach meiner Ankunft hier an Bord. Es sollte die empathische Verbindung zu meinem Kobold dämpfen. Aber das wurde in den letzten 4 Wochen ausgeschlichen. Die letzte Dosis habe ich vor zwei Wochen erhalten. Da müsste man Ens. Jetsun Pema fragen, ob mich das noch beeinträchtigt.“
Dr. Renal nickte. „Warum wurde es abgesetzt?“
Den fragenden Augen der Psychologin begegnete Sam mit einem offenen Blick. „Ich hatte als Nebenwirkung Halluzinationen davon. Und da mein Kobold nun wieder da ist, gab es keinen Grund, das Mittel länger einzusetzen.“
„Aha.“ Ob Renal nun die ganze Sache verstand oder nicht, war aus dieser Bemerkung nicht zu erkennen.
„Zumindest scheinen Sie also nicht unter der Hand etwas einzunehmen, dass Sie wegdämmern lässt, um der Situation zu entgehen. Das ist schon einmal ein guter Anfang.“ Renal lächelte Sam aufmunternd zu „Aber bitte zögern Sie nicht, sich ein leichtes Schlafmittel geben zu lassen, sollten Sie unter Schlaflosikeit leiden. Ich weiß, ich weiß, Sie wollen jetzt nicht hören, dass Sie Ruhe brauchen, aber genau das ist es, worauf sie achten sollten. Versuchen Sie, ihren Dienst so weit es geht zu reduzieren.“
„So einfach ist das nicht“, begann Sam zu protestieren. Wie auch immer sich das die Psychologin vorstellte. Sie befanden sich hier schließlich auf einem Raumschiff, fast in vorderster Front der Kriegslinie, manchmal auch eher dahinter.
Sie wurde aber rasch von Renal unterbrochen. „Keine Überstunden, keine Sonderschichten, nichts, das Sie aufregt.“ erläuterte sie. „Wir werden uns in einigen Tagen wiedersehen. Bitte führen Sie ein Tagebuch, wann die Angstzustände besonders schlimm sind… ach und vielleicht bringen Sie einfach Ihren Kobold zur nächsten Sitzung mit.“
Renal reichte Samantha ein Padd, wo wie in einem Kochrezept ein paar einfache Hilfestellungen und Meditationsübungen aufgelistet waren. Es hätte schlimmer kommen können.
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# Ort: CNS-Abteilung
# Zeit: SpD 9.1000
Renal und Sam kommen ins Gespräch darüber, was auf K7 im Trill-Center passiert ist und wie es Samantha damit geht.
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***submitted by
Kim & ela aka
Renal & Samantha