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Tu nix dummes, Jenn

Posted on 22. November 2020 By admin
Moin,
nur was kurzes der Rest kommt morgen sofern ich die Zeit finde und meine Familie mich schreiben lässt – dann gibts auch Bälle.
Das hier schwirrt mir aber schon ne Weile im Kopf rum und heute hatte ich Gelegenheit es los zu werden.

<RPG>
 
# Ort: USS Hephaistos, Bereitschaftsraum des CO
# Zeit: SpD 1.2330
 
<QUOTE>
Die Verbindung wurde beendet. Shay wartete auf eine Antwort.
 
Offenbar verstand Ian Tully den unausgesprochenen Befehl. „Ens. Larson wird räuberische Erpressung, Körperverletzung und Mord zur Last gelegt. Wir haben mehrere Zeugen, unter anderem von ihrer Crew, die ungeheuerliches beobachtet haben. Vor einer halben Stunde haben wir übrigens den leblosen Körper von Lt. Sigmarsson in der Müllverarbeitung entdeckt. Ens. Larson wurde dabei gesehen, wie sie dem Lt. gedroht hat und ihn geschlagen hat.“
</QUOTE>
 
Shay ließ diese Informationen zunächst sacken. Das war einiges. Er war versucht sich wieder zu setzen überlegte es sich dann jedoch anders und trat um seinen Schreibtisch herum. 
 
In einem in der Wand eingelassenen Schränkchen – ein kleines Geschenk von Emily – befand sie sein Vorrat an Whisky und zu dem zog es ihn. Er griff nach einer Flasche, nahm zwei Gläser raus und füllte beide mit 2 Fingerbreit. 
Was er nicht tat war seinen ‚Gästen‘ welchen anbieten. 
 
Falls der LtCmdr irritiert war ließ er es sich nicht anmerken. Stattdessen sah er zu wie Shay zur Vorderseite seines Schreibtisches ging und sich dort an den Tisch lehnte. Er schwenkte den Inhalte seines Glases und roch schließlich daran. Dann nahm er das PADD mit besagten Anklagepunkten und begann zu lesen.
 
Als die unangenehme Stille zwischen den Anwesenden schließlich durch den Türsummer unterbrochen wurde, leerte Shay sein Glas in einem Zug.
 
„Herein.“ befahl er schließlich und die Tür öffnete sich. Man sah Jenn an das sie eben noch im Bett gelegen hatte. Zwar trug ssie Uniform aber keine die frisch aus dem Replikator gekommen war sondern mehr die vom Vortag. Ihre Haare wirkten zerzaust und ungekämmt.
 
„Sie wollten mich sprechen, Sir?“ fragte sie gespielt gelangweilt und gleichzeitig bis aufs äußerste gespannt. Sie hatte nicht all die Jahre überlebt ohne eine gewissen Sinn für Gefahren zu entwickeln und genau das spürte sie in den Moment als sie den Raum betreten und die fremden Männer gesehen hatte.
Die rochen förmlich nach Cops. 
 
Überraschenderweise trat Shay zu ihr und reichte ihr das zweite Glas in dem noch immer der goldbraune Inhalt schwappte. 
 
„Setzen sie sich, Ensign. LtCmdr. Tully und sein Begleiter haben ihnen etwas mitzuteilen.“ erklärte Shay und trat dann neben den Stuhl auf dem Jen Platz nahm. 
 
Tully räusperte sich und war nun doch leicht irritiert. Ganz offensichtlich hatte er angenommen das Shay diesen Part übernehmen würde, was dieser jedoch nicht tat. 
 
„Nun?“ forderte Shay und verschränkte die Arme vor der Brust. 
 
„Ensign Jennifer Larson. Sie werden der räuberische Erpressung, Körperverletzung und des Mordes an Lt. Sigmarsson beschuldigt und ich bin hier um sie deshalb zu verhaften.“ erklärte dieser fest. 
 
Jenn’s Gesicht wurde bleich und sie trank ohne darüber nachzudenken den Whisky den Shay ihr angeboten hatte. Erst danach fragte sie sich ob das klug war oder ob der CO ihr vielleicht ein Schlafmittel in den Drink gemixt hatte um sie ruhig zu stellen. Gleichzeitig ging sie in Gedanken ihre Fluchtmöglichkeiten durch. 
 
„Wow.“ antwortete sie und das war ebenfalls keine Reaktion mit der Tully gerechnet hatte. Bereits während dieses Wort ihren Mund verließ spürte Jenn diese altbekannte Wut in sich und ohne das sie es kontrollieren konnte warf sie das leere Glas gegen die Wand und sprang auf. 
 
Von einer Sekunde zur anderen änderte sich die Atmosphäre im Raum. Tullys Begleiter zog seinen Phaser, Shays Hand lag plötzlich auf Jenns Schulter während er einen Schritt nach Vorne in die Schussbahn machte. 
 
„Wagen sie es ja nicht einen Schuss in meinem Raum abzufeuern oder ich reiße ihnen höchstpersönlich den Arsch auf.“ erklang es von Shay in einer Tonlage die jeden Drill Sergeant der Marines stolz gemacht hätte. 
 
Tatsächlich verfehlte dies nicht seine Wirkung und der Mann blickte hilfesuchend zu Tully. 
 
„Sir, ich schwöre ihnen ich habe nicht …“ begann Jenn mehr aus Gewohnheit als das sie wirklich dachte er würde ihr glauben. Ausgerechnet ihr? 
 
„Halten sie die Klappe Larson.“ meinte er nur und änderte dabei seine Tonlage kein bisschen. Falls sie doch einen Funken Hoffnung gehabt hatte, so war dieser nun erloschen. 
Offenbar hatte er sich bereits ein Urteil gebildet. Desillusioniert setzte sich Jenn wieder auf den Stuhl. 
 
Shay wandte sich zu den beiden Männern. „Warten sie bitte draussen vor der Tür.“ erklärte er dann und auch wenn das Wort Bitte in dem Satz war so war deutlich das er das als Befehl gemeint hatte. Tully nickte seinem Begleiter zu der sichtlich unzufrieden war, den Phaser aber wieder wegsteckt. 
 
„5 Minuten, Captain. Dann erwarte ich eine Entscheidung.“ antwortete Tully nun und schien sich wieder gefasst zu haben.
 
Kaum war die Tür hinter den beiden zu sprang Jenn erneut auf. 
„Lassen sie mich gehen. Ich kann in 5 Minuten verschwunden sein und sie sagen ich hätte sie niedergeschlagen!“ schlug sie plötzlich vor und Shay hob eine Augenbraue. 
 
„Den Teufel werde ich tun.“ gab er zurück und sah wie Jenn die Fäuste ballte. „Sie wollen doch auch nur das ich verschwinde. Das können sie jetzt haben!“ 
 
„Jesus Christ.“ grollte Shay und baute sich vor Jenn auf.  „Sie werden nichts dergleichen tun. Jeder Fluchtversuch ist ein Schuldeingeständnis. Was sie tun werden ist zu den beiden raus gehen und sich brav abführen lassen.“
 
Jenn sah ihn an und er war sich ziemlich sicher das reine Mordlust aus diesem Blick sprach. 
 
„Ich werde mich nicht verhaften lassen für etwas das ich nicht getan habe!“ beharrte sie.
 
„Oh doch genau das werden sie tun wenn sie ein gottverdammter Teil dieser Crew bleiben wollen. Sie werden sich verhaften lassen und werde eine Nacht in einer Zelle verbringen und sollte man sie verhören dann werden sie nichts sagen außer ihren Name, ihren Rang und ihre Dienstnummer. Habe ich mich klar ausgedrückt, Larson?“ erklärte Shay und sah ihr dabei in die Augen. 
 
Er konnte sehen wie Jenn mit sich kämpfte. Der Fluchtinstinkt war verdammt groß. 
 
„Haben sie mich verstanden?“ fragte er dann noch einmal nach. Drängender diesmal. 
 
„Ja, Sir.“ bestätigte sie Zähneknirschend und Shay wartete. Es dauerte etwas bis Jenn begriff.
„Larson, Jennifer, Ensign. Dienstnummer 24985-47.“ 
 
„Gut, das wird ihr neues Mantra sobald man ihnen eine Frage stellt und dabei ist es egal wer. Der neue Zellenkumpel, jemand von der Crew oder Mr. Tully. 
Ich habe mir die Anklagepunkte bereits angesehen und soweit ich das sehe besteht das ganze noch nur aus Indizien. Ich war lange genug CSO um zu wissen das man auf sowas keinen Fall aufbaut. Entweder Tully hat etwas in der Hinterhand oder hier wird etwas anderes gespielt. Egal was, ich werde es raus finden.“ bekräftigte Shay. Dabei schien es als habe er mehr zu sich selbst gesprochen und fokussierte seine Aufmerksamkeit nun wieder auf Jenn die ihn sprachlos anstarrte.
 
„Aber dafür brauch ich ihre Hilfe. Keine Aussagen die man irgendwie gegen sie verwerten kann und um Himmelswillen kein Fluchtversuch. Selbst wenn man das Kraftfeld deaktiviert und niemand in der Nähe ist, sie bleiben in der Zelle. Versprechen sie mir das!“ verlangte er dann.
 
 
</RPG>
 
<SUM>
 
# Ort: USS Hephaistos, Bereitschaftsraum des CO
# Zeit: SpD 1.2330
Shay lässt zu das Jenn verhaftet wird, gibt ihr aber noch wertvolle Tipps und eine Art versprechen mit auf den Weg.
 
</SUM>
 
—
 
submitted by
 
Mac
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