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Der Entschluss

Posted on 1. September 2020 By admin
Hey ihr Lieben!

Es wurde höchste Zeit sich mal wieder zu melden, gleichzeitig möchte ich mich entschuldigen das so lange nichts von mir auf der Heph kam. Ich gelobe Besserung und freu mich auf ein paar schöne Bälle! Mit diesem Post habe ich mich anfangs etwas schwer getan, es ist auch länger geworden als gedacht. Ich hab die Mittagspause zur Rechtschreibkontrolle genutzt, ich hoffe nichts Großes übersehen zu haben 😀

Lieben Gruß
Mo

<RPG>

Zeit: MD 14.1419
Ort: USS Hephaistos, Deck 9, Krankenstation

Auf der Krankenstation war nicht viel los. Hier und da war ein Biobett belegt, aber allgemein herrschte gerade immer noch Mittagspausenstimmung. Ensign Jetsun Pema kontrollierte am oberen Ende des Raums gerade die Biowerte einer Bolianerin mit einer sehr ungesunden Gesichtsfarbe: Terakotta Orange.

„Ich muss sie darauf hinweisen das die Verwendung von Substanzen, die gegen das Gesetz der Föderation verstoßen, strafbar ist. Auch wenn es sich um eine Hautcreme handelt“, grummelte Jetsun zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Die Bolianerin war bereits das dritte Mal diese Woche hier.

„Frööuu Dööögtöör..“ fing die Angesprochene an. Durch die angeschwollenen Lippen war sie sehr schlecht zu verstehen. „Süüü vöörstöhöhn dös nööcht. Öch brööche möööne Söölbbe.“

„Ihre Haut sieht das anders.“, stellte Jetsun trocken fest, während sie mit einem medizinischen Trikoder die dermatologischen Daten des Gesichts analysierte. „Die Salbe reagiert sehr agressiv auf die Blutgefäße in ihrem Kopf. Das ist hier alles kein Spaß. Das Ehtysyn in ihrer Salbe kann jederzeit einen anaphylaktischer Schock auslösen. Ich gebe ihnen Calcitisol, das bekämpft die Schwellungen und und wirkt vorbeugend gegen Pilzbefall und Juckreiz. Die Farbe wird allerdings noch mindestens 12 Stunden bleiben.“

„Dööönggöö Fröuu Dööögdöör!“, keuchte die Bolianerin.

„Gerne…“, log Jetsun, setzte das Hyprospray an und verdrehte heimlich die Augen. Sie wusste ganz genau wer spätestens übermorgen wieder hier lag. Eigentlich hatte sie Mitleid mit der Frau, aber auch der emphatischste Mensch hatte irgendwann die Nase voll wenn es um Unbelehrbare ging. Sicherheitshalber trug sie die Patientin zu einer dermatologischen Hautberatung ein. Das MHN würde sich freuen.

Sie verabschiedete sich und ging. Eine Schwester drückte ihr im Weggehen ein Padd in die Hand, was sie signieren sollte. In den Text vertieft lies sie sich auf die Kante eines der leeren Biobetten nieder.

„Ensign Pema?“, fragte eine Männerstimme neben dem Bett. Jetsun fuhr hoch. Vor ihr stand ein mittelgroßer Mann. Auf seinem Kopf wuchsen keine Haare, während auf seinen deutlich sichtbaren Wangenknochen ein Dreitagebart vor sich hin wuchs. Die Uniform wies ihn als Offizier auf der Durchreise aus. Aus einem Grund, der anscheint nichts mit der Temperatur zutun hatten, trug der Mann schwarze Lederhandschuhe. Es war sein linkes Auge was ihr sofort auffiel. Dort wo auf der anderen Seite ein moosgrünes Auge war, schmückte die linke Seite ein Okularimplantat. Ein schwarzer Oculussensor-Strich zog sich durch eine sonst reinweiße Hornhautpartie. Ein durchaus einschüchternder Anblick. Bis… Das Auge bewegte sich unnatürlich hin und her. Es harkte immer wieder an den Augenwinkeln entlang. Der Mann setzte ein zerknirschtes Lächeln auf, was in der Summe schreiend komisch aussah.

„Eh.. ja?“

„Lt. Charley Crane, ehemaliger CSO der Ainama. Wie sie sehen… habe ich Probleme mit meinem Okularimplantat. Normalerweise wird es alle drei Monate gewartet, leider ist in letzter Zeit viel dazwischen gekommen.“

„Ich verstehe, Lt. Ich hörte davon.“, sagte Jetsun beruhigend, lies das Padd sinken und zog in einer schnellen Bewegung den medizinischen Trikorder aus ihrem weißen Kittel. Vorsichtig erfasste sie die biometrischen Daten des Augenkörpers.

„Seid wann tragen sie das Implantat?“

„Etwas mehr als drei Jahre.“

„Wo erhalten?“

„USS Aurora, medizinisches Versorgungsschiff an der Frontlinie.“

„Ah.. militärische Nutzung, das erklärt das Combat Tentacle. Wollen sie das ich es gegen ein ziviles Tentacle tausche? Die sind unkomplizierter in der Wartung.“

Charley überlegte kurz. Er hatte sich so an den Nachtsichtmodus gewöhnt und auch die biotronische Zielerfassung war im Kampf sehr praktisch. „Ich denke ich behalte es vorerst, Danke.“

„Wie sie wollen. Legen sie sich bitte kurz hin.“, sagte Jetsun. Charley kam der Anweisung der CM postwendend nach und machte sich auf dem Biobett lang. Die Medizinerin setzte vorsichtig das Vibroskapell an und begann mit der Justierung des Implantats. Für Jetsun ein völlig normaler Eingriff, für Charley das erste Mal seid langer Zeit jemanden so nah an sich heran zu lassen. Er schluckte mehrmals. Ob Ensign Pema dies bemerkt hatte konnte er nicht sagen.

„Ich rekalibriere die neurale Schnittstelle. Die Mikrobewegungen des Tentacles kommen von dort. Sie werden kurz nichts sehen können auf dem Auge.“, sagte Jetsun während sie mit dem Skalpell konzentriert den Inputknoten des Implantats öffnete.

Charley verkniff sich ein Kommentar um sich nicht zu bewegen. Aber Jetsun hatte das Problem schnell im Griff.

„So fertig, das müsste es gewesen sein.“

Charley richtete sich auf und lies seine Augen testweise einmal durch den Raum kreisen. „Vielen Dank Ma’am.“

„Kein Problem, dafür bin ich da.“, erwiderte Jetsun mit einem Lächeln auf den Lippen. Charley sah die Bhutanerin einen Moment länger an als es sich gehörte. Ihre Art wirkte irgendwie beruhigend auf ihn. Dabei fiel ihm etwas anderes ein…

„Ist es möglich noch meinen medizinischen Check zu absolvieren? Ich trete die Stelle des HAZOPs an.. wenn alles gut geht.“

Er sah sah auf und ihre Blicke trafen sich.

<hepp an Isabelle – Endlich :D>

Zeit: MD 14.2332
Ort: USS Hephaistos, Deck 16, Gastquartier Charley Crane

Ein sanftes, gleichmäßiges Wummern legte den Grundton. Obwohl man das Größtmöglichste getan hatte, war die Akustik in diesem Teil der Schiffes, wo die Gästequartiere der Mannschaft lagen, nicht gerade Premium. Die direkte Nähe zum Maschinenraum war deutlich zu hören. Aber dem aktuellen Bewohner des Quartiers machte dies nichts aus, im Gegenteil. Charley empfand das monotone Geräusch als sehr entspannend.

Seid etwas mehr als zwei Stunden probierte der Gastoffizier die Augen zu schließen. Aber es sollte einfach nicht klappen. Je länger die Tage auf dem klingonischen Kreuzer zurück lagen umso tiefer gruben sich die Ereignisse in seinen Kopf hinein. Dabei war es nicht unbedingt die Gewalt an sich – an Gewalt war der ehemalige Marine gewöhnt. Es waren einzelne Bilder, die aus dem Nichts in seinem Kopf erschienen wenn er sich zu entspannen versuchte. Bilder vom gefolterten Platon. Bilder von Mozarts verzweifeltem Gesicht während er versuchte seine Blutung zu stillen. Bilder von Emilys angstverzerrtem Blick. Je krampfhafter er versuchte zu schlafen umso wilder begannen sich die Bilder zu vermischen und ein Eigenleben zu führen.

Vor etwa 10 Minuten war er genervt aufgestanden. Mit einem Padd in der einen und einem Glas Whiskey in der anderen Hand lag er lang ausgestreckt auf dem kleinen Sofa in der Raummitte, das man ihm behelfsmäßig in den Raum geschoben hatte. Normalerweise waren so große Sitzgelegenheiten wie diese in einem Mannschaftsgastquartier nicht Standard. Ensign Jennifer Larson, die als für die Zuteilung seines Quartiers zuständig gewesen war, hatte heimlich mit den Augen gerollt als der weiße Wolf gebeten hatte in direkter Nähe zu den anderen Marines untergebracht zu werden.

Aber das Augenrollen hatte sich ausgezahlt. Nicht nur waren ihre Quartiere direkt nebeneinander, sie waren sogar miteinander verbunden. Drei bauartgleiche Quartiere, verbunden durch mehrere nachträglich installierte Türschotts. Im mittleren Quartier, das von Platon, war der provisorische Hühnerstall aufgebaut. Der Italiener hatte darauf bestanden. Vermutlich um Emily zu beeindrucken. Charley zuckte mit der Schulter.

Er blickte gegen die Tür, die zu Platons Quartier grenzte, widerstand aber dem Drang nachzuschauen ob der Kamerad schlief. Dabei fiel sein Blick auf das Whiskeyglas in seiner Hand und er entschied sich gegen diese Idee. Schnell nahm er einen Schluck. Wäre ja schade drum.

Seine Gedanken schweiften eine Weile durch die Gegend. Dabei fiel dem Amerikaner ein das er erstaunlich wenig über die USS Hephaistos wusste. Sicher, er hatte bereits ein paar der hiesigen Führungsoffiziere kennengelernt inklusive des Captains, aber das wars auch schon.

„Sieh dich an. Kraftloser Versager. Sauf dich ruhig zu Tode. „, erklang eine schneidende Stimme. Charley zuckte zusammen, hob aber nicht den Kopf. Schnell nippte er erneut an seinem Drink.

„Was ist aus dir geworden. Das du dich nicht schämst in den Spiegel zu schauen. Glaubst du deine gefallenen Brüder wären stolz auf das was sie hier sehen?!“, die Stimme war leiser geworden. Gefährlicher. Jedes Wort wie ein Stich.

Charley stierte weiter geradeaus während die Beklommenheit gerade zu greifbar wurde. Er wappnete sich für den dritten Angriff, wurde aber überrascht. // Immer drei Stürme..// Seine Augen bewegten sich leicht zur Seite. Erst dann konnte er ihn sehen.

Wenn Charleys Spitzname der weiße Wolf war dann war dies der schwarze Wolf. Zu Beginn der Anfälle war sein imaginäres Ich ausschließlich in spiegelnden Oberflächen erschienen. Offensichtlich hatte er einen Ausweg gefunden. Mit lässig überkreuzten Beinen saß sein böser Zwilling auf der Couch. Seine Augen waren schwarz wie zwei Kohlestücke. Sein Lächeln boshaftes Lächeln war schmerzhaft für Charley.

//Na sag endlich was… Ich will das es vorbei ist! Immer drei Stürme// dachte Charley. Er wusste das die Situation sich noch verschlimmern würde wenn er einfach die Augen schloss. Diesen Umstand machte seinen bösen Zwilling noch mächtiger. Der Charley mit den schwarzen Augen schüttelte ganz langsam den Kopf und lächelte ein weiteres Mal diabolisch.. und weg war er!

Charley atmete tief durch. Er lehnte sich zurück und entspannte seinen Rücken, ließ seine durchgedrückten Schultern sinken. Sein Kopf fiel nach vorne.

„Alles gut bei dir?“

Blitzschnell fuhr Charley hoch. Chib stand in der Tür und blickte ihn fragend an. Er hatte das Öffnen der Tür nicht gehört!

„Komm grad vom Sport. Klang als schreit jemand und dann Glassplittern…“

„N…Nein….alles gut.

Der Andorianer sah ihn zweifelnd an und trat ganz ins Quartier ein. Er sah sich suchend um und fixierte dann erneut Charley. Dieser fühlte sich ertappt.

„Sicher?“

„Wie gesagt.. Alles gut.“, bestätigte Charley, seine Stimme klang wie vor dem Anfall.

Ohne ein weiteres Wort zu sagen schritt der Andorianer bis zum Tisch und beugte sich nach unten. Sein Augen blickten sorgenvoll auf Charley. Er hob die Hand. Darin war ein zerbrochenes Whiskeyglas. Er stellte es direkt vor Charley ab. Dieser war völlig perplex. Er beugte sich direkt darüber und griff fahrig danach.

Das Licht des spärlich beleuchteten Apartments brach sich in der Reflexion des Glases. Die Gestalt des schwarzen Wolfs blickte ihn direkt an, formte mit den Lippen das Wort „Drei“ – und verschwand.

„Du weißt das du mit mir über alles reden kannst oder?“, sagte der Andorianer mit leiser Stimme. Charleys Atmen war wieder schwerer geworden. Der Andorianer ließ sich sanft in den Sessel gegenüber gleiten.

„… Ich…“

„Nicht jetzt..Dann wenn du es für richtig hältst.“, sagte Chib liebevoll und lehnte sich langsam in eine bequeme Haltung zurück. Es war an der Zeit das Thema zu wechseln. Charley nickte langsam, während er versuchte sein feuchtes Gesicht vor dem Andorianer zu verstecken.

„Hast du es dir schon überlegt?“, fragte der Andorianer weiter und blickte sich erneut im Quartier um. Es wirkte fast so als versuche er Antworten auf diese Frage aus Details von Charleys Wohnung abzulesen.

„Ich.. ich denk drüber nach. Immerhin war ich heute schon beim Medizincheck. Mein Auge hat in letzter Zeit einige Probleme gemacht.“

„Jaaaa!“, fuhr Mozart hoch und ballte die Fäuste nach oben. Charley musste unwillkürlich Lächeln. Seine Jungs machten kaum ein Geheimnis daraus das sie die USS Hephaistos und den Einsatz als Hazard Team als neue Heimat favorisierten.

„Ich sagte ich denk drüber nach.“, sagte Charley auch wenn er sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte.

„Aber – um fair zu bleiben – es spricht viel für die Hephaistos. Neben den technischen Standards, die alle alternativen Schiffe locker abhängen, ist die Gelegenheit mit dem Hazard Command einfach zu gut.“, fuhr der weiße Wolf fort.

„Ist sie.“, bestätigte der Andorianer mit einem Kopfnicken, er grinste selig in sich hinein. „Doc wird sich freuen! Ich kann ihm direkt….“

„Du wirst deine Füße still halten bis ich mit Shay Ruthven alles geklärt habe!“, sagte Charley in einem Ton der keinen Widerspruch duldete. „Das Chaos wird früh genug über dieses Schiff hereinfallen, lass uns das ganze nicht schon vor dem Start verkomplizieren. Es ist ein ganz schöner Aufwand das Hazard Team als eigenständige Truppe einzuführen, logistisch wie technisch. Von Trainingsräumen und Übungsgeländen mal ganz abgesehen. Ich bin mir nicht ganz sicher ob der Captain weiß was da alles auf ihn zu kommt. Es kann sehr gut sein das er auf den letzten Meter abspringt, fürchte ich.“

Der Andorianer schwieg und schaute konzentriert an die Decke. Ein sicheres Zeichen dafür das ihn Charleys Worte getroffen hatten.

„Aber ich geb mir Mühe ok?“, sagte der weiße Wolf sanft und lehnte sich nach vorne.

„Und keine Sorge wegen Doc Oljin. Ich steh mit Doc und ein paar anderen in engem Austausch. Wenn alles gut geht werden sie alle dabei sein, wenn Ruthven das absegnet. Immerhin lädt er sich da eine ganze Horde hoch dekorierter Veteranen aufs Schiff, da würde jeder zweimal drüber nachdenken“, sagte Charley mit einem spöttischen Unterton.

Mozart lächelte nur verträumt, während Charley sich erhob und zum Replikator schritt. Beim gehen stelle der Wolf ein weiteres mal fest wie nah dem Andorianer das gemeinsame Gespräch mit dem alten Freund gegangen war.
<https://groups.io/g/USS-Hephaistos/message/720>

„Computer, Glenlivet Livet – Single Cask Wiskey, 14 Jahre gereift – zwei Gläser ohne Eis.“

„Single Cask?“

„Der Wiskey stammt aus einem einzelnen Faß, weshalb der Geschmack teilweise variieren kann. Dieser ist ein absoluter Hochgenuss.“

Der Andorianer zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. „Er kommt aus dem Replikator oder?“

Charley grinste, überging den Einwand aber und entnahm dem Replikatorschacht die beiden zu 2/5 gefüllten Whiskey Gläser. Feierlich reichte er Mozart einen. Dieser warf erst Charley und dann dem Whiskey einen unsicheren Blick zu. Chibs Blick war auf das zerstörte Glas gerichtet, was immer noch auf dem Tisch stand.

„Bist du sicher das es eine gute Idee ist?“

Charley reichte ihm das Glas an. Einen Moment hing sein Arm ohne Aktion in der Luft, während Chib weiter abwägte. Er wollte Charley nicht vor den Kopf stoßen. Andererseits…Er nahm das Glas entgegen. Charley lächelte.

„Auf die USS Hephaistos!“

Die Gläser klirrten leise.

Zeit: MD 15.0850
Ort: USS Hephaistos, Deck 1, Bereitschaftsraum des Captains

<QUOTE>
Nach dem kurzen Gespräch entließ er Cat aus dem Zimmer so das er mit Charley alleine war.

„Mr. Crane. Wie sie vielleicht festgestellt haben gibt es Bord nicht wirklich einen Platz für sie und ihre Marines. Ich weiß das sie dem CSO angeboten haben ihn zu unterstützen solange sie an Bord sind und ich würde gerne noch einen kleinen Schritt weiter gehen. Wir hatten in der Vergangenheit etwas an Bord das sich Hazard Team nannte. Da wir keinen Hazop haben und der CSO mit seiner Arbeit zur Zeit ausgelastet ist um diese zusätzliche ‚Einheit‘ zu führen würde ich ihnen gerne anbieten den Posten zu übernehmen.“ erklärte er dann. „Mir ist auch bewusst das sie und ihre Leute vor haben uns auf K7 zu verlassen, aber es wäre unverantwortlich von mir ihnen diesen Posten nicht zumindest anzubieten. Die Einzelheiten finden sich auf diesem PADD. Lesen sie es sich durch und teilen sie mir ihre Entscheidung bis morgen früh mit.“ reichte er Charley dann ein PADD.
</QUOTE>

Das Licht der Brücke blendete. An der Betriebsamkeit des Brückenbetriebs konnte man beim besten Willen keine Uhrzeit ableiten. Hier war auch während der Nachtstunden viel los. Nur die kleine analoge Uhr neben der Tür gab Auskunft über die tatsächliche Uhrzeit.

Ein Crewman in gelber Uniform salutierte vor einem Offizier. „Die Sensordaten sind optimal, das reicht mir. Danke Sir!“, sagte er und verschwand. Direkt hinter ihm betrat Lt. Charley Crane den Raum. Er blickte sich kurz um und strich ein wenig nervös über seine Uniform – nur um die Hände direkt wieder sinken zu lassen.

Anscheint war das morgendliche Briefing noch nicht lange her, viele der Senior Offiziere waren bereits wieder auf der Brücke und in Vieraugengespräche vertieft. Ensign John Geary rauschte heran und nickte Charley im vorbeigehen zu, dann nahm er einen Communicatorruf entgegen. Charley hatte gerade noch Zeit zurück zu nicken. Der CSO war dieser Tage sehr beschäftigt, was sich schon bei ihrem letzten Gespräch herausgestellt hatte. Jennifer Larson stand lässig mit den Rücken an die OPS Konsole gelehnt während sie ein Gespräch mit dem TAK der Hephaistos führte: Ajur, Sohn des Nedek. Eins der Crewmitglieder die Charley noch nicht kennengelernt hatte. Er nickte beiden auf dem Weg zum Bereitschaftsraum zu. Dabei war seine Unterredung in Captain Ruthvens Kalender auf 0900 terminiert. In 10 Minuten also.

Unschlüssig blieb Charley stehen. Er war froh das er die Wartung seines kybernetischen Auges bereits gestern erledigt hatte. Er wollte nicht in die Verlegenheit kommen vor Shay Ruthven sein durchdrehendes Okularimplantat erklären zu müssen. Die Störungen waren seid dem Aufenthalt auf der Hol immer häufiger aufgetreten und hatten begonnen Charley zu nerven.

Er schaute sich interessiert im Raum um, während er wie üblich die schwarz behandschuhten Hände hinter dem Rücken verschränkte. So verpasst er leider Emilys Auftritt. Das Schott des Bereitschaftsraums war zur Seite geflogen und die junge Frau verließ den Raum.

Als sie Charley erkannte stoppte sie. Seid ihrer Ankunft an Bord der Hephaistos war für Em das normale Bordleben weitergegangen, während für ihn und seine Crew immer noch nicht klar war wie es weiterging. Obwohl sie sich hin und wieder gesehen hatten musste Charley tief im Inneren zugeben das er Emily darum beneidete, das sie offensichtlich bereits in ihrem „alten Leben“ zurück war.

Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Hey.. auch Termine beim Chef?“

<hepp an Miri :)>

Nachdenklich sah Charley der Chefingenieurin nach.

„Lt. Crane?“, wehte eine Stimme durch den Raum. Als Charley den Kopf drehte erkannte er im Türrahmen des Bereitschaftsraumschotts die Silhouette von Shay Ruthven. Mit dem Arm lässig an das Schott abgestützt warf der Captain einen kurzen Blick Richtung Brücke, während er Charley mit einem schnellen Blick von der Seite musterte. Eilig kam der Amerikaner der unausgesprochenen Aufforderung nach. Hinter ihm schloss sich das Schott, Shay war währenddessen zurück zu seinem Schreibtisch geschritten.

„Schön das sie da sind. Ein Getränk? Kaffee?“

„Gern. Ein Stück Zucker, keine Milch.“

Shay nickte und trat an den Replikator heran. Während er die Bestellung entgegen nahm lies sich Charley in Besucherstuhl vor dem Schreibtisch des Captains nieder. Vorsichtig stellte Shay die Tasse ab und setzte sich ebenfalls, den fremden Offizier nicht aus den Augen lassend.

„Haben sie die Ruhe genutzt Mr. Crane?“

„Welche Ruhe Sir?“

„Ich meine die Zeit die sie nun an Bord sind. Haben sie sie genutzt um sich zu erholen?“, frage Shay, etwas überrascht vom Gesprächseinstieg. Charley wiederum verfluchte sich innerlich für diese saublöde Frage. Jetzt dachte der Captain er hätte durchgemacht.. was er ja.. naja.. trotzdem! Keine Fehler ab jetzt, er ballte unauffällig die behandschuhte Faust.

„Selbstverständlich Sir, danke der Nachfrage. Ich habe mir ihr Angebot überlegt Sir.“, kam Charley direkt auf den Punkt. Die Kuh möglichst sicher vom Eis kriegen bedeutete in diesem Fall den Grund seiner Anwesenheit so schnell wie möglich abhandeln und weiteres Nachfragen vermeiden.

„Schön. Mit welchem Ergebnis?“, kürzte auch Shay das Kapitel Smalltalk ab.

Charley griff mit der Hand nach der Tasse. Die schwarzen Lederhandschuhe schlossen sich um den Griff. Er nahm einen Schluck und wurde sich bewusst das es jetzt kein zurück mehr gab. Eine Tatsache die etwas in ihm aufwirbelte…

„Ich würde das Angebot gerne annehmen, Captain Ruthven.“

<hepp an Mac :)>

</RPG>

<SUM>
Zeit: MD 14.1419
Ort: USS Hephaistos, Deck 9, Krankenstation

Nachdem Jetsun eine lästige Dauerpatientin versorgt hat lernt sie Charley Crane kennen, dessen Problem mit seinem Okularimplantat sie schnell lösen kann. Darauf hin fragt Charley nach seinem medizinischen Check.

Zeit: MD 14.2332
Ort: USS Hephaistos, Deck 16, Gastquartier Charley Crane

Charley kann nicht schlafen und wird mal wieder unfreiwillig mit seinem dunklen Gegenstück konfrontiert. Plötzlich steht Chib im Raum, es entsteht ein Gespräch über die Zukunft an Bord der Hephaistos.

Zeit: MD 15.0850
Ort: USS Hephaistos, Deck 1, Bereitschaftsraum des Captains

Während Charley auf seinen Termin mit Shay wartet kommt er auf der Brücke mit Emily ins Gespräch. Unmittelbar danach beginnt sein Vorstellungsgespräch mit Shay zu dessen Beginn Charley dem Captain mitteilt das er die Stelle als HAZOP gerne antreten würde.
</SUM>

Submitted by

Lt. Charley Crane
HAZOP USS Hephaistos
Aka
Mo Bishop

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