# Zeit: MD 14.1930
# Ort: Topf voll Gold
<quote>
„Nun offenbar hast du nicht enttäuscht.“ merkte Sam an die den Stimmungswechsel von Shay bemerkt hatte. „Sonst wärst du sicher wieder an der Akademie.“ flachste sie dann und Shay schnaubte.
„Unsinn, wenn es wieder soweit kommt kündige ich und werde Prix Züchter auf Thassos.“ grinste er dann während Sam vor lachen prustete.
</quote>
„Was is’n ein Prix?“ fragte Fabièn neugierig, der eine gute Geschichte witterte.
„Oh, nur eine hier einheimische Rasse mystischer Wesen mit, nun ja, sehr speziellen Vorstellungen von Brutpflege…“
Shay winkte sich noch ein Guiness heran. Dann berichtete er dem Franzosen von der Mission, die hinter ihnen lag. Der Empfang im Palast der Prinkipax, die Questen, der Waldbrand und die Rebellen… wenn man es so im Nachhinein erzählte, ergab es durchaus eine Geschichte für einen Holoroman. (Was wohl im nächsten Band passieren würde?)
Der einzige Aspekt, in dem sich der Captain etwas schwammig ausdrückte, war die Kleiderordnung der Kikoninnen – wohl, weil Sam ebenso neugierig lauschte wie LaGroille. Es machte einfach einen großen Unterschied, ob man einen Missionsbericht las oder etwas aus erster Hand erzählt bekam.
Trotz der vorsichtigen Umschreibungen kam das Wesentliche an.
„Wie jetzt, je höher der Rang, desto weniger haben die Mädels an!?“ entfuhr es Fabi. Er hatte wohl ein wenig lauter als nötig gesprochen, denn einige Gesichter (vorwiegend männliche) in der Nähe drehten sich zu ihnen hin.
„Nun ja, also wenn sie es so formulieren…“ wand sich Shay. „Ja.“
„Und …“ Man sah dem Franzosen an der Nasenspitze an, dass er mindestens drei neugierige Fragen auf der Zunge hatte. Doch er warf einen Seitenblick zu Sam (sie wartete gespannt was er sagen wollte), und traute sich nicht, weiter zu sprechen.
„Nein, mögen sie nicht“, beantwortete der CO die Frage die nicht gestellt wurde. „Falls sie mal Kikonen begegnen – was in den nächsten Tagen leicht eintreten kann, hier auf dem Schiff – würde ich Ihnen sehr raten, sich zusammenzureißen.“
Ihm war nicht entgangen, dass das Gespräch einige zusätzliche Zuhörer angelockt hatte; und somit hatte er den letzten Satz mit aller Autorität, die er besaß, in die größere Runde gesprochen.
Einen Moment lang herrschte Ruhe. Die Zuhörer merkten, dass der interessante Teil damit abgeschlossen war, und wandten sich anderen Gesprächen zu.
Als sie wieder unter sich waren, kam Fabi eine neue Frage in den Sinn: „Ihre CM, Ensign Pema ist aber nicht zufällig auch eine Kikonin?“
<NRPG: Ball weiterwerf />
#Ort: USS Hephaistos – Holodeck
#Zeit: MD 16.0700
<quote>
Ganz klassisch starte die Simulation in einem kleinen Shuttle, welches gerade die Atmosphäre eines Klasse M Planeten mit dichter Vegetation erreicht hatte.
Solch eine Übung konnte wohl auch nur so starten, wenn ein Pilot sie mit entwarf.
</quote>
Fabièn war gespannt, wie die Marines.. halt, das Hazard Team!, sich schlagen würde. Es war ihm wohl bewusst, dass nicht nur Charleys Team hier getestet wurde. Sicherlich würde der Chef später Emily befragen, wie der FLG-Kandidat sich so gemacht hatte.
Am Anfang war es auch gar nicht so leicht gewesen. Er hatte natürlich schon dutzende solcher Übungen absolviert. Doch so eine Übung zu gestalten war eine ganz eigene Herausforderung. An Ideen über das Setting, Charaktere und eine Hintergrundstory mangelte es nicht (auch wenn es mühsam war, mit Emily zu einer gemeinsamen Meinung zu finden). Aber wie sorgte man für Herausforderungen und Lösungswege?
Das archimedische „Heureka“ war ihm gekommen, als er an die alten 2D-Computerspiele aus seiner Jugend zurückdachte. Das gute alte Jump-n-Run-Platform-Game hatte seit Jahrhunderten nichts von seiner Popularität eingebüßt.
Mit dieser Inspiration wurde es ganz einfach. Man brauchte nur ein paar Türen und Schlüssel; ein paar Sollbruchstellen in den Wänden und ein paar patroullierende Gegner. Fertig war der Hindernisparcours. Tatsächlich mussten sie sich irgendwann bremsen, denn es sollte ja in höchstens einer Stunde zu bewältigen sein.
Der holographische Palast des Großwesirs war auf dem Bildschim immer näher gekommen. Unterdessen hatten sie dem Team den Rahmen der Mission erklärt. Durch die Antigravpacks gebremst, würden die Männer im farbenprächtigen Dachgarten des Palastes landen. Danach mussten sie sich zu den Kerkern im Keller durchschlagen, in denen irgendwo die Prinzessin einsaß.
Emily würde die Intelligence, also Unterstützung per Funk bieten. Sie hatte bereits einen Grundriss des Palastes auf dem Bildschirm, in dem symbolhafte Biosignale die Gänge durchwanderten. Fabièn hingegen fiel die klassische Rolle des Fluchtwagenfahrers zu. Theoretisch musste er nur über dem Palast Kreise fliegen, aber er hatte den leisen Verdacht, dass Emily ohne sein Wissen noch ein paar Last-Minute-Überraschungen eingebaut hatte.
„Bereitmachen zum Absprung“, kommandierte Emily nun dem Hazard Team.
Charley zeigte einen Daumen hoch, und die Männer stellten sich an der Luke im hinteren Bereich auf, die bereits langsam auffuhr. Darunter wurde greller, steiniger Wüstenboden sichtbar, der täuschend langsam vorbeizog. Nur am Schatten des Shuttles konnte man ermessen, wie schnell sie tatsächlich flogen.
„3 … 2… 1… “ zählte Fabi herunter. Dann ging es los, einer nach dem anderen stürzten sich die Hazard Team-Mitglieder ins Leere.
<NRPG: Ball werf />
</RPG>
<SUM>
# Zeit: MD 14.1930
# Ort: Topf voll Gold
– Shay erzählt Fabi und Sam von den Erlebnissen auf Thassos
#Ort: USS Hephaistos – Holodeck
#Zeit: MD 16.0700
– Anflug auf den Palast, Hazardteam wird gebrieft und abgeworfen.
</SUM>
** submitted by
Johannes a.k.a. Lt. Fabièn LaGroille