<RPG>
# Zeit: MD 14.1430
# Ort: USS Hephaistos, Deck 9, Krankenstation
Dieser Lieutenant Crane war… anders.
Ob es an dem Augenimplantat lag? Möglich. Jetsun mochte keine Technik in Körpern. Natürlich ist es bei so einigen Leuten unumgänglich. Selbst ihre Freundin Ileytis trug ja dieses VERM, was sie zwar wenigstens nicht IM Körper hatte, dafür aber wohl schon vollständig abhängig von dem Gerät war.
Oder eben auch nicht. Denn leider fehlte Jetsun ein vernünftiger Vergleich. Ileytis war eben die einzige Liduuri, die sie je zu Gesicht bekommen hatte. Und wohl auch würde, sollte sich das mit Andromeda bewahrheiten.
Oder eben auch nicht. Denn leider fehlte Jetsun ein vernünftiger Vergleich. Ileytis war eben die einzige Liduuri, die sie je zu Gesicht bekommen hatte. Und wohl auch würde, sollte sich das mit Andromeda bewahrheiten.
Lt. Cranes Augenimplantat war auf jeden Fall eine Notwendigkeit, auch wenn es ihn nicht verschönerte. Allerdings war es recht subtil. Und es war ausgesprochen professionell implantiert worden. Die Justierung war schnell erfolgt und Jetsun machte sich eine Notiz, den Lieutenant regelmäßig, mindestens halbjährlich, zur Nachuntersuchung einzuladen.
Jetsun war durchaus aufgefallen, dass der Lieutenant zwar eigentlich sehr ruhig und professionell war, jedoch irgendwie unruhig reagierte, als sie mit dem Skalpell (welches eigentlich mehr ein Multifunktionswerkzeug war) in die Nähe seines Auges kam. Aber das war absolut verständlich. Es gab jede Menge Menschen, die zwar unglaublich selbstdiszipliniert und hart waren – auch im Kampf – die aber nicht mochten, wenn man an ihren Augen herumfummelte. Jetsun selber fand sowas auch nicht so lustig.
Dann überraschte Lieutenant Crane sie. Er bat darum, gleich einen Gesundheitscheck machen zu lassen.
„Sicher,“ meinte Jetsun dazu. Dann lächelte sie.
„Ich gebe zu, dass die meisten Leute an Bord sich eher versuchen zu drücken. Sie sind da eine angenehme Ausnahme, Lieutenant.“
Sie zwinkerte ihm zu.
„Bleiben Sie also einfach entspannt liegen.“
Jetsun trat einen Schritt zurück und aktivierte die Scannereinheit. Das war deutlich einfach, schneller und damit angenehmer für die Patienten als den Check mit dem Handscanner, der aus alten Zeiten immer noch gern ‚Feinberger‘ genannt wurde.
„Wie geht es Ihnen denn so an Bord?“ fragte Jetsun dabei.
„Und oh, sie müssen nicht still liegen. Sie dürfen gern sprechen. Nur die Arme ruhig halten. Sonst kommt der Scanner nicht weiter.
„Ach, ganz gut.“ erwiderte Charley. „Nur die Unterbringung ist ein wenig eng. Aber dafür ist die Hephaistos wohl ein schönes Schiff.“
„Ja, das stimmt“ meinte Jetsun. „Ich teile mein Quartier auch mit einer Freundin. Aber das geht ganz gut.“
„Die andere Ärztin?“ fragte Charley.
„Ensign Grace? Nein. Ileytis von Las’Tor. Eine Liduuri.“
„Davon habe ich noch nie gehört. Wo kommen diese Leute her?“
Jetsun zuckte mit den Schultern. „Wissen wir nicht. Unsere beste Vermutung ist von Andromeda.“
„Du meine Güte. Ferner geht’s nimmer. Und was sind das für Schiffe, die diese Entfernungen überbrücken können. Das schaffen ja nicht mal die Borg.“
„Ja. Das sind so ein paar Rätsel. Aber sie ist in Ordnung. Arbeitet in der Wissenschaft. Astrometrie.
Was werden Sie machen, Lieutenant? Sicherheit nehme ich an.“
„Ja, wir werden da aushelfen.“
„Bei den Klingonen hier in der Umgebung ist das sicher gut so.“ merkte Jetsun an.
Ein Dreiklang ertönte und der Scannerarm fuhr zurück.
„Und?“ fragte Charley. Er war sich nicht wirklich sicher, ob alles in Ordnung war.
Jetsun schaute sich die Zusammenfassung an, dann nickte sie.
„Alles in Ordnung. Haben Sie gestern etwas gefeiert? Sie haben noch etwas Restalkohol im Blut.“
„Ja, äh…“ begann Charley, doch Jetsun unterbrach ihn charmant.
„Das ist in Ordnung, Lieutenant. Sie sind ja noch nicht im Dienst und außerdem haben Sie ja nun wirklich allen Grund dazu gehabt.“
Sie trat einen Schritt zurück und strahlte ihn an.
„Sie sind medizinisch gesehen topfit. Sie müssen eine ausgesprochen starke Natur haben, nach alledem, was Sie durchgemacht haben. Glückwunsch dazu!“
<NRPG> Mo, noch was ergänzen? </NRPG>
# Zeit: MD 14.1535
# Ort: Krankenstation
Einen Tag freinehmen… und das auf, naja, Empfehlung des Captain.
Jetsun atmete tief durch. Ja, das könnte sie um Himmels Willen wirklich dringend, dringend brauchen. Mal nichts machen.
Ileytis fiel ihr ein. Hatte ihre Freundin nicht gesagt, dass sie gerne mal auf den Planeten runter wollte? Vielleicht könnten sie das ja gemeinsam machen. Heute hatte die Crew Landurlaub. Lt. LaGroille war am Vormittag unten gewesen und es wohl sehr genossen. Es war nicht, was Jetsun dem immer noch krank geschriebenen Fabi empfohlen hätte, jedoch wäre es auch grausam gewesen, ihm das zu verwehren.
Sie wandte sich an ihre Sanitäterin. „Nathaly?“
„Ja?“ fragte diese zurück.
Jetsun lächelte. „Entschuldige, dass ich da eben… gestört habe.
Du, ich habe eine Bitte. Hast Du gehört, was der Captain mir, äh, empfohlen hat?“
Nathaly war nicht dumm. Sie sah selber, wie ihre Chefin drauf war. Nach dem Desaster mit dem Huhn hätte sie nicht gedacht, dass Jetsun noch zu der Augen-OP in der Lage wäre, doch das hatte dann sehr gut geklappt. Aber der Captain hatte Recht. Jetsun war nicht so tough, dass sie unbegrenzt auf 150% Leistung laufen konnte. So nickte sie.
„Ja. Natürlich. Und ich finde, der Captain hat Recht. Wenn Du morgen frei machen willst, kriegen wir das schon hin. Und wenn wirklich etwas außergewöhnliches passieren sollte, werden wir Dich schon finden!“
„Danke Nat! Du bist ein Schatz.“ Jetsun grinste breit. Ileytis würde sich freuen.
„Ich bin dann in meinem Büro. Ich will wenigstens noch den Berg von PADDs abarbeiten.“
Und einige Gespräche führen. Damit sie morgen mit Ileytis runter auf Thyene durfte.
# Zeit: MD 14.1835
# Ort: Topf voll Gold
‚Nur für eine Stunde‘ hatte Jetsun gebeten und Ileytis hatte zugestimmt. Eigentlich hatte sie ganz etwas anderes vor. Aber da Jetsun gerne zu dieser Feier gehen wollte, hatte sie dem nichts entgegen zu setzen. „Ich weiß nur nicht, was Du an diesem infantilen Gehabe dort findest.“ meinte sie. Diese ganzen Kinderfiguren, angefangen von dem Türtroll bis hin zu all diesen anderen Dingern.“
„Das soll lustig sein. Entspannen. Sicher, es sind Grotesken, aber sie dienen dem Stressabbau.“ versuchte Jetsun zu erklären. „Wenigstens verhindert der Troll, dass niemand hier in Uniform kommt.“
„Gut. Das stimmt.“ Lenkte Ileytis ein. Sie wollte ja nicht, dass Jetsuns Laune sinkt. Und Stressabbau konnte ihre Geliebte wirklich gebrauchen.
Sie hatten sich beide recht hübsch gemacht. Zuerst hatte Jetsun wieder eines ihrer neuen kikonischen Gewänder anziehen wollen, doch das hatte Ileytis ihr ausreden können. Die passten nun wirklich nicht hierher. Zuletzt hatte sie dann eine Art Partnerlook ausgewählt. Gut, dass sie schon vor Tagen ihre Garderobe aufgebaut hatte. Inzwischen war der Replikator in ihrem Quartier deaktiviert.
Jetsun schien überraschend aufgeregt. Irgendwas war im Busch, doch was, da konnte Ileytis ihren Finger noch nicht drauflegen. Kurz überlegte sie, unfaire Mittel zu nutzen und Jetsun unter Einfluss ihrer Vilga-Drüse zu befragen, doch das wollte sie eigentlich nicht. Doch wie sich herausstellte, war das auch gar nicht nötig. Kaum dass sie einen Platz an einem der rustikalen Tische hatten platzte die Ärztin heraus: „Hast Du vielleicht Lust, den morgigen Tag mit mir unten auf dem Planeten zu verbringen?“
Ileytis starrte ihre Freundin an, als ob die aus dem Märchen kam. Ihre eh schon übergroßen Augen wurden noch größer. „Das ist kein Scherz, oder?“ fragte sie. Und als Jetsun verschmitzt grinsend den Kopf schüttelte, wurden ihre Gesichtszüge weich.
„Ja.“ Sagte sie. „Große Lust. Sehr große Lust!“
</RPG>
<SUM>
# Zeit: MD 14.1430
# Ort: USS Hephaistos, Deck 9, Krankenstation
# Ball: Mo
Lt. Crane wird untersucht und Jetsun bemerkt Restalkohol in seinem Blut.
Da der Lt. Dienstfrei hat, ist das nicht problematisch.
# Zeit: MD 14.1535
# Ort: Krankenstation
Ensign Jetsun Pema beschließt auf Anraten des CO, den folgenden Tag frei zu nehmen und ihn mit ihrer Freundin zusammen auf Thyene zu verbringen.
# Zeit: MD 14.1835
# Ort: Topf voll Gold
Jetsun eröffnet ihrer Freundin ihre Pläne für den kommenden Tag. Ileytis ist begeistert.
</SUM>
Submitted by
Isabelle
a.k.a.
Ens. Jetsun Pema
(i)CM USS Hephaistos