Noch ein (wahrscheinlich) letztes Post von mir in diesem Jahr.
Ist aber nur ein wenig Egopost mit einem kleinen optionalen Ball für Kim.
<RPG>
Ort: USS Hephaistos, Krankenstation
Zeit: SpD 3.1150
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„Nein, sie treffen ein Urteil!“ Noch konnte Jennifer sich beherrschen. Doch sie spürte diese Wut in sich, diese Wut, die am liebsten jemanden verletzen würde. Sie kannte diese Impulse und sie hatte sie mittlerweile unter Kontrolle, auch weil sie gelernt hatte, dass sie mit dieser Wut ganz andere Dinge tun konnte.
„Sie sehen mich an und treffen sich ein Urteil. Schön, ja, ich bin ein verkorkster Mensch. Ich erfülle alle Klischees. Aber ein guter Arzt hätte versucht mit mir zu reden, mich zu verstehen. Doch diese Kunst ist in der Sternenflotte nicht mehr en Vogue. Angeblich wollen immer alle so tolerant sein, so aufgeklärt, so Gutmensch. Doch in Wahrheit sind sie intolerant. Vor allem wenn sie auf einen Lebensstil treffen, der so anders ist als der eigene. Ersticken Sie an ihrer Toleranz. Ersticken Sie an ihrem Wissen. Ich brauche ihre Hilfe nicht.“
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Jetsun starrte der OPS hinterher. Und sofort schössen Tränen in ihre Augen. Ihre Hände begannen zu zittern und wollten einfach nicht damit aufhören. Schnell nahm sie sich ein Tuch und wischte ihre Augen ab, doch das Tränen hörte nicht auf. Sie setzte sich auf einen Hocker, weil auch ihre Beine anfingen zu zittern. So konnte sie doch unmöglich arbeiten!
Es wäre sowieso nicht gegangen. Auch ihr Gehirn wollte nicht mehr so, wie es sollte. Sie konnte keinen klaren Gedanken mehr zu fassen kriegen. Immer, wenn sie einen Gedanken verfolgen wollte, huschte er davon und ein neuer Gedanke erschien vor ihrem geistigen Auge. Einer, der sich aber ebenfalls nicht greifen ließ.
Die Tür ging auf und ein neuer Patient trat ein. Ein junger Crewman, ein wenig schüchtern. Sicher verunsichert von der Krankenstation, wie sie es alle waren. „Doktor, ich… oh… störe ich?“
Jetsun schüttelte nur den Kopf. „Nein, kommen Sie rein.“ schniefte sie und deutete auf den Stuhl vor ihr.
„Crewman Maqsood“ stellte sich der junge Mann vor und setzte sich, die Augen nicht von jetsuns Gesicht lassend. „Ist alles in Ordnung mit Ihnen, Doktor?“
Wieder schüttelte Jetsun den Kopf. „Nein.“ Erwiderte sie erstickt. „Aber egal. Wie kann ich Ihnen helfen, Mr. Maqsood?“
„Ich kann auch später wiederkommen, Doktor. Wirklich. Das ist kein Problem.“ Er wollte wieder aufstehen, doch Jetsun ergriff seine Hand.
„Bitte, Mr. Maqsood. Bleiben Sie. Ich… einen Augenblick nur!“
Jetsun stand auf und ging nach nebenan. Dort sortierte PO Shilas, eine der jungen Sanitäterinnen gerade Medikamente in die Schränke. „Ensign! Du meine Güte, wie sehen Sie denn aus. Ist etwas passiert?“
„Ja. Können Sie mir bitte helfen?“ sagte Jetsun.
„Aber natürlich!“ Die Sanitäterin stellte den Karton ab und eilte zu ihr.
„Könnten Sie bitte…“ begann Jetsun, doch der Crewman hatte sich erhoben.
„Doktor, bitte. Ich kann sehen. Meine Angelegenheit ist wirklich nicht dringlich. Ich werde in zwei Stunden noch einmal vorbeischauen. Jetzt entschuldigen Sie mich bitte!“
Und damit war er weg.
Jetsun ließ die Arme hängen. „Jetzt habe ich ihn vergrault. Schon der zweite!“
„Was?“ fragte die Sanitäterin.
„Miss Shilas, bin ich intolerant?“
„Wie bitte?“
„Bin ich intolerant? Vorverurteile ich Leute?“ Jetsun sah die Sanitäterin so an, dass diese ihre Vorgesetzte am liebsten sofort in die Arme geschlossen hätte um sie zu trösten.
„Hat er das eben gesagt?“
„Nein!“ Jetsun schüttelte den Kopf. „Nicht er. Er nicht.“
Jetzt war es an der Sanitäterin, den Kopf zu schütteln.
„Miss Jetsun, ich kenne Sie noch nicht so lange. Aber ich weiß, dass Sie niemanden vorverurteilen. Sie sind auch nicht intolerant. Sie haben eine eigene Meinung. Natürlich haben Sie die. Und sie sprechen sie auch aus. Ein guter Arzt sollte das auch. Aber dadurch verurteilen Sie doch niemanden. Ich weiß nicht, was da eben passiert war und wer Sie da eben… so dermaßen beleidigt hat. Aber bitte sein Sie sicher, dass er sich geirrt hat.“
Sie stand auf und zog eine Kapsel aus einer der zahllosen Schubladen. „Nehmen Sie das, bitte!“
Jetsun sah auf die Kapsel in ihrer Hand. Triazolax.
„Ich will aber nicht…“ begann sie, doch Shilas nahm ihre Hand.
„Bitte, versuchen Sie nicht, Held zu sein. Das passt nicht zu Ihnen.
Jetsun wurde rot. Dann nickte sie. „Danke!“ sagte sie und nahm das Mittel.
Sie kannte Triazolax. Es wirkte schnell und stark und war beruhigend und angstlösend, hielt aber nicht lange vor. Genau das richtige jetzt für sie. Nur dienstfähig würde sie jetzt nicht sein.
PO Shilas wusste das auch. „Gehen Sie jetzt und legen sich ein paar Stunden hin. Dann werden Sie wieder in Ordnung sein. Ich mache einen Termin beim Counselor für Sie. Ich komme schon klar.“
Jetsun wollte aufbegehren, doch ließ es. Sie selber warf den Leuten ja immer vor, sich nicht helfen zu lassen. Also sollte sie nicht dasselbe tun.
„Danke!“ sagte sie. Erhob sich und ging dann langsam.
Shilas sah ihr nach, dann seufzte sie. So verstört hatte sie ihre Chefin noch nie erlebt.
<Ball an Kim als CNS. Wenn Du magst…>
Ort: Die grüne Ebene
Zeit: SpD 3.1155
Kiba, die kleine Jägerin duckte sich tief ins Gras. Man würde sie nicht bemerken, solange sie sich nicht bewegte. Und wenn sie sich bewegen würde, würde sie das nur sehr langsam tun. Ihre Beute würde das nicht wahrnehmen und wenn, dann würde es zu spät sein.
Vorsichtig, sehr, sehr verhalten setzte sie eine Pfote vor die Andere. Jeder Schritt dauerte gefühlte Ewigkeiten. Dabei ließ sie ihre Beute nicht aus den Augen. Ihre weit vorangestellten Tasthaare zuckten vor Aufregung. Jetzt war sie nah genug an ihrer Beute dran, um sie durch einen Sprung zu erwischen. Sie musste nur noch…
Das kleine haarige fledermausähnliche Tierchen hielt in seiner Tätigkeit inne und spitzte die großen Ohren. War da etwas? Ein Geräusch? Oder eine Bewegung? Da! Nur eine kleine Winzigkeit. Als Kiba zum Sprung ansetzte, wurde sie bemerkt. Sofort stob die kleine Maus los, breitete ihre Schwingen aus und sprang ab. Sie musste gar nicht sehr hoch springen, denn sie hatte am Rand einer Felsplatte gesessen. Ein guter, sicherer Ort, wie sie meinte. Kein Jäger würde dort nach ihr springen, da er dann über den Rand der Platte stürzen würde wobei er sich beim Aufprall unten übel verletzten würde. Und die Jäger wussten das!
Womit die kleine Maus nicht gerechnet hatte, war die Lernfähigkeit dieser Jägerin! Sie war hier schon gesprungen. Mehrmals. Aber anders als andere Jäger stürzte Kiba nicht in ihr Verderben, das hatte sie gelernt. Beim ersten Versuch hatte sie noch vor Schreck und Angst aufgeschrien, doch dann bemerkt, dass sie sanft zu Boden glitt. Das hatte sie sich gemerkt. Und fortan wagte sie den vermeintlich tödlichen Sprung immer wieder und mit immer größerer Sicherheit.
So auch jetzt. Die Maus war zwar gewarnt, doch ebenso wie Kiba wusste, dass hier immer wieder eine Maus saß, so wusste sie auch, dass diese in einen Abwärtsschwung starten würde um dann in einiger Entfernung und mit genügend Geschwindigkeit Höhe zu gewinnen.
Doch diesmal nicht. Kiba sprang der Maus einfach hinterher. Sie war deutlich größer und schwerer und wollte gar nicht fliegen. Daher hatte sie die Maus im Sturz schnell eingeholt, packte diese mit ihren Krallenbewehrten Vorderpfoten und machte sich dann bereit zur Landung. Schon spürte sie die Verlangsamung ihres Falls und kurz darauf setzte sie sanft auf dem Boden auf.
Sehr zufrieden mit sich und der Welt machte die kleine Jägerin sich auf ihren Rückweg. Sie konnte die Maus nicht fressen, das wusste sie. Warum das so war, war ihr nicht klar, es war ihr aber auch egal. Doch wenn sie die Beute in ihre Futterschale legte, würde sie verschwinden und stattdessen ein Leckerli erscheinen. Das hatte sie gelernt und darauf freute sie sich schon.
Als sie zu dem kleinen Häuschen kam, in dem ihre Bettchen, die Toilette und ihr Futter stand, erkannte Kiba auch ihre Schwester Dema, die sich dort in der Sonne putzte. Sehr stolz mit hocherhobenem Schwanz und der Flugmaus im Mäulchen trabte Kiba an ihrer Schwester vorbei und natürlich sprang Dema auf und folgte Kiba in das Häuschen.
Das Häuschen hatte eine ganz besondere Luke durch die die beiden Berghörnchen nun gingen. Sie dachten nie besonders über das Phänomem nach, dass hinter der Luke ein so großer Raum war, dass er gar nicht in das Häuschen hätte passen können. Es war ihnen gleich. Wichtig war nur, dass hier ihr Frauchen wohnte und gerne mit ihnen kuschelte. Und sie mit ihr. Denn sie war sehr lieb und fütterte sie. Und Liebe ging schließlich ganz klar durch den Magen.
Wie geplant deponierte Kiba die Maus in der Futterschüssel worauf sie sich in einem Flirren auflöste und durch eine Handvoll Leckerlies ersetzt wurde. Die sie großzügig, wenn auch nicht ganz gerecht mit Dema teilte. Die Dinger machten auch sehr schön satt und man musste auch ganz schön auf ihnen herumkauen. Danach – stolz, satt und zufrieden – sprang Kiba aufs Bett wo sie zu ihrer Überraschung ihr Frauchen vorfand, die dort, das spürte sie deutlich, sehr unglücklich lag.
Als kikonisches Berghörnchen hatte man seine Pflichten. Also piepste Kiba zweimal und krabbelte dann auf den Bauch ihres Frauchens, rollte sich dort ein und begann kräftig zu schnurren. Das Allheilmittel schlechthin. Kurz darauf kam auch Dema dazu gekrabbelt, rollte sich ihrerseits auf der Brust von Frauchen ein und gemeinsam schnurrten die beiden Tierchen, um Frauchen ganz schnell wieder gesund und heiter zu bekommen.
</RPG>
<SUM>
Ort: USS Hephaistos, Krankenstation
Zeit: SpD 3.1150
Jetsun ist über die ihr gemachten Vorwürfe zutiefst geschockt und wird von ihrer Mitarbeiterin nach Hause geschickt um sich auszuruhen.
Ort: Die grüne Ebene / Quartier Jetsun
Zeit: SpD 3.1155
Kiba schummelt und nutzt ihre erlernten Kenntnisse über die Holobox zu ihrem Vorteil bei der Jagd.
Nach erfolgreicher Jagd versuchen sie und Dema Jetsun zu trösten.
</SUM>
submitted by
Isabelle
a.k.a.
Ens. Jetsun Pema
CM USS Hephaistos